Schub.
Einen Riesensatz hat der kleine Mann gemacht. In den letzten 3 Monaten ist er gute sechs Zentimeter gewachsen. Kein Wunder, dass ihn so oft die Wachstumsschmerzen gequält haben. 1,29 Meter misst der Knirps jetzt.
Das bleibt nicht ohne Folgen. 1. Folge: Der Kleiderschrank ist leer. Wenn er noch ein Stück wächst diese Woche, muss der Bub nächste Woche nackig gehen. Gut, dass der Sommer bald vorüber ist, denn die Zahl der passenden T-Shirts strebt gegen Null. Leider trifft der Schwund auch langärmelige T-Shirts, Pullis und Hosen. Rapide lichten sich die Reihen. Ein großer Sack wandert in die Altkleidersammlung. Ein kleines, aber teures Häuflein vornehmer Klamotten (fast alle von Oma gekauft und bestens in Schuss) wandert auf den Ebay- und Trödel-Haufen.
Aus der 1. Folge folgt zwangsläufig die 2. Folge: Der Geldbeutel ist leer. Unfassbar, was Kinderklamotten in Größe 140 heutzutage so kosten. Und an Schuhe mag ich momentan noch gar nicht denken.Â
Das Gute an einem solchen Schub: Wie gewohnt hat er auch einen Entwicklungsschub gemacht. Mein kleiner Junge hat sich verändert. Er ist irgendwie ein wenig erwachsener geworden. Zumindest kommt er mir so vor. Noch ein wenig selbstständiger als vorher marschiert er durchs Leben. Wir nabeln uns ab. Langsam, aber Schub für Schub. Und Muttern schluckt.