Also ich will hier euch von meine Schwangerschaftsgeschichte erzählen, so dass ihr wisst wie, warum und so es ist wie es ist.
Ich fang am besten bei meinem Ex-Ex-Freund Mannes (Manfred) an. Mit diesem ging es am 09.08.2003 nach drei Jahren Beziehung zu Ende. Er schlug mich krankenhausreif, darauf hin trennte ich mich von ihm.
Bis Anfang Oktober 2003 genoss ich das Leben als Singel. Dann traf ich einen anderen Ex-Freund an einer Bushaltestelle wieder, mit dem ich schon 5 Jahre zuvor zusammen gewesen war. Wir verabredeten uns zu einem Viedo-Abend am Samstag, den 16.10.2003.
An jenem besagten Abend kamen wir (noch einmal) zusammen. Unsere Beziehung lief soweit ganz gut. Jeder von uns beiden hatte seine Arbeit und seine eigene Wohnung.
Anfang November 2003 gings mir nicht so gut und ich ging zur Hausärztin. Sie meinte ich hätte eine Magen-Darm-Grippe. Was ich aber seltsam daran fand es ging mir nur 2 Tage schlecht. Ich habe damals einfach mit der Schulter gezuckt und gedacht, toll ich habs hinter mir.
Dann am 13.12.03 rief mich eine Freundin an und heulte ins Telefon, dass sie glaube sie sei schwanger. Ich traf mich mit ihr im Stadthaus. Wir redeten ca. 3 Stunden lang, dann machte ich ihr den Vorschlag: Sie hole zwei Schwangerschaftstests und wir machen sie gemeinsam. Was wir dann auch taten. Wir waren nur so blöd uns zu merken welcher Test von wem war. So dachte sie sie wäre es die Schwanger war.
Auf dem Weg zur Wohnung meines Ex-Freundes beschlich mich jedoch ein komisches Gefühl und ich kaufte mir noch einen Schwangerschaftstest, den ich dann bei meinem Freund machte und BAM. Ich war es die schwanger war.
Ich sagte ihm erst mal nix davon.
Ich bin dann Montag, den 15.12.03 zur Frauenärztin geangen wo ich sowie so einen Krebsvorsorgetermin hatte und die hat es mir dann bestätigt. Danach bin ich erst mal irgendwie ziemlich neben der Spur durch die Gegend geirrt und wußte nicht was ich machen sollte. Letzt endlich habe ich meine älteste Schwester angerufen und sie gefragt wie sie es damals meinem Schwager beigebracht hatte, dass er Vater wird. Sie meinte ich solle ihm einfach den Schwangerschaftstest unter die Nase halten. So habe ich es aber nicht gemacht.
Ich fuhr zu ihm und gab mich erst mal ganz normal.
Dann abends nach dem Essen, hab ich zu ihm gesagt: “Wir müssen über was wichtiges reden.” Er meinte: “Na dann mal los, um was gehts.” Ich bin dann auch gleich mit der Tür ins Haus gefallen.
Erst mal hat er zehn minuten lang nix gesagt und nur ein Gesicht gezogen als hätte ich jemanden ermordet. Dann kam der Spruch: “Du hast doch gesagt du nimmst die Pille!?” Ich hab es ihm dann auch noch mal bestätigt und ihm die alte Pillenpackung gezeigt. Darauf hin kam: “Das ist alles deine Schuld!!! Bitte geh damit ich nachdenken kann.”
Also fuhr ich nach Hause in meine eigene Wohnung, wo auch noch die Tochter der Vermieterin wartete. Ich stand nach dem Gespräch mit ihr noch geschockter da als am morgen bei der Frauenärztin. Ums kurz zu machen, die Vermieterin war an einem Schlaganfall gestorben und ihre Tochter kündigte mir zu Ende Dezember2003.
Das waren wirklich wundervolle Aussichten: Schwanger, Freund mies drauf deswegen und Wohnung weg. Ich dachte noch schlimmer kannes nicht kommen.
Als ich dann zwei Tage später wieder bei meinen Freund war, meinte er: Okay, ich könne erst mal bei ihm einziehen. So zog ich zu ihm. Weihnachten und Neujahr verbrachten wir in ziemlich distanzierter Stimmung.
Dann am 9.1.04 platze es aus ihm heraus. Ich solle mich entscheiden zwichen meinem ungeborenem Kind und ihm. Ich entschied mich für mein Kind!!!
So setzte er mich im tiefsten Winter und bei minus Graden im 4ten Monat schwanger mit meinem Rucksack vor die Tür. Ich wußte nicht wohin.
Die erste Nacht verbrachte ich am Bahnhof in der Wartehalle. Am nächsten Morgen meldete ich mich dann beim Sozialamt an, denn auch mein Arbeitsvertrag war nicht verlängert worden und somit war ich seit 01.01.2004 arbeitslos. Das Sozialamt fand für mich für die folgende Nacht einen Platz im Frauenhaus. Zu meinem Glück rief an diesem Abend ein Freund von mir an und ich erzählte ihm alles. Er schlug mir vor, mich am nächsten Tag nach der Arbeit abzuholen und bis auf weiteres bei ihm zu bleiben. So holte er mich am nächsten Tag am Bahnhof ab und wir fuhren zu ihm nach Raunheim, wo ich erst einmal blieb.
Bis sich das Sozialamt bei mir meldete und sagte sie hätten einen Platz für mich in einer Notübernachtungsstelle. Ich ging dann in diese Notübernachtungstelle für junge Frauen, dort konnte ich wenigstens Nachts im Warmen sein. Aber die konnten mich sonst auch nicht weiterhelfen.
Tagsüber war ich bei den Ämtern und auf Wohnungssuche. Schließlich bekam ich eine Wohnung am 01.04.2004 und wurde sofort aus der Übernachtungsstelle geschmissen. Also saß ich da in meiner leeren Wohnung und schlief auf dem nackten Boden zugedeckt mit meiner Jacke.
Zu meinem Glück traf ich dann eine Freundin, die mich 6 lange Jahre nicht gesehen hatte und in einer Anlaufstelle für Straßenkinder arbeitet. Sie lud mich zu ihrer Arbeit auf einen Tasse Tee ein und dort erzählte ich ihr alles.
Sie meinte, dass sie mich genau im richtigen Moment wieder getroffen hätte. Ich sahsie erst mal blöd an und fragte sie wieso. Da sagte sie mir dann dass ein Bekannter von ihr nach Luxemburg auswandert und versucht einige seiner Sachen los zuwerden. So bekam ich in noch in dieser Woche ein Schlafsofa, 3 Wohnzimmerkomoden, eine Glaßplatte und eine schwul-rosane Schlafzimmerkomode. Aus zwei der Wohnzimmerkomoden und der Glaßplatte baute ich mir einen Tisch.
Es dauerte lange bis ich meinen heutigen Mann kennenlernte.