21.05.10
Paarberatung
6 Wochen mussten wir auf diesen Termin nun warten. Ursprünglich wären es nur 3 gewesen, aber es gab da ein blödes Missverständnis. Wir haben uns auch für den Paarkommunikationskurs interessiert, der dort angeboten wird. Der letztmögliche Kurs vor der Geburt startete aber schon Ende April und normalerweise kann man da nur teilnehmen, wenn einen der Berater NACH der Beratung dorthin schickt. Unser ursprünglicher Gesprächstermin lag aber hinter dem Kursstart. Am Telefon haben wir mit unserer Beraterin darüber gesprochen und sie meinte, sie würde mal im Team mit den Kursleitern sprechen, ob man da eine Ausnahme machen könnte. Die Zeit des Kurses verstrich und wir hörten nichts. Dafür kam dann 2 Tage vor Gesprächstermin von einer der Kursleiterinnen der Anruf, dass sie nun die Beratung übernehmen würde und uns dann dabei über den Kurs informieren könnte. Nun brauchten wir aber keine Infos zu dem Kurs, weil informiert hatten wir uns selber schon, uns gings ja mehr um das zeitliche Problem, an dem man zu dem Zeitpunkt sowieso nichts mehr ändern konnte. Also macht unsere ursprüngliche Beraterin nun wieder die Paarberatung, unser ursprünglicher Termin war aber schon anderweitig vergeben…. deshalb also 6 Wochen *ohnmacht*.
Zum Glück zeigte sich aber unsere Krisenintervention so flexibel, dass sie uns dann einfach in der Zeit weiter betreut hat. Dort fühlen wir uns beide auch nach wie vor sehr wohl und ich habe auch das Gefühl, dass uns das wirklich etwas bringt.
Nun war er aber endlich unser Gesprächstermin und was soll ich sagen? Ich war total enttäuscht, denn die Chemie stimmte einfach nicht so recht. Unsere Beraterin braucht meistens immer einen recht großen Bogen, bis sie zum Punkt kommt, Computer sind für sie ein Buch mit 7 Siegeln und dementsprechend wenig versteht sie überhaupt die Problematik, dass mein Freund sich damit aus unserem Leben zurückgezogen hat und auch ich fühle mich nicht von ihr verstanden. Als ich erzählt habe, dass ich vor allem darunter leide mein Gefühl vermeintlicher Sicherheit in unserer Beziehung verloren zu haben schlussfolgerte sie doch glatt daraus, ich hätte einen Kontrollzwang
Am besten fand ich ja noch als die Beraterin dabei war meinem Freund die Therapie auszureden, da ich ja wohl die bin mit dem größeren Leidensdruck (nur gut, dass er sich da sicher ist, dass er das möchte und das auch notwendig ist). Außerdem erfuhren wir dann, dass sie das Gefühl hat, bei uns wäre ein wöchentliches Treffen gut, aber ihr Konzept würde nur alle 3 höchstens 2 Wochen eine Sitzung vorsehen. Na ganz toll, damit hätten wir in der eigentlichen Paarberatung insgesamt weniger Sitzungen als bisher schon in der Krisenintervention. Einmal werd ich ihr noch geben, weil ein schlechter erster Eindruck manchmal (wenn auch selten) täuschen kann, aber nach Alternativen werd ich mich trotzdem umsehen. Vielleicht übernimmt uns ja die Krisenintervention, wenn wir ihnen das Problem schildern, denn für eine erneute Suche nach einer Paarberatung bleibt kaum die Zeit. Das einzige was ich dort in der Paarberatung recht nett fand war die Hausaufgabe, die wir bekommen haben. Wir sollen nun wöchentlich ein Paargespräch führen, 20 Minuten redet er, dann 20 Minuten ich und dann reden wir 20 Minuten miteinander… bin ja mal gespannt, wie das so klappt.