Valentinstag
Meine Titel haben immer was mit Tagen zu tun *lach* Aber das macht ja nichts. Hier liest eh so gut wie keiner mit
Ich sehe aus wie ein Streuselkuchen. Aber ich glaube nen ES hatte ich nicht. Glücklicher Weise gibt es liebe Mädels im Forum, die mich beruhigen und mir erklären, dass meine Kurve ja kein Beweis daür ist, dass ich keinen ES hatte. Ich hoffe es ist so
Dann wären meine Sorgen völlig unbegründet.
Ich war schon immer eine starke Pesönlichkeit. Ich bin belastbar und das vor allem emotional. Schon als Kind wusste ich, wann es den Menschen in meiner Umgebung schlecht ging- auch wenn sie es noch so zu verbergen wussten. Irgendwie hab ich mir gerade dadurch anewöhnt es nicht zu zeigen, wenn es mir nicht gut geht. War es Selbstschutz? Wenn Menschen wissen, wie sie mich verletzen können- dann könnten sie es ja tun?! Seit unser Kinderwunsch so gegenwärtig ist, bemerke ich zum ersten Mal wie sehr mich das letzt Jahr mitgenommen hatte. Klar hab ich oft nächtelang geheult umd die Anspanung los zu werden. Aber mir eingestehen, dass es es zu viel für mich ist, kommt bis heute nicht in Frage. Aber vielleicht ist es das ja?
Meine Eltern haben immer versucht mir eine behütete Kindheit zu schenken. Meine Eltern das sind meine Oma, mein Opi und meine Mutter. Oft konnten sie die böse große Welt von uns fern halten und uns ersparen, was auf uns zukommen könnte. So durfte ich erstmal im Kleinen erfahren was auf mich wartet. Ich hatte meine erste große Liebe (wie jeder hier irgendwann mal) und konnte mich darauf konzentrieren. Ich musste mich nicht um die Sorgen der Familie kümmern, obwohl ich wusste, dass es diese gab. Nun st gerade mein Opi jemand, der mich nach wie vor nicht als ewachsenen Menschen- sondern als Enkel sieht. Als 2005 meine Mutter zum ersten Mal im Krankenhaus war, began alles. Ich musste binnen Sekunden ihre Aufgaben übernehmen. Und ihre Aufgabe war im großen und ganzen alles. Ich meine nicht die alltäglichen Hausarbeiten, aber sie kümmerte sich um das Finanzielle. Zu Anfang konnte ich damit umgehen ohne größere Probleme zu haben. Sie sagte mir, wo welche Unterlagen waren.
Aber dann kam der Brief vom Amtsgericht- im März des letzten Jahres.. Mit dem Vollstreckungsbescheid. Mein Elternhaus sollte versteigert werden, weil meine Mutter drei Jahre lang keine Ratenzahlung geleistet hatte. Warum? Wenn ich das wüsste.. Wie man das übersehen kann? Meine Mutter hatte die Mahnungen versteckt und versucht das alles fern zu halten. Schon in den Vorjahren war viel passiert (bei der Sanierung des Hauses (1996) lag ein Betrug vor, der meine Eltern zu einer Hypohek zwang; dann kam 2001 die Erkrankung meiner Mutter und die Insolvenz des Unternehmens in dem sie eine Filiale leitete. Die Arbeitslosigkeit und der nebenbei laufende Kampf um ein Wochenendgrundstück zwangen sie wohl soweit in die Knie, dass sie unfähig war noch zu entscheiden, was Vorrang haben sollte.)! Sie wollte wohl einfachnicht wahr haben, dass die harte Arbeit umsonst war. Als ich alle Briefe fand und das Chaos ordnete war ich wie ferngesteuert. Ich wusste nicht genau was ich tat. Aber ich saß da in dem ganzen Papier und sortierte. ALs ich nach drei Tagen fertig war, versuchte ich eine Lösung zu finden. Alles jetzt zu Umschreiben würde den Rahmen sprengen. Fakt ist, dass ich es geschafft habe mit Hilfe einer sehr netten Anwältin. Die Hypothek läuft weiter. Meine Mutter hat im Januar 2007 das Krankenhaus verlassen (das ist eine eigene Geschichte).. Das Wochenendhaus wird wohl 2009 wieder an den Verpächter gehen, der aber hoffentlich mit einer Verureilung wegen Betruges leben muss.
Ich muss sagen, dass ich auf der einen Seite stolz auf das Geleistete bin. Aber auf der anderen Seite bin ich müde. Und ich weiss, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn ich keine Aussicht auf mein eigenes Glück hätte. Für mich ist ein Kind alles, was ich will. Und auch wenn ich vielleicht ausruhen müsste- ich kann es nicht. Ich denke ich kann mir einfach nicht mehr vorstellen, dass etwas auf Anhieb gut geht. Völlig kompromisslos. Ich suche immer unterbewusst nach Schwierigkeiten. Weiss jemand wie man das los wird?
Nach allem was letztes Jahr passiert ist, muss ich aber auch die guten Seiten des Lebens betonen. Danke, liebe Eltern (die ihr das hier eh nicht lesen werdet) für eine Kindheit ohne Angst. Und Danke ANDY für deine Liebe und Unterstützung.
Ich wünsche allen da draussen einen schönen Tag mit viel Liebe! Ich hoffe es geht euch gut!
Tausend Küsse
Uli
P.S. Meine Tatsatur gibt den Geist auf. Das wäre nicht so schlimm, wenn ich nicht vor einem Notebook sitzen würde.
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