Schäfchens Allerlei

Vom Wunschkind übers Handwerkeln ins ganz normale Leben

Und dann teilt man..

Mittwoch, 29. April 2009 von Sheepchen

seine Sorgen und Ängste. Und alles das. Und dann bringts einen zu noch mehr Magenschmerzen.
Erst fand ich es irgendwie beruhigend, dass Andy auch Angst hat. Aber das Gespräch, das daraus resultierte gibt mir nun doch irgendwie zu denken.
Wir haben beide Angst uns falsch zu entscheiden. Es ist ein komisches Gefühl, dass es nun “vorbei” ist mit dem Rumtreiberleben. Aber das ist es nicht wegen der Ehe, sondern im Allgemeinen. Getrennt weggehen, das schaffen wir ja irgendwie noch. Aber zusammen- keine Chance. Unsere Zeit als Paar leidet einfach sehr.
Es ist ja auch niemand da, der Laurin mal einfach so nimmt. Seit er auf der Welt ist hatten wir genau einen Abend zu Zweit und mehr nicht. Und auch der war eher *naja*: Langweilig, ob der sinnlosen Veranstaltung. Wir haben keinen Spaß miteinander. Und das weil auch andere Bereiche anstrengend sind und uns zu schaffen machen. Die Wohnung ist noch immer nicht fertig (ja wirklich) und dabei soll sie das unbedingt sein zur Hochzeit. Die Tür vom KiZi fehlt, also ist Laurins Bett noch immer bei uns- das wiederrum macht die Nächte schwieriger. Wir können nicht einfach- so wie wir gern wollen- *sex* haben. Und ohnehin sind die Abende durch Mr. Bockig für Hausarbeiten reserviert.
Aber auch wenn wir mal nichts zu tun haben abends- wir hocken nur aufeinander.

Drum hab ich Angst, dass es uns nicht mehr reicht. Dass einer von uns geht, weil man bei einer anderen Person etwas findet, was wir aufgrund unserer eingeschränkten Möglichkeiten nicht finden.
Es sind so viele Dinge, die mir durch den Kopf gehen. Ich weiß, dass ich meinen Andy liebe. Und er liebt mich. Grundvorraussetzung. Aber es ist das Fundament. Nicht das Haus. Es muss etwas passieren. Wir müssen Laurin öfter irgendwie unterbringen, weil wir sonst nach 5 Jahren Beziehung feststellen, dass es uns keinen Spaß mehr macht. Und das ist das Letzte, was ich möchte. Ich bin auch einfach noch zu jung- Andy genauso- das restliche Leben in 4 Wänden zu verbringen. Ich habe immer gesagt, dass ich 90% Mutter bin und zu 10% das Recht auf ein eigenes Leben haben sollte. Und daran müssen wir arbeiten. Für einander. Weil ich mich nicht mehr fragen will, wo “das alles” hin ist.

Ich bin durcheinander.



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6 Kommentare

  1. geschafft

    *still* Das klingt, wie bei mir. :(

    Mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen. Das ist wahrscheinlich schon zuviel gewesen. *?*

    LG, Tina *drueck*

    _____________________________________________
    Mmh..
    Danke..
    Ich denke mal, dass der Unterschied darin besteht, dass ich Andy wirklich liebe. Ich könnte nicht ohne ihn. Aber wir wollen so gern auch mal wieder leben.. So geht es halt nicht..

  2. geschafft

    Hmm, ich fürchte, dass es trotz allem, so bei uns auch mal war. Das Leben ist an uns vorbeigegangen…immer zuhause. Ich fürchte, dass die Liebe einfach auf der Strecke geblieben ist.

    …und einer hat bei einer anderen Person, das gefunden, was wir aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten, nicht gemeinsam gefunden haben… :(

    *knuddel* Tina
    __________________________________________________
    Da hast du wohl recht.. Aber ich möchte nicht, dass bei uns so wird. Ich war nie vorher so begeistert von jemandem und noch wollen wir nur einander. Ich denke darauf müssen wir jetzt aufbauen und hoffe, dass uns das gelingt..

  3. Hopeful78

    Könnt ihr nicht einen Babysitter suchen? Bei uns gibts so Schülergruppen, die auch gelernt haben, mit Babies und Kleinkinder umzugehen.
    So könntet ihr mal abends oder am Wochenende zusammen weg.

    LG Hopeful

  4. talulah

    *knuddel*

    Hopefuls Vorschlag mit dem Babysitter war auch mein erster Gedanke. Als Paar muß man weiter bestehen, das ist wichtig, so wie daß jeder auch mal seinen eigenen Freiraum behält und weiß, wer man selber ist und was man möchte.

  5. swchen

    ich finde es total wichtig, daß sich das paar auch auf die paarebene besinnt und nicht nur mutter und vater ist.

    finde selbst dein 90% mutter-sein wirklich sehr hoch… also aus meiner sicht…
    ich hab ja auch bissel erfahrung, aber ich habe mir mehr recht auf ein eigenes leben zugesprochen.
    wenn es mit weggehen problematisch war (wegen babysitten), war bei mir allerspätestens 19 uhr ruhe ohne diskussion und wenn und aber, da fing dann MEINE zeit an.

    dieses “Dass einer von uns geht, weil man bei einer anderen Person etwas findet, was wir aufgrund unserer eingeschränkten Möglichkeiten nicht finden.” ist schon eine große bedrohung (sicher nicht heute und morgen, aber generell), wenn euer leben so weiterläuft, wie bisher.

    ich glaub nicht, daß es wichtig ist, immer “rauszugehen” (mein mann und ich sind z.b. generell beide “stubenhocker”), aber beide seiten müssen dort 1. ähnliche interessen haben und auch 2. daheim schöne, intensive, spannende, erfüllende, freudige, lustige stunden erleben können.

    __________________________________________________
    Hallo ;)
    Na wir gehen eigentlich beide gern weg. Nicht bis Ultimo. Aber mal ins Strandcafe oder ins Baari- so Lokalitäten am Platz halt. Oder einfach mal mit Freunden grillen.

  6. Caphir

    ich kann dich so gut verstehen, ich *knuddel* dich mal *bussi*
    lg melli

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