Ein kleines Baby
Ich war am Samstag seit langer Zeit mal wieder in einem unserer Buchantiquariate. Die Inhaberin- eine Bekannte hatte ein kleines Baby und ich war ganz baff. Als ich sie zuletzt gesehen habe hatte sie ein 12jähriges Pflegekind (4 Jahre schon) und einen erwachsenen Sohn, aber keinen Bauch.
Die 12 jährige ist in einem Heim für seelisch Behinderte. Sie war zu ihr gekommen weil sie sich versucht hatte das Leben zu nehmen. Aber viele psychiatrische Gespräche haben nich geholfen und so war das Heim der einzige Weg. B. darüber sehr betroffen.
Nun hat sie dieses kleine Baby. Einen Jungen. 3 Monate alt.
Seine leibliche Mutter kann ihren Kindern keine Liebe geben. Sie wickelt und sie füttert sie. Aber sie spielt nicht, lobt nicht, herzt nicht. Der Kleine ist ihr 6. Kind und alle leben in Pflegefamilien, aber sie gibt sie nicht zur Adoption frei, denn es sind IHRE Kinder..
Das Kerlchen weint sehr viel- hat schon ne Menge mitgemacht und viel Liebe nachzuholen. Außerdem soll er wohl schon einen Entzug durchhaben… (was sie genommen hat, weiß ich nicht)..
Ich hatte ihn im Arm und er wurde ganz ruhig. Hat mich dann angelächelt und es sich auf mir bequem gemacht. Keine 3 Minuten und er hat geschlafen. Selbst Pflegemama war ganz baff.
Ich frage mich: Was muss man für ein Mensch sein, dass man das Glück, was einem geschenkt wurde nicht zu schätzen weiß?
Nichts ist so unbezahlbar wie die Liebe eines Kindes. Das MAAAAAAAAMMMMMMMMMMA,wenn ich nicht gleich komme. Oder an der Treppe stehen und PAPA! rufen.
Und dann denke ich an die, die es verdient haben. An Tanner, an January, Iri, Tuerki- an euch Mädels.
Die Welt ist schlecht.
Eingeordnet in Alles, ganz Allgemein!
Mittwoch, 3. Dezember 2008 at 11:06
Danke, meine Süße.
Aber die Welt ist nun mal wie sie ist und wir können nur versuchen, sie uns so schön und lebenswert wie möglich zu gestalten.
Es ist gut zu wissen, dass so manch ein armes Würmchen doch das Glück hat, von liebevollen Armen gehalten zu werden. Viellicht lernt der Kleine bei deiner Bekannten etwas, was seine Mutter nie gelernt hat. Liebe zu empfangen und weiterzugeben.
Ich wünsch es ihm so sehr.
Für dich noch ein
und drück mal deinen Laurin von mir. 
LG, die iri
Donnerstag, 4. Dezember 2008 at 07:45
Ja, das ist wirklich traurig und für mich unfassbar. Gestern bei der Super Nanny war ein sehr extremer Fall. Ich konnte teilweise gar nicht hingucken und hatte auch Tränchen in den Augen. Es ist unglaublich. Hast Du das zufällig gesehen? Mutig fand ich aber von der Mutter, öffentlich zu sagen, daß sie krank ist und es auch öffentlich machen will, damit andere in ähnlichen Situationen sich Hilfe holen. Und genau das MUSS eine Mutter tun. Aber leider machen es nicht alle.
lg
Nina
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Ja, das hab ich mir auch so gedacht. Wenigstens holt sie sich Hilfe und schreit und schlägt nicht weiter..
LG Schäfchen
Donnerstag, 4. Dezember 2008 at 17:10
Danke! Das hat mich echt gerührt *heul*!!!
heinleinchen