Kopfsalat.
Daran, dass die Studenten klammheimlich sprachlich zu Studierenden mutiert sind, haben wir uns zwangsläufig gewöhnt. Eine neue Variante eines alten Wortes haben wir in dieser Woche auf den Tisch bekommen: Da ist nicht mehr die Rede von schnöden Mitarbeitern, meinetwegen auch noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wobei ich persönlich, die jahrelang ein Abo des Emanzen-Blattes Emma hatte, darauf keinen Wert lege.
Nein, in einer Pressemitteilung ist nun ganz vornehm von „Mitarbeitenden” die Rede. Und was soll das? Weiß mal wieder kein Mensch. Bestimmt entstand das in einer Gesprächsrunde, in der zum Kennenlernen im Stuhlkreis ein Wollknäuel geworfen wurde, um ein Netz der Vertrautheit zu weben.
Ich warte schon auf den Tag, an dem aus Pfadfindern Pfadfindende werden. Und aus Besuchern Besuchende.
Freitag, 29 August 2008 at 05:50
Ich bin als erwachsene Frau von der Frau meines Vaters adoptiert worden, nur als Info vorab. Ich musste damals vorm Amtsrichter unterschreiben, dass ich als Anzunehmende mit der Annahme (Adoption) durch die Annehmende (meine Mama) einverstanden bin
Musste ja so lachen, weil ich diese Worte gar nicht kannte bis dahin. Der Richter hat den Vertrag 2x vorlesen müssen, weil ich irgendwann nicht mehr durchgestiegen bin.