Heute hat mir mein Kind ein besonderes Geburtstaggeschenk gemacht. Wir üben ja den ganzen Sommer schon immer ein bisschen das sauber werden. Ich lasse sie halt draußen im Garten ohne Pampers laufen. Das Wasser lassen hat teilweise schon ganz gut funktioniert ins Töpfchen. Allerdings wenn einmal was in die Hose ging, dann hat sie geweint und wieder auf den Pampers bestanden. Hab ich ihr dann auch immer wieder angezogen, aber auch betont, dass das nicht schlimm ist. Nun wollte sie seit Wochen nicht mehr ohne Pampers rumlaufen – bis auf heute morgen. Grad heute an meinem Geburtstag hat sie dann morgens gesagt, sie möchte keinen Pampers anziehen. Gut hab ich gesagt, dann muss sie mir halt immer sagen, wenn sie aufs Klo muss. Wir waren dann wieder draußen im Garten und es ging den ganzen Tag nichts in die Hose. Trotz Besuch und viel Aktion hat sie jedes Mal dran gedacht aufs Töpfchen zu gehen. Und dann am Abend hat sie sich wieder drauf gesetzt und nach kurzer Zeit ist sie aufgesprungen und hat sie gefreut, wie ein Schneekönig, dass sie einen Stinker ins Töpfchen gemacht hat. Sie war richtig aus dem Häuschen und total stolz. Dann hat sie sich ihr Töpfchen geschnappt ist ins Bad gerannt und hat den Stinker dem Klomann gegeben. Boahhh ich war auch sowas von stolz auf mein Kind.
Mal schauen ob das morgen wieder klappt oder ob das eine Eintagsfliege war.
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Dieser Eintrag hat jetzt weniger was mit dem Leben als Singlemama zu tun – als mit dem Leben nach der Bandscheibenoperation und irgendwo will ich das jetzt einfach los werden.
Es ist nämlich wirklich der Wahnsinn, wie man sich über Kleinigkeiten im Leben freuen kann. Ich kann wieder Freunde besuchen und Geburtstage mitfeiern. Ich kann wieder ohne Probleme zu meinem Vater die Treppen hoch gehen – ok so ganz ohne Probleme noch nicht, aber für mich schon der Wahnsinn. Ich kann mich in der Wohnung ohne Rollator fortbewegen. Ich freue mich dass ich meine Fenster geputzt habe – habe riesen Spaß wieder was zu kochen. Es ist schön, dass ich selber wieder meine Wohnung aufräumen und putzen kann. Das Leben hat mich nun wirklich wieder und ich bin so dankbar dafür, dass sich doch soviel verbessert hat, obwohl mir die Ärzte keine gute Prognose gestellt haben
Irgendwie finde ich grad Sonntage immer wieder doof. Die ganze Woche macht es mir nicht viel aus, dass ich eine Singlemama bin, aber sonntags ist das dann immer anders. Die meisten Bekannten machen da was mit ihrer Familie – also so richtig Mama, Papa, Kind. Sogar bei uns in der Krabbelgruppe haben die Mütter schon gesagt, dass sie sonntags nicht möchten, dass andere Kinder zum spielen kommen oder ähnliches, weil da ist Familientag. Groß Ausflüge mag ich da auch nicht machen, weil ja grad an Sonntagen überall viel los ist. So ist für mich inzwischen oft der Sonntag der Tag wo ich dann im Haushalt so das eine oder andere erledige.
Schade dass ich keine Singlemamas in der Nähe kenne, wo man mal am Wochenende was zusammen unternehmen könnte.
Inzwischen bin ich wieder etwas mobiler und kann mit meinem Kind auch mal wieder ein bisschen was unternehmen. Angefangen haben wir erst mal mit einem kleinen Spaziergang mit Kaffee trinken bei einer Freundin. Dann Ausflug auf den Spielplatz – letzte Woche war ich dann mit ihr in einem Einkaufszentrum. Ich brauche zwar immer noch den Rollator für solche Ausflüge, aber das klappt alles wunderbar. Und ich hab wirklich ein sehr vernünftiges Kind und sie hört wenn Mama was sagt. Von daher muss ich keine Angst haben, dass sie mir bei solchen Ausflügen stiften geht. Sie sagt immer selber: “Antonia ist ein großes Mädchen” und wenn ich sie da dann bestätige, dann hab ich direkt das Gefühl sie wächst ein paar Zentimenter. Im Einkaufszentrum haben wir dann einen Rucksack gekauft – schließlich geht mein Kind ab September einen Tag die Woche in den Kindergarten. Den Rucksack hat sie dann ganz stolz durch das ganze Einkaufszentrum getragen. Als eine Frau dann meinte, das ist ja süss – da ist mein Kind dann direkt hingegangen zu der Frau und hat gesagt: “Antonia ist ein großes Mädchen – Antonia geht in den Kindergarten”.
Gestern war ich dann das erste Mal mit ihr Lebensmittel einkaufen – auch das hat super funktioniert. Ich hab ihr dann immer gesagt was wir noch brauchen und sie hat dann geholfen, das zu suchen. Sie hatte großen Spaß dabei. Heute waren wir dann noch bei Toys á us – auch da lief alles ohne Probleme und mein Kind hatte seinen Spaß und hätte wohl am liebsten alles gekauft. Aber selbst da ist sie sehr vernünftig, wenn ich sage dass wir dieses oder jenes nicht brauchen, dann stellt sie das meist auch zurück. Bei ein paar Dingen hatten wir zwar größere Diskussionen, aber auch da wurden wir uns einig 
Als wir dann nach Hause gefahren sind, sind wir an einem McDonalds vorbei gefahren – ich war bisher mit meinem Kind vielleicht 4-5 Mal bei McDonalds und das letzte Mal ist auch schon einige Monate her. Aber wir sind daran vorbei gefahren und mein Kind hat gesagt: “Da ist Pommes essen – Antonia mag Pommes”. So haben wir uns noch den Luxus eines amerikanischen Essens genehmigt. War echt schön mit meinem Kind mal wieder was zu unternehmen – und ich schätze das jetzt viel mehr als vor meiner OP. Und genieße es auch in vollen Zügen, wenn ich sehe wie glücklich und zufrieden sie ist, dass die Mama wieder was mit ihr machen kann.
Auf der Heimfahrt hat sie dann gesagt: “Mama hat keinen Aua-Rücken mehr – Mama fahrt mit Antonia wieder Pommes essen”.
Alles in allem geht es uns gut, bis auf kleine und große Trotzanfälle – aber ich schätze das was ich habe jetzt umso mehr. Und sie ist wirklich schon ein sehr großes und vernünftiges Mädchen für ihr Alter
So seit meinem letzten Eintrag ist eine ganze Weile vergangen und es ist sehr viel passiert in der Zwischenzeit.
Ende April hab ich mit meinem Kind und noch einer befreundeten Singlemama Urlaub auf einem Bauernhof gemacht. Da war es eigentlich sehr schön – nur dass es mir nicht gut ging und ich Probleme mit meinem Rücken hatte und Kraftlosigkeit in den Beinen und von daher Probleme mit dem Gehen hatte. Bin dann auch zwei Tage früher wieder nach Hause gefahren und sofort zum Arzt. Da hieß es – es wäre eine Überlastung – ich soll mich schonen und mal auf Kur gehen. Hab dann Krankengymnastik gemacht, aber es hat nichts gebracht im Gegenteil – es wurde sogar schlimmer – ich konnte nur noch an Krücken gehen. War bei zwei verschiedenen Orthopäden und einer Neurologin und alle haben von Überlastung gesprochen und dass das schon wieder wird. Nach vier Wochen wurde dann endlich mal eine Kernspinuntersuchung gemacht und da wurde ein großer Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule festgestellt, der operiert werden muss.
In den vier Wochen bis zur Diagnose konnte ich schon kaum noch aus dem Haus gehen – zum Glück hab ich Freunde, die mir mal Antonia abgenommen haben. Die Kleine tat mir schon leid, grad wenn sie sagte sie möchte mal wieder ins große Bad fahren oder zu den Wildschweinen (Wildpark) – aber ich musste immer sagen, dass die Mama einen Aua-Rücken hat und das gerade nicht kann. Es tat mir teilweise in der Seele weh. Aber sie hat es gut weggesteckt und sich dann wohl auch daran gewöhnt, dass sie halt mit dem Opa, dem Onkel oder der Nachbarin auf den Spielplatz geht.
Wenn sie unterwegs war hat sie mir dann oft Blumen mitgebracht. In der Zeit haben wir halt viel Bücher angeschaut und Puzzle gebaut – mit dem Ergebnis, dass sie inzwischen Puzzles mit 32 Teilen alleine kann.
Anfang Juni kam ich dann ins Krankenhaus – ich hab mein Kind vorher schon darauf vorbereitet und sie hat das auch gut hingenommen. Die ersten beiden Tage war sie beim Opa und danach dann beim Onkel, weil der Opa in den Urlaub gefahren ist. Sie hat mich jeden Tag in der Klinik besucht. Sogar die Schwestern haben dann schon immer nach ihr gefragt 
Ich muss gestehen, dass ich mir die Zeit im Krankenhaus für mich schlimmer vorgestellt habe – aber ich wusste mein Kind in guten Händen und sie hat auch kein Theater gemacht sondern die Dinge als gegeben hingenommen und akzeptiert. Und so doof es jetzt klingt es tat mir sogar mal gut einfach die Verantwortung abzugeben und mich um mich selber zu kümmern.
Inzwischen bin ich seit fast drei Wochen wieder zu Hause und es geht langsam aufwärts. Ich kann auch schon wieder etwas mit meinem Kind unternehmen – wie zum Beispiel in die Mutter-Kind-Gruppe gehen. Da hat sie sich richtig gefreut, dass die Mama mal wieder mitgeht. In der Zeit wo ich eben nicht laufen konnte und in der Klinik war, ging sie immer mit der Nachbarin und deren Sohn mit in die Spielgruppe. Aber als ich sagte heute geht die Mama wieder mit – da hat sie richtig gestrahlt. Und ich habe gemerkt wie sehr sie das doch vermißt hat.
Letztes Wochenende war bei uns Straßenfest und da sind wir auch hingegangen und immer wieder kam sie und wollte auf meinen Schoß – als wenn sie schauen wollte ob die Mama auch wirklich noch da ist.
Grad die erste Woche wo ich zu Hause war, da hat sie jeden Abend vor dem Einschlafen gesagt – Mama geht nicht wieder ins Krankenhaus.
Im September gehen wir jetzt auf Mutter-Kind-Kur – denke das wird uns auch gut tun.
Alles in Allem hat es gut geklappt und ich muss sagen dass mein Kind auch schon sehr verständnisvoll ist – und mir teilweise sogar eine große Hilfe. Wenn was runterfällt, dann habt sie mir das auf, weil ich mich ja noch nicht so gut bücken kann.
Sie ist inzwischen auch schon sehr selbständig – will sich selber anziehen – sich selber die Zähne putzen und neuerdings sich selber das Brot schmieren. Seit ein paar Tagen probieren wir nun tagsüber ohne Pampers zu sein – sie geht schon immer wieder aufs Töpfchen und pinkelt da dann auch rein, aber es wird auch immer wieder mal die Hose nass. Mal schauen wie lange ich das noch probiere und dann doch lieber wieder eine Windel hinmache.
Es ist aber wirklich sehr wichtig, dass man wenn man alleine mit Kind ist ein gutes soziales Netz hat, dass einem in solchen Situationen auffängt. Ich wohne ja in einem kleinen Kaff und da ist der Zusammenhalt schon noch da und ich habe sehr viel Hilfe und Unterstützung von Freunden, Familien und Nachbarn bekommen – ohne diese Hilfe hätte ich nicht gewußt wie das alles funktionieren soll. Auch wenn die Leute hier alle nicht mithelfen – möchte ich trotzdem auch hier danke dafür sagen
Antonia malt ja inzwischen sehr gerne – und Mama muss dann auch oft was malen. Bisher ware es immer relativ einfache Dinge, die ich gemalt habe. Baum, Haus, Sonne, Fisch, Schiff. Heute haben wir dann wieder gemalt und nachdem ich diese einfachen Dinge alle gemalt habe, da meinte mein Kind ich soll einen Hund malen. Na Prima dachte ich – bei meinem Talent zu malen. Aber ich hab mir MÜhe gegeben und habe einen Hund gemalt – als ich fertig war hat mein Kind gesagt: “Das ist ein Pferd”. Na toll – ich wusste garnicht dass ich Pferde malen kann
– Also nächster Versuch mit dem Hund – als ich fertig war hat Antonia kurz überlegt und gesagt: “Nein das ist kein Hund das ist ein Wildschwein”. Ich hab dann aufgegeben und gesagt, dass die Mama keinen Hund malen kann. Den ganzen Vormittag ist sie dann rumgelaufen und hat immer wieder gesagt: “Mama kann keinen Hund malen”.
So inzwischen haben wir den zweiten Geburtstag meiner Maus gefeiert. Wahnsinn wie die Zeit vergeht – am Tag selber war mir das noch garnicht so bewußt. Erst am nächsten Tag, als wir aufgestanden sind, da hab ich Antonia so angeschaut und mir gedacht nun ist sie echt schon zwei Jahre alt.
Wir haben ganz nett gefeiert und ich glaub für Antonia war es auch ein schöner und aufregender Tag mit vielen Geschenken und Schokolade und anderen Kindern.
Im Moment ist bei uns wieder mal der Trotz ausgebrochen – seit einigen Tagen schmeißt sich mein Kind bei jedem “nein” auf den Boden und schreit wie am Spieß. Ich kann das ganz gut ignorieren, aber meine Katze nicht
Heute als Antonia wieder so einen Anfall hatte, da ist meine Katze dann hin zu ihr und hat schon ganz laut miaut. Antonia ist dann aufgestanden und die Katze ist an ihr hochgesprungen und hat sie auch ein bisschen gebissen. Meine Maus ist doch ganz schön erschrocken, weil sie sowas ja nicht kennt von der Katze und das arme Tier sich ja sonst alles gefallen lässt und auch vom Kind täglich geärgert wird. Danach hat Antonia dann für zwei Stunden einen Bogen um die Katze gemacht – allerdings am Abend ging es schon wieder los, dass die Katze geärgert wurde.
Was im Moment auch noch ganz süss ist – ich krieg so richtig einen Spiegel vorgehalten, was ich so alles sage. Ich benutze zum Beispiel sehr oft das Wort “freilich” – was mir aber nie so aufgefallen ist – erst in letzter Zeit. Wenn Antonia was haben möchte und ich sage – nein das gibt es jetzt nicht, dann grinst sie mich an und sagt “freilich kriegt Antonia…..”
Oder auch mit der Katze – die bettelt ja oft nach Futter obwohl sie noch was im Napf hat – neulich auch wieder und mein Kind stand daneben und hat gesagt: “Host wos – gibts nix anders” tja woher sie das wohl hat.
Heute dann beim Essen – die Katze bettelt immer beim essen rum, was echt manchmal nervig ist. Als es dann heute wieder so war hat Antonia zur Katze gesagt: “Katze – du nervst” – danach hat sie mich dann angeschaut und gesagt: “Katze spinnt”.
Ich sollte mir wohl doch mal langsam eine andere Wortwahl gegen über meinem Stubentieger einfallen lassen
Also langsam glaub ich wirklich meinem Kind gefällt es zu Hause nicht mehr. Egal wo wir sind ich muss sie immer dann unter Protest wieder mit nach Hause nehmen. Letzte Woche einmal auf dem Spielplatz – da wurde es schon dunkel und sie wollte einfach nicht nach Hause. Hab sie dann irgendwann auf den Arm genommen und nach Hause getragen – unter lautem Protestgeschrei und Gestrampel. Dann waren wir neulich auf einem Kindergeburtstag, da war es das Gleiche – ich musste sie regelrecht einfangen und wieder mit heim nehmen. Letzte Woche dann U7 beim Kinderarzt, auch da wollte mein Kind direkt bleiben, sie fand die Spielsachen im Wartezimmer so toll (zu Hause hat das arme Kind ja keine Spielsachen
). Dann haben wir am Freitag in der Musikschule mit Musikgarten angefangen, auch da war dann wieder großer Protest, als es zu Ende war und wir gehen wollten.
Am Montag war ich dann mit einer Freundin frühstücken in einem Cafe, da gab es ein Bällebad und mein Kind hat sich da stundenlang vergnügt. Als ihr das dann langweilig war hat sie Kontakt mit den anderen Gästen im Cafe aufgenommen und wollte dann direkt mit einem Mann, der einen Hund dabei hatte mitgehen.
Tja und heute hat sie dann noch den Vogel abgeschossen. Wir waren morgens in der Krabbelgruppe. Als wir heimgegangen sind, bin ich schon etwas voraus gegangen und hab noch mit einer anderen Mutter geredet. Mein Kind trödelt ja immer hinterher. Als sie dann grad am Nachbarhaus vorbei ging, kam der Nachbar raus und hat nach Post geschaut. Er hat sie dann gefragt, ob sie mit zu ihm gehen möchte. Sie kennt ihn schon vom sehen, aber nicht wirklich gut. Sie ging dann direkt mit ihm rein ins Haus. Ich dachte noch ich warte mal, sobald der die Türe zu macht wird sie anfangen zu weinen und zur Mama wollen. Aber von wegen – ich hab ein paar Minuten gewartet, aber die Türe ging nicht wieder auf. Also bin ich hingegangen und hab geklingelt. Da kam der Nachbar raus und meinte Antonia hat schon Jacke und Mütze ausgezogen und sitzt schon mit am Tisch und möchte auch Suppe essen. Bin dann rein und tatsächlich war für mein Kind schon mitgedeckt und sie saß am Tisch als wenn sie zu Hause wäre. Sie hat dann ein bisschen Suppe gegessen und ist dann wieder mit mir nach Hause gegangen. Ich dachte echt ich bin im falschen Film.
Juchu – endlich liegt mal ein bisschen Frühling in der Luft. Diese Woche stiegen die Temperaturen hier deutlich ins Plus und der Schnee schmilzt langsam vor sich hin. Und was soll ich sagen plötzlich geht mein Kind auch wieder nach draußen und will garnicht mehr wieder hinein.
Diese Woche waren wir schon mal auf dem Spielplatz und das obwohl dort noch Schnee lag, aber mit der richtigen Kleidung ging das schon. Plötzlich trifft man dann auch draußen wieder andere Menschen und andere Kinder – meine Maus war begeistert.
Heute vormittag dann – sie wollte unbedingt raus. Da ich aber die Wohnung putzen wollte hatte ich keine Zeit und hab ihr dann vorgeschlagen, dass ich sie anziehe und sie alleine ein bisschen in den Garten geht. Sie fand die Idee gut und so hab ich sie angezogen und in den Garten geschickt. Nach kurzer Zeit kam sie wieder und meinte “Ein bisschen Sand spielen”. Gut dachte ich mir – warum nicht sie ist warm angezogen und auch wasserdicht und ich wollte sie im Anschluß ja sowieso noch baden. Also haben wir heute den Sandkasten aufgemacht und sie saß dann eine halbe Stunde im Sandkasten und hat gespielt – ich hab nur zwischendurch immer wieder aus dem Fenster geschaut ob sie noch da war und konnte ansonsten meine Wohnung putzen 
Heute Nachmittag waren wir dann auf einem Kindergeburtstag – da wollte mein Kind dann garnicht mehr mit mir nach Hause fahren. Sie fand es so toll dort.
Tja und bei uns steht auch schon bald der zweite Geburtstag an – echt Wahnsinn wie die Zeit vergeht
So nachdem ich die letzten zwei Wochen doch ziemlich genervt und gestresst war hat sich hier langsam alles wieder etwas entspannt. Mein Kind war und ist teilweise der Meinung, dass ein Mittagsschlaf überflüssig ist. Was für mich natürlich eine große Umstellung war und ist. Die Tage kommen mir dann doch sehr lange vor, weil sie am Nachmittag dann schon müde ist und dann auch relativ unausgeglichen und will dauernd beschäftigt werden. Was dazu geführt hat, dass es mit meiner Geduld auch nicht mehr so weit her war und ich doch öfter als sonst genervt und gestresst war. Das hat sich dann wieder auf mein Kind übertragen, was das Ganze auch nicht leichter gemacht hat. Dazu kam noch, dass ich auch dauernd mit einer Erkältung zu kämpfen hatte und sowieso nicht so fit war.
Jedenfalls vor ein paar Tagen, als ich sie grad fertig machen wollte fürs Bett und sie wieder total überdreht war und allen möglichen Blödsinn gemacht hat – nur nicht das was ich wollte, da war ich dann wieder ziemlich genervt und hab sie dann auch angeschrieen. Da hat sie angefangen zu weinen. Irgendwas hat bei mir dann “Klick” gemacht und ich dachte mir – hey das ist mein absolutes Wunschkind und es kann ja nicht sein, dass ich nur noch genervt bin und garnicht mehr auf sie eingehe. Hab mir dann vorgenommen an meinem Verhalten meinem Kind gegenüber was zu ändern und das dann auch gleich versucht umzusetzen. Ich gehe nun wieder mehr auf sie ein – mache mehr Faxen mit ihr und wir blödeln viel rum. Und ich sehe manches wieder etwas lockerer und siehe da, die ganze Situation hat sich wieder total entspannt. Mein Kind ist ausgeglichener – die letzten drei Tage hat sie sogar wieder mittags 2 Stunden geschlafen. Ich fühle mich wieder wohler und ausgeglichener und der Tag macht wieder viel mehr Spaß.
Und ich kann mein Kind wieder richtig genießen – die Zeit vergeht ja ohnehin so schnell und ich möchte nicht irgendwann sagen – hey die meiste Zeit, wo sie noch klein war, war ich genervt und gestresst.
Ich hoffe ich kann das jetzt weiterhin so durchziehen