01.03.09

Hormonzentrum (Februar 2009)

geschrieben in Vorgeschichte um 16:30 von felia

Die im Hormonzentrum waren sehr nett. Man sagte mir, wenn sich die Zyste nach 3 wöchiger Blutung nicht verändert hat ist klar, dass es keine hormonelle Zyste ist. Die Blutuntersuchung wegen dem Prolaktinspiegel war sehr umfangreich (7 Röhrchen), keine Ahnung was die da nun alles genau geprüft haben. Dann wurde mir ein Lumineszenzmittel gespritzt und nach einer Stunde erneut Blut abgenommen. Den nächsten Tag sollte ich wegen den Ergebnissen anrufen. Der Arzt fragte, ob ich bereit wäre Tabletten zur Unterstützung der Eizellenreifung zu nehmen. Ich bejahte die Frage erkundigte mich aber auch gleich, ob es denn etwas gäbe, dass dagegen sprechen würde solche Tabletten zu nehmen. Er sagte nein. Vorsorglich gab er mir gleich das Rezept dafür falls die Ergebnisse so ausfallen, wie er vermutet.

Das Prolaktin war wieder leicht erhöht, sagte mir die Sprechstundenhilfe, ich solle das Medikament (Clomiphen) nehmen und ich müsse 5 Tage später in der Früh zum Ultraschall kommen, sonst habe sie keine Angaben auf ihrem Zettel. Dummerweise hat mein Arbeitgeber aber keinerlei Verständnis für Termine innerhalb der Arbeitszeit (besonders da ich ja schlecht erzählen kann, dass ich mich wegen Kinderwunsch behandeln lasse) und an diesem Tag hat auch noch meine Kollegin Urlaub. Ein anderer Tag oder eine andere Uhrzeit gingen im Hormonzentrum auch nicht, ich steckte also in einem kleinen Dilemma, besonders da meine Chefin erst den Tag davor aus dem Urlaub zurück kommen würde. Trotzdem organisierte ich mir schon einmal eine Vertretung für den Fall, dass die Chefin zustimmt. Im Internet erkundigte ich mich aber erst einmal über Clomiphen und das was ich dort las gefiel mir gar nicht.. von erhöhten Mehrlings- und Fehlgeburtsraten war da die Rede. Ich rief also noch einmal im Hormonzentrum an, um über meine Bedenken zu sprechen und ob es keine Alternativbehandlung gäbe, z. B. mit Prolaktinhemmern. Dran hatte ich wieder die Sprechstundenhilfe, die mir nur sagen konnte, dass Clomiphen oft verschrieben wird, aber sie werde dem Arzt mitteilen, dass ich es nicht nehmen möchte. Moooooment, dachte ich mir nur, so hatte ich das ja wohl nun nicht gesagt. Also wiederholte ich mein Anliegen. Diesmal versprach sie den Arzt zu fragen und ich könnte später noch einmal wegen der Antwort anrufen. Nach einer Stunde hatte ich diese dann auch. Der Arzt ließ mir ausrichten, dass ich natürlich nichts nehmen müsse, was ich nicht wollen würde, das wäre allein meine Entscheidung, aber er würde mir gerne einen Prolaktinhemmer verschreiben und sie schicken mir das Rezept mit den Anwendungshinweisen zu. Ich hatte so den leisen Verdacht, dass die Sprechstundenhilfe noch immer nicht den Unterschied zwischen Bedenken und einer generellen Ablehnung nicht verstanden hat und meine Nachricht auch nicht korrekt übermittelt hat, aber im ersten Moment war ich erleichtert. Doch schon meine Frage was denn dann wegen dem Ultraschalltermin wäre konnte sie mir wieder nicht beantworten. Es klang nicht gerade fachkundig als sie sagte, so wie sie das sieht versuch ich es jetzt noch einen Zyklus alleine und wenn es nicht klappt komme ich dann wieder. Im Internet sprechen sie von ärztlicher Überwachung wenn man einen Prolaktinhemmer nimmt, aber nachdem sich Rückfragen im Hormonzentrum nicht direkt mit einem Arzt klären lassen überleg ich mir ob ich nicht lieber zu einem normalen Frauenarzt zur Überwachung gehe.

Schon wieder falscher Alarm und neue Erkenntnisse (Januar 2009)

geschrieben in Vorgeschichte um 15:55 von felia

Sex zum Eisprung und irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl dabei. Es heißt doch immer eine Frau merkt irgendwie wenn es geklappt hat. Offensichtlich hatte ich mich allerdings geirrt. Das wusste ich nur noch nicht, als ich vorsorglich zur Frauenärztin ging, um abklären zu lassen, ob es tatsächlich eine Risikoschwangerschaft werden würde. Das hatte mir meine alte Frauenärztin aus Landshut nämlich prophezeit. Aufgrund von Thrombosefällen in der Familie wurde damals nämlich eine Blutuntersuchung gemacht, die (so dachte ich zumindest) zu diesem Schluss geführt hatten. Jedenfalls durfte ich deshalb seit nunmehr 8 Jahren nicht mehr hormonell verhüten.

Meine jetzige Frauenärztin ließ sich die Testergebnisse zuschicken und machte zusätzlich auch noch einen neuen Bluttest mit überraschendem Ergebnis, weder die alten noch die neuen Befunde deuten auf eine erhöhte Thrombosegefährdung hin. Toll jetzt wo ich ein Kind will könnte ich also wieder hormonell verhüten. Dafür ist allerdings der Prolaktinspiegel zu hoch, wodurch die Eizellenreifung gestört ist. Ob daran die Zyste Schuld ist oder umgekehrt die Zyste dadurch verursacht wir konnte mir meine Ärztin nicht sagen. Wie immer würgte sie die Fragen ungeduldig ab. Die Zyste war immer nämllich nach wie vor vorhanden und mit 3,7 cm nur unwesentlich kleiner geworden. Außerdem sagte mir die Frauenärztin, dass es damit schwer bis unmöglich werden würde schwanger zu werden, worauf sie sich allerdings nicht festnageln lassen wolle. Ich solle es doch mal mit Entspannungsmusik probieren, damit das Prolaktin runtergeht. Außerdem würde sie mir raten ein paar Monate die Pille zu nehmen, damit sich der Zyklus eventuell wieder einpendelt um dann vielleicht irgendwann schwanger zu werden. Mein spontaner Aufrei “ich will aber jetzt schwanger werden” mag etwas trotzig gewesen sein, aber irgendwie waren mir da zu viele Eventualitäten vorhanden. Meine Frauenärztin meinte dazu nur, dass sie mich dann ins Hormonzentrum überweisen muss.

Wegen der Zyste bekam Chlormadinon, um eine Blutung auszulösen. Ich wartete mit der Einnahme noch eine Woche bis zum ersten Tag der ausbleibenden Periode, um einen Schwangerschaftstest zu machen. Er war aber leider negativ. Also nahm ich das Medikament und meine Periode setzte am 4. Februar ein und dauerte 3 Wochen. Der darauf folgende Ultraschall war niederschmetternd. Die Zyste, die nach einer derart langen Blutung eigentlich verschwunden sein müsste hatte noch immer 3,5 cm. Anstatt einer Erklärung sagte meine Frauenärztin nur, sie könne nicht Kaffee lesen und deshalb wisse sie auch nicht warum die Zyste nicht verschwindet und ob sie wieder weggehen wird. In 2-3 Monaten soll ich noch einmal vorbei kommen zur Beobachtung. Ich ließ mir noch eine Überweisung zum Hormonzentrum in München geben und ging. Nachdem ich die letzten Male schon ins Grübeln gekommen bin, ob mich wirklich eine Frauenärztin in der Schwangerschaft betreuen soll bei der die Chemie nicht stimmt (mein Freund sprach von sich erstmal kennen lernen müssen) hab ich jetzt beschlossen zu wechseln.

Falscher Alarm (August 2008)

geschrieben in Vorgeschichte um 15:27 von felia

Vor einem halben Jahr dachte ich schon einmal schwanger zu sein (damals war ich darüber noch nicht sehr erfreut, da ich kurz davor stand einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu bekommen, als Schwangere standen die Chancen dafür nicht gut), da meine Periode einen Monat überfällig war. Der Test war negativ. Im Ultraschall war eine 4 cm große Zyste am linken Eierstock zu sehen, was meine Frauenärztin als Ursache für die ausbleibende Regel vermutete. Sie würde aber verschwinden, wenn die Periode einsetzt meine sie und ich müsse mir keine Sorgen machen. Da ich keinen Blutungskalender führte konnte ich meiner Frauenärztin nicht genau sagen, wie lange ich nun schon überfällig war. Ihrer Meinung nach wäre der Schwangerschaftstest deshalb anzuzweifeln, besonders da ich die Gebärmutterschleimhaut einer Schwangeren hätte. Die Blutung setzte eine Woche später ein und brachte Gewissheit. Die folgenden Monate kamen die Tage mal pünktlich im 30-Tage-Rhythmus, mal hatten sie wieder fast einen Monat Verspätung. Ich hätte es also schon ahnen sollen.