Schäfchens Allerlei

Vom Wunschkind übers Handwerkeln ins ganz normale Leben

Der erste Tag…

Dienstag, 1. September 2009 von Sheepchen

Und das war er- der erste Tag in der KiTa.
Schlechter hätte er nicht laufen können.
Geplant war: Laurin um 8.30 absetzen, KURZ da bleiben, dann rausschleichen und gehen. Um 11.30 abholen.
Tatsächlich wars so: Laurin um 8.30 abgesetzt. Erzieherin A kommt. “Ach, Guten Tag! Heute dann nur eine Stunde- nicht?” Ich bin verdattert, erkläre ihr, dass das nicht geplant war. Sie schleppt mich (wie ein dummes Kind) zur Leitung. Ich soll mit da bleiben. Ich sage, dass das nicht geht. Natürlich eine Weile, aber ich habe meine Grundsätze und dazu gehört auch, dass Laurin lernen muss, dass KiTa etwas OHNE Mama ist. Ich will nicht auf Geweine abrufbar sein, weil ich Laurin kenne und weiß, dass sich das eher verschlechtert, wenn er den Bogen raus hat.
Gut, ich solle im Flur 20 Minuten warten, dann könnte ich gehen. (Fand ich doof, weil er natürlich weint!)
Dann also im Flur. Eigentlich nicht schlecht, weil man jedes Wort/Geräusch aus dem Gruppenraum hört.
Und erwartungsgemäß fängt Laurin an zu weinen. “Maaaamaaaaa!” (ich schaue auf die Uhr)
Als erstes versuchte man ihn abzulenken. Aber eher mau, wie ich finde.. “Komm- malen!” (weil Laurin ja auch so viel malt!) Dann hat er einfach geweint und ihm wurde (das hab ich gesehen, als die Tür kurz offen war) mal pro forma über den Kopf gestreichelt.. *tätschel* Laurin weint weiter. Die Tür geht auf “Kommen Sie bitte wieder mit rein!” (4 Minuten nach Weinbeginn).

Natürlich ist es viel verlangt. Und mag ja sein, dass es die Einrichtung für die Kinder psychologisch besser findet, wenn die Eltern dabei bleiben. Aber ICH finde es nicht gut,wenn das ALLES ist, was an Trost da ist. bei 3 Aufsichtspersonen und nur 9 Kinders. Da muss mehr drin sein. Mal auf den Arm nehmen, kuscheln. Denn sonst wird er kein Vertrauen aufbauen. Wie auch, wenn ihn niemand in den Arm nimmt?

Ich bin also enttäuscht. Auch von der Tagesgestaltung. Da hatte Laurin hier mehr… Wir haben mindestens ein mal am Tag den Bummi gesungen, den dicken Tanzbären getanzt und und und. Dort passiert nichts. Der Tagesplan sieht Frühstück, Toilette, Spielen vor. Rausgehen (und auch spielen)- fertig.
Die Kinder in Laurins Gruppe sind ihm motorisch und auch sonst unterlegen. Er sticht einfach raus mit 90cm und 16kg. Er steht wie ein Riese da und überall krabbeln Kinder.

Ich schaue mir das einfach an. Geduld. Nicht wahr?



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