Bunt ist das Leben und granatenstark!

Ich bin zu alt für

Donnerstag, 9. Februar 2012 von daniguni

so ´ne Sch….

Donnerstagmorgen. 5:50 Uhr. Wir wecken Eva. Wie jeden Morgen. Nachdem sie gute elf Stunden geschlafen hat. Und dann ging es los. Geschrei, Geheule, Gebocke, Getrete, Gehaue. “Ich will nicht aufstehen! Ich will meinen Schlafanzug nicht ausziehen! Ich will in mein Bett! Ich will schlafen! Lass mir in Ruh! Geh weg!” In einer Tour. Laut. Weinend. Sich auf den Boden schmeißend.

Nach einer halben Stunde, ich hatte inzwischen ohne sie gefrühstück und die Küche schon wieder aufgeräumt, es war inzwischen 6:20 Uhr ging ich zu ihr. “Eva, mir reicht es jetzt. Frühstück ist jetzt vorbei. Wenn Du jetzt nicht aufstehst und Dich anziehst, dann nehm ich Dich, so wie Du bist, und trag Dich im Schlafanzug, barfuß in die KiTa. Und draußen ist es eisekalt. Das ist mir völlig wurscht!” Sprach´s und ging wieder aus ihrem Zimmer raus. Ich war echt geladen.

Mein Mann: “Echt? Das würdest Du tun? Das kannst Du doch nicht machen!!”

Ich, völlig entnervt (zur Erinnerung, es war noch nicht mal halb sieben): “Ja, das werde ich tun. Ich werde aus so einem Grund (Wutbock) nicht zu spät zur Arbeit kommen. Du kannst gerne heute später zur Arbeit gehen oder Deinen Chef anrufen und Dir heute freinehmen. MIR wird dieses Kind nicht schon morgens auf der Nase rumtanzen!”

Mein Mann schaute entgeistert. Dann hat er alles gegeben. Versucht, Eva zu beruhigen. Intensiv auf sie einzugehen. Ich hab mich da ganz bewusst völlig rausgehalten. Ich war nämlich kurz vorm Ausflippen. Ich hörte immer nur Eva: “Ich will mich nicht anziehen! Ich will kein Frühstück! Ich will nicht diese Strumpfhose, ich will die andere! Ich will eine Windel! Ich will keine Windel! Ich will kein Frühstück! Ich will Frühstück!”

Mir war das Zuhören schon zuviel. Dieses Geschrei! Dieses ständige Geheule! Boah ey!

Um zehn vor sieben hab ich mir die Winterstiefel und meinen Mantel angezogen. Mein Mann hatte es irgendwie geschafft, Eva anzuziehen. So sind wir alle drei dann raus aus der Wohnung. Mein Mann eine gute halbe Stunde später als sonst. Eva hatte nicht gefrühstückt. Zähne geputzt hat sie auch nicht. Egal.

Ich schilderte das den Erzieherinnen. Die waren ganz entspannt und meinten, ich könnte Eva in solchen Extremsituationen auch ruhig im Schlafanzug bringen. Die würden das dann schon machen. Und das würde immer mal wieder vorkommen, dass Kinder nur halb angezogen in der KiTa erscheinen, weil sie morgens bockig sind und die Eltern zur Arbeit müssen.

Das ist halt meine Herausforderung. Ich habe morgens keine Gleitzeit und muss pünktlich im Büro sein. Sonst wäre ich da auch entspannter und hätte Spielraum, um zu warten, bis Eva sich ausgebockt hätte. Andererseits muss sie wissen, dass wir morgens pünktlich sein müssen. Natürlich würde ich mich anders verhalten, wenn sie sich wehgetan hätte oder sowas. Keine Frage. Aber nur wegen eines Wutbocks werde ich nicht zu spät kommen.

So!

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Entwicklungsgespräch

Mittwoch, 8. Februar 2012 von daniguni

Heute waren mein Mann und ich nachmittags in der KiTa zum Entwicklungsgespräch. Evas frühere Bezugserzieherin aus dem Kleinkindbereich und ihre neue Bezugserzieherin aus dem Elementarbereich haben sich eine Stunde für uns Zeit genommen. Entspannt plauderten wir gemeinsam über Evas Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten und der frisch abgeschlossenen Umgewöhnung vom Kleinkind- in den Elementarbereich.

Fazit: Eva ist ein ganz normales Durchschnittskind. Altersgerecht entwickelt. Ihre (leichten) Schwächen liegen in der klaren Aussprache (Wortschatzgröße/-umfang ist prima) und im Gang. Wenn sie rennt, merkt man ihr immer noch an, dass sie nicht “ganz rund” läuft. Resultierend aus der Hüftdysplasie. Ist aber nicht dramatisch und wird sich “verlaufen”.
Ihre Stärke liegt in ihrer sehr ausgeprägten sozialen Kompetenz. Sie kümmert sich viel um andere, gerne kleinere, Kinder. Tröstet. Bringt Taschentüchter. Nimmt an die Hand. Nimmt mit. Bezieht ein. Kuschelt. Streichelt. Geht behutsam um.
Eva spielt viel und begeistert (soziale) Rollenspiele. Und das schon seit Monaten. Das ist scheinbar außergewöhnlich. Aha.

Soweit, so gut. Die Umgewöhnung klappte hervorragend. Die Erzieherinnen sind sehr begeistert davon, wie schnell Eva nun urplötzlich tagsüber trocken geworden ist. Und auch die Angst vor den “großen” Toiletten verlor. Es gab ein paar Tage viele nasse Hosen. Und dann war es vorbei. Nur gegen Abend, wenn sie müde (und unkonzentrierter) wird, passieren mal kleine Unglücke wie ein paar Tropfen Pipi in die Unterhose. Sie macht das wirklich prima.

Eva macht immer noch einen recht langen Mittagsschlaf in der KiTa. Daheim am Wochenende allerdings nicht. Ihre Tischmanieren in der KiTa sind scheinbar sehr gut. Sie sitzt ordentlich am Tisch, isst mit Besteck. Benimmt sich ordentlich. Daheim keine Spur. In der KiTa räumt sie auf und hält sich ganz gut an die Regeln. Daheim eher weniger. *grins*

Nun, wenn Eva sich aushäusig ordentlich zu benehmen weiß, kann unser Erziehungsstil nicht so falsch sein. Auch wenn es zu Hause nicht so klappt.

In den Freispielzeiten hält sie sich gerne im großen Aufenthaltsraum (genannt Cafe) auf. Dort ist immer viel los. Es werden viele Tischspiele gespielt. Zum Beispiel gepuzzelt, Memory, Brettspiele. Immer mit mehreren Kindern an einem Tisch. Meinung der Erzieherinnen: dort gibt es ein klares Angebot, Eva kann es annehmen und mitspielen. Im Kreativzimmer andererseits, in dem gemalt, gebastelt, geknetet, geklebt, etc wird, muss sie ihre Phantasie einsetzen und selber kreativ sein. Macht sie auch. Auch mit Spaß. Aber wohl nicht so oft. In den letzten Wochen war sie oft im Bauzimmer (Lego und co) und im Puppenzimmer (soziale Rollenspiele wie Familie, einkaufen, Haushalt).

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Fotos

Montag, 6. Februar 2012 von daniguni

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So viel los gerade

Montag, 6. Februar 2012 von daniguni

Im Hause daniguni wird´s nicht langweilig.

Am Donnerstag wurde ich, besser gesagt, meine Arbeit auditiert (ISO zertifiziert). Freitag war ich beim Frisör und im Nagelstudio. Einmal hübsch machen bitte. Nachmittags hat mein Mann Evas neues Spielbett aufgebaut. Ich war nur unzureichende Handlangerin. Ich bin schon überfordert, die Aufbauanleitungen richtig zu lesen. Abends war ich mit befreundeten Mamis griechisch essen. Selten so einen schlechten Service in Verbindung mit mittelmäßigem Essen erlebt.

Am Samstagvormittag war ich zum ersten Mal als Verkäuferin auf einem Kinderkleiderbasar. Zusammen mit Rinja hab ich mir einen Tisch geteilt. Für 9 Euro Standgebühr. Ich habe kistenweise das Zeug hingeschleppt. Um dreiviertel davon wieder heim zu tragen. Trotzdem habe ich 99 Euro eingenommen. Abzüglich der Gebühr und 11 Euro für ein Paar kaum getragener Schuhe und eine Übergangsjacke für Eva blieben immerhin 79 Euro Gewinn übrig. Spaß gemacht hat es auch. Ich habe erste Erfahrungen gesammelt und mich gleich für den nächsten Basar Anfang Mai angemeldet.

Am Sonntag habe ich nachmittags einen Jubiläumskaffee und -kuchen anlässlich meines 20-jährigen-Schwabenjubiläums für langjährige und/oder sehr enge Freunde ausgegeben. Es waren ein paar sehr nette Stunden.

Mittwochnachmittag steht das erste Entwicklungsgespräch in der KiTa mit Evas neuer Bezugserzieherin an. Und am Freitag kommt meine Mami wieder für eine Woche zu Besuch. Und in zwölf Tagen feiert Eva ihren dritten Geburtstag.

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Jubiläum

Donnerstag, 2. Februar 2012 von daniguni

Am 1. Februar 1992 bin ich ins Schwabenland gezogen. Das war vor 20 Jahren.

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Urlaub gebucht

Mittwoch, 1. Februar 2012 von daniguni

Dieses Jahr fahren wir im Sommer für eine Woche (von unseren drei Urlaubswochen) in das Familotel “Family Club Harz”. Es hat uns letztes Jahr im Familotel im Bayerischen Wald so gut gefallen, dass wir diesem Urlaubskonzept treu bleiben. Ich habe ein wenig die Preise und Hotels verglichen. Und mit dem Standort im Harz könnten wir gut ein paar Tage mit Besuchen in meiner Heimatstadt oder bei Freunden in der Nähe von Hamburg oder in der Nähe von Berlin verbinden.

Wir gönnen uns ein Maisonetten-Appartementhaus mit zwei Schlafzimmern im oberen Bereich mit Gäste-WC, Wohnbereich mit Schlafcouch, Kochecke, Dusche, WC und Terrasse. Mit “all inclusive”.

Ist es noch lange bis zum Sommer??

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Wutbock

Dienstag, 31. Januar 2012 von daniguni

Heidenai! Gestern wurde Eva von einem Wutbock heimgesucht. Wir waren beim Abendessen, fast schon fertig, als Evchen anfing, mit dem Essen zu spielen, den Tisch zu beschmieren, etc. Nach jedem Satz, den ich ihr sagte, kam von ihr ein “Lass mir in Ruh, Mama!” Nach der zweiten Ermahnung meinerseits nahm ich Eva den Teller weg, stand auf, schnappte sie mit den Worten “Okay, Essen beendet, Du ziehst jetzt Deinen Schlafanzug an und putzt Deine Zähne!” und trug sie ins Badezimmer. Dieses Benehmen hat mir einfach gereicht.

Eva flippte aus. Über 30 Minuten brüllte und tobte sie im Badezimmer. Nackt saß sie auf dem Boden, schrie, heulte. Ließ sich keine Schlafwindel anziehen. Haute mich. Und wollte immer raus aus dem Bad. Ich atmete dann mal ganz tief ein, schloß die Badezimmertür von innen ab, legte den Schlüssel oben auf die Zarge, setzte mich auf den Klodeckel und sagte ganz ruhig zu ihr “Wir gehen hier erst wieder raus, wenn Du die Windel und den Schlafanzug angezogen und die Zähne geputzt hast!”

Evchen tobte, heulte weiter. Rief nach ihrem Papa. Aus Protest (?) pinkelte sie auf den Boden, setzte sich in ihr Pipi und patschte darin rum. Ich dacht, ich spinn. Aus lauter Ärger hab ich Evchen dann in die Duschwanne gestellt (das hasst sie) und sie abgeduscht. Eva brüllte nicht mehr – sie kreischte.

Ich blieb weiterhin ganz ruhig. Sprach in normal-leisem Ton mit ihr. Dass sie bitte aufhören soll mit dem Gebrüll. Keine Chance.

Es dauerte über eine halbe Stunde, bis Eva sich beruhigt hatte. Über eine halbe Stunde! Zwischendurch kuschelte sie zwei mal auf meinem Schoß an mich ran, musste sich erholen und drückte sich feste an mich, um dann um so lauter weiter zu kreischen und zu toben.

Erst, als sie völlig fertig und am Ende ihrer Kräfte war, legte sie sich freiwillig auf ein Handtuch, ließ sich von mir wickeln und anziehe und putzte sich die Zähne.

Ich war überrascht, dass weder ein Nachbar noch das Jugendamt vor der Wohnungstür stand. Mein Mann fragte mich, was ich mit Evchen getan hätte, dass sie so schrie. Als ich ihm sagte, dass ich das Kind nicht einmal angefasst hatte (außer beim Duschen), schaute er mich ungläubig an.

Als Eva im Bett lag, sprach ich noch verärgert ein ernstes Wort mit meinem Mann. Immer, wenn es schwierig wird, droht er damit, die Mama zu rufen. Immer bin ich diejenige, die Eva zur Ordnung ruft. Immer, wenn er sich nicht durchsetzen kann, gibt er auf und ruft mich. Das reicht mir jetzt. Gestern der Gipfel, als ich Eva zum wiederholten Male bat, mit der Essenspielerei aufzuhören. Sagt er doch tatsächlich “Eva, die Mama hat gesagt….”. Da bin ich mal so richtig sauer geworden und hab ihn gefragt, ob es nicht auch in seinem Sinne wäre, dass seine Tochter sich am Tisch vernünftig benimmt. Er soll gefälligst ein ordentliches Benehmen selber einfordern. HerrGott, war ich geladen. Es kann doch wohl nicht sein, dass immer ICH die “Böse” und “Strenge” bin, die sich durchsetzen muss, Grenzen setzt, sich auch mal “unbeliebt” macht, damit das “arme Kind” sich danach völlig verzweifelt in Papas kuschelige Arme retten kann. So! Das musste jetzt mal raus.

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Gefährlich oder: so schnell kann das gehen

Dienstag, 31. Januar 2012 von daniguni

Mittwochs gehen Eva und ich mit ihrer Freundin Julia und deren Papa T. zum Kinderturnen. Vorher gehen wir immer noch zum Bäcker, einen Kaffee trinken und die Kinder essen eine Brezel. Letztes Mal hatten wir Eltern ein unschönes Erlebnis. Der Kaffee war getrunken und wir wollten aufbrechen zum Turnen. Die Kinder haben wir bereits angezogen. T. stellt die Tabletts weg und ich zieh meine Jacke an. Die Kinder sind vielleicht 10 Sekunden (?) ohne Beobachtung. Und sind weg. Wir gehen seit einem Jahr jede Woche zum Turnen. Immer derselbe Ablauf. Noch nie sind die Mädchen einfach davon gelaufen. Wir haben ihnen immer eingeschärft, auf uns zu warten. Doch weg waren sie.

T. und ich rennen aus dem Laden und sehen gerade noch, wie unsere Töchter, beide noch keine drei Jahre alt, Hand in Hand an einem Zebrastreifen stehen, warten bis die Autos anhalten und dann Hand in Hand über die Straße laufen und Richtung Turnhalle rennen. Mir blieb das Herz stehen. T. war außer sich. Ich blieb ruhig. Und überlegte, völlig hilflos und überfordert, wie ich jetzt am besten mit Eva umgehe.

Ich lief zügig hinter den Mädels her. T. rief lauthals nach seiner Tochter und wurde richtig böse. Ich entschied mich dann, keinen Wahnsinssaufstand zu machen. Ich schnappte Eva, ging in die Hocke auf ihre Augenhöhe und redete ganz ruhig mit ihr. Machte ihr eindringlich klar, wie gefährlich das ist und dass sie NIE wieder weglaufen oder alleine über die Straße gehen darf. Ich schaute ihr fest in die Augen, erzwang so ihre volle Aufmerksamkeit. Ich sagte ihr, dass ich Angst gehabt hätte um sie. Und ich sah den Stolz in ihren Augen, dass sie es alleine geschafft hatte, ordentlich und richtig über die Straße zu gehen. Ich habe sie bewusst nicht angebrüllt. Und auch nicht bestraft. Ich will nicht, dass sie Angst vor dem Straßenverkehr bekommt. Sondern Respekt. Mir ist klar, dass sie, in ihrem Alter, sich der Gefahr noch gar nicht wirklich bewusst sein kann. Und dass viel Glück dazu gehörte, dass nichts passiert ist und die Autofahrer so aufmerksam waren.

T. schimpfte lauthals mit seiner Tochter, und “bestrafte” sie damit, dass er mit ihr umgehend nach Hause ging und seine Tochter halt nicht mehr zum Turnen gehen durfte.

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Fortschritte

Donnerstag, 26. Januar 2012 von daniguni

Heute morgen ist Eva ohne Windel in die KiTa gegangen. Und als ich sie nachmittags abholte, hatte sie immer noch dieselbe Hose an. Sie ist immer ganz toll alleine zur Toilette gegangen und hat nicht einmal in die Hose gepieselt.

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Hund in der Steckdose

Dienstag, 24. Januar 2012 von daniguni

Eva will eine Steckdose anfassen. Ihr Papa warnt: “Eva, da ist Strom drin. Das darf man nicht anfassen. Das beißt sonst wie Hund.” Eva zuckt zurück. Schaut in die Steckdose und sagt erstaunt zu mir: “Mama, da ist ein Hund drin!” Jetzt schaut das Kind doch tatsächlich immer mal wieder in Steckdosen und sucht einen Hund….

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