Wie ich mich unter Zuhilfenahme einer Tomate beinahe an die idyllischen Gestade des Styx befördert hätte

Das ich rohe Tomaten nicht so gut vertrage, habe ich schon länger gewußt. Aber hin und wieder habe ich trotzdem Appetit darauf. Und für unser Abendessen habe ich fünf Stück - gehäutet, das war der Knackpunkt - gebraucht. Dummerweise habe ich aber mit meiner üblichen Frühjahrs-Neurodermitis zu kämpfen und meine Hände sind - sorry! - auf. Mehr oder weniger jedenfalls.

So weit, so gut. Ich habe die Tomaten also überbrüht, abgeschreckt und angefangen zu häuten.

Schon bei der ersten Tomate merkte ich, daß es ziemlich stark bizzelt.

Bei der zweiten wurde es sehr unangenehm, bei der dritten dachte ich “die zwei schaffst du jetzt auch noch”.

Es ging nicht. Ich hatte die vierte Tomate in der Hand, als ich Atemnot bekam, Rauschen in den Ohren, Übelkeit stieg auf und brachte eine Schwindelattacke vom feinsten mit. Ich hab sofort kaltes Wasser ins Spülbecken laufen lassen und hing dann zwanzig Minuten da, die Hände im eiskalten Wasser, mir liefen kalte Schauer über den Rücken - brrr. Danach mußte ich mich noch ein paar Minuten hinsetzen, so fies ging es mir.

Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei, aber es war mir eine Lehre. Morgen mache ich einen Termin mit einem Allergologen aus. Und Tomaten sind bis auf weiteres gestrichen.


Ein Kommentar zu 'Wie ich mich unter Zuhilfenahme einer Tomate beinahe an die idyllischen Gestade des Styx befördert hätte'

  1. Sanne2 schreibt:

    Schiebe Dir mal eine große Packung Vinyl-Einweghandschuhe rüber. Bitte benutzen! Wenn Du die nicht verträgst, kommt noch ein Paar Baumwollhandschuhe drunter. Ist eh besser, wenn man Neurodermitis an den Händen hat. Mönsch, Dir bleibt auch nix erspart. Ich nehme mal an, dass Du noch mehr Kreuzallergien hast?
    Gute Besserung!!!
    Sanne

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