Gestolpert.
Auweia. Der Tag fängt gut an. Erst kommen wir ein wenig spät aus dem Bett, Junior und ich. Heute ist nochmal normal Schule, also müssten wir eigentlich um 6.30 Uhr aus den Federn. Nun ja. Es war 7.09 Uhr, als ich ins Bad schlich. Wir waren dann trotzdem fix gewaschen und angezogen. Beim Frühstückmachen ging dann allerdings einiges daneben. Ich habe ein Halbliterglas (aus der Pfalz imporiert, damit ich genug Wasser trinke) in die Küche geschubst. Genau genommen bin ich in einer schwungvollen Drehung mit der Hand dagegen geraten. Klirr. Tausend große und kleinste Scherben in der Küche. Wenigstens keine Macke in den Fliesen. Auf dem Weg zu Handfeger und Kehrblech ein stechender Schmerz im linken dicken Zeh. Eine Scherbe war vorne in meinem linken Schlappen geflogen- und natürlich bin ich mit dem Zeh reingelatscht. Blut ohne Ende. Nagelneue Schlappen versaut. Pflaster klebt nicht mehr richtig. Muss ich wohl mal ein neues Päckchen kaufen.
Tapfer habe ich trotzdem die Scherben zusammengefegt. Meinem notorischen Barfußläufer habe ich Schuhtragegebot auferlegt und gleich die Sandalen in die Hand gedrückt. Denn diese blöden kleinen Scherben fliegen ja meterweit durch die Gegend. Schnell weitergemacht. Mein Tee war schon fertig. Milch fehlte noch. Also Kühlschrank auf, Milch gepackt, rein ins Glas damit. Ins Glas? Mein Tee ist in einer Tasse! Klar. Die Milch habe ich in meinem Elan in den Orangensaft gepackt. Das gibt eine leckere Mischung. Auch optisch. So flockig irgendwie. Igitt. Also O-Saft weggekippt. Milch in den Tee geschüttet, neuen O-Saft aus dem Kühlschrank geholt. Flasche fast leer. Gut, gibt’s heute nur einen Schluck Orangensaft.
Auf dem Weg zum Esstisch plötzlich eine unangenehme Wärme an meinem rechten Fuß. Genau genommen war es lausig heiß. Richtig. Der Tee ist übergeschwappt und ergoss sich teilweise auf meinen Fuß, leider auch auf den schönen, blauen Teppich.
Der Tag fängt gut an. Und dabei habe ich soviel vor heute.