Gestern wurde mir mal wieder richtig bewußt was ich für ein pflegeleichtes und unkompliziertes Kind habe. Gestern lief nämlich alles schief und anders als sonst – und Mamas Nerven waren dann doch ziemlich angespannt. Der Tag fing ganz normal an – ich wollte dann die Wohnung sauber machen. Im normalfall überhaupt kein Problem. Wenn ich was mache, dann hilft mein Kind entweder mit oder sie beschäftigt sich selber. Am Anfang ging das auch noch – aber irgendwann wollte sie dann Buch anschauen – hab ich dann auch mit ihr gemacht. Meist nach 10-15 Minuten ist sie dann auch wieder zufrieden und Mama kann wieder was machen. Nicht so gestern. Sie hat dann die ganze Zeit geweint und gejammert. Erst dachte ich das ist Trotz und hab sie erst mal ignoriert und weiter geputzt. Aber sie hörte einfach nicht auf, was sehr ungewöhnlich für sie ist. Also hab ich mich wieder mit ihr hingesetzt und sie beschäftigt. So verlief dann der Vormittag und ich kam mit der Putzerei nicht wirklich voran. Nach dem essen wollte ich sie wie üblich in ihren Wagen legen – ja sie schläft mittags immer noch im Kinderwagen
– aber da hat sie sich mit Händen und Füssen gesträubt und wieder gebrüllt wie am Spieß. Also hab ich sie wieder raus. Sie wollte dann im Mama-Bett schlafen. Dachte ich mir – na gut, dann halt in meinem Bett. Aber das hat auch nicht funktioniert – sie ist immer wieder aufgestanden. Ich hab dann erst mal aufgegeben und mich weiter der Hausarbeit gewidmet. Da hat sie schon wieder geweint, weil sie ja schlafen wollte
– ich war da schon ziemlich gereizt, weil ich den ganzen Tag schon ein nörgelndes und weinendes Kind an meinem Bein hängen hatte. Nach dem dritten Versuch mit schlafen haben wir endgültig aufgegeben und der Mittagsschlaf ist gestern ausgefallen. Ich hab dann meine Hausarbeit fertig gemacht – mit mehr oder weniger nörgelnden Kind im Hintergrund. Als ich mich dann hingesetzt habe, da dachte ich mir – irgendwie geht es mir garnicht gut. Hatte plötzlich Kopfschmerzen – ich hab gefroren und fühlte mich schlapp und kaputt. Hab dann Fieber gemessen und hatte auch prompt – 38,5.
Na toll – nörgelndes Kind, das total übermüdet war und Mama wird krank. Außerdem der Opa übers Wochenende bei seiner Freundin. Na Klasse. Ich hab dann meinen Bruder angerufen,der ist dann gekommen und hat sich eine Weile mit Antonia beschäftigt. Sie ist dann abends um 19.00 Uhr auch totmüde ins Bett gefallen. Nachts gab es dann aber auch wieder Theater – gegen 1.00 Uhr wurde sie wach und hat sich eingebildet sie will im Wohnzimmer schlafen – als ich nein sagte war erst auch wieder Geschrei. Ich hab mich dann einfach wieder ins Bett gelegt – sie stand noch eine Weile an der Türe und hat gebrüllt. Als sie merkte dass es nichts nützt kam sie an und meinte Mama-Bett schlafen. Also hat sie dann bei mir geschlafen.
Heute verlief der Tag schon wieder entspannter – wobei sie auch nicht im Wagen schlafen wollte – sondern auf Mama, die auf dem Sofa im Wohnzimmer lag. Ich hoffe das muss ich jetzt nicht jeden Tag machen – da komm ich ja zu garnichts mehr.
Aber mir hat der Tag gestern gezeigt, was ich doch im normalfall für ein unkompliziertes Kind habe und ich ziehe meinen Hut vor Müttern, die Kinder haben, die eben doch etwas anspruchsvoller sind.
Außerdem ist es nicht grad leicht, wenn man selber nicht fit ist und dann noch ein unausgeglichenes Kind hat – vor allem wenn man alleine ist.
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Gestern Abend war ich zu einer Tupperparty eingeladen. Der Opa hat sich bereit erklärt auf meine Maus aufzupassen – da die Party schon um 19.00 Uhr anfing konnte ich Antonia vorher nicht ins Bett bringen. Ich hab dann zum Opa gesagt, wenn er möchte kann er sie ja auch gerne bei sich übernachten lassen. Ich war echt gespannt, ob mein Kind nun in ihrem Bett liegt, wenn ich nach Hause komme oder nicht. Bin dann gegen 23.00 Uhr wieder nach Hause gekommen – alles war dunkel und mein Kind lag nicht in ihrem Bett. Hab noch ein bisschen fern gesehen und bin dann ins Bett gegangen. Hab super gut geschlafen und bin um 7.00 Uhr aufgewacht – das Bett neben mir leer. War schon irgendwie komisch – könnte mir ein Leben ohne meine Maus überhaupt nicht mehr vorstellen 
Bin dann aufgestanden und ins Bad und hab mich an den PC gesetzt. Immer mit einem Ohr gelauscht ob ich oben was höre. Aber es war schon kurz nach 8.00 Uhr bis ich mal was gehört habe. Dann hat mein Vater Antonia auch schon gebracht und gemeint er hätte sie jetzt glatt überreden müssen, dass sie zu mir will. Na super – dabei hatte ich so die Vorstellung, dass mein Kind nach mir schmachtet 
Der Opa hat dann erzählt, dass alles super gelaufen ist – er sie um 20.00 Uhr ins Bett gebracht hat und sie auch ziemlich schnell eingeschlafen ist und bis heute morgen kurz nach 7.00 Uhr geschlafen hat. Und dann haben die beiden im Bett noch rumgealbert bis er sie kurz nach 8.00 Uhr gebracht hat.
Wie schon geschrieben, es war komisch eine Nacht ohne mein Kind zu verbringen. Andererseits ist es auch ein gutes Gefühl, wenn man weiß dass sie so schön beim Opa bleibt.
So nun haben wir schon 2010 – und der erste Monat des Jahres ist auch schon fast wieder vorbei. Weihnachten war dieses Jahr schon spannender als im letzten Jahr – Antonia hat schon immer gesagt, dass das Christkind Geschenke bringt, aber so ganz verstanden hat sie das noch nicht. Am heiligen Abend war für sie dann jedenfalls das Essen wichtiger als die Geschenke 
Über Silvester waren wir dann mit drei anderen Singlemamas und deren Kindern in Urlaub – es hat uns wirklich super gefallen und wir erinnern uns noch gerne zurück – kein Tag an dem mein Kind nicht mal den Namen des anderen Kindes erwähnt.
Die letzte Woche hatte sie dann immer wieder Fieber, aber sonst nichts – also kein Husten oder Schnupfen. Keine Ahnung was das war.
Heute waren wir dann mal wieder baden – mein Kind ist ja eine richtige Wasserratte. Wenn ich sage wir fahren ins große Bad, dann ist sie schon völlig außer Rand und Band und holt gleich ihre Badespielsachen. Ich kam dann mit einer anderen Mutter ins Gespräch und die hat mich dann irgendwann gefragt, wie alt mein Kind ist. Als ich sagte – sie wird im April zwei, da konnte ich das ja fast selber nicht glauben. Wo ist denn nur die Zeit geblieben – ich erinnere mich noch als wenn es gestern gewesen wäre, als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Da dachte ich mir – das ist ja noch ewig lange bis das Kind dann da ist und nun steht schon bald der zweite Geburtstag an.
Gestern hab ich sie bei uns im Kindergarten für die Zwergerlgruppe angemeldet. Da kann man Kinder von 2 und 3 Jahren anmelden und das ist auch nur einmal die Woche am Nachmittag. Aber trotzdem mein Kind geht dann ab September schon in den Kindergarten. Ich weiß viele Mütter, die nach einem Jahr wieder arbeiten gehen, werden mich jetzt belächeln, aber ich finde es trotzdem Wahnsinn.
Sie ist inzwischen wirklich schon eine kleine Persönlichkeit mit teilweise sehr starkem Willen. Das mit dem reden wird fast täglich mehr und deutlicher und ich finde das auch total spannend und muss auch oft grinsen. Neulich waren wir spazieren – vor jeder Pfütze ist sie stehen geblieben hat gesagt: “Hallo Batsch” – ist dann reingetreten ein paarmal drin rumgetreten und hat dann gewunken und gesagt “Pfiad de Batsch” – für alle nicht Bayern – das heißt auf Wiedersehen Pfütze 
Ansonsten ist sie aber im Moment auch teilweise sehr anstrengend. Ich hab so ein bisschen das Gefühl ihr ist teilweise zu Hause langweilig. Dauernd müsste ich sie beschäftigen und wenn ich sage sie soll mal was alleine machen, dann hab ich gleich riesen Geschrei. Irgendwie liegen da dann meine Nerven schon manchmal blank und ich bin auch dann froh, wenn der Opa sie mal für eine halbe Stunde mitnimmt. So ein bisschen Auszeit muss einfach manchmal sein.
Nun haben wir hier im Flachland seit ein paar Tagen auch Schnee. Als zum ersten Mal morgens alles weiß war, da hab ich mit meinem Kind aus dem Fenster geschaut und sie war ganz begeistert. Hat gleich gesagt: “raus – Schuhe – Jacke – Mütze”. Ich hab sie dann überzeugt, dass wir erst mal frühstücken und uns anziehen 
Also wir dann später raus gegangen sind, da fand sie das irgendwie dann garnicht mehr lustig, weil es doch ganz schön kalt draußen war. Da sie sich geweigert hat Handschuhe anzuziehen, waren ihre Hände frei – und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Sie ist eine Weile ziemlich lustlos durch den Schnee gestapft und irgendwann dann hingefallen und mit den den Händen in dem Schnee gelandet. Da war dann das Geschrei groß – und sofort wollte sie heim. Wir sind dann also wieder zurück nach Hause.
Am Nachmittag als wir wieder raus wollten – was heißt wir Mama wollte – da hat sie erst mal einen Aufstand gemacht und wollte nicht mit. Dank meiner Überzeugungskraft ging es dann doch und sie hat sogar noch Hanschuhe angezogen hat aber nicht gewagt irgendetwas anzufassen. Kaum sind wir ein paar Meter gegangen, da wollte sie schon wieder heim. Hab es dann aber doch geschafft sie für eine Stunde draußen zu unterhalten.
Heute haben wir dann zum ersten Mal den Schlitten mitgenommen, weil endlich genügend Schnee dafür war. Mein Kind fand es Klasse – sie hat sich auf den Schlitten gelegt und gesagt “schlafen”. Irgendwie hat sie eine ganz andere Auffassung von Schnee und Schlittenfahren wie die Mama.
Jedenfalls geht sie im Moment nicht sehr gerne raus, weil es ihr einfach zu kalt draußen ist. Aber heute haben wir ja schon Wintersonnwende und ab morgen werden dann die Tage schon wieder länger
.
Gestern hab ich geputzt – hatte einen Lappen um die Regale in der Küche auszuwischen. Ich hab dann noch was weggeräumt und plötzlich war mein Lappen verschwunden. Hab erst mal überall geschaut, wo ich ihn hingelegt haben könnte. Dann ist mir die Idee gekommen, dass mein Kind auch verschwunden ist – hab dann ins Wohnzimmer geschaut und da stand mein Kind am Tisch und hat den fleißig gewischt. Als sie mich gesehen hat – hat sie mich angestrahlt und gesagt “Donia putzen”. Ich hab mir dann einen neuen Lappen geholt und als ich dann im Wohnzimmer Staub gewischt habe, da ist sie dann dauernd hinter mir her gerannt und hat nachgewischt. Anscheinend hab ich das nicht gut genug gemacht *lach*.
Am Abend hab ich dann den Geschirrspüler ausgeräumt und da wollte sie dann auch helfen. Also hab ich einen Schemel an die Besteckschublade geschoben – hab ihr den Besteckkorb aus dem Geschirrspüler gegeben und sie durfte einräumen. Gut ich muss zugeben – ich musste nachsortieren, aber egal. Ich finde es wichtig sie mit einzubeziehen, auch wenn dann manches etwas länger dauert, aber es macht Spaß. Meine Hoffnung ist ja dass sie dann in 8-10 Jahren die Wohnung alleine putzt. Bitte nicht widersprechen – lasst mir einfach meine Illusionen
So nun ist es doch total überraschend und unvorhergesehen kalt geworden – das Wetter hat mich jetzt sozusagen überrascht
– Ich hatte zwar von einer Bekannten einige Mützen von deren Tochter, aber irgendwie passt keine so wirklich – entweder waren die zu groß oder zu klein. So hab ich heute beschlossen mein Kind bekommt eine neue Mütze. Bei uns ein paar Kilometer weg, gibt es ein kleines Babygeschäft in einer Hebammenpraxis und die ist im Umkreis dafür bekannt, dass sie eine riesen Auswahl an Mützen haben. Also sind wir heute vormittag auch gleich dahin gefahren und sehr schnell fündig geworden – eine schicke Mütze von Sterntaler, die auch schön über die Ohren geht – herunter gesetzt auf 10,00 Euro. Naja und wenn das Mädel eine schicke Mütze hat, dann braucht sie auch passende Handschuhe dazu – also noch Handschuhe gekauft für 9,00 Euro auch von Sterntaler. Tja und dann hatten die doch tatsächlich Spielsachen von HABA um 10 % reduziert. Und da Weihnachten vor der Türe steht und mein armes Kind ja kaum Spielsachen hat, hab ich noch schnell eine Puppe und ein Puzzle von HABA gekauft. Alles zusammen hat mich dann 57,00 Euro gekostet 
Ich hab dann schon gesagt als ich gegangen bin, dass ich ja eigentlich nur wegen einer Mütze gekommen bin. Gut mein Kind hat dann noch zwei so kleine Päckchen Gummibärchen bekommen und auch gleich verdrückt. Und dann hab ich noch Fliesenflitzer geschenkt bekommen – so Socken mit so einer Gummisohle – die sind auch von Sterntaler und hätte 5,00 Euro gekostet.
So nun kann Weihnachten und der Winter kommen – wir sind gerüstet
Gestern hab ich meinem Kind erzählt, dass wir heute Plätzchen backen. Sie war ganz begeistert und das obwohl sie ja nicht mal weiß was das überhaupt ist
– Heute morgen war dann das erste was sie gesagt hat “Plätzchen backen”. Ich hab ihr ja extra schon mal ein kleines Nudelholz gekauft, damit sie dann auch mitmachen kann. Erst mal fand sie es glaub ich langweilig, weil die Mama ja nur alles mögliche aufs Backbrett gekippt hat und dann mit den Händen darin rumgematscht hat. Aber als ich dann angefangen habe, den Teig auszurollen, da hat sie dann ganz schnell ihr Nudelholz geholt und hat erst mal nur auf dem Tisch gerollt. Ich hab ihr dann ein bisschen Teig gegeben, aber da fehlte ihr noch die Kraft um es auszurollen. Irgendwann hat sie den Teig dann einfach gegessen. Ich fand es aber lustig, weil sie immer genau das nachgemacht hat, was ich gemacht habe. Wenn ich gerollt habe, dann hat sie auch gerollt, ich hab dann zwischendurch mal mit der Hand den Teig etwas geklopft, dann hat sie auch mit der Hand auf den Tisch geklopft. Und als ich ausgestochen habe, da hat sie dann auch eine Form genommen und auf dem Tisch gestochen
Ich hab dann extra für sie ein paar kleine Backformen benutzt – die sind noch von meiner Kindheit da. So hat sie dann ihre eigenen Kekse.
Ach die Vorweihnachtszeit mit einem kleinen Kind ist schon was herrliches – da freut mich sich selber dann auch über diese Dinge wieder riesig.
Morgen kommt dann in der Krabbelgruppe auch nochmal der Nikolaus. Wir haben den zwar letzte Woche schon auf einer Weihnachtsfeier getroffen und Antonia weiß inzwischen auch, dass der Geschenke bringt. Aber kann ja nicht schaden, den morgen nochmal zu treffen
Vor ein paar Wochen war ich ja noch der Meinung, sie braucht noch keinen Adventskalender, weil sie es auch noch nicht so wirklich versteht. Aber je näher der erste Dezember gerückt ist umso mehr hab ich mir gedacht – wäre doch toll so ein Adventskalender. Ich habe dann von der Nachbarin einen ausgeliehen bekommen, den man selber befüllen kann. Hab ich dann auch gemacht – mit etwas Süssigkeiten und auch verschiedenen kleinen Spielsachen. Heute morgen war ich dann schon voller Vorfreude meinem Kind endlich zu zeigen, was da drin ist. Der Kalender hängt nämlich schon seit ein paar Tagen an der Wand, wurde aber von ihr nicht sonderlich beachtet. Heute morgen haben wir dann das erste Säckchen aufgemacht und es war ein kleines Päckchen Gummibärchen drin. die sie ja sowieso über alles liebt. Sie hat es dann auch gleich aufgemacht und aufgegessen. Kaum war sie fertig ist sie wieder auf den Adventskalender zugesteuert und hat gemeint “numeu guads” (ist Bayrisch und heißt – nochmal was gutes) – Hab sie dann aber zurück gehalten und erklärt, dass es da erst morgen wieder was gibt. Inzwischen haben wir 7:34 Uhr und sie hat schon drei Versuche gestartet den Kalender zu plündern. Ich bin ja echt gespannt, wie lange der überlebt
Jetzt hab ich meinem Kind mal so ein Holzpuzzle gegeben. Wo eben ein paar Tiere drin sind – jedes Tier ein Puzzleteil. Dachte mir da fangen wir jetzt mal an zu üben. Es waren 5 Teile und mein Kind hat das innerhalb kurzer Zeit gekonnt. Gut Mama hat dann eines gekauft mit 10 Teilen. Das hat keine zwei Tage gedauert und sie konnte es auch selbständig. Dann das nächste mit 20 Teilen, was sie jetzt auch schon fast beherrscht. Gestern haben wir dann mal den Schwierigkeitsgrad erhöht und von allen drei Puzzles die Teile rausgenommen und auf einen Haufen geschmissen und sie hat es wirklich geschafft die Teile den richtigen Puzzles zuzuordnen. Ich hab wirklich nicht schlecht gestaunt – hätte nie gedacht, dass sie das schon kann. Frau unterschätzt wohl ab und an mal ihr Kind.
Im Moment hab ich sowieso wieder das Gefühl dass sich so einiges getan hat. Sie fängt an Lieder mitzusingen – also jetzt nur so bestimmte Passagen, aber immerhin. Und bei der CD, die wir immer hören, weiß sie dann schon immer welches Lied als nächstes kommt. Zwei-Wort-Sätze sind jetzt ganz normal – ob das nun “Opa rauf” ist oder “Smilie gefunden” oder sonst was. Sie quasselt überhaupt den ganzen Tag und über manche Wörter muss man dann auch herzhaft lachen – oder ich hab erst mal eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, was sie damit überhaupt meint.
Ich finde das Kleinkindalter einfach super, wenn auch manchmal anstrengend.
So heute hatten wir zum ersten Mal einen Trotzanfall vom Feinsten. Wir waren am Nachmittag einkaufen. War sowieso schon alles etwas nervig, weil Antonia im Moment der Meinung ist, sie müsse genau das Gegenteil von dem machen, was man ihr sagt. Wir waren dann im Drogeriemarkt und da ging es schon beim reingehen los. Sie wollte unbedingt so einen kleinen Wagen nehmen und den erst mal selber schieben. Ich dachte mir – gut soviel brauch ich nicht das bringe ich da rein. Kaum waren wir im Laden, da wollte sie sich in den kleinen Wagen reinsetzen. Ich habe ihr dann erklärt, dass das nicht geht und ihr noch vorgeschlagen wir können gerne einen großen holen, dann kann sie sich reinsetzen, das wollte sie aber auch nicht. Also da das erste Mal Geschrei. Ging aber relativ schnell wieder vorbei. An der Kasse dann, hat sie sich eingebildet sie möchte jetzt eine Breze haben. Sie wollte einfach nicht verstehen, dass es im Drogeriemarkt keine Brezen gibt. Als ich gehen wollte hat sie sich dann vor der Kasse auf den Boden geschmissen und gebrüllt, weil sie ja eine Breze haben wollte. Ich hab mich selber über mich gewundert, wie ruhig ich geblieben bin und es war mir auch kein Stück peinlich. Ich hab dann gesagt, wenn sie meint, dann soll sie halt da liegen bleiben und schreien – ich würde gehen. Bin dann zur Türe und da ist sie dann doch aufgestanden und kam mir hinterher – allerdings mit noch mehr Gebrüll *lach*. Ich hab sie dann gepackt und ins Auto gesetzt, da hatte sie dann ihren Smilie und schon war alles wieder gut.
Aber zur Zeit testet sie wirklich extrem ihre Grenzen aus und das kann teilweise ganz schön anstrengend sein *schwitz*