

Nanie´ Seite
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
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Author: Nanie
Wir lernten uns 1992 kennen. Ich damals zarte 15, er stolze 22. Uns war von Anfang an klar, dass wir zusammen bleiben wollen, was (verständlicherweise ?!) von allen Anderen nur belächelt, teilweise mit ziemlich derben Sprüchen bezüglich des Altersunterschieds kommentiert wurde.
Die Pille hab ich dann mit 17 abgesetzt. Nein, wir wollten noch kein Kind damals. Nur mein herzallerliebster Papa hat mich total verrückt gemacht mit Sprüchen wie “deine Tante konnte keine Kinder bekommen, weil sie so lange die Pille geschluckt hat!”. Da für uns schon immer feststand, dass wir irgendwann Kinder wollen, wollte ich dann eine kleine Pillenpause einlegen. Ca. 85 Tage und wahrscheinlich noch mehr panische Schwangerschaftstests später hab ich dann auch endlich das erste Mal wieder eine Blutung gehabt. So ging das noch fast 2 Jahre weiter. In diesen 2 Jahren hat sich von panischer Angst schwanger zu sein, über irgendwann “das schaffen wir auch, wenns denn so sein soll”, zu langsam aufkeimender Hoffnung dann doch der Wunsch nach einem kleinen Würmchen eingestellt. Der Frauenarzt hat mich damals mehr oder weniger für verrückt erklärt, weil ich seiner Meinung nach zu jung (?!) sei.
Als ich dann mit 21 immer noch nicht schwanger war, hat er (nach vielen Tränen und noch mehr Betteln, so kam es mir jedenfalls vor) endlich ein paar Tests gemacht. Nach fünf (erfolglosen) Monaten Clomifen zur Züchtung eines Eisprungs hat er sich dann auch endlich zu einer Bauchspiegelung (1999) hinreissen lassen. Bei dieser Bauchspiegelung mit Ablassen der Zysten und einer Keilexzision an beiden Eierstöcken mit Ausschabung und durch weitere Blutentnahmen kam dann (endlich) heraus, dass ich ein PCO-Syndrom habe. Bei meinem inzwischen schon Mann kam damals noch zusätzlich ein sehr eingeschränktes Spermiogramm heraus. Dass ich mir damals schon ziemlich veräppelt vorkam, muss ich wohl kaum erwähnen. Diese Sprüche auch vom Doc, von wegen “stellen Sie sich nicht so an”, “Sie sind doch noch so jung” haben mein Vertrauen dann endgültig zunichte gemacht. Als ich in meiner Verzweiflung mal fragte, ob ich denn mit PCO Kinder bekommen könnte, war die Antwort “Wunder gibt es immer wieder”. Wieso bin ich jemals zu diesem Fiesling gegangen ?! Ich begreif es heute nicht mehr, denn eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich alles sagen lassen. Was für eine verschwendete Zeit !!!
Mein Schatz und ich haben nach diesen Terminstrapazen (u. a. Sex auf Kommando, wie es wohl jeder hier kennt etc.) beschlossen, es erst einmal ruhen zu lassen. Nervlich war ich sowieso am Boden, es hatte ja eh so keinen Sinn mehr.
Ca. Anfang 2003 (ich weiß es gar nicht mehr genau) hab ich dann endlich meine neue Frauenärztin, bei der ich schon seit einer Weile war, wieder auf meinen Kinderwunsch angesprochen. Da ich keine Lust auf Clomifen hatte (wovon sie mir sowieso aufgrund meiner Zysten und der eventuellen negativen Wirkung mit Zystenwachstum etc. abgeraten hatte) haben wir es erstmal mit Homöopathie versucht. In dieser Zeit habe ich es auch geschafft endlich meine gewünschten 17 kg abzunehmen. Mein Zyklus hat auf dies alles sogar richtig gut angesprochen und ich habe allmählich wieder einen regelmäßigen Zyklus entwickelt. Ich hatte zwar nicht immer einen Eisprung (geh ich anhand meiner weiter bestehenden Zysten zumindest von aus), aber meine Tage kamen jetzt regelmäßig. Leider hat das alles auch nichts gebracht und wir haben in den ganzen Jahren nicht einmal eine Schwangerschaft hinbekommen.               ÂÂ
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir damals gewünscht habe, wenigstens einmal schwanger zu werden, sei es auch mit einer Fehlgeburt, um wenigestens zu wissen, dass ich schwanger werden kann.
Wie sehr ich diesen Wunsch irgendwann bereuen würde, war mir damals noch nicht klar.
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