Noch zweimal schlafen, dann fahren wir in Urlaub – ich freu mich schon riesig drauf. Eine Woche lang ausspannen – sich einfach hinsetzen zum frühstücken und hinterher nichts wegräumen müssen. Nicht überlegen, was koche ich denn nun heute wieder, nichts putzen. Und die große Hoffnung, dass mein Kind in der Kinderbetreuung bleibt und ich mal in die Sauna oder zum schwimmen gehen kann. Oder einfach nur mit einem Buch irgendwo zu liegen und zu lesen. Das ist für mich im Moment wirklich Luxus pur und ich freue mich echt wahnsinnig drauf.
Mein Rücken ist auch wieder etwas besser – zwar noch nicht gut, aber besser und ich hoffe durch die Ruhe, dass es dann noch besser wird.
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Grad die letzten Tage hab ich extrem gemerkt, was es heißt ein Kind alleine zu erziehen. Mir ging es die letzten Tage nicht gut – hatte starke Rückenschmerzen und konnte mich nur mit Medikamenten über Wasser halten. Dazu noch die Tatsache, dass der Opa grad in Urlaub ist und ich also mein Kind 24 Stunden um mich hatte. Sie ist ja ein sehr aktives Kleinkind und da bin ich dann mit meinem schmerzenden Rücken doch sehr oft an meine Grenzen gekommen, was sich auch in einer gewissen Ungeduld meinem Kind gegenüber geäußert hat. Was mir dann immer unendlich leid tut, weil sie macht es ja nicht mit Absicht. Außerdem hatte ich dann auch etwas Panik, dass im Rücken wieder was größeres kaputt ist und ich eventuell ins Krankenhaus muss – hab da ja schon so meine Erfahrungen mit. Dachte mir, was mach ich dann mit Antonia – ich habe keine Ahnung ob mein Vater sie über mehrere Tage voll nehmen würde – darüber haben wir noch nie gesprochen. Ich denke zwar schon, dass er es machen würde, aber bin mir nicht zu 100 % sicher.
Gestern war dann mein Physiotherapeut hier und hat festgestellt, dass bei mir irgendein Gelenk im Kreuzbein blockiert ist – das hat er dann gelockert oder gelöst, wie auch immer und nun geht es mir schon deutlich besser. Er hat mir dann noch eine Übung gezeigt, die ich zwischendurch mal machen soll. Schon praktisch, wenn man mit seinem Therapeuten gut befreundet ist 
Ich bin froh, dass es mir jetzt wieder etwas besser geht und hoffe es hält an – das sind wirklich Phasen im Leben als alleinerziehende Mutter, die einen ganz schön an die Grenzen bringen.
Also wenn das hier so weiter geht, dann wird mein Kind bald aussehen wie Struwelpeter. Im Moment macht sie bei allem was irgendwie mit Körperpflege zu tun hat ein dermaßen Theater, dass ich dann oft einfach aufgebe, weil ich sie sonst mit Gewalt festhalten müsste und da hätte ich ja Angst ihr weh zu tun. Egal ob es nun ums Zähneputzen, Haare schneiden, Haare Waschen, Fingernägel schneiden geht – jedesmal gibt es riesen Geschrei. Heute Abend hab ich es dann mal wieder geschafft wenigstens an 3 Fingern die Nägel zu schneiden, dann war schon wieder Schluß – naja bis ich durch bin kann ich wieder von vorne anfangen 
Achja ich hab die Fußnägel vergessen, das geht auch überhaupt nicht. Ich weiß garnicht was an dem allem so schlimm ist? Was sie allerdings super gerne mag, wenn ich ihr die Beine massiere – das hab ich irgendwann im Sommer mal angefangen. Sie hatte da immer etwas trockene Haut an den Beinen – da hab ich sie dann beim cremen immer ein bisschen massiert – sie hat das sichtlich genossen. Und nun ist es oft so, wenn wir abends den Schlafanzug anziehen – ich sie gewaschen habe und sie so daliegt, dann streckt sie mir die Beine entgegen und sagt “cremen”.
Ansonsten fängt sie jetzt an Lieder mitzusingen – das ist sowas von niedlich. Sie will ja immer das Lied der Biene Maja hören und da singt sie jetzt schon immer das Maja mit – von daher macht es mir auch gleich wieder mehr Spaß das Lied zu hören. Oder beim Lied von den Schlümpfen, da singt sie immer das lalala mit. Es ist im Moment wirklich jeden Tag spannend
So nun komme ich wieder hier herein – tagelang konnte ich mich jetzt nicht einloggen und daher auch nichts schreiben.
Antonia testet im Moment täglich ihre Grenzen aus, was Mama teilweise sehr anstrengend findet. Wenn ich sie schimpfe, dann grinst sie mich nur an und macht das selbe nochmal. Wie neulich im Sandkasten, wo sie dauernd den Sand rausgeschmissen hat, dabei hat sich mich dann auch immer angeschaut um zu sehen, ob ich nun was sage. Und wenn ich was gesagt habe, dann hat sie wieder Sand genommen und wieder geworfen. Als ich sie schließlich rausgehoben habe, da hat sie angefangen zu brüllen. Ich hab dann zu ihr gesagt sie darf wieder rein, wenn sie keinen Sand mehr wirft und sie hat ja gesagt. Kaum war sie wieder im Sandkasten, da hat sie wieder den Sand rausgeworfen. Dann war aber Schluß und ich hab sie rausgehoben und den Sandkasten zugemacht. Aber solche Situationen haben wir hier im Moment täglich – manchmal mehrmals. Und nun ist auch noch der Opa für zwei Wochen in Urlaub – also nicht mal schnell eine halbe Stunde das Kind abgeben. Naja da muss ich jetzt durch – und wenn der Opa wieder kommt, dann fahren wir in Urlaub *freu*….
Mein Kind liebt es ja im Moment, wenn die Mama was vorsingt (zum Glück merkt sie noch nicht, dass die Mama eigentlich nicht singen kann!) nun war ich neulich einkaufen und da ist mir dann eine CD mit Kinderliedern in die Hände gekommen und die musste ich dann natürlich kaufen. Eine haben wir im Auto gleich eingelegt und uns angehört. Da ist auch das Lied von Biene Maja drauf. Tja und meim Kind findet nun dieses Lied so toll, dass sie dauernd Biene ruft, wenn wir Auto fahren. Ich muss dann das Lied hersuchen und solange es läuft macht sie keinen Mucks – kaum ist das Lied aus und das nächste fängt an – höre ich von hinten wieder dauernd “Biene Biene Biene” – tja und so hören wir nun bei jeder Fahrt im Auto das Biene Maja Lied – ich bin ja gespannt wie das ist wenn wir in urlaub fahren – mein Navi sagt mir ich brauch 3 1/2 Stunden bis wir dort sind – vielleicht sollte mich mir Ohrstöpsel mitnehmen 
Wenn sie schaukelt singe ich ihn in letzter Zeit auch immer was vor. Sie hat auch immer gesagt was ich singen soll – also Enten für “Alle meine Entchen” – Butze für “Es tanzt ein Bibabutzemann” usw. Neuerdings höre ich in der Schaukel auch nur noch Bienen. Mal schauen wie lange es dauert bis sie das Lied nicht mehr hören kann!
Bei uns ist es in den letzten Wochen zu einer lieben Gewohnheit geworden, dass wir uns abends mit der Nachbarin und deren Sohn (2 Monate jünger als Antonia) auf der Straße treffen. Da wir in einer Wohnsiedlung wohnen fahren hier kaum Autos und die Kinder können auf der Straße rumrennen. Antonia wartet jetzt abends schon immer und steht oft am Zaun und sagt – Lucas und Fabian – so heißen die beiden Jungs von nebenan. Und irgendwann kommt dann der Lucas und beide strahlen über das ganze Gesicht. Das war es dann aber auch schon – dann rennen sie oft aneinander vorbei und jeder interessiert sich für die Spielsachen des Anderen. Heute auch Antonia hat sehnsüchtig gewartet. Ich hab dann gesehen dass die Nachbarn im Garten sind und wir sind dann kurz rüber gegangen. Antonia ist erst auf den Lucas zugestürmt – er hat sich auch gefreut und etwa 5 Meter bevor sie sich getroffen haben ist Antonia abgebogen und zum Sandkasten der Nachbarn gelaufen. Dort saß sie dann und hat gespielt, während Lucas weiter Himbeeren gegessen hat. Wir Mütter können uns darüber köstlich amüsieren. Aber das ist doch im wahrsten Sinne des Wortes eine Sandkastenliebe