Schäfchens Allerlei

Vom Wunschkind übers Handwerkeln ins ganz normale Leben

Unglaublich 2

Donnerstag, 5. November 2009 von Sheepchen

Ist wohl gerade wieder der Wurm drin- aber das ist gut für mein Tagebuch ;)

Unglaublich finde ich heute die Art und Weise, wie man in Deutschland mit Kranken umgeht. Vor einer langen Zeit habe ich mal geschrieben, dass meine Mutter und ich streckenweise froh wären, wenn sie Krebs hätte. Und bin damit- natürlich- auf Kritik gestoßen. Und trotzdem wiederhole ich es. Es wäre einfacher.
In den letzten Monaten ist meine Mutter immer zur Diakonie nach DE gefahren. Wurde dort auch behandelt. Aktuell sucht sie nicht mehr nach Heilung, sondern nach Hilfe. Die Entzündungen werden immer heftiger, je länger man mit dem Eingriff wartet. NAtürlich ist eine OP immer ein Risiko- aber man konnte sie noch NIE umgehen. Nur verzögern, was für meine Mutter immer wieder Unbeweglichkeit und Schmerzen heißt.
Seit gut 2 Monaten plagt sie sich mit dem rechten Unterschenkel rum. Geht jeden 3. Tag auf dringende Empfehlung des Hausarztes zum KH- mit Einweisungsschein und wird abgewiesen.
Gestern hat es uns gereicht. Wir sind nach DE, wurden abgewiesen und haben uns das schriflich geben lassen. Dass ihr Befund keine stationäre Aufnahme erfordert. Anschließend hat man uns in WB das ganze Gegenteil gesagt, sie sofort aufgenommen, gibt ihr nun zwei Tage Antibiotika i.v. und wird dann operieren.

Meine arme Mama tut mir so leid. Hätte sie Krebs, dann würde sie jeder Arzt einfach weiter behandeln. Sie kann doch nichts für ihre Erkrankung. Sie wäre doch selbst lieber gesund und würde mit Laurin rumturnen. Oder noch besser: Wäre sie Alkoholiker und würde jeden dritten Tag sturzbesoffen im Gehsteig liegen- man würde ihr immer und immer wieder helfen. Weil Alkoholismus eine Krankheit ist…
Sicherlich ist eine Krebsbehandlung auch irgendwann mal abgeschlossen- mit welchem Ergebnis auch immer..Aber auch bei ihr nimmt der Weg ein Ende, wenn man ihr nicht hilft.
Frau Schweden weiß, was ich meine…



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2 Kommentare

  1. Susanne1977

    Hallo Schäfchen,
    daß ist ja wirklich krass. Es tut mir sehr leid, daß Ihr so schlechte Erfahrungen macht. Leider hab ich in letzter Zeit auch oft das Gefühl, daß man als Kranker auf sich selbst gestellt ist und sich um alles selber kümmern und auch kämpfen muß.
    Ich drück Euch die Daumen, daß es Deiner Mam bald besser geht.
    LG
    Susanne

  2. Schweden

    Liebes Schäfchen,

    ich hoffe einfach nur, das Deiner Mutter mit der OP ein Stück weit geholfen werden kann….

    Es ist einfach traurig, wenn es einem mies geht und man abgewiesen wird…..

    Mit lieben Wünschen für Deine Mama und Euch,

    Schweden

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