Hallo Sheepchen, hallo Rabies!! Ich wollte auf eure nette Kommentare antworten. Aber ich weiß noch nicht ganz genau, wie das geht. Hiermit möchte ich euch beiden Danke sagen… Ich hoffe, ich kann bis nächstes Mal herausfinden kann, wie es funktioniert….
Â
Nachdem ich mit 20 (oder 21??) eine Diagnose “PCO-S” (Polyzystische Ovarien Syndrom) in Japan gekriegt habe, habe ich meinem Bruder erzählt, was ich habe. Er war damals zufälligerweise als PJ-Student in Gyn. Â
Er sagte mir, dass ich vielleicht mein Lebenseinstellung (als eine Frau) ändern sollte und dass ich Problem hätte, Kind zu kriegen.  Â
Nach meinem Studium fing ich meinen Beruf als Pharmavertreterin bei einer deutschen Pharmafirma an. Dort hatte ich auch einige Hormonpräparate zu vertreiben. Ich hatte natürlich durch meinen Beruf auch Kontakt mit KW Spezialisten in Japan.Â
Ich habe mich inzwischen sehr viel über dieses Syndrom infomiert: was mein Bruder mir erzählt hatte stimmt schon. Ich hatte damals ohne Medikamente keine Blutung. Ich hatte starke Behaarung. Ich bin etwas breiter für mein Gewicht.  (In Japan waren Anti-Baby-Pillen damals noch nicht zugelassen und ofiziell nicht erhältlich gewesen.)
Ich habe mir gedacht, dass ich in Japan keinen Mann finde, wenn ich sage, dass ich wahrscheinlich kein Kind kriegen kann. Deswegen wollte ich mein Leben so gestalten, ohne Partner zu leben, und mit meinem damaligen Freund Schluß gemacht. Japaner waren traditioneller als Europäer: Ehe ohne Kind war für ihn undenkbar!!
Ich hatte inzwischen einen japanischen Freund. Er war ein Pharmazeut und wußte von meiner Krankheit. Aber seine Eltern konnten es nicht verstehen, dass eine Frau trotz intensiver Therapie kinderlos sein möge. Er selber konnte auch nicht mich von den Druck seiner Eltern schützen. Sogar hatte er plötzlich mir erzählt, dass er mit mir Schluß machen will, da er doch ein Kind haben will.
Ich packte meinen Koffer und landete in München, da ich für mein zukunftiges Leben eine weitere Fremdsprache lernen wollte. Es war Ende April 1999.
Dort habe ich mich in einen Deutschen verliebt. Aber meine Liebe war erfolglos. Â
Nach einer halbjährigen Aufenthalt kehrte ich nach Japan zurück, weil ich gemerkt habe, allein in einem fremden Land zu leben ist zu hart für mich.
Eine Freundin meiner Mutter stellte mir einen 37-jährigen japanischen Ingenieur vor. Er war etwas eigenartig aber prinzipiell sehr nett. Ich dachte, er akzeptiert es bestimmt, kinderlose Ehe zu führen. Aber er hat es gleich gesagt, dass die Ehe ohne Kind unvorstellbar ist aber er keine ”unnatürliche” Therapie  mir wünscht.
Ich hatte nach meiner Sprachaufenthalt in München mit einem Deutschen einen Briefkontakt. Ich habe ihn erst 2001 persönlich kennen gelernt. Wir haben aber gleich festgestellt, dass wir unseres Leben zusammen gestalten wollen und uns miteinander sehr gut passen.
Ich habe ihn auch gleich klar gemacht, dass ich nicht in natürlicher Weise ein Kind bekommen würde. Er hat mir gesagt; “Es ist eine Krankheit. Du kannst nicht dafür.”
In diesem Moment habe ich gedacht, den Mann kann ich nicht nur lieben, sondern auch mein kinderloses Leben zusammen genießen.
Etwa 4 Monate später kam ich nach Deutschland und zog in seine Wohnung ein.