29.08.09
Ach man…
Seitdem ich wieder in der Schule bin, entwickle ich mich zum Trauerkloß.
Irgendwie komme ich so gar nicht richtig an. Meine neue Schule ist zwar optisch und konzeptionell ganz toll, aber die Lehrer dort haben anscheinend alle vergessen, wie der Anfang bei ihnen so war. Alle sind superprofessionell, aber es “menschelt” eben nicht. Das, was einen gerne zur Arbeit gehen läßt, findet dort (jedenfalls mit mir) nicht statt. Kein “Wie war Dein Wochenende?” oder “Ist Dein Sohn wieder gesund?” oder ähnliches. Wißt Ihr, was ich meine?
Ich bewege mich momentan im luftleeren Raum. Noch kein richtiger Unterricht, Planung ist in Arbeit, aber es gibt wenig Hilfe und noch weniger Zeit (und Lust?), mal in Ruhe was zu besprechen. Alles findet zwischen Tür und Angel statt und ich wurschtel mich von Tag zu Tag ohne richtigen Plan. Nichtmal die Schule wurde mir gezeigt. Klar könnte ich all das einfordern, aber es ist eben schwer, am Anfang direkt auf den Putz zu hauen. Ich habe meine Rolle noch nicht gefunden und es gibt eben Schulen, die machen es einem da leicht und es gibt die anderen.
Ach Mensch, ich bin so verunsichert. Finde meine alte Form nicht und sitzte im Lehrerzimmer wie ein kleines Würmchen, das sich nix traut und zu allem zu blöd ist. Dabei will ich ja, aber ich bin total blockiert. Überall hat es auf Anhieb gut geklappt und ich konnte mich entspannen und um die Dinge kümmern, die wichtig sind. Jetzt hänge ich in diesem Loch fest und das macht mich ideenlos und unkreativ. Was denken meine Kollegen von mir? Mögen sie mich jetzt schon nicht? Ich habe keine Ahnung, wie ich mich davon befreien kann und bin lustlos bei der Sache. Das ist dohof!!!
Sheepchen schreibt:
Samstag, 29 August 2009 um 14:29
Ach Kerstin,
die schlechten Zeiten gehen wieder. Und wenn man dann gesehen hat, dass du Geduld hast, dann wird das belohnt.. Und dann wird es hervorragend laufen an dieser Schule, weil du Respekt bekommst.
LG Schäfchen
anomasil schreibt:
Sonntag, 30 August 2009 um 15:35
Huhu Kerstin,
bin jetzt schon seit einem Jahr mit/in einer Stelle beschäftigt. Erst während meiner Abschlussarbeit, dann als Hilfskraft und nun seit Anfang des Jahres als richtige (befristete) Stelle.
Mit den Mitarbeitern dort geht es mir zur Zeit ähnlich wie dir mit deinen. Weiß nicht recht was sie von mir halten… und will es meist gar nicht gern wissen, da sie mir indirekt schon zeigen, dass ihre Meinung über mich nicht besonders gut ist.
Ich hoffe auch für dich, dass diese Trockenzeit so bald wie möglich vorbei sein mag.
LG Mona