Einzelkind Teil II und neue Perspektive

Ihr Lieben,

ich habe mich hier schon ganz lange nicht mehr blicken lassen. Schande über mein Haupt.

Ich danke euch für eure Kommentare – auch, wenn ihr da teilweise andere Ansichten vertretet als ich. In meinem letzten Artikel war ganz klar zu lesen, dass ich mir durchaus bewusst war, dass NICHT alle Leute wissen KÖNNEN, warum L. “nur” Einzelkind ist. Was mich aber aufregt, ist die Tatsache, wie heutzutage immer noch mit den sogenannten Einzelkindern umgegangen wird. Und genau da spricht mir Blüte mit ihrem Kommentar aus der Seele. Danke dir dafür.

Es ist wissenschaftlich heutzutage nicht mehr nachgewiesen, dass Einzelkinder sozial “unkompatibler” sind, sie durchweg verwöhnt sind, etc. Natürlich schadet es niemandem, wenn er mit Geschwistern aufwächst. Und genau das ist mein Wunsch – mein größter Wunsch. Eben WEIL ich ungewollt als Einzelkind aufgewachsen bin; ebenso wie mein Mann.  Aber die heutigen Ansichten in der Gesellschaft scheinen am Einzelkind ja immer nur das Negative zu sehen.

Gibt es eigentlich in der deutschen Sprache eigentlich einen Terminus für “das Geschwisterkind”? Wohl kaum.

Nichtsdestotrotz scheint ja ein Einzelkind in der heutigen Gesellschaft schlecht(er) angesehen zu sein, als ein Geschwisterkind. Idealfamilie: Vater, Mutter, ZWEI Kinder. Und genau deshalb kommen ja andauernd die teilweise unqualifizierten Äußerungen, mit denen wir uns immer rumschlagen müssen seitens der Elternschaft im Kindergarten, beim Arzt und sonstwo. Ich könnte da immer noch die Wände hochlaufen und natürlich sind die “ich schocke jetzt mal die blöden Fragesteller”-Methoden nicht gerade nett, wenn ich ihnen von den drei Sternenkindern erzähle. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Punkt. Schluss. Ende im Gelände. Niemand hat uns gefragt, ob wir so glücklich sind mit der Situation. Immer wird man gleich ganz verwundert angesehen und man hat gleich das Gefühl, man sinkt förmlich im Stellenwert der Fragesteller, weil man “nur” ein einziges Kind hat.

Ich versuche mich mehr und mehr an den Gedanken zu gewöhnen, dass dies so bleiben wird. Machen wir uns hier nichts vor: ich werde in drei Monaten schon 38. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit alten Eizellen und einem Eileiter? Tja …

Nur irgendwie fehlt mir noch so ein wenig die Strategie, wie ich mich am besten an diese Situation gewöhnen KANN. Momentan FEHLT mir immer noch etwas. Der Wunsch nach einem Geschwisterkind ist immer noch vorhanden. Wie stelle ich das ab? Gibt es Strategien, damit man sich an diese Situation gewöhnen kann?

Ich betrachte nun ganz bewusst alle Familien, die einem so bei den alltäglichen Dingen begegnen, beispielsweise beim Einkauf. Und IMMER, ja ich habe da genauestens Statistik drüber geführt, haben diese Familien zwei oder gleich drei Kinder. Wenn denn mal Papa oder Mama mit einem Kind unterwegs sind, dann kann man in 99 % der Fälle davon ausgehen, dass irgendwo im Gang bei Aldi – die Mutter oder der Vater – mit dem Geschwisterchen wartet oder aber im Auto sitzen. Euch ist das bisher noch nicht aufgefallen? Dann achtet mal genau darauf :)

Bisher kenne ich ganze ZWEI Familien, die “nur” ein Kind haben. Ansonsten wimmelt es hier – gerade in einer Neubausiedlung – nur so von Familien mit zwei, drei oder gleich vier Kindern. Wie soll (!) man sich da einreden, dass rein statistisch gesehen jede Familie 1,3 Kinder hat – also eine mal eins, die andere dann eben zwei?

Um aber wenigstens ein bisschen für unseren Einzigen da sein zu können, haben wir ein wenig hin und hergerechnet und sind nun auf das Sabbatjahr gekommen, das mir in meinem Beruf ja GSD nur in Ausnahmefällen verwehrt werden kann. Momentan arbeite ich halbe Stelle. Ich habe jetzt also einen Antrag eingereicht, bei dem ich ab Sommer 2013 meine Stunden aufstocke (19,25 um genau zu sein) um mir dann das Schuljahr 2015/16 komplett “frei” nehmen zu könenn. In diesem Jahr werde ich also so weiterbezahlt, wie mein momentanes Gehalt auch aussieht (in den Ansparungsjahren werde ich nach wie vor nur für die halbe Stelle bezahlt) und somit haben wir keine finanziellen Einbußen. Coole Sache. Dazu bin ich in diesem Jahr voll beihilfeberechtigt und kann mich – rein theoretisch, sogar auf Beförderungsstellen bewerben. Ich weiß zwar noch nicht so genau, wie ich das verkraften werde, von 13 auf 19 bis 20 Stunden aufzustocken (bei zwei Korrekturfächern, wohlgemerkt), aber irgendwie wird es gehen. Ich freue mich jetzt schon wie Bolle auf diese Zeit. Die Genehmigung seitens der Bezirksregierung liegt bereits vor. Das sind also die Nachrichten, die mich aufrecht halten: die Gewissheit, ZEIT FÜR mein KIND zu haben. Zeit, Zeit , Zeit.

Mir persönlich wünsche ich für das Jahr 2013 mehr Zufriedenheit und weniger depressive Phasen. Ich wünsche mir, ENDLICH wieder nach vorne schauen zu können und die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann. Kurz: ich wünsche mir inneren Frieden.

Für Euch alle da draußen schließe ich mich jetzt mal den Wünschen von Schoko an und wünsche Euch allen für das Jahr 2013 die Erfüllung Eurer Träume: einen positiven Test, der mit einer gut ausgehenden Schwangerschaft endet oder DEN Anruf der Adoptionsbehörde.

LG,

Milest

erstellt in Allgemein am 30 Dezember 2012 um 14:32 von wuki88856|1 Kommentar

Das (verwöhnte) Einzelkind

Kennt Ihr das auch? Ihr, die ihr ungewollt “nur” ein Kind an der Hand habt?

Immer und immer wieder werde ich mit gut gemeinten Ratschlägen zugetextet, wie gut und sinnvoll es doch sei, nicht nur ein Kind zu Hause zu erziehen, sondern doch unserem Einzelkind noch ein Geschwisterchen zu schenken.

Da könnte ich echt die Wand hoch gehen. Da sprechen einen Leute an, die keine Ahnung haben (wie sollen sie auch), was wir schon in punkto Kinderwunsch durch haben und geben uns gute Tipps. Danke auch.

- der Augenarzt beim jährlichen Routinetermin, der so nebenbei fragt, ob L. denn “noch” alleine sei

- die Erzieherin im Kindergarten, dass unser Kind doch noch so schüchtern sei und es mit einem Geschwisterchen leichter sei für L., sich auch mal durchzusetzen

-  die Eltern im Kindergarten, die beim KiGa -Fest fragen, wann wir denn die Geschwister anmelden würden und dann die “ach, ihr habt kein weiteres Kind geplant”?-Frage stellen

- die Sozialpädagogin beim Infoabend zum Thema Einschulung, die mal so in die Runde fragt, wessen Kind denn kein Geschwisterkind hätte und dann zu einem gefühlten 10-minütigen Vortrag ansetzt zum Thema: “Warum sind Geschwister in der heutigen Gesellschaft so imminent wichtig für die so verwöhnten Einzelkinder”?

- die Kollegen, die fragen, ob L. alleine bleiben soll

Was sagt man “solchen” unwissenden Leuten?

Einmal habe ich wirklich alle geschockt und gesagt, dass wir durchaus auch mehrfache Eltern seien; unser Sohn hätte drei Geschwister, die aber leider nicht unter uns weilen dürften und von oben gut auf ihn aufpassen würden. Peng, das saß so tief, dass keiner mehr etwas weiteres dazu gesagt hat. M. meinte dann hinterher, wie ich so etwas sagen könne. Die Leute würden ja ihres Lebens nicht mehr froh. Andererseits: wer hat mich denn gefragt, wenn ich mir dauernd diese wohlwollenden Sprüche anhören muss?

Sorry, aber das musste einfach mal raus.

Ich wünsche allen, die gerade an einem lebenden zweiten, dritten, etc. Folgekind “arbeiten” die Erfüllung ihrer Träume

LG

Milest

erstellt in Allgemein am 20 November 2012 um 19:59 von wuki88856|5 Kommentare

Von der FÄ und einer “Freundin”

Letzte Woche war ich zur normalen Vorsorge bei der FÄ. Ich habe natürlich darüber berichtet, dass ich letztens 6 Tage überfällig war. Sie ist ja der Meinung, dass ich vielleicht schwanger war. Kann sein – man weiß es nicht. Getestet habe ich ja ganz absichtlich nicht.

Das weitere Gespräch über unseren Kiwu – das macht mir immer noch ein wenig Kopfzerbrechen. Für sie steht fest: mehr als 6 Mal hintereinander (oder mit größeren Abständen) Clomifen kommt für sie nicht in Frage. Bisher habe ich 4 Zyklen hinter mir, also theoretisch kann ich das Zeug noch für zwei Zyklen schlucken. Nachweislich war aber der Eisprung unter Clomi allein zwei Mal auf der falschen Seite. Für mich zählen diese Versuche nicht; was soll das denn bringen, wenn das Ei an der Seite springt, wo kein Eileiter da ist. Diese ganzen Geschichten von Eileitern, die durch den Bauchraum “schwirren” und und es sich mal eben an der gegenüberliegenden Seite “gemütlich” machen – an diesen Quatsch glaube ich nicht. Eileiter weg = Eileiter weg. Punkt. Meine Ärztin zählt aber nur die Anzahl der Versuche. Für sie steht fest: mehr als zweimal soll ich “das Zeug” nicht nehmen. Das sei statistisch bewiesen. Stellt sich mir mal wieder die Frage: haben denn diese Statistiken nicht vorhandene Eileiter berücksichtigt? Bestimmt nicht. Medizinische Statistiken sind was Herrliches. Ich kenne so einige davon – und immer bringt mich mein Mann als Mathematiker zum Lachen, wenn er mir diese Statistiken auseinander nimmt oder ganz anders hinterfragt. Das haben wir schon mit L. und seinen ungezählten “Mein Kind hat Bronchitis: Warum  und wie behandel ich es am besten.-Statiken gesehen. Der KiA hat auch immer mit Statistiken um sich geworfen , da er ja so ein Mathe-Fan ist – und hat dann erst mal große Augen gemacht, als von M. die entsprechenden Contra-Argumente und Gegenfragen folgten.

Um es also noch mal auf den Punkt zu bringen: noch zwei Versuche Clomi -mehr bekomme ich nicht verschrieben.

Ich würde aber lieber mit Clomi als mit einer IVF weiter machen. Denn: auch ich bin viel hier im Forum unterwegs (als stille Leserin, wohlgemerkt) und wenn man das hier mitbekommt, wie steinig und nervenaufreibend so ein Weg ist, dann stelle ich mir doch wohl zu Recht die Frage, ob sich dies für mich / uns überhaupt lohnt. Höchstwahrscheinlich bin ich mit meinem AMH von 0,1 auch noch Low-Responder. Soll ich da wirklich einen noch größeren Hormoncocktail zu mir nehmen, um am Ende eine “popelige” Eizelle punktiert zu bekommen, die sich womöglich gar nicht befruchten lässt? Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Methode nicht MEIN Weg ist.

Meine Ärztin möchte aber auch den Eisprung nicht per Spritze auslösen, da man doch da auch “härtere” Medis nehmen muss. Ich meine aber gehört zu haben, dass eine Kombi aus Clomi und einer Auslösespritze reichen würde. Ich muss ja nicht auslösen, wenn das Ei auf der falschen Seite sitzt, oder???? Gibt es hier Betroffene, die mir Auskunft geben können?

@ Schoko: Du hast mir im letzten Kommentar die Frage gestellt, ob eine Adoption nicht auch für uns in Frage kommen würde. Die ganz klare – und für mich traurige Antwort ist, dass M. so seine Schwierigkeiten damit hätte, ein “fremdes” Kind anzunhemen. Mal abgesehen von der Durchleuchtung durch das Jugendamt und der sehr langwierige Prozess. Für ihn steht fest: kein Kind, das nicht seines ist.

Was den zweiten Teil der  Überschrift angeht, so hat sich in den letzten Tagen eine “alte Freundin” gemeldet. Per Mail. Wir waren sehr sehr gut befreundet. Sie war zu dem Zeitpunkt, wo ich mit M. zusammen gekommen bin, schon über 5 Jahre verheiratet – und eben auch 5 Jahre ungewollt kinderlos. In dieser Zeit hat sie sich sehr verändert und auch immer mehr abgekapselt. Ich habe wirklich mein Bestes gegeben, immer wieder angerufen, Hilfe angeboten, etc. Irgendwann kam dann die Mail, dass sie darüber nachdenke Rattengift zu schlucken, da ihr Leben keinen Sinn mehr hätte. Ich riet ihr dringende eine Psychologin aufzusuchen uns sonstige professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es kam dann die Zeit meiner ersten Fehlgeburt und sie schrieb als einzige Reaktion zurück, dass sie es sowieso nicht ertragen hätte, mich mit dickem Bauch zu sehen. Ich antwortete, dass ich das auf der einen Seite zwar nachvollziehen könne, dass ich aber der Meinung sei, dass man als Freundinnen Freud und Leid zusammen teilt, ich würde gerne mehr wissen über ihre geplante Kiwu Behandlung. Sie schrieb nur, sie brauche Ruhe. Also habe ich sie in Ruhe gelassen.

Als dann L. geboren wurde, dachte ich, dass man sie – genau wie Verwandte und Freunde auch – per Mail in Kenntnis setzen könnte. Sie bekam also die gleiche Mail, wie alle anderen auch. Diese Mail war keine “Friede -Freude-Eierkuchen-Mail” sondern enthielt einen biblischen Spruch und den Ausdruck unserer tiefsten Dankbarkeit. Immerhin hieß es ja lange Zeit, dass man L. bei 26+0 holen wolle.

Meine “Freundin” antworte auch. Mit wahren Hasstiraden. Wir sollten doch bitte keine Bibelsprüche schreiben, sie würde mich und unser Kind hassen und wir sollten aus ihrem Leben verschwinden. Dazu noch andere Dinge, die alle sehr sehr negativ waren und mich zutiefst verletzten. Immerhin dachte ich ja, dass dies ja mal meine “Freundin” gewesen sei. Ich antwortete noch ein einziges Mal und fragte sie, ob sie sich eigentlich auch selbst hassen würde, wenn SIE denn mal am Ziel ihrer Träume angekommen sei – sprich: sie schwanger wäre. Falls nein, dann hätte sie kein Recht darauf, uns zu hassen, weil uns das widerfahren ist, was sie sich schon so lange wünscht. Mir sei klar gewesen, dass sie nicht in Jubel ausbricht, aber wir wollten sie halt informieren, damit sie nicht aus allen Wolken fällt.

Der Kontakt ruhte nun seit 4 Jahren.

Jetzt kam gestern eine Mail. Wie es mir geht? Was ich mache? Ihnen würde es soweit gut gehen. Ob ich nicht Lust auf eine Tasse Kaffee hätte?

Hallo???? Soll ich mich mit dieser Person zum Kaffee treffen, die uns und unser Wunder hasst? Eigentlich habe ich gar keine Lust zu antworten. Was soll ich denn schreiben? Genau so, oder “netter” verpackt? Interpretiert ihr den Satz, dass es ihnen soweit gut geht auch so, dass sie mitlerweile doch Nachwuchs haben????

Fragen über Fragen.

LG,

Milest

erstellt in Allgemein am 6 Oktober 2012 um 13:50 von wuki88856|6 Kommentare

Update 1.1

Es wäre ja auch zu schön gewesen. Aber am Abend des besagten Eintrags rollte dann doch Besuch heran. Nun gut. Wenigstens habe ich jetzt das Geld für Teststreifen gespart …

Ich weiß nicht, momentan ist einfach alles blöd. Seit gut einem Jahr “probieren” wir es jetzt wieder. Genauer gesagt seit Oktober, nachdem auch die Narben nach der Septum-OP gut verheilt waren. Und nun will es einfach nicht klappen. Was erwarte ich: ich bin ein Wrack. Ja, so hat es meine Frauenärztin formuliert. Schlappe 37 Jahre alt, mit nur noch einem Eileiter, mit einem AMH von 0,1. Eine Schwangerschaft scheint wie ein Sechser im Lotto. Und wann gewinnt man schon mal sechs Richtige??? Richtig – wohl eher selten.

So ganz Loslassen kann ich aber immer noch nicht vom Kinderwunsch. Immer, wenn mir eine Frau mit dickem Bauch entgegenkommt, dann denke ich: “Irgendwann wirst auch Du wieder schwanger sein!”  Ob das gut ist? Sollte ich nicht einfach alles drangeben und nicht immer dem Verlorenen hinterherschauen? Sollte ich nicht lieber im Hier und Jetzt leben und mich nicht mit dummen Hormonen vollpumpen, dass ich zeitweise keinen geraden Satz mehr formulieren kann?

Wir haben ein wundervolles Kind. Unser kleiner Kämpfer, der es trotz verkorkster Gebärmutter und Blutungen über 20 Wochen in der Schwangerschaft zu uns geschafft hat. Wir lieben ihn. Ich liebe Dich, L. – nur leider werde ich dir wohl nie deine so sehr gewünschte Schwester (oder den kleinen Bruder) schenken können.

Deine Mama

erstellt in Allgemein am 20 September 2012 um 14:08 von wuki88856|1 Kommentar

6

Das ist die Anzahl der Tage, die ich überfällig bin.

Und nein: ich habe noch nicht getestet. Ich bin hin und hergerissen. Angst vor einer Enttäuschung, dass sich unter Clomi der Zyklus vielleicht einfach verlängert haben könnte; Angst, dass wieder mal Blutungen einsetzen.

Solltet ihr jetzt denken: man, die ist aber negativ, dann lasst euch sagen, dass dies – rein theoretisch – meine 5. Schwangerschaft wäre. Hier zu Hause haben wir einen süßen Jungen. Und eben auch das Andenken an drei Sternenkinder. Bisher hatte ich in allen (!) Schwangerschaften Blutungen. Momentan bin ich also noch in der “ich geh’ mal auf Toilette und schaue nach”-Phase.

Sollte sich am momentanen Zustand nichts ändern, dann werde ich nächste Woche hoffentlich testen können. Und dann geht der Nervenkrieg so richtig los. Drückt ihr mir die Daumen???

LG

Milest

erstellt in Allgemein am 18 September 2012 um 11:45 von wuki88856|4 Kommentare

Pubertät lässt grüßen

Ich bin in der Pubertät. Meine Stirn sieht aus, wie sonst zu meinen schlimmsten Zeiten nicht. Quasi eine blühende Landschaft, die da so entsteht. Pickel über Pickel. Zwar die meisten (noch – Gott sei Dank) unter der Haut, aber wenn ich mit der Hand drüber fahre, dann habe ich das Gefühl, über eine Kraterlandschaft zu fahren.

Jetzt die große Frage: kommt dies vom Clomi oder vom Utrogest? Kennt sich da irgendwer mit aus?

Beim Ultraschall letzte Woche sah man einen dicken Folli, der sprungbereit auf sein Schicksal wartete. Dumm nur, dass dieser Folli auf der falschen Seite sitzt – bzw. saß. Auf der rechten, der ohne Eileiter. Den Februar als künftigen Geburtstermin können wir uns also auch abschminken. “Genutzt” haben wir die Zeit vor dem Eisprung aber trotzdem. Soll einer mal sagen, dass die Kinderwunschzeit nicht auch ein wenig Spaß machen soll … :)

Von Eileitern, die sich an der anderen Seite andocken, wie meine FÄ es nannte, habe ich zwar schon viel gelesen, aber allein mir fehlt der Glaube. In diesem Sinne: auf ein Neues für den Monat März 2013.

So, und jetzt mach ich mich mal wieder über den nächsten Stapel Klassenarbeiten her. “Nur” noch 58 Hefte à ca. 20 Minuten pro Heft. Also schlappe 1160 Minuten. Mir wird ganz schlecht gerade :) Aber: auch das schaffe ich.

LG

Milest

erstellt in Allgemein am 18 Mai 2012 um 15:40 von wuki88856|keine Kommentare

Boah

Warum gibt es die Menschen, bei denen immer alles sofort klappt?

Warum gibt es Menschen, die sagen, dass sie es gar nicht wollen, und dann trotzdem beschenkt werden?

Beispiel 1: Ich habe eine Kollegin, die gerade nach einem Jahr Elternzeit zurück an ihren Arbeitsplatz gekommen ist. Am ersten Arbeitstag ließ sie dann quasi die Bombe platzen, dass sie mit dem 2. Kind schon in der 10. Woche schwanger ist. “Nein, wir haben gedacht, wir üben schon mal ein bißchen, aber dann hat es gleich gelappt.”

Beispiel 2: Eine weitere Kollegin. Hat bereits ein 2 jähriges Kind. Auf meine Frage, ob sie sich denn noch ein zweites wünschen kam vor drei Monaten noch lautstarker Protest. Jetzt ist sie in der 8. Woche.

Nicht falsch verstehen. Ich gönne diesen beiden Frauen die Schwangerschaften. Ich stelle mir nur immer wieder die  Frage: “Und wir? ” Kann ich mich hier irgendwo anstellen und werde dann auch “so völlig unerwartet” schwanger? Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu verkrampft, nicht wahr? Grummel …

Ich bin traurig. Sehr traurig. Das letzte Jahr war wirklich nicht meins, bwz. unseres. Der seelische Schmerz ist teilweise immer noch sehr groß. Manchmal reichen Nichtigkeiten, und mir stehen die Tränen in den Augen. War beispielsweise beim Arzt (Internist), weil ich Antibiotika gebraucht habe. Auf seine Frage, welche anderen Medikamente ich zur Zeit nehme, fiel dann natürlich das Wort Clomifen. Da kam doch tatsächlich die Frage, WARUM ich denn das “Zeug” nehmen würde. Ja, und statt mal eben locker flockig einen Spruch zum besten zu geben, stehen mir mal wieder die Tränen in den Augen. Ja, warum brauche ich wohl Clomifen? Weil ich es liebe, mich mit entsprechenden Hormonen voll zu stopfen – du Blödmann. Ich habe halt sonst kein Hobby.

Mittlerweile hat der zweite Clomi-Zyklus begonnen. Das Ergebnis über Hop oder Top steht so ziemlich genau an dem Tag fest, an dem wir letztes Jahr unser Sternchen haben ziehen sehen.

erstellt in Allgemein am 11 Mai 2012 um 14:36 von wuki88856|3 Kommentare

Lang ist’s her,

dass ich mich hier das letzte Mal gemeldet habe.

Dabei habe ich eigentlich ganz gute Neuigkeiten. Nein, ich bin nicht schwanger :) , aber die FSH-Messung war ein Laborfehler. Jepp. Drei Tage später wurde erneut gemessen und der Wert lag bei 3,0, so, wie er auch sein sollte. Theoretisch und praktisch bin ich also noch nicht in den Wechseljahren – das freut einen ja auch zu hören. Immerhin bin ich im vergangenen Monat schon 37 geworden. Da mein AMH-Wert aber bei  Achtung ! o,1 (!!!) liegt, versuchen wir es diesen Zyklus zum ersten Mal mit Clomifen, denn irgendwie habe ich mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind immer noch nicht abgeschlossen. Wie auch. Manchmal habe ich das Gefühl, der Wunsch nach einem zweiten Kind kann genauso groß sein, wie der nach dem ersten Kind.

Gestern Abend hatte ich dann mal wieder Tränen in den Augen. Tränen der Dankbarkeit. Ich las im Magazin der hiesigen Zeitung einen recht langen Artikel zum Thema “Wenn das Wunschkind nicht kommt” (http://www.ksta.de/html/seiten/1192485665628/) und gleichzeitig turnte unser kleiner Mann auf meinem Schoß herum.

Gott sei Dank haben wir unseren süßen Wirbelwind.

erstellt in Allgemein am 16 April 2012 um 10:21 von wuki88856|1 Kommentar

Am Boden zerstört

Ich bin am Boden zerstört. Habe heute die Ergebnisse der Blutuntersuchung mitgeteilt bekommen. Alle Hormone in Ordnung, bis auf einen Wert. Und dieser Wert hat es in sich. FSH liegt bei 40 (!). Damit bin ich quasi in den Wechseljahren.

Ich google mich jetzt hier schon stundenlang durchs Netz, da ich mir die Frage stelle, ob

- es mit meiner Hashi zu tun hat

- die Werte vielleicht lieber am 3–5. Zyklustag hätten genommen werden sollen und nicht an Tag 14

- ob eine Clomi-Gabe helfen würde

und wie ich allgemein mit dieser Situation umzugehen habe. Habe also noch mal bei meiner Ärztin angerufen und jetzt wird das AMH getestet. Nächste Woche gibt es das wohl entscheidendste Ergebnis. Wenn der auch mies ist, dann war es das mit dem Nachwuchs. Ich verstehe das alles nicht, bin doch noch nicht mal 37. Heul!

In Sachen KiGa gibt es nichts Neues. Immer noch die Zusage für einen gesplitteten Platz für 35 Stunden. Heute trudelten dann auch noch 3 weitere Absagen ins Haus. Ich könnte echt die Wände hochgehen.

LG

Milest

erstellt in Allgemein am 6 Februar 2012 um 15:01 von wuki88856|1 Kommentar

@Frau Mausebaer – Armes Deutschland!

Thema Kindergartenplatz -ein leidiges Thema.

Heute flatterte nämlich auch bei uns die erste Absage ins Haus

Ich kopiere hier mal meine Antwort auf den Artikel von Frau Mausebaer.

Unser Sohnemann ist im Dezember 3 geworden. Er hat also ein Anrecht auf den Platz. Wir haben ihn in 5(!!!) KiG angemeldet, da man uns dringend dazu geraten hat. Die beiden konfessionellen katholischen geben für Sommer nur Plätze an die Geschwisterkinder, der evangelische hat zwar 20 Plätze frei, aber Sohni ist auf Platz 128 (!) der Liste und zudem, oh Schreck, ja katholisch. Da erwarten wir also auch eine Absage. Heute kam dann die Zusage vom ersten städtischen KiGa – der, wo ich ihn NIE NIE NIE haben wollte. ABER: für einen 35 Stunden-Platz. Also von 7:30 Uhr bis 12:30 und von 14:00 bis 16:30. toll. Mit meinen Anfahrtswegen kann ich als Lehrerin keine halbe Stelle mehr unterrichten, wozu ich nach Ende der Elternzeit verpflichtet bin. Selbst, wenn mein Stundenplanmensch daran dreht. Und mal ehrlich, wer braucht denn einen Platz, wo man das Kind am Mittag abholt, es zu Hause beköstigt und dann wieder hin bringt. Ich habe richtig Muffensausen, wenn es jetzt mit den anderen nicht klappen sollte.

So weit ist es also schon gekommen. Von wegen “Anrecht” auf einen Platz.

Was sollen wir tun? Soll ich in “Zwangspause” gehen?

Ich habe mir mal so überlegt, dass ich doch am besten einfach schwanger werde. Ich muss “nur” gut genug planen – wie meine Kollegen – und dann klappt das schon. Grr!

Aber schön wärs in doppelter Hinsicht :)

LG, Milest

erstellt in Allgemein am 21 Januar 2012 um 21:11 von wuki88856|8 Kommentare