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	<title>Baby-Alarm!</title>
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	<description>...denn so manche Empfängnis ist eine schwere Geburt.</description>
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		<title>Der Style kommt nicht mit der Post</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 16:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die T&#252;rken sind schon wahre Styler vor dem Herrn! Also Allah, in diesem Fall. Die Jungs &#8211; l&#228;ssig mit Sonnenbrille, Wollmantel, wei&#223;em Hemd, Lackschuhen. Slick! Und die Alten fast noch besser: Cordhose, dunkelblaues Sakko, von Sonne gegerbten und dem Leben zerfurchten Gesichtsz&#252;gen sitzen sie in Gr&#252;ppchen an einem Tisch auf dem Gehweg, tragen alle so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die T&#252;rken sind schon wahre Styler vor dem Herrn! Also Allah, in diesem Fall. Die Jungs &#8211; l&#228;ssig mit Sonnenbrille, Wollmantel, wei&#223;em Hemd, Lackschuhen. Slick! Und die Alten fast noch besser: Cordhose, dunkelblaues Sakko, von Sonne gegerbten und dem Leben zerfurchten Gesichtsz&#252;gen sitzen sie in Gr&#252;ppchen an einem Tisch auf dem Gehweg, tragen alle so ein Wollm&#252;tzchen, kauen K&#252;rbiskerne und schauen verschmitzt den Frauen auf die bestrumpfthosten Beine, die an ihnen vorbeitrippeln wie junge Gazellen an der Wasserstelle. Wenn ich mit siebzig auch so relaxed bin, dann hab ich es geschafft. Was geschafft? Alles. </p>
<p>Gestern noch Teutonien, Schnee, Minustemperaturen, heute bereits Fr&#252;hling, Fr&#252;hling so sch&#246;n wie in Deutschland mit viel Gl&#252;ck mal dreieinhalb Stunden Fr&#252;hling ist irgendwann zwischen M&#228;rz und Juli. Ich musste dazu zwar wieder in ein Flugzeug steigen, aber diesmal in eines von der Sorte, wo man nicht die WirtschaftsWoche in die Hand gedr&#252;ckt bekommt, sondern wo man nach der Landung klatschen muss. D&#228;mliche Sitte, oder? Ich klatsche doch auch nicht, wenn ich bei jemandem im Auto mitfahre und der am Ende die Karre erfolgreich r&#252;ckw&#228;rts eingeparkt hat. Okay &#8211; vielleicht, wenn sie f&#228;hrt. Aber sonst nicht. Ein Pilot ist auch nur so was wie ein Busfahrer mit dem Unterschied, dass er keine Tickets verkaufen muss. Das sagte mir mal einer, der selbst Pilot ist. Der muss es ja schlie&#223;lich wissen. </p>
<p>Viel hab ich sonst noch nicht gesehen. Ich sauge einfach nur die Ruhe und Sorglosigkeit auf, die mich hier umh&#252;llt wie eine sanfte Decke. Getaktet bin ich alleine durch die Essenszeiten, ist also wie im Altersheim hier, und die vielen Rentner unterst&#252;tzen dieses Gef&#252;hl. Aber: Es riecht deutlich besser. </p>
<p>Apropos: Ich muss los, wenn ich nach Viertel vor komme, haben mir die Rollifahrer die besten Pl&#228;tze am Buffet weggeschnappt. </p>
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		<title>Krise</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 17:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Krise &#252;berall. In &#196;gypten machen sie Revolution. Find ich toll, wenn sich ein Volk erhebt. Nicht so toll ist, dass wir 9 Tage Kairo gebucht haben und morgen losfliegen sollten. Kairo, nur Kairo, kein Meer und keine Pyramiden – also bis auf die in Gizeh. Konnten wir aber stornieren. Klar, die Luft in Kairo ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Krise &#252;berall. In &#196;gypten machen sie Revolution. Find ich toll, wenn sich ein Volk erhebt. Nicht so toll ist, dass wir 9 Tage Kairo gebucht haben und morgen losfliegen sollten. Kairo, nur Kairo, kein Meer und keine Pyramiden – also bis auf die in Gizeh. Konnten wir aber stornieren. Klar, die Luft in Kairo ist ohnehin schlecht, aber dann so mit Tr&#228;nengas muss ja auch nicht sein. Und den Panzern in den Gassen. Hab ja schlie&#223;lich nicht bei Jochen Schweizer gebucht. </p>
<p>Also kein Kairo, daf&#252;r jetzt T&#252;rkei. Wer braucht schon Mumien, wenn man all-inclusive haben kann? Den ersten Long Island Ice Tea mal morgens um 11 statt abends um 11 nehmen. Bei so einem kulturellen Urlaub soll man ja schlie&#223;lich auch seinen Erfahrungshorizont erweitern. Das &#220;bergep&#228;ck wird dann nicht aus Mitbringseln bestehen, das fressen wir uns einfach an. Mal sehen, ab welcher Fettschwartendicke so ein Nacktscanner die Gr&#228;tsche macht. Bl&#246;d nur, dass unser super-last-minute so super-last war, dass es zwar Hotelbetten f&#252;r morgen gibt, aber keine Fl&#252;ge mehr. Hat sich der Reiseveranstalter verkalkuliert, l&#228;sst uns abends buchen und ruft morgens dann an, dass wir so nicht hinkommen werden wie geplant. Nein, auch nicht auf der Flugzeugtoilette und Stehpl&#228;tze gibt’s auch keine. Ich krieg die Krise! Also noch mal stornieren und neu buchen, jetzt die 5-Sterne-Butze gegen&#252;ber mit passendem Flug dazu. &#220;bermorgen soll’s losgehen &#8211; so lange keine Krisen ausbrechen. </p>
<p>Krise auch im Job. Irgendwie bin ich wieder in so eine Manager-Rolle gerutscht. So wie diese Leute mit den grauen PKV-K&#228;rtchen. Oder hab mich rutschen lassen. Keine Ahnung. War „auf Montage“ (=Einsatz vor Ort als Leiter eines Beraterteams), die N&#228;chte so kurz wie die Zugfahrten lang, abends ger&#228;dert &#252;ber der Hotelbar gehangen mit ner Schachten Paracetamol in der Hand und im Kopf den alten Schlager: „Frrremde Zigaretten…  *schub-du-ahhh* …frrremde Drinks und fremde Betten… *schub-du-ah* …der Hauuuuuch… der gro&#223;en Ainsamkait *schub-dub-du-ahhhh*“</p>
<p>Wieso mach ich das immer wieder? Mein K&#246;rper und meine Seele sagen mir prompt mit jeder Faser: „Da machen wir nicht mit. Wann kapierst du es endlich? Wie viele rausgesprungene Lendenwirbel braucht es noch? Wie viele Geh&#246;rst&#252;rze? Wie viele Sehnenscheidenentz&#252;ndungen? Wie viele Pickel? Wie viel Migr&#228;ne?“ Glauben die Anderen, ich k&#246;nnte das so gut? Wirke ich so, nur weil ich drei S&#228;tze hintereinander ohne „&#228;&#228;&#228;hh“ sagen kann und einen Anzug einen ganzen Tag lang tragen kann, ohne dass ein Hemdzipfel aus der Hose h&#228;ngt? Glaube ich, ich k&#246;nnte das so gut, weil mich ein graues PKV-K&#228;rtchen besser macht? Oder irgendein Titel auf der Visitenkarte in englischer Sprache, der so lang ist, dass bald auch noch die R&#252;ckseite bedruckt werden muss? Ist doch alles Bl&#246;dsinn! Ist nicht der erfolgreich, der gl&#252;cklich, zufrieden und gesund ist? Was nagt da immer wieder an mir, dass ich denke, ich m&#252;sste irgendwie „toll“ sein – „toll“, so wie die Anderen definieren, was „toll“ ist? Was „Erfolg“ ist? Wann lerne ich, konsequent nach meinen eigenen Ma&#223;st&#228;ben zu leben? Warum lasse ich mich immer wieder davon ablenken, von Anderen verleiten, &#252;berreden, beeindrucken? Oder auch von mir selbst? Langsam sollte ich doch alt genug sein, um das kapiert zu haben. Anscheinend bin ich doch nicht so weise, wie ich gerne vorgebe. Bin ich gar nicht. </p>
<p>Wie auch immer… morgen packen, &#252;bermorgen Flieger, &#252;ber&#252;bermorgen Long Island Ice Tea um 11. </p>
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		<title>Der Kinder-Wagen</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 13:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt mal wieder Nachwuchs im Hause Feibner. Juchuuu! 
Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt. Der SL hat ein kleines Br&#252;derchen bekommen. Na ja, was hei&#223;t klein, ist schon ein ganz sch&#246;ner Brummer, der da rausgekommen ist: Audi A6 Avant, Baujahr 1996, mit mageren 200.000 Kilometern auf der Uhr, also in seinen besten Jahren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt mal wieder Nachwuchs im Hause Feibner. Juchuuu! </p>
<p>Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt. Der SL hat ein kleines Br&#252;derchen bekommen. Na ja, was hei&#223;t klein, ist schon ein ganz sch&#246;ner Brummer, der da rausgekommen ist: Audi A6 Avant, Baujahr 1996, mit mageren 200.000 Kilometern auf der Uhr, also in seinen besten Jahren, strotzend vor Kraft und Fahrfreude, die er sich aus seinem 2,6-Liter-V6-Aggregat saugt. Die Gr&#252;nde f&#252;r diese Kapitalinvestition sind mannigfaltig: Erstens braucht sich jetzt der arme SL im Winter nicht mehr durch Schnee und Streusalz qu&#228;len, was in den vergangenen Jahren zur Folge hatte, dass ich ihm jedes Fr&#252;hjahr seine rostblutenden Schweller mit einem dicken B&#252;ndel 200-Euro-Scheine verbinden musste. Zweitens freut er sich jetzt, dass ich ihn von der Last des Bandger&#252;mpelschleppens befreit habe, denn zwei Keyboards, Mischpult, zwei Boxen, zwei Gitarren, diverse Blas- und Schepperinstrumente sowie ein Subwoofer nebst dazu geh&#246;rendem St&#228;nder- und Kabelged&#246;nse in den Audi einzuladen ist ungef&#228;hr so, als w&#252;rde man ein Wiener W&#252;rstchen in eine Turnhalle werfen. W&#228;re der Kofferraum nicht mit dickem Teppichboden ausgelegt, g&#228;be es dort mit Sicherheit einen Nachhall &#228;hnlich wie im K&#246;lner Dom. Drittens komme ich als Anh&#228;nger der klassischen Automobilbaukunst endlich einmal in die komfortable Situation, f&#252;r mich revolution&#228;re technische Neuerungen zu nutzen wie elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und Lautsprecher in den hinteren T&#252;ren. </p>
<p>Wie der SL, so verspr&#252;ht auch der Audi den matten Abglanz vergangener Tage einstiger Oberklassekarossen. Vorsprung durch Technik treibt den Wagen nicht einfach nur an, vielmehr throne ich jeden morgen auf dem Fahrersitz und man&#246;vriere den Boliden vorsichtig aus der Parkl&#252;cke wie Captain Picard die Enterprise aus dem Reparaturdock. Hat das Schiff seine korrekte Ausgangsposition auf der ruhigen Wohngebietsstra&#223;e eingenommen, sage ich &#8220;Energie&#8221;, tippe das rechte Pedal an und dann macht es &#8220;pschiiiieeeaaauuuPENG!&#8221; und ich verschwinde in einem grellen Lichtblitz Richtung Arbeitsst&#228;tte. Dies ist der Moment, in dem ich wei&#223;, dass das, was man &#8220;Leben&#8221; nennt, au&#223;erhalb japanischer Kleinwagen oder Kinderwunschkliniken stattfindet.</p>
<p>Ansonsten ist alles beim Alten, trotz der Familienkutsche vor der T&#252;r hat sich beim Thema &#8220;Familie&#8221; nichts getan, das ist aber auch nicht so wichtig. Wichtig ist in dem Zusammenhang nur, dass der monstr&#246;se Hamsterk&#228;fig ins Auto passt, welchen wir in der Vergangenheit im Vorfeld gemeinsamer Urlaubsaufenthalte alla turca auf dem Dach des Mercedes zu meinen Eltern transportierten. „Passt denn der K&#228;fig in den Kofferraum?“, war immer ihre erste Frage, als ich von einer Probefahrt zur&#252;ck kam. Ja, der K&#228;fig passt rein, au&#223;erdem ist dann immer noch genug Platz f&#252;r achtzehn K&#252;he, eine Melkmaschine und eine halbe Biogasanlage. Und zur Not g&#228;be es ja immer noch das Dach von der Gr&#246;&#223;e eines Kleinsportfeldes. Denn: Sollte es tats&#228;chlich mal Kinder geben, dann muss der Kinderwagen ja auch noch irgendwo hin. </p>
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		<title>Magst du mit mir befreundet sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 12:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://www.facebook.de/tom.feibner
Oder meinen Tweet abonnieren? http://www.twitter.com/suchbabenstuppe
Was tut man nicht alles an einem kalten Sonntagnachmittag, um sich vor den Vorbereitungen zur Steuererkl&#228;rung 2010 zu dr&#252;cken&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.facebook.de/tom.feibner">http://www.facebook.de/tom.feibner</a></p>
<p>Oder meinen Tweet abonnieren? <a href="http://www.twitter.com/suchbabenstuppe">http://www.twitter.com/suchbabenstuppe</a></p>
<p>Was tut man nicht alles an einem kalten Sonntagnachmittag, um sich vor den Vorbereitungen zur Steuererkl&#228;rung 2010 zu dr&#252;cken&#8230;</p>
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		<title>Russland – Qatar – Dollar</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 09:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da sich jeder dr&#252;ber aufregt, will ich gerne auch mal nachtreten. Wegen dieser WM-Vergabe an die neuen Hochburgen des internationalen Fu&#223;balls. Okay, Russland kann ich ja noch ein bisschen verstehen. Zenit St. Petersburg oder Schachtar Donezk kennt man hierzulande (und f&#252;rchtet man in Teilen auch), selbst wenn letztgenannte Truppe weniger aus denjenigen Kohlekumpel besteht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sich jeder dr&#252;ber aufregt, will ich gerne auch mal nachtreten. Wegen dieser WM-Vergabe an die neuen Hochburgen des internationalen Fu&#223;balls. Okay, Russland kann ich ja noch ein bisschen verstehen. Zenit St. Petersburg oder Schachtar Donezk kennt man hierzulande (und f&#252;rchtet man in Teilen auch), selbst wenn letztgenannte Truppe weniger aus denjenigen Kohlekumpel besteht, die am schnellsten rennen k&#246;nnen, sondern dem produzierten Erl&#246;s derjenigen Kohlekumpel, die am schnellsten buddeln k&#246;nnen. Die USA haben ja auch mal die WM als Entwicklungshilfeprogramm bekommen, warum also nicht auch die Russen? Im Sommer ist es dort einigerma&#223;en warm und Bier gibt’s reichlich. Bl&#246;d halt nur, wenn die Vorgruppenspiele in Murmansk sind und du dann zum Achtelfinale nach Wladiwostok musst. Grunds&#228;tzlich prima Idee, dass alle Fu&#223;ballfans umsonst U-Bahn fahren d&#252;rfen, aber bis du irgendwann mal an der Pazifikk&#252;ste angekommen bist, kannst du gleich die R&#252;ckfahrt &#252;ber Qatar l&#246;sen, um rechtzeitig zur Er&#246;ffnungsfeier 2022 einzutrudeln.</p>
<p>Dieses Problem hingegen ist in Qatar nicht existent. Erstens gibt es dort keine U-Bahnen, zumindest entzieht sich ihr Vorhandensein meiner Kenntnis, und zweitens soll man in diesem L&#228;ndchen ja von einem Stadion zum andern laufen k&#246;nnen. Wenn es halt nur nicht so hei&#223; w&#228;re, m&#246;chte ich hinzuf&#252;gen. Der gemeine Fu&#223;ballfan, bekannt auch als troetensis oridinaris, l&#228;uft bei f&#252;nfzig Grad im Schatten freiwillig sicher nicht mehr als zwei Schritte, es sei denn zum n&#228;chsten Bierstand. Und das soll es ja beides dort nicht geben – weder Schatten, noch Bier. Daf&#252;r sollen die Stadien und Fanzonen klimatisiert werden. Ich hab so ein Gef&#252;hl, die WM von Quatar wird jetzt nicht ganz vorne landen beim Wettbewerb der CO2-freundlichsten Gro&#223;ereignisse. </p>
<p>Im Prinzip ist das sowieso alles nur gekauft. Und das schon seit Jahren. In dem Moment, als Mercedes-Benz seine Unterst&#252;tzung als „official carrier“ quittierte, war klar: Ab jetzt z&#228;hlt nicht mehr das Gr&#246;&#223;te, Beste, Tollste, Sch&#246;nste, sondern nur noch, wer am meisten Fett abdr&#252;cken kann. Das war irgendwann in den Neunzigern. Und was haben wir seitdem nicht alles erdulden m&#252;ssen: Reisebusse von Hyundai, Bier von Budweiser. Ich sehe es kommen: Sp&#228;testens 2018 kicken sie nicht mehr mit einem Ball, sondern mit einem rosa Vollgummiw&#252;rfel, auf dem „ T-Home“ draufsteht. </p>
<p>Was ist nur aus diesem Sport geworden, diesem wundervollen Spiel zwischen zwei Teams, ert&#252;chtigend f&#252;r K&#246;rper und Seele, f&#246;rderlich f&#252;r das Sozialverhalten, sauber und rein! Naja, sauber waren wir als Kids nicht, wenn wir vom Ascheplatz heimkamen mit dem Dreck reingerieben in die blutig aufgerissenen Knie, was wir bis heute mit Stolz als Narben aus fr&#252;hen Zweik&#228;mpfen mit uns herumtragen gleich den Spuren der ersten Mensur. Mit der Ert&#252;chtigung ist das auch so eine Sache &#8211; ich spiele ja mit meinen Kollegen kein Fu&#223;ball mehr, seitdem ich zwei Mal nach unserem regelm&#228;&#223;igen Feierabendkick f&#252;r jeweils drei Wochen krankgeschrieben war mit unterschiedlichen Blessuren. Und Sozialverhalten – hm, ich kann mich da an eine Situation erinnern, als ich einem sich vor Schmerzen am Boden kr&#252;mmenden Gegenspieler zurief: „Erst ne Schwalbe und dann auch noch simulieren!“, den man kurz darauf mit Blaulicht ins Krankenhaus fuhr. War glaub ein simulierter Schulterbruch oder so. </p>
<p>Wenn ich es mir genau &#252;berlege ist es doch ganz sch&#246;n zweischneidig, dieses Fu&#223;ballged&#246;ns. Klar braucht man ein bisschen Asche, wenn man eine WM nicht auf Aschepl&#228;tzen austragen mag. Aber sie deswegen an ein Land vergeben, das so gro&#223; ist wie Hawaii und dessen Nationalsport vermutlich so was &#228;hnliches ist wie Kamelhalma, das muss ja nicht sein. Deutschland tr&#228;gt ja auch nicht die Weltmeisterschaften im Dromedar-Dressurreiten aus. </p>
<p>Um den Auswahlprozess der Austragungsorte in Zukunft zu optimieren und das ganze zur&#252;ck zu seinen Wurzeln zu f&#252;hren schlage ich folgendes vor: Als erstes m&#252;ssen die Top-Entscheider ausgewechselt werden. Sepp Blatter raus, J&#252;rgen Klopp rein. Zweitens: Abgestimmt wird nicht mehr in irgendeinem Komitee, sondern einer Trinkhalle in Dortmund-Marten. Drittens: Stimmberechtigt ist jeder, der nach acht Bier mit Korn immer noch eine formvollendete La Ola hinbekommt und dabei laut und verst&#228;ndlich singen kann: „Allez, allez, allez allez allez, eine Stra&#223;e, viele B&#228;ume, ja das ist eine Allee“. Dann klappt das auch wieder mit dem Sommerm&#228;rchen. Und zwar ohne Klimatisierung! </p>
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		<title>Virusinfektion: Director’s Cut</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 21:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Jaaa, der Film hat &#220;berl&#228;nge. Die Viren und ich gehen in die Verl&#228;ngerung. Mehr als ein mageres 1:1 hat mein schlaffer K&#246;rper nach sieben Krankheitstagen nicht rausholen k&#246;nnen. Deswegen hat mir der Doc eine weitere Woche Nachschlag serviert. 
Ich f&#252;hle mich alt. Ich sehe die Tage kommen, an denen ich wegen eines Schnupfens auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaaa, der Film hat &#220;berl&#228;nge. Die Viren und ich gehen in die Verl&#228;ngerung. Mehr als ein mageres 1:1 hat mein schlaffer K&#246;rper nach sieben Krankheitstagen nicht rausholen k&#246;nnen. Deswegen hat mir der Doc eine weitere Woche Nachschlag serviert. </p>
<p>Ich f&#252;hle mich alt. Ich sehe die Tage kommen, an denen ich wegen eines Schnupfens auf die Intensivstation muss. Vor zwanzig Jahren sagte ich mir: „Super, eine Woche krankgeschrieben, dann kann ich ja bereits am Donnerstag schon Party machen gehen.“ Die Jahre der Jugend, so schnell sind sie vorbei…</p>
<p>Ich nutzte die vergangenen Tage meines unfreiwilligen Aufenthalts in der Home Zone, um eifrig die Stuttgart-21-Schlichtung zu verfolgen. Anfangs nur, weil ich bei dem langweiligen Gelaber prima einschlafen konnte. Mit der Zeit wurde es aber wirklich interessant! Als erstes konnte ich feststellen: Alle Menschen haben Probleme, ihr Laptop an einen Beamer anzuschlie&#223;en. Nicht nur ich. Ich bin also nicht zu bl&#246;d daf&#252;r, es scheint in der Natur der Sache zu liegen. Wenn sich ein Vorstand der DB AG vor einem Millionenpublikum damit blamiert, muss ich mich nicht sch&#228;men, wenn ich vor jedem Meeting zehn Minuten an den Ger&#228;tschaften rumfummle. Zweitens: Nie wieder werde ich behaupten, das Design meiner Powerpoint-Folien sei schlecht. Mannomann, was haben da manche Leute f&#252;r Netzhautpeitschen aufgelegt! Allein daran zur&#252;ckzudenken regt meinen W&#252;rgereiz an.</p>
<p>Nach meinem Daf&#252;rhalten h&#228;tte man die Runde der Diskutierenden stark verkleinern k&#246;nnen. Heiner Gei&#223;ler als Schlichter, Volker Kefer als Vertreter der Bef&#252;rworter und Boris Palmer als Sprecher der Gegner. Das h&#228;tte vollkommen ausgereicht. Alle anderen waren nur Politisierter, Wichtigtuer, schm&#252;ckendes Beiwerk, hatten Hunger auf Brezeln oder wollten schon immer mal ins Fernsehen. Am schlimmsten waren die Politiker &#8211; bis auf Palmer. Die haben geredet, wie Politiker nun mal reden, aber nicht wie Menschen, denen es um die Sache geht. Mappus und Kretschmann haben sich dar&#252;ber gestritten, wer als Ministerpr&#228;sident mehr Patriotismus h&#228;tte. Das sollen sie bitte im Landesparlament machen  oder sich alternativ vor dem Stuttgarter Rathaus mit Schneeb&#228;llen bewerfen. Mappus‘ Kettenhund G&#246;nner (brrrr, ganz unangenehme Person) h&#228;tte man mal besser auf den letzten Castor-Transport gesetzt, dann w&#228;ren die Demonstranten von alleine weggelaufen. Winfried Hermann („dr Winne“, wie es Gei&#223;ler einmal so sch&#246;n rausgerutscht ist) macht sicher auf einem Stand in der Fu&#223;g&#228;ngerzone unter einem gr&#252;nen Sonnenschirm eine bessere Figur, und dann war da noch dieser Stadtrat, der aussieht wie R&#252;bezahls Gro&#223;neffe – Rockenbauch, genau. Der meldete sich ab und an mit mehr oder weniger sinnigen Betr&#228;gen, hatte aber in seiner Stimme immer so den Unterton eines kleinen Kindes, dem man grade den Lutscher weggenommen hat. „Auch das waren wieder Worte, die gesagt werden mussten“, kommentierte ihn Gei&#223;ler oft und ich glaube nicht, dass Rockenbauch alle Botschaften dieser Nachricht verstanden hat. Auff&#228;llig war die Frau vom BUND, Dahlbender. Ein Paradebeispiel des selektiven Verstehens. Kefer sagt: „Unser geplanter Fahrplan ist ambitioniert, aber machbar.“ Darauf Dahlbender zehn Minuten sp&#228;ter: „Sie geben ja selber zu, dass ihr Fahrplan so nicht durchf&#252;hrbar ist.“ Na, da bin ich ja beruhigt, wenn derart helle K&#246;pfe in so einer Schlichtungsrunde sitzen. Am Ende bauen sie diesen Bahnhof auf Stelzen!</p>
<p>Ein ganz anderes Kaliber von unwesentlich geringerer intellektueller Durchschlagskraft waren die Fachexperten. Leider hab ich von denen einige verschlafen.  Ich erinnere mich aber an den Geologen der Gegner. Ich sag mal so: In diesem Leben wird der auch kein Showmaster mehr. Der Geologe der Bef&#252;rworter, stilsicher mit Fliege, war auch nicht von schlechten Eltern, Kategorie „Der zerstreute Professor“. Man k&#246;nnte auch sagen: Der Professor Hastig vom Nesenbach. </p>
<p>Am sch&#246;nsten an der ganzen Veranstaltung fand ich, dass es dort auch nicht anders zuging als in den Meetings, in denen ich sitze. Sehr oft wurde jemand etwas gefragt, dem grad die halbe Brezel aus dem Mund hing und er sich in Folge dessen zu dem jeweiligen Sachverhalt nur St&#252;ckchen spuckend &#228;u&#223;ern konnte. Gei&#223;ler hatte offensichtlich seinen Spa&#223; und lernte nebenbei einiges &#252;ber Projektmanagement. Zum Beispiel, dass eine knapp bemessene Planung „optimistisch“ genannt wird und eine Planung mit vielen Pufferzeiten „konservativ“. „Wie k&#246;nnen Sie denn etwas, das augenscheinlich zu knapp bemessen ist, ‚optimistisch‘ nennen?“, rief er einem Vertreter der Bahn zu. „Wo bleibt denn da der Optimismus, wenn von Anfang an schon fest steht, dass es schief laufen wird?“ Ich w&#252;nschte, Heiner Gei&#223;ler w&#228;re ab und zu auch in meinen Meetings anwesend. </p>
<p>Sehr vertraut war mir auch das Gemaule am Samstag um siebzehn Uhr, als Gei&#223;ler den Anwesenden mitteilte, jetzt doch noch das Thema Quellenschutz dranzunehmen und er deswegen das von ihm um f&#252;nfzehn Uhr prognostizierte Ende der Veranstaltung, n&#228;mlich siebzehn Uhr, nicht einhalten k&#246;nne. Oh, da waren die Anwesenden aber &#228;hnlich ungehalten wie ein Haufen Schuljungen, denen der Lehrer sagte, dass der Nachmittagsunterricht leider doch nicht ausf&#228;llt. „Dann nehmen sie halt den n&#228;chsten Zug nach Hause“, sagte er zu dem in sich hinein grummelnden Volker Kefer, „wir haben doch erst heute von Ihnen geh&#246;rt, dass die im Taktverkehr fahren.“ „Mir geht es nicht um den Zug“, erwiderte dieser, „mir geht es um meine Frau.“ Aha. Um seine Frau. Da sitzen ein paar Leute zusammen und ringen um Investitionen in H&#246;he von, sagen wir mal optimistisch gesch&#228;tzt, acht Milliarden Euro (Bahnhof und Neubaustrecke Ulm-Wendlingen zusammen genommen) und Herr Kefer muss bei Einbruch der Dunkelheit zuhause bei seiner Frau sein. Ich habe daf&#252;r nur zwei Erkl&#228;rungen: Entweder steht der Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der Deutschen Bahn zuhause brutalst unterm Pantoffel, oder seine Frau ist eine derart hei&#223;e Schnegge, dass ein Mann f&#252;r zwei Stunden mehr mit ihr acht Milliarden Euro links liegen l&#228;sst. </p>
<p>Egal, welche der beiden Erkl&#228;rungen die richtige ist: Frau Kefer, Sie haben meine allergr&#246;&#223;te Hochachtung!</p>
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		<title>Die schlimmste Nacht bisher</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 15:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[war die vergangene. Also, was den Krankheitsverlauf betrifft. Nicht auf mein Leben bezogen, oh nein, da gab es weitaus schlimmere, zum Beispiel die Nacht vor meiner ersten Diplompr&#252;fung oder die am Zoll in Torfyanovka im finnisch-russischen Niemandsland. Vergangene Nacht bin ich dreimal mit Kopf-, Hals-, Zahn-, Kiefer- und Ohrenschmerzen aufgewacht, dazu tischtennisballgro&#223;e Lymphknoten am Nacken. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>war die vergangene. Also, was den Krankheitsverlauf betrifft. Nicht auf mein Leben bezogen, oh nein, da gab es weitaus schlimmere, zum Beispiel die Nacht vor meiner ersten Diplompr&#252;fung oder die am Zoll in Torfyanovka im finnisch-russischen Niemandsland. Vergangene Nacht bin ich dreimal mit Kopf-, Hals-, Zahn-, Kiefer- und Ohrenschmerzen aufgewacht, dazu tischtennisballgro&#223;e Lymphknoten am Nacken. Um f&#252;nf Uhr hab ich zwei Kopfschmerztabletten genommen und danach geschlafen bis um halb zwei heute Nachmittag. Jetzt ist es etwas besser, jedoch sind die Lymphknoten immer noch geschwollen. Das ist aber normal bei mir. Seitdem ich mit f&#252;nfzehn Pfeiffersches Dr&#252;senfieber hatte, wirft mein K&#246;rper bei allem, was nicht innerhalb von drei Tagen weggeht, vorsichtshalber mal die Lymphdr&#252;senmaschine an, manchmal schon bei einem eingerissenen Fingernagel. Einige &#196;rzte werden dann recht nerv&#246;s und fangen an, mir was von Dengue-Fieber, Tollwut oder Japanische Enzephalitis zu erz&#228;hlen, auf was ich dann pflichtschuldigst erwidere, dass mir mal ein Arzt gesagt hat, dass immunologische Reaktionen individuell ausfallen und nur, weil bei einem Patienten die Lymphknoten fr&#252;hestens  im ersten Drittel der letzten &#214;lung anschwellen, es nicht bedeutet, dass man in meinem Fall die Gelben Seiten pr&#228;ventiv unter „B“ wie „Bestatter“ aufschlagen muss. Ich hoffe, unser Doc sieht das &#228;hnlich und rauft sich jetzt nicht die Haare. </p>
<p>Den ganzen Tag mit ner Kanne Tee im „abgesicherten Modus“ auf dem Sofa rumh&#228;ngen ist echt &#228;tzend. Fernsehen schaue ich schon lange nicht mehr, sorry, aber ich hab schon genug Schmerzen. Zur Ablenkung habe ich beschlossen, dass ganze Internet durchzulesen, und wenn man Werbung und Schweinkram abzieht bin ich gef&#252;hlt schon bei mindestens zwanzig Prozent. Da erf&#228;hrt man echt interessante Sachen! Zum Beispiel habe ich gelesen, dass im Keller der Haftanstalt Berlin-Moabit ein funktionst&#252;chtiges Fallbeil eingelagert ist, weil man ja nie wissen kann, mit welchen Innovationen die n&#228;chste Bundesregierung aufwarten wird. Oder dass der h&#246;chste Flaggenmast der Welt im nordkoreanischen Gi-Jeong-Dong steht und die Fahne, die an ihm flattert, 270 Kilo wiegt. Zugegeben, das alleine ist jetzt eher eine mittelspannende Information, interessant wird es aber, wenn man wei&#223;, dass anscheinend das US-Amerikanische „Solidier of Fortune“-Magazin demjenigen, der es schafft, diese Fahne zu klauen, eine Million US-Dollar als Belohnung auszahlen will. Sicher eine interessante Option f&#252;r alle, die bei G&#252;nther Jauch an der 125.000-Euro-Frage gescheitert sind, w&#228;re da nicht der klitzekleine Haken, dass Gi-Jeong-Dong mitten in einem Minenfeld in der Entmilitarisierten Zone liegt. Ich hab aber auch was f&#252;r meine Bildung getan und noch mal genau nachgelesen, wie das jetzt ist mit den Lymphknoten und der Immunabwehr. Auch wenn es mir im Moment dreckig geht kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass mein K&#246;rper bis in die Haarspitzen durchtr&#228;nkt ist mit T-Killerzellen. Harr harr, hasta la vista, Virusinfektion, in der H&#246;lle sollst du schmoren!</p>
<p>So, das reicht f&#252;r heute, w&#252;nsche einen guten Tag allerseits, der Virenterminator geht jetzt ein Nutellabrot essen. </p>
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		<title>Virus</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 14:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Als grunds&#228;tzlich gesund lebender Mensch denke ich bei Viren zun&#228;chst an kaputte Festplatten oder gehackte Sicherheitssoftware von Atomkraftwerken. Aber dieses Mal sind es die echten. Der herbstliche Klassiker: Sonntagabends bumsfidel ins Bett gestiegen und vier Stunden sp&#228;ter aufgewacht mit einem Gef&#252;hl, als h&#228;tte ich den Basketball, den mir jemand grade volle Karotte an die &#214;mme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als grunds&#228;tzlich gesund lebender Mensch denke ich bei Viren zun&#228;chst an kaputte Festplatten oder gehackte Sicherheitssoftware von Atomkraftwerken. Aber dieses Mal sind es die echten. Der herbstliche Klassiker: Sonntagabends bumsfidel ins Bett gestiegen und vier Stunden sp&#228;ter aufgewacht mit einem Gef&#252;hl, als h&#228;tte ich den Basketball, den mir jemand grade volle Karotte an die &#214;mme gedonnert h&#228;tte, auch noch geschluckt und er w&#228;re im Hals stecken geblieben. Super. Also eine Woche Sofa h&#252;ten. An Schlaf war nicht mehr zu denken, zu hei&#223;, zu kalt, zu hei&#223;, zu kalt, wei&#223; nicht, wie ich noch liegen soll, alles tut weh, alles b&#228;h. Morgens den Doc angerufen, &#8220;Kommse um 10.45 Uhr vorbei&#8221;, bis dahin noch die wichtigsten gesch&#228;ftlichen Sachen geregelt und dann ab ins Auto. </p>
<p>Mein Doc ist ein Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Inneres und im Wartezimmer sieht es immer aus wie im Aufenthaltsraum eines Altersheims. Bereits im Empfangsbereich h&#246;re ich schon das Pfeifen l&#246;chriger Lungenfl&#252;gel und Schimpftiraden r&#252;stiger Mittachtziger, die sich dar&#252;ber beschweren, dass sie schon eine Stunde hier sitzen und deswegen ihre mont&#228;gliche Bingorunde verpassen. &#8220;Irgendwie schon geil, Rentner zu sein&#8221;, denke ich mir und lege mein K&#228;rtchen plus zehn Euro Schmiergeld auf den Tresen. Viel mehr bekomme ich nicht mit, da ich auf meinem strategisch g&#252;nstig gew&#228;hlten Eckstuhl etwas Schlaf der vergangenen Nacht nachhole, bis mich mein Arzt mit den Worten &#8220;Herr Feibner, gehen Sie doch schon mal in Behandlungszimmer eins&#8221; sanft weckt.</p>
<p>Dort erz&#228;hle ich ihm meine Leidensgeschichte der vergangenen Nacht und er schaut mir in den Hals, um sicher zu gehen, dass es keine bakterielle Infektion ist. Ist es aber nicht. Die Mandeln f&#252;hlen sich so dick an wie reife Wassermelonen. Das ist Virus. W&#252;rden sie sich so dick anf&#252;hlen wie reife Wassermelonen plus zwanzig reingerammte Obstmesser, dann sind Eiterpickel drauf. Das w&#228;re dann bakteriell. Im Laufe der Jahre hab ich ganz gut gelernt, die die Signale meines K&#246;rpers zu interpretieren. &#8220;Nehmen Sie ein paar Kopfschmerztabletten, trinken Sie ein warmes Bier und legen Sie sich ins Bett&#8221;, sagt er zu mir. Cool. Diese Art der Krankheitsbek&#228;mpfung kommt mir entgegen. Au&#223;erdem ist das alles rezeptfrei. </p>
<p>Aus dem Bier hab ich jetzt f&#252;nf warme Ramazzotti gemacht, da ich mir denke, viel Alkohol hilft viel, au&#223;erdem hat so eine Zitronenscheibe wichtiges Vitamin C. Wirklich besser ist es dadurch nicht, daf&#252;r dreht sich jetzt alles ein bisschen und es macht mehr Spa&#223;, Leute in der Firma per ICQ aufzuziehen, dass sie arbeiten m&#252;ssen, w&#228;hrend ich angeschossen auf dem Sofa liege und rumhartze. Man darf ja diese psychologische Komponente des Genesungsprozesses nicht untersch&#228;tzen. Ich sach dann mal &#8220;Prost&#8221; und euch allen noch einen sch&#246;nen Arbeitstag!</p>
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		<title>365 Tage</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 08:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Guten Morgen!
War schon lange nicht mehr in diesem Blog drin&#8230; musste erst mal den Staub von den Pixeln kratzen. Hab durch Zufall vorhin gemerkt: Genau ein Jahr ist es her, dass ich ein mein Buch zum ersten Mal in den H&#228;nden hielt &#8211; sogar gleich ne ganze Kiste davon. Hab viel Werbung gemacht, Flyer gedruckt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen!</p>
<p>War schon lange nicht mehr in diesem Blog drin&#8230; musste erst mal den Staub von den Pixeln kratzen. Hab durch Zufall vorhin gemerkt: Genau ein Jahr ist es her, dass ich ein mein Buch zum ersten Mal in den H&#228;nden hielt &#8211; sogar gleich ne ganze Kiste davon. Hab viel Werbung gemacht, Flyer gedruckt, Artikel geschrieben, Interviews gegeben. Wie alle Autoren, die nicht &#8220;Sch&#228;tzing&#8221; oder &#8220;Rowling&#8221; mit Nachnamen hei&#223;en, kann auch ich best&#228;tigen: Finanziell lohnt es sich nicht, ein Buch zu schreiben. Der Gewinn liegt in anderen Bereichen. &#8220;Was macht die Kinderplanung?&#8221;, werd ich oft gefragt. &#8220;Liegt auf Eis&#8221;, antworte ich dann und nur KiWu-Insider wissen, was genau ich damit meine.</p>
<p>Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, dass sich zum letzten Mal an einem Samstagmorgen hier auf dem Sofa sa&#223; mit einer Kaffeetasse und blogge. Es gab eine Zeit, da war das mein Wochenendauftaktstandardprogramm. Hab wilde Geschichten &#252;ber mein Leben gepostet. Heute ist es nicht mehr so wild wie damals. Oder vielleicht ist es immer noch wild, nur werde ich &#228;lter und gelassener. Vermutlich beides ein bisschen. Kinder &#8211; Kinder haben wir keine. Die Frage nach Kindern ist mir mittlerweile auch gar nicht mehr so wichtig wie fr&#252;her. Angenommen, ich m&#252;sste morgen sterben, dann w&#228;re es mir wichtiger, heute einen sch&#246;nen Tag zu erleben, als mich mit qu&#228;lenden Fragen zu besch&#228;ftigen. Seitdem ich mir das bewusst gemacht habe, lebt es sich in allen Lebenslagen deutlich entspannter. Trotzdem kann ich mich immer noch &#252;ber vieles leidenschaftlich aufregen <img src='http://wunschkinder.net/tagebuch/wuki54865/wp-includes/images/smilies/smilie3.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Wie genau es zu dieser Einstellung kam und ob sie f&#252;r immer so bleiben wird, wei&#223; ich nicht. Das ist nicht wie ein Schalter, den man einfach umlegen kann und dann ist alles geschmeidig. &#8220;Entspann dich mal!&#8221;, ist einer dieser super Ratschl&#228;ge von Leuten an Menschen mit unerf&#252;lltem Kinderwunsch, die nicht wissen, was so ein Schicksal bedeutet. Ich teile dieses Schicksal mit vielen, teile es vermutlich mein ganzes Leben lang, und hab die Behandlungen und das Drumherum alles mitgemacht. Dachte, ich w&#228;re entspannt, war es aber gar nicht. Vielleicht gehe ich eines Tages wieder in die Klinik und falle dann wieder in Anspannung zur&#252;ck. Oder auch nicht. Ich wei&#223; es nicht. Ich wei&#223; nur: Ich bin gl&#252;cklich. Jetzt, heute, gestern und die letzte Woche auch schon und lange Zeit davor und morgen hoffentlich auch noch und hoffentlich mein Leben lang. Und klar: Manchmal &#228;rgere ich mich trotzdem und hab auch schlechte Tage. Aber es gibt im Moment nichts, was an mir nagt, was ich unbedingt erreichen will, was mich traurig und ungl&#252;cklich macht. Ich w&#252;nschte, es g&#228;be da so einen Schalter und ich k&#246;nnte jedem erz&#228;hlen, wie er ihn dr&#252;cken muss und in zwei Wochen h&#228;tten wir dann Weltfrieden. Aber das kann ich nicht, und wenn ich es k&#246;nnte, dann w&#252;rde ich f&#252;r diesen Rat von jedem f&#252;nf Euro kassieren und w&#228;re im Handumdrehen Milliard&#228;r und k&#246;nnte dann endlich die Hohlr&#228;ume im Schweller des SL mit Epoxydharz ausspritzen lassen, damit dieses verdammte Rumgeroste ein f&#252;r alle mal ein Ende hat. </p>
<p>Seit dem Sommer hab ich mein eigenes Team in der Firma. Ja, ich bin jetzt Chef! Also ein kleiner Chef, kein gro&#223;er. &#220;ber mir sind noch einige Chefs bis zu der Ebene, wo ein Chef ein &#8220;Chef&#8221; ist. Kindererziehung muss ziemlich &#228;hnlich funktionieren wie ein Team zu f&#252;hren. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben &#252;ber Erziehung, allerdings mit Erwachsenen in der Rolle der Kinder. Die &#196;hnlichkeiten sind frappierend: Manchmal sind sie die dicksten Freunde, manchmal ziehen sie sich an den Haaren oder bewerfen sich mit F&#246;rmchen, einige sind sch&#252;chtern und trauen sich zu wenig zu, andere wollen immer im Vordergrund stehen, einige rennen immer gleich los und wundern sich dann &#252;ber die Konsequenzen ihres Handelns, manche sind &#252;bervorsichtig und z&#246;gern zu lange in ihrem Handeln. Jeder von ihnen ist ein Charakter, ein individueller Mensch, der von Erfahrungen gepr&#228;gt ist und deswegen so ist, wie er ist, und deshalb auch eine individuelle Behandlung nicht nur verdient, sondern auch ben&#246;tigt, wenn das gro&#223;e Ganze funktionieren soll &#8211; was leider im Arbeitsalltag nicht immer m&#246;glich ist. Oft komme ich mir vor wie der Papa, auch gegen&#252;ber &#196;lteren, da ich st&#228;ndig im &#252;bertragenen Sinne S&#228;tze sagen muss wie: &#8220;Nein, es gibt jetzt keine Schokolade&#8221;, &#8220;Geh nicht zu nahe an die Herdplatte, die ist n&#228;mlich hei&#223;&#8221; &#8220;Nein, dein Daumen ist nicht gebrochen, das ist nur eine Schramme, das heilt wieder, ja ich wei&#223;, das tut weh, komm mal her, ich puste drauf und dann ist es gleich besser&#8221; &#8220;Nein, auch wenn du ein sch&#246;nes Bild gemalt hast, &#252;ber Schokolade reden wir erst wieder am Jahresende, erinnerst du dich, das hatten wir gestern so vereinbart. Du erinnerst dich nicht? Schau mal, hier haben wir es aufgeschrieben.&#8221; &#8220;Der Paul hat deinen Sandkuchen nicht mit Absicht kaputt gemacht. Der ist beim Fahrradfahren einfach nur ausgerutscht und hat sich selbst dabei weh getan. Komm, wir gehen mal zum Paul und reden mit ihm.&#8221; &#8220;Ich hab dir gesagt, die Herdplatte ist hei&#223;, aber du musstest ja deine Hand drauf legen. Und nun? Jetzt komm mal auf meinen Scho&#223; und dann sprechen wir dar&#252;ber, was du daraus f&#252;r die Zukunft gelernt hast.&#8221;</p>
<p>Ich glaub, wer ein Team hat, der braucht keine Kinder mehr&#8230;</p>
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		<title>Geburt erfolgreich! Es ist&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 11:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tastentiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;ein Buch!
Durch das Lesen unz&#228;hliger Geburtskarten bin ich bestens vorbereitet und kann nun ebenfalls in dieses Horn sto&#223;en: 
* Freitag, 13.11.2009, 20:07 Uhr, 20,5 cm, 440 g
Nein, kein Fr&#252;hchen. Eher das Gegenteil   Mein Buch ist Skorpion und hei&#223;t &#8220;Baby-Alarm! Die Geschichte von einem Mann und einer Frau, die beschlossen, ein Kind zu bekommen.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ein Buch!</p>
<p>Durch das Lesen unz&#228;hliger Geburtskarten bin ich bestens vorbereitet und kann nun ebenfalls in dieses Horn sto&#223;en: </p>
<p>* Freitag, 13.11.2009, 20:07 Uhr, 20,5 cm, 440 g</p>
<p>Nein, kein Fr&#252;hchen. Eher das Gegenteil <img src='http://wunschkinder.net/tagebuch/wuki54865/wp-includes/images/smilies/smilie3.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Mein Buch ist Skorpion und hei&#223;t &#8220;Baby-Alarm! Die Geschichte von einem Mann und einer Frau, die beschlossen, ein Kind zu bekommen.&#8221; (Der Name stand ja schon lange fest).</p>
<p>Als ich letzten Freitag sp&#228;t von der Arbeit nach Hause kam, stand vor meiner T&#252;r ein riesiger Karton, gut und gerne 25 Kilo schwer, Inhlalt: die ersten 40 Exemplare. In poppigem Grellorange und ohne Schreibfehler auf dem Cover (mein absoluter Daueralptraum der letzten N&#228;chte) mit freundlichen Gr&#252;&#223;en vom Karin Fischer Verlag, Aachen. 402 Seiten, getippt von den Fingern, die grade diese Nachricht tippen. Die Exemplare werden in diesen Tagen an die Buchh&#228;ndler verschickt. Bestellen kann man es bereits bei amazon, bol, libiri und anderen (noch l&#228;uft es als &#8220;Vorbestellung&#8221;): </p>
<p>http://www.amazon.de/Baby-Alarm-Geschichte-einem-beschlossen-bekommen/dp/389514911X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258367214&amp;sr=8-1</p>
<p>http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/baby_alarm/tom_feibner/ISBN3-89514-911-X/ID18070715.html?jumpId=3124505</p>
<p>http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8841857/tom_feibner_baby_alarm_389514911X.html</p>
<p>Jetzt bleibt mir nur noch viel Spa&#223; beim Lesen zu w&#252;nschen und freue mich &#252;ber jede Weiterempfehlung (bald ist Weihnachten, da kann man das Buch ja auch verschenken&#8230;).</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e und alles Gute!<br />
Euer Tastentiger</p>
<p>*******************************<br />
www.baby-alarm.info<br />
www.karin-fischer-verlag.de</p>
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