Kleiner Mann
Du verzückst mich. Du sitzt da auf deinem gelben Elektoauto und in deinen Augen sehe ich Begeisterung. Wie schön. Hat es sich gelohnt bis aufs Äußerste zu verhandeln, um dieses Ding anzuschaffen. Und wie schlau du bist. Klack- und los fährst du, als hättest du nie etwas anderes getan. Dabei rufst du begeistert MÖMMÖMM! Und ich renne hinter her- Ja, mein Schatz. Du hast ein Mömmömm.
Nach einer langen Runde bist du geschafft vom vielen Gasgeben und wir schaffen dein Quat in den Schuppen. Aber da steht auch das Fahrrad. Das Wetter ist gerade ein kleines bisschen besser und so holen wir deinen Helm und etwas zu trinken und fahren einfach los. In irgendeine Richtung. Und kommen- wer hätte es gedacht- am Heim raus. Bei Papa. Papa hat Pause und zeigt- noch immer stolz wie am ersten Tag- seinen Sohn rum. Mit jeder Oma redest du. Allen schenkst du ein Lächeln und ringsum sagen alle “So ein schönes Kind! Und so lieb!” Mein Mutterherz platzt fast.
Dann fahren wir durch den Wald zurück. Aber du hast keine Angst. Du weinst nur, weil ich nicht zu den Eichhörnchen fahren kann. Aber so ist das halt mit einem Radl- es fährt nicht baumauf!
Der Weg kommt uns gar nicht lang vor und du erzählst mir, was du alles siehst. Es ist wirklich viel mehr als ein Wald und ich kann die Feen und Elfen auch sehen.
Als wir Zuhause sind hast du solchen Hunger. Wir machen uns essen und du sortierst du Schränke um. Dabei hast du dein Schlingellächeln aufgesetzt. Dann findest du die Knabberstangen für die Katzen. Du rennst zu mir. “Auf!Auf!” Und dann reißt du kleine Stückchen ab und gibst sie abwechselnd Zermi und Minimi. Du beobachtest genau, wie sie fressen und machst nach, wie sie lustig mit den Köpfen wackeln.
Dann essen wir und du fütterst mich.
Als wir dann Badewasser machen, holst du das Babyshampoo, weil du weißt, wo es hin muss. Zusammen kippen wir es rein und baden dann- auch zusammen. Du wäscht meine Haare, so gut du eben kannst. Und kringelst dich vor Lachen, weil ich so tolle Sachen mit dem Wasser machen kann. Als wir fertig sind, lässt du dich schnell abtrocknen und ganz ohne Weinen gehen wir ins Wohnzimmer und ziehen uns an. Hier ist es so schön warm. Dann kuscheln wir uns unter eine Decke und schmusen noch kurz. Dann bringe ich dich ins Bett und erzähle dir, was wir morgen machen wollen. Du suchst deinen Fynn, aber den hat Papa noch im Auto. Ich erkläre dir, dass er später ins Bett kommt, weil er noch nicht müde ist. Du drückst ein Tränchen raus, nimmst dann die Schmusekatze und drehst dich auf die Seite.
Du bist so süß. Ich will nie vergessen, wie schön alles ist, was du machst und kannst.
Eingeordnet in Laurin
Mittwoch, 10. Juni 2009 at 11:46
Sehr schön geschrieben! Hört sich nach einem tollen Tag an!!!
Mittwoch, 10. Juni 2009 at 18:26
schnüff – das ist sooo schön geschrieben!
Mittwoch, 10. Juni 2009 at 21:52
nein, sowas schönes, wird man nie vergessen
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