geschrieben von rena67 um 20:40
abgelegt unter Unser Alltag

Heute morgen hat Antonia mal wieder die ganze Faust in den Mund gesteckt und viel gesabbert. Da bin ich mal mit meinem Finger über das Zahnfleisch und da hab ich ihn gespürt – den ersten Zahn. Man sieht noch kaum was, kann ihn aber ertasten. Wahnsinn wieder was neues.
Seit ein paar Tagen dreht sich Antonia auch ganz schön im Kreis. Wenn sie auf dem Bauch liegt ist sie inzwischen ziemlich schnell um die eigene Achse, dabei kommt sie dann auch von einer Ecke der Krabbeldecke zur anderen. So richtig robben klappt aber noch nicht – noch muss ich mein Wohnzimmer nicht ausräumen :-)
Heute Nachmittag hab ich sie eine Stunde bei einer Freundin gelassen, weil ich in die Kirche gegangen bin. Bei uns ist ja heute Allerheiligen und da geht man eben auf den Friedhof. Meine Mutter ist vor 2 1/2 Jahren gestorben und dann wollte ich da halt gehen. Irgendwie ist es ja immer ein sehen und gesehen werden, aber in so einem kleinen Kaff muss man gewisse Sachen einfach mitmachen, ob man nun wirklich möchte oder nicht. Antonia hat die ganze Zeit verschlafen, was meine Freundin ein bisschen schade fand – sie hätte sie viel lieber wach gehabt.
Wir haben dann danach noch Kaffee getrunken und als Antonia dann wach war und der Mann meiner Freundin sie angesprochen hat, da hat sie angefangen zu weinen. Ob sie wohl jetzt mit fremdeln anfängt *grübel*. Ich lasse mich mal überraschen und warte einfach ab.
Meine Oma nervt nach wie vor – jetzt hat sie mir die Tage dann gesagt, wen wir alles zum Leichenschmaus einladen sollen und wen nicht. Langsam glaub ich sie dreht durch – den Hammer hat sie dann gesagt, als es darum ging, dass ich nächste Woche wieder vorbei kommen soll. Sie meinte ich soll Antonia dann bei meinem Vater lassen, weil wenn sie weint, das würde ihr zu sehr auf die Nerven gehen. Da war ich dann schon stinkig – Antonia ist wirklich kein Kind das viel weint und abstellen kann ich sie nun nicht. Ich hoffe meine Oma kriegt sich bald wieder ein, weil so ist es wirklich nicht auszuhalten und ich gehe teilweise schon garnicht ans Telefon, wenn ich sehe, dass sie anruft, sie schafft es nämlich täglich bis zu 8 mal hier anzurufen und wenn ich nicht dran gehe, dann probiert sie es im 10 Minuten Takt *stöhn*
So genug gejammert, das Wetter war heute herrlich. Antonia ist langsam wieder gesund und mir geht es gut – was will man mehr.

Erstellt am Samstag, 1 November 2008 at 8:40 pm in der Kategorie Unser Alltag. RSS 2.0. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder Trackback von Deiner Seite.

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