Ich bin so froh, dass ich keine Brüder habe!
Meine Güte. Der Teufel heißt Maik. Abgesehen von seiner erzieherischen Unfähigkeit (das bei drei Kindern) geht er mir auf die Nerven. Er ist Dachdecker von Beruf und das ist auch alles, was er kann. Ein typischer Fachidiot. Ein Beispiel: Mein Held und ich waren gut ein Jahr zusammen, als Maik mein Elternhaus besuchte. Der erste Kommentar (er wohnte damals auf 60qm im schlimmsten Stadtteil Wolfens) war “Das Dach könnter och ma erneuern lassen- das fällt ja ausenander! Und das vom Nebengebäude och!”. Beide Dächer sind sicher nicht brandneu, aber 8 Jahre sind für ein Dach auch keine Ewigkeit. Ich habe davon Abstand genommen, ihm zu sagen, wie häßlich doch seine Wohnung ist und dass ich es echt katastrophal finde, wie man sich so wohl fühlen kann. (Übrigens hat ER mir im Gegenzug sofort gesagt, dass rote Wände eher in ein Bordell gehören. Neid ist sowas Erdrückendes!)
Mittlerweile hat er ein Haus gekauft und sich damit tüchtig in die Nesseln gesetzt. Als wäre ein Hauskauf, berufliche Selbstständigkeit und etliches Viehzeug (Pferde, Ziegen, Esel) nicht genug, musste auch noch das 3. Kind in die Welt gesetzt werden. Ein glückliches Kind, denn es ist ein Mädchen. Sehr zum Leid der beiden Jungs (10 und 5 Jahre alt). Der Innenausbau des Hauses verläuft schleppend und ist meiner Meinung nach alles andere als ästhetisch. Aber es ist ja auch sein Haus. Schlimm nur, dass er jederzeit glaubt, er sei den EINZIGE Mensch auf Erden, der zu ernsthaften Tätigkeiten in der Lage ist und das hat er gestern mal wieder raushängen lassen:
Wir waren wieder in Andys Garten. Um zu retten, was zu retten ist. Und Maik nahm das zum Anlass das Wasserfass abzuholen, dass der vor Jahren Andy GESCHENKT hat. Begründung: Es ist ja doch irgendwie meins. Klar, wenn man Sachen verschenkt, holt man die sich ja auch wieder. Da frage ich mich nur, warum Andy nicht den Arsch in der Hose hat und sein Moped zurück holt. Das, das wir wirklich brauchen können im Moment?! Aber hey! Er hat es damals verschenkt und würde es nie zurück fordern und dass obwohl das gute Stück nur 1600€ gekostet hat. Oh mann. Außerdem wird es nur dazu verwendet dem 10jährigen Mist bezubringen.. Dann heisst es “Fahr doch mal! Ist es nicht toll, wie gut er das schon kann?” Und wenn er das mal ohne Erlaubnis macht ist “Polen offen”. Schade, ich mag das Moped.
So räumten wir weiter den Garten aus und Maik krallte sich alles, was wir nicht tragen konnten. Und das war viel, wenn man bedenkt, dass er mit nem Pickup kam und wir mit meinem Fiesta. All das natürlich nicht ohne nervende Kommentare.. “Schade um den schönen Garten. Aber das kannst DU ja nicht nachvollziehen. Ich weiss noch ganz genau, wie ich damals mit Andy den Teich und den Steigarten anglegt habe!” Klar, was auch sonst. Das war nicht etwa ich, die 2005 jede freie Minute dort verbracht hat. Ich hab auch nicht umgegraben, Gemüse angelegt, Blumen gepflanzt und immer wieder den Rasen fein säuberlich gemäht. Das war alles er. Wusste nur keiner. Hat er sicher Nachts gemacht als es keiner gemerkt hat. Das ist des Rätsels Lösung.
Ich gehe jetzt noch eine Weile Kopf schütteln und werde dann wieder meine Wohnung putzen. Nein, ich habe keine mehrstöckigen Palast. Ich habe 80qm aber einige Haustiere und noch viele viele andere Dinge.. Oh je!!!
Und vor allem habe ich einen ordnungsliebenden Mann, der auf mein Putzen besteht.
Schönen Tag euch allen!
LG–> Schäfschen
Eingeordnet in Alles, ganz Allgemein!
Mittwoch, 14. März 2007 at 15:54
Sach mal, Euer Maik, das könnte ja mein Nachbar sein.
Man kann nicht raus in den Garten gehen, ohne dass er angestürmt kommt und einen beklugscheißert.
Wunderbar!
Ich liebe solche Kompetenzschleudern.
Zwinkernde Grüße,
Rabies
Freitag, 16. März 2007 at 14:14
Auszug aus dem Bundesgesetzblatt für Österreich, speziell für den Bezirk Scheibbs
ausgegeben am 26. September 2001 Teil 1. III. Verordnung
Artikel 1
Allgemeine Bestimmungen
Sich einen Mann zu halten ist bei weitem nicht mehr so problemlos wie zu Großmutters Zeiten und es erhebt sich die Frage, ob sich die Haltung eines Mannes überhaupt noch lohnt.
Ein brauchbares Exemplar sollte mindestens zwei der nachfolgend genannten Voraussetzungen erfüllen.
§ 1 Grundlegende Eigenschaften
Abs 1 Er sollte nützlich sein (handwerkliche Fähigkeiten,
fleißig im Haushalt und im Bett gut zu gebrauchen)
Abs 2 Er soll herzeigbar sein (d.h. sein Aussehen sollte
kein Mitleid erregen)
Abs 3 Obige Punkte können außer Acht gelassen werden
wenn § 2 zutrifft.
§ 2 Er ist reich !
§ 3 Anschaffung
Gehen Sie bei der Auswahl Ihres Männchens sorgfältig vor und lassen Sie sich genügend Zeit, um sich von seinen tatsächlichen Fähigkeiten zu überzeugen.
Bedenken Sie, daß das Männchen stets versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen, danach aber häufig in sein altes Rollenverhalten zurückfällt. Oft offenbaren sich versteckte und offensichtliche Mängel erst später.
In der letzten Zeit steigt die Zahl der ausgesetzten Männchen rapide an. Viele Exemplare streunen orientierungslos herum oder suchen Zuflucht bei anderen Frauen. Das Vorliegen der Voraussetzungen gem. § 3 sollte daher sorgfältig geprüft werden.
Empfehlenswert ist die Anschaffung eines bereits ausgebildeten Mannes (siehe auch § 5). So sind zum Beispiel auf dem Second-Hand-Markt oftmals brauchbare Exemplare zu finden. Sie zeichnen sich meist durch eine ausgezeichnete Ausbildung und eine genügsame Lebensweise aus.
Aber Vorsicht vor mehrfach gebrauchten Exemplaren. Aufgrund der vielen Pflegestellen neigen sie zu zeitweiligem Gedächtnisverlust und können sich dann weder an ihr Heim noch an ihr Frauchen erinnern.
§ 4 Ernährung
§ 5 Artgerechte Haltung
Bei Vorhandensein eines Computers kann eventuell auf den Fernseher verzichtet werden. Man sollte ihn nicht den ganzen Tag einsperren,
da er sonst depressiv wird, das Essen verweigert und bald eingeht.
.
Sorgen Sie dafür, daß er sich einmal am Tag wäscht. Um Verletzungen vorzubeugen, sollten die Nägel regelmäßig nachgeschnitten werden. Ein gelegentlicher Haarschnitt ist ebenfalls zu empfehlen. Tauschen Sie getragene Kleidung regelmäßig gegen neue aus.
§ 7 Männerkrankheiten
Der Mann im allgemeinen neigt zu Übertreibungen. Eine Veranlagung
zum Hypochonder ist quasi angeboren. Bei Erkältung ist leichte Bettruhe vollkommen ausreichend. Häufiges Bedauern des Erkrankten kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.
Sollte tatsächlich eine ernste Erkrankung vorliegen, empfiehlt es sich einen Arzt hinzuzuziehen.
Manche Männchen neigen zu übermäßigem Haarausfall. Dies beeinträchtigt ihre Leistungsfähigkeit meist nicht und ist daher unbedenklich.
§ 8 Ausbildung
Männer werden schnell handzahm, wenn man sie richtig behandelt. Das Befolgen der wichtigsten Regeln wie “Fuß, Platz, kusch und hol’s” beherrschen die meisten bei regelmäßigem Training und einer Belohnung durch Leckerli oder ein paar Streicheleinheiten bereits nach wenigen Tagen.
Bei der Ausbildung ist es unerlässlich, die Schwiegermutter miteinzubeziehen und klare Regeln für die Erziehung aufzustellen.
§ 9 Fortpflanzung
Männer sind das ganze Jahr über läufig und verhalten sich auch dementsprechend.
Ein in diesem Zusammenhang geäußerter Kinderwunsch ist mit Vorsicht zu genießen, da er oft nur als Mittel zum Zweck dient. Leihen Sie sich bei Verwandten oder Bekannten ein paar Kinder aus. So können Sie seine Fähigkeiten als Vater in Ruhe testen.