04.10.08
Hamburger Jungs
Für Iri…
… schon sooo lange nichts mehr geschrieben.
Also erstmal ein Bild vom liebsten Kind der Welt (im Moment
)
Im Großen und Ganzen gibt es auch nicht arg viel Neues. Made geht’s gut. Er schubt gerade vom Feinsten, will nur an die Brust oder zu mir auf den Arm. Aber ansonsten geht’s uns allen prächtig. Ja richtig, Liebster und ich sind auf einem guten Weg, wieder eine harmonische Beziehung zu führen. Je mehr ich zur Mutter werde, desto mehr tritt er zwar in den Hintergrund, aber er trägt es mit Fassung. Sein Urlaub ist leider schon wieder um, aber es war toll, ihn so viel bei mir zu haben. Und für die Made ist Papa sowieso der Spaßmacher schlechthin. Mir geht immer das Herz auf, wenn ich die beiden Späßchen machen sehe.
Außerdem waren wir 3 Tage bei meinen Eltern. Hat wider Erwarten gut funktioniert. Meine Mutter ist mir am Schluß zwar etwas auf den Keks gegangen mit ihrer “Ihr verwöhnt den Kleinen!” - Litanei. Aber meine Mutter geht mir nach 3 Tagen immer auf den Keks - mit und ohne Baby!
Außerdem kann ich ihr gut Paroli bieten - jahrelange Übung!
Das einzige Problem, das ich jetzt noch habe, ist wahrhaftig meine Schwiegermutter. Und das ist nicht mal wirklich ihre Schuld. Sie verhält sich wie immer: ein wenig penetrant, Dankbarkeit erheischend und schlechtes Gewissen machend. Das ist allerdings nicht neu, sie war immer schon so. Seitdem der Lütte da ist, könnte ich ihr allerdings bei wirklich jeder Begegnung in’s Gesicht springen. Diese Kreißsaal-Geschichte hat sich so sehr in mein Herz geätzt, daß ich ihr nicht verzeihen kann.
Ein paar mal waren wir jetzt schon bei ihr und ihrem Lebensgefährten. Natürlich will sie die Made halten und quatscht ununterbrochen auf ihn ein. Ich weiß, daß es dem Liebsten in dieser geballten Form auch nicht immer recht ist, aber mir wird regelrecht übel dabei. Ich fühle körperliche Schmerzen, wenn ich sie so mit meinem Kind sehe. Das ist nicht richtig, ich weiß. Aber ich kann nicht dagegen an. Bei meiner eigenen Mutter ist mir das nicht so schwer gefallen. Im Gegenteil, ich habe mich gefreut, als der Kleine am letzten Tag mir ihr gefeixt hat. Das war wunderschön anzuschauen.
Gestern z.B. waren wir kurz bei ihnen, um etwas abzuholen. Made war todmüde und quengelig. Ich hatte ihn deshalb auf dem Arm, damit keiner auf die Idee kommt, ihn zu nehmen. Trotzdem er sich ständig weggedreht und letzlich bei ihrem Anblick sogar geweint hat, texteten Schwiegermutter und Freund wie die Geisteskranken mein Kind zu. “Duziduzi - ei wo ist denn mein Schätzelein? Ja, wo ist denn die Oma? Willst Du mal zur Oma? Ja, oder?” Boah - ich habe gedacht, ich muß sterben an den Worten, die ich runtergeschluckt habe!
Habe die Flucht ergriffen und bin sofort wieder gegangen - wir wollten eh spazierengehen.
Ich kann mit dieser Frau im Moment einfach nicht. Ich will mein Baby nicht hergeben und ich will nicht, daß sie so besitzergreifend ist und ihn mit ihrer ganzen schleimigen Omaliebe überschüttet. Mich schüttelst bei dem Gedanken, daß ich die Made mal bei ihr lassen soll. Im Februar geht sie in Rente. Bis dahin muß ich Tacheles mir ihr sprechen, sonst gibt’s Tote.
Mein Kind ist schließlich Löwe und ich bin die Löwenmutter…
“Deine Liebe klebt
Du gehst mir auf den Geist
Worte wie Watte
in Harmonie eingeschweißt
Du bist ‘ne Tortur
so voller Gefühl
Zucker in meinem Tank
Du bist mir zuviel”
So isses! Danke Herbie! 
So - wie immer bei mir folgt auf jedes Tal auch wieder ein Berg! Auf Euer Drängen hin (Danke, daß Ihr mir so den Rücken gestärkt habt!
) habe ich direkt mit dem Liebsten gesprochen und wir sind miteinander im Reinen. Allerdings muß ich zugeben, daß ich einige Dinge doch wohl sehr einseitig und mit einem gewissen Tunnelblick betrachtet hatte. Ganz traurig hat der Liebste mich angeschaut und mir erzählt, was er alles so getan hat in den letzten Tagen und Wochen. Und ich muß sagen, daß ich nicht mal die Hälfte davon registriert habe. Ich war so sehr in meinem Baby-Wahn, daß nichts anderes um mich herum mehr wichtig war.
Dazu kam diese Unsicherheit, Übermüdung und Gewöhnung an all das Neue. Mittlerweile klappt alles besser und ich bekomme eine gewisse Routine. Außerdem ist unser Sohn wirklich ganz souverän und unkompliziert. Nur habe ich leider gar keinen Vergleich, so daß ein bißchen Gequengel und Gemecker mir oft viel schlimmer erscheint als es in Wirklichkeit ist. Ich frage mich dann regelmäßig, was ich tun soll und wie ich der kleinen Made helfen kann. Aber wenn ich mich dann zur Ordnung rufe und mir klar mache, daß alles halb so schlimm ist und kleine Babys nunmal weinen, weil sie sich nicht anders ausdrücken können, geht alles viel besser.
Oh man, wenn ich das hier so lese, könnte man meinen, ich wäre 16 und nicht 36. Aber vielleicht habe ich mir auch einfach nur eingebildet, daß das in meinem Alter fluppen muß ohne große Probleme. Habe irgendwas gefaselt von Konsequenz und solchen Dingen. Blablabla… Und jetzt? Das, was wir gerade üben ist abends in einem bestimmten Zeitraum in sein Bettchen zu gehen. Schön nach dem Stillen und danach auf Mamas Bauch einschlafen. Allen Ratgebern dieser Welt nach zu urteilen das Inkonsequenteste, was man machen kann. Aber es ist so schön, den Kleinen bei mir zu haben und zu kuscheln. Ich brauche einfach diesen Abschluß des Tages, um Kraft für die Nacht zu sammeln. Mittlerweile schläft er danach 4 Stunden durch und ich kann endlich etwas durchatmen. Manchmal, wenn der Liebste nicht zu spät kommt, können wir in dieser Zeit sogar noch zusammen essen oder quatschen. Echte Mangelware momentan…
Danach wird es allerdings anstrengend. Nach dem Stillen ist die Made erstmal wach. Da hilft alles nix. Meist bleibe ich dann einfach mit ihm in unserem Bett und wir schlafen zusammen ein. Nach etwas 2 Stunden kommt er dann wieder und dann etwa stündlich. Ich verliere jeder Nacht den Überblick, weil ich beim Stillen immer wegnicke und nicht mitbekomme, wie lange er trinkt und ob er überhaupt richtig satt wird. Einerseits würde er sich ja melden, wenn nicht. Andererseit habe ich das Gefühl, daß er in der zweiten Hälfte der Nacht total unruhig ist und oft wach. Und wenn es ganz schlecht läuft, schreit er meine Brust an wie Bolle und ich sitz schon wieder da wie der Ochs vorm Berg.
Meine Hebamme ist mir da leider überhaupt keine Hilfe. Sie ist total nett und wir kommen gut miteinander aus. Nur leider ist sie erst 24 und hat dementsprechend wenig Erfahrung. Viele Insider-Tips kamen noch nicht von ihr und ich habe das Gefühl, sie sammelt ein bißchen auf unsere Kosten Berufserfahrung. Aber wie gesagt, wir sind kein Problem-Fall, sondern einfach unerfahren und da können wir uns meist selber helfen. Ein bißchen Urinstinkt ist wohl doch in jedem von uns…
Und nun noch ein aktuelles Bild… (Danke suessesiex!
Habe mir deinen Beitrag zum Bilder einstellen direkt ausgedruckt!)
Ach, ich könnt ihn schon wieder abknuddeln wie verrückt!

Wenn mich nicht alles täuscht, dann hat mein Fröschlein seinen ersten Schub hinter sich gebracht und das war für uns alle kein Zuckerschlecken. Seit gestern war er fast ohne Unterbrechung auf meinem Arm und hat an mir genuckelt, als ob es kein Morgen gäbe. Irgendwann hat er immer losgelassen und gebrüllt wie am Spieß. Der Arme ließ sich gar nicht beruhigen und ich bin fast verzweifelt, weil ich nicht wußte, was mit ihm los war und wie ich ihm helfen konnte.
Dann habe ich heute bei suessesiex nach den Schüben von Jonas nachgelesen und mal etwas genauer hingeguckt. Jetzt gerade ist er das erste Mal nicht total abgegangen nach dem Stillen und vorher hat er mich eine halbe Stunde lang angefeixt. Wir haben uns gegenseitig die Zunge rausgestreckt und Oooooos geübt
. Richtig abwechselnd und ich hatte den Eindruck, daß er das völlig bewußt gemacht hat. Hach Mutterliebe…
Ich will’s ja nicht beschreien, aber ich würde mich schon freuen, wenn diese Phase erstmal vorbei ist. Ich sehne mich so sehr nach ein bißchen Zeit mit dem Liebsten. Nicht lange, nur ein Stündchen und dann einfach nur kuscheln und mal über andere Dinge sprechen als Ben. Herzeln ist eh noch nicht drin. Die Naht ist mir noch etwas suspekt und ich habe Angst, daß alles weh tut. Meine Nachsorge ist erst in 2 Wochen und solang werden wir bestimmt noch warten. Aber was soll’s? Wir sind diesbezüglich eh schon im 6. Monat…
Na gut - Kind ist wach und verlangt nach mir. Ich spurte…
So, der Kleine hat uns nun vollends um den Finger gewickelt. Nach den letzten planlosen Tagen und Wochen (naja, sind ja erst vier) des Probierens hat sich langsam aber sicher etwas eingeschlichen, was ich eigentlich nie wollte: mein Löwe schläft öfter bei uns im Bett als in seinem eigenen. Nicht, daß er in seinem Bett nicht geschlafen hätte, aber es war immer sehr krampfig und wach in’s Bett ging schon mal gar nicht. Immer ganz heimlich, nachdem er bei mir oder dem Liebsten eingeschlafen war. Leider war er dann nachts alle 2 Stunden wach und ich kam auf höchstens 3-4 Stunden Schlaf. Verzeifelt habe ich mich schon in einigen Wochen mit tiefen Augenringen und noch viel vergeßlicher als jetzt schon gesehen. Ab und an hatte er schon bei uns geschlafen (Blähungen o.ä.), aber ich habe ihn meist irgendwann in sein Bett gelegt, weil ich dachte, daß es so “richtiger” wäre.
Seit 2 Nächten ist er nun durchgängig bei mir geblieben und was soll ich sagen? Ich durfte fast 4 Stunden am Stück schlafen. So ein Luxus wurde mir zuletzt…hmmm… im 6. Monat zuteil?! 
Außerdem habe ich den Eindruck, daß er viel ausgeglichener und zufriedener ist. Er lächelt mehr und bebbelt öfter vor sich hin. Allerdings nur, wenn einer von uns bei ihm ist und ihn hält. Weglegen und mal alleine im Bett oder sonstwo schlafen ist fast unmöglich Jetzt gerade habe ich ihn im Tragetuch und er schläft wie ein Engel. Mama ist ja da und spürbar.
Nun bin ich hin-und hergerissen. Ich will ein glückliches Kind, aber er muß ja auch mal erleben, daß ich nicht immer verfügbar sein kann. Duschen, Klo usw. muß ja auch mal sein, nicht wahr?
Und es ist nicht so, daß er nur ein bißchen jammert, wenn keiner kommt. Die Sirene geht von 0 auf 100 und er hört sich an, als wolle man ihm ein Bein ausreißen. Außerdem zieht er dann so unglaublich die Mundwinkel runter, daß ich einfach lachen muß und ihn nehme. Mir ist schon klar, daß man so ein kleines Würmchen nicht verwöhnen kann, sich alles immer wieder ändert und ich auf mein Gefühl hören soll. Aber leider ist das sehr zweideutig und ich fürchte, mir fehlt irgendwie die Struktur.
Ihr seht also, der Kurze hat innerhalb kürzester Zeit hier die Macht übernommern. Nix geht mehr ohne sein Einverständnis und wenigstens eine Hand gehört immer ihm.
Morgen will ich zum Friseur. Sehe aus wie Stuwelpeter und fühle mich total unwohl. Mal sehen, wie das wird. Am besten, ich lasse mir einen Kurzhaarschnitt verpassen. Das geht schneller und so schaffe ich es vielleicht mal, vor Mittag geschniegelt und gestriegelt zu sein, gefrühstückt zu haben und öfter in meinem geliebten Tagebuch zu schreiben. Denn hatte ich gedacht, daß der Schreibbedarf nachlassen wird, ist er jetzt erst recht da. Es gibt soviel Neues zu verarbeiten und ich weiß gar nicht recht, wohin damit.
———-
Das will ich Euch nicht vorenthalten:
![]()
Unser Süßer hat beim Wickeln den Liebsten und den Fußboden vor der Wickelkomode so dermaßen vollgeschissen, daß ich nur noch M***, Verf***, Sch*** usw. hörte. Das hat dazu geführt, daß mein immer noch sehr erschlaffter Beckenboden nachgab und ich , gerade der Dusche entstiegen, vor Lachen den ganzen Badezimmerboden vollgepieselt habe.
Nur der Kleine, der war ganz sauber und lächelte friedlich in sich hinein… 
Liebes Schäfchen! 
Weil ich Dich lieb hab’ und Du immer da bist! Irgendwann werden wir uns gegenüberstehen und dann nehme ich Dich endlich mal ganz fest in den Arm!
Kerstin
Ich hab’ ihn erwischt! Heimlich hat er sich nach einer anstrengenden Nacht hingelegt und sammelt nun wieder seine Kräfte… 
Wie anders die Welt doch bei Tageslicht betrachtet aussieht… Danke für Eure aufbauenden Worte, Ihr lieben Mädels! 
für Babys gesucht! 
Gehöre eigentlich nur ich zu den seltsamen Exemplaren Frau, die nicht gleich intuitiv erspüren können, was ihr Kind gerade braucht? Ich wußte ja, daß es mit einem Säugling anstrengend sein würde, aber niemand hat mir gesagt, daß es einem geradezu körperliche Schmerzen, mindestens aber üble Schweißausbrüche bereitet, wenn der kleine Wurm schreit und man nicht helfen kann. Gestillt, gewickelt, beschmust und doch unglücklich. Ich fühle mich abwechselnd wie eine Milchbar (in Hochzeiten schafft er es, jede Stunde zu trinken) oder wie eine unzulängliche Mutter, die ihr Kind nicht versteht. Kaum lege ich den Kleinen weg, da geht es los. Er will Nähe, die soll er auch bekommen. Aber ich kann doch nicht den ganzen Tag mit ihm allein verbringen. Mindestens in Ruhe duschen, 3 Mahlzeiten und vielleicht mal eine kleine Pause müssen doch drin sein, oder?
Mütter helft bitte! Wie war das bei Euch? Muß ich mich darauf einstellen, die nächsten Wochen auf ein eigenes Leben vollkommen zu verzichten? Ich tu es gerne, wenn der kleine Mann es braucht. Aber wie eine optimale Lösung kommt mir das nicht vor. Oder bin ich nur verwirrt wegen Schlafmangel?
« vorherige Einträge Project-Id-Version:
POT-Creation-Date:
PO-Revision-Date: 2008-01-26 14:04+0100
Last-Translator: Stefan