Murphy ist da - will ihn vielleicht jemand abholen?
Bei uns ist er nämlich nicht wohlgelitten
.
Es fing gestern morgen damit an, daß ich verschlafen habe. Nicht viel, es war etwa sieben, als ich aufgestanden bin. Mit ein bisschen Hetze gings noch ganz gut.
Dann habe ich Hase ins Büro gefahren und bin anschließend einkaufen gefahren. Anmerkung an der Stelle: ich hasse Einkaufen. Besonders Klamottensind mir ein Graus. Es mußte aber sein. Ich also ins Geschäft mit den XL-Klamotten. Ich habe fast eine Stunde gebraucht, um etwas zu finden, was einigermaßen altersgemäß ist. Die Preise ließen mich schwindeln, aber ich habe es mit drei Teilen in meiner üblichen Größe in die Umkleide geschafft. Sie passten nicht
. Die Farben waren auch nicht für mich gemacht, ich sah aus wie ein Nacktmull. Ich also wieder raus, zwei neue T-Shirts gesucht. Die passten dann auch. Danach noch ein Streifzug durch die Unterwäsche-Abteilung -
die schönen BHs gabs nur in kleineren Größen, die hässlichen in größeren. In meiner Größe war nichts zu holen. Also ab zur Kasse, wo ich mit unserer neuen, gemeinsamen (so dachte ich jedenfalls) und morgens aus dem Briefumschlag entnommene EC-Karte bezahlen wollte. “Nein, die kann ich nicht nehmen. Die ist ja nicht mal unterschrieben. Und überhaupt läuft die nur auf einen Herren. Nein, das geht nicht.” Mein Einwand, daß es ein gemeinsames Konto sei und die Bank offensichtlich einen Fehler gemacht hatte, konnte sie nicht akzeptieren. Und das in einer Lautstärke und einem Ton, als sie ich eine Kartendiebin. Zum Glück hatte ich noch genug Bargeld dabei, mit hochroten Kopf und wirklich allen Blicken auf mir habe ich den Laden sehr eilig verlassen.
Danach gings in den Kaufhof, Hase braucht neue Boxershorts. Tolle Idee, denn gestern gabs fette Prozente - so viele Leute habe ich noch nie in der Unterwäscheabteilung gesehen. Nach einer halben Stunde hatte ich vier Stück, die mir gut gefielen. Auf dem Weg zur Kasse fiel mir ein, daß ich lieber nicht nochmal mit der Karte zahlen sollte - also auf zum Geldautomaten. Karte rein, Geheimnummer - akzeptiert - , Betrag ausgewählt…. “Diese Karte ist für diesen Service nicht zugelassen” Hä? Ich hatte gestern abend einen recht hohen Betrag auf das Konto überwiesen, weil wir künftig alle gemeinsamen Ausgaben darüber bestreiten wollen. Also habe ich das letzte Bargeld zusammengekratzt und bar bezahlt.
Ab gings ins Büro. Wir beschlossen, abend Sushi essen zu gehen, bevor ich Hase zur Chorprobe bringen und mich dann mit C. treffen würde. Kurz drauf rief Hases Großmutter an. Der Handwerker sei da, um die Jalousie zu reparieren, ob wir da mal kurz anpacken könnten? Kein Problem, wir kommen. Aus den geplanten fünfzehn Minuten wurden fast zwei Stunden
. Hundi meinte, nach dem Handwerker schnappen zu müssen - das hat er noch nie gemacht!
Sushi also gestrichen, weiter gings zum Burgerking. Dann weiter zum Chor, Hase rausgeschmissen, durch die halbe Stadt zurück, sehr nettes Treffen mit C., C. vor Omas Haustür (anderes Ende der Stadt) abgesetzt, durch komplette Stadt zurück, Hase eingesammelt und ab auf die Autobahn. Dann mußte Hase unbedingt noch an der Raststätte halten, um eine Flasche Cola und SChokolade zu besorgen. Nun gut. Als ich das Auto wieder startete, bemerkten wir ein klapperndes Geräusch.
Hase: “Was ist das?”
Ich: “Ich will es gar nicht wissen.”
Fünf Minuten später, zwei Dörfer von zuhause entfernt, wußten wir es dann. Das rote Warnlicht ging an. “Wagen sofort stoppen. Kühlwasser nachfühlen.Keinesfalls weiterfahren.”
Wir haben unter die Motorhaube geschaut, konnten aber nichts erkennen. Der Zufall wollte es, daß wir direkt neben einem Brunnen gestoppt hatten. Also eine Flasche gesucht, mit Wasser gefühlt und ab in den Kühlwasserbehälter, wo es eins zu eins durchlief und auf den Boden plätscherte. Supi, entweder ein Loch im Behälter oder der Schlauch defekt - also nichts, was man akut beheben könnte. Hase suchte eine Telefonzelle - gabs aber nicht mehr. Mein Handy war zuhause, Hases Handy nicht geladen - und das um halb zwölf nachts, knappe sieben Kilometer von zuhause entfernt.
. Also mussten wir ein Auto stoppen. Beim zweiten hatten wir schön Glück, er nahm Hase mit nach Hause, wo er meinen Vater wecken musste, damit er Hundi und mich abholen konnte. Um halb eins waren wir endlich zuhause.
Muß jetzt eine Werkstatt auftreiben, die unser Schätzchen abschleppen und reparieren kann. Hase ist mit Dünnf… gesegnet und hat die Nacht auf dem Sofa bzw. im Bad verbracht.
Wer Murphy haben will, kann ihn gerne bei uns abholen - wir wollen ihn nicht mehr.
Sonntag, 18. Mai 2008 um 7:42 vormittags
Mmh, was soll man dazu sagen??? Vielleicht dass Nacktmulle gar keine sooo schelchten Tiere sind? Asseln und Tausenfüßler find ich schlimmer?!
Solche Tage sind zum Kotzen. Leugne einfach, wenn dich jemand danach fragt- das ärgert Murphy..
LG Schäfchen