14.05.10

Ach, das liebe Stillen

geschrieben in Brusternährungsset, Stillen um 21:43 von anomasil

Nachdem (bereits vor einigen Wochen) die elektr. Milchpumpe gezeigt hat, dass nur maximal ein Fingerhut an Milch aus mir kommt, habe ich vorwiegend das “Schlauchding” genutzt. Leider hat dies – wie schon einmal geschrieben – etwas ausgedient, da an der Öffnung, an der der Druckausgleich stattfinden soll, Milch austritt… zu viel Milch, die daneben geht!

Nun bin ich leider soweit nur noch die Flasche zum Füttern zu nehmen, da der Kleine so einen Hunger hat, dass ich ihn (und auch mich) zu sehr stresse. “Stresse” in der Hinsicht, dass ich anfange zu heulen und Angst habe zu grob zu meinem Schatz zu werden, weil er während seines Protestes gegen das BES zu sehr mit seinen Armen herumfuchtelt. Ab und zu versuche ich etwas Milch aus meinen Brüstleinchens zu drücken und sie ihm mit einer kleinen Pipette zu geben… klingt irgendwie lächerlich, ich weiß, aber irgendwie… naja…

Finde es immer noch traurig, dass ich es nicht schaffe – oder geschafft habe – meinen Schatz zu stillen. Gerade weil meine Dingsdas so klein sind (und ich nicht nur verunsichert dadurch bin) hätte ich vielleich mehr Unterstützung und mehr Ratschläge von Anfang an im Krankenhaus und weiter auch von meiner Hebi gebraucht. Ich hoffe, dass es vielleicht beim zweiten Strampler klappt, auch, wenn ich dennoch einiges zufüttern, oder zwischendurch viel abpumpen muss, damit die nötige Menge zusammen kommt.

09.05.10

Hmmm, das Brusternährungsset…

geschrieben in Brusternährungsset um 15:05 von anomasil

… ist zwar eine gute Erfindung, aber – wie ich finde – etwas umständlich, wenn es der kleine Schatz etwas eilig hat und irgendwie nicht sehr langlebig.

Wenn man nachts etwas sehr übermüdet ist, sollte man das BES nur einsetzen, wenn der Kleine relativ gemütlich ist. Leider sind diese Situationen (nachts) eher selten, da er bereits im Schlaf schon eine Weile am Kragen seines Schlafsacks oder der Decke herumgelutscht hat – bevor ich davon aufgewacht bin. Schon kurz bevor er seine Äuglein aufmacht und schon am Wachwerden ist, fängt er an zu weinen und auch zu schreien (schreien tut er selten, nur wenn’s um’s Essen geht, da kennt er kein Pardon). Niedlich ist es dennoch :) Aber, wenn er so schreit und weint, wedelt er so mit seinen Armen herum, drückt sich weg und biegt seinen Kopf nach hinten, dass man Mühe hat die Schläuche aus der Reichweite seiner Finger zu halten oder sie wieder anzukleben.

Hin und wieder kommt es vor, dass er die kleine Gusche vom Nippel – und demzufolge auch vom Schlauch – schief abzieht, sodass der Schlauch leicht seitlich absteht. Dann muss der Schlauch vor dem nächsten Andocken erst gerichtet und dann der kleine Mund von Hand wieder angesetzt werden. Wenn das innerhalb kürzester Zeit mehrmals gemacht werden muss und man doch lieber wieder im Bett liegen will, als solche Geduldsspiele zu machen, dann geht das ganz schön auf’s Gemüt (bei mir endete das einmal mit Nasenbluten… kommt davon, wenn man sich zu sehr darüber aufregt).

Bin in solchen Situationen nicht auf meinen Raphael Schatz böse… auf keinen Fall! Er will ja nur etwas trinken/essen und fühlt sich eben nur veräppelt oder um seine Milch betrogen. Würde lieber das BES in diesen Momenten in die Ecke schmeißen und sagen “S***** drauf!” Aber irgendwie kann ich auch nicht richtig ohne und versuch es am nächsten TAG wieder, lasse es aber lieber nachts sein.

Seit kurzem tropft es leider aus dem BES, wo es nicht tropfen sollte. Während einer Mahlzeit landet somit die Hälfte der Flasche in einer Mullwindel oder auf dem Strampler :( Gebe ihm deshalb nun komplett die Flasche :(

22.04.10

Stillversuche mit einem Brusternährungsset

geschrieben in 1. Jahr, Arztbesuche, Baby-Alltag, Bilderpost, Brusternährungsset, Raphael, Stillen um 9:44 von anomasil

Hmmm, eigentlich habe ich es innerlich schon aufgegeben zu stillen. Meine Brüste sind so verdammt klein (auch das Milchdrüsengewebe), dass ich schon immer meine Zweifel hatte. Dennoch habe ich meine Hebamme gefragt, ob es da nicht noch ein paar Möglichkeiten gibt. Auch bei einer Stillberaterin in meiner Nähe habe ich angefragt, doch die hat derzeit leider keine Zeit. Hat mich aber auf eine ihr gute Bekannte verwiesen, bei der ich mich demnächst noch melde.

Vor ein paar Tagen schlug mir meiner Hebamme dann ein Brusternährungsset vor und bestellte es auch für mich. Dachte erst “Was’n das für’n Ding???” Ist aber irgendwie eine gute Idee.

Das BES besteht aus einer Kunststoffflasche (ca. 150 ml Füllmenge), die verkehrtherum um den Hals gehangen wird und Schlaufaufsätzen für den Deckel (die Schläuche gibt es in drei verschiedenen Stärken), der nach unten hängt. Jeder Schlauch wird dann mit einem (oder mehreren) kurzen Klebestreifen direkt an den Warzenhof bis zum Nippel festgeklebt. So kann der kleine hungrige Wurm an der Brust zutschen – die vielleicht oder bestimmt zu wenig Milch gibt – und bekommt über die umgehangene Flasche per Schlauch die Fertigmilch, damit der Kleine auch irgendwann mal einschläft… vor Sättigung und nicht vor Erschöpfung.

Brusternährungsset

Setze das BES seit etwa drei bis vier Tagen ein und es wird immer etwas besser mit dem “Brusttrinken”.

Manchmal – oder etwas öfter – hat mein Kleiner Bauchkrämpfe während des Trinkens, sodass er ganz dolle mit seinen Ärmchen umherrudert. Dabei kommt er nicht ganz selten mit seinen Fingern an die Schläuche und packt auch gleich zu und zerrt vor Drücken und Ziepen im Bauch daran. Dabei fetzt er schonmal den einen oder anderen Klebestreifen ab oder zerrt den Schlauch in die Verriegelung (ohne, dass ich es sehe). Dann wundere ich mich, warum er so schreit. Wenn ich den Schlauch wieder herausgelöst habe und die Milch fließt ist er wieder ruhig und nuckelt – munter oder gegen Ende etwas verschlafen – weiter. (Die Klebestreifen riechen… stinken ganz schön :( )

Auch das Freigeben der einzelnen Schläuche – damit Milch durchfließen kann – ist während des Trinken-lassens umständlich. Mein Spatz verliert meist schon nach zwei drei Zügen die Lust an der Brust, wenn nix los ist, und lässt los bzw. fängt an zu schreien. Wenn ich nicht in der kurzen Zeit den Schlauch geöffnet habe darf ich seine kleine Schnute wieder auf die Warze mit Schlauch einfädeln. *seufz*

Brusternährungsset

Aber im Großen und Ganzen glaube ich das Gefühl zu haben, dass etwas mehr aus mir raus kommt als vorher (der Glaube versetzt bekanntlich Berge). Und abgesehen von dem Ding, dass man zusätzlichen zu den Flaschen waschen darf und der meist umständlichen Handhabung während des Stillens, ist es wunderschön den Kleinen auch richtig anlegen zu können – trotz den komischen Schläuchen an den Nippels und der etwas hinderlichen Flasche zwischen meinem Bauch und dem des Kleinen.

Den erste Arztbesuch hat mein Schatz auch schon gemacht. Die U3 war zwar noch nicht ganz ran, aber immer hin im normalen Zeitfenster. Onkel Doc B. war soweit ganz zufrieden mit Raphael, aber sein Köpfchen könnte er doch etwas mehr bewegen. Hausaufgabe bis zur U4 “Genickmuskeln trainieren”. Bin selbst ganz zufrieden mit dem ersten Eindruck von Doc B. Dann hoffe ich auch, dass dieser mich nicht getrügt hat und alle anderen Eindrücke auch so ausfallen. :)