Geschossen!

Ich bin stolze Mutter eines Torjägers. Jaaaaa, Junior hat heute beim Bambini-Turnier zwei Tore geschossen! Und das, wo er eigentlich Abwehrspieler ist. Tolle Sache. Das Turnier mit 4 Mannschaften haben unsere Jungs locker und souverän gewonnen. 2:2 gegen die einzige Mannschaft mit Spielern über 5 Jahre, 4:1 und 12:0 gegen die beiden Mannschaften mit Kindern unter 5. Da war der Jubel groß. Vor allem die kleinen Mäuse, die 12 Tore kassierten, konnten einem fast schon leid tun. Aber nur fast. *flower*

Das Beste: Es gab wieder Pokale für alle Mannschaften. Unsere Mannschaft bekam einen goldfarbenen Pokal. Und mein Sohn durfte ihn mit nach Hause nehmen. Er ist fast geplatzt vor Stolz. Während der gesamten Heimfahrt - immerhin 45 Minuten - hat er den Pokal ganz fest gehalten und ab und an geküsst. Ich weiß auch schon, wo der Pokal über Nacht bleibt: auf Juniors Nachttisch. Logisch. Am Dienstag muss er das gute Stück allerdings ans nächste Kind weitergeben. Schließlich wollen alle mal so richtig stolz auf sich sein.

Jetzt ist der Torschütze gemeinsam mit einem Freund zum Schwimmen. Auch nicht schlecht. Und ich kann mich  nicht auf die Terrasse setzen, denn da knallt die Sonne hin. Wegen des tierischen Windes kann ich die Markise nicht ausfahren. Vorhin hatte ich sie mal kurz ausgefahren - da packte eine Böe richtig heftig drunter und hätte die Markise fast abgerissen. Ich konnte sie noch mit Mühe wieder einfahren. Gottlob ist sie elektrisch mit Fernbedienung. Kurbeln wäre nicht mehr zu schaffen gewesen.

Für heute Abend sind heftigste Unwetter angesagt. Wir befürchten ein “Starkregenereignis” - das gab’s letztes Jahr leider mehrmals. Und einmal wäre das Wasser fast in unsere Einliegerwohnung geschwappt. Da fehlte nur noch ein halber Zentimeter. Problem: Die Straße macht an unserer Einfahrt einen leichten Knick. Regnet es derart heftig, dass die Straße voller Wasser ist, schwappt die Flut unsere Einfahrt hinunter, rauscht am Haus vorbei und sammelt sich unterm Haus vor der Tür der Einliegerwohnung. Nicht schön. Ich werde gleich mal mit meinem Liebsten ein kleines, provisorisches Mäuerchen aufbauen an der neuralgischen Stelle.

Viel schlimmer trifft es meist Juniors Patentante und ihre Familie. Letztes Jahr hatten sie die Brühe meterhoch in ihrem Keller. Alles war ruiniert, das Haus wurde innen grundlegend saniert, außen rundherum ausgegraben und abgedichtet, im Kanalanschluss eine Rückschlagklappe eingebaut, eine Pumpe gekauft - für alle Fälle. Die Panik bleibt trotzdem. Im Moment sieht es noch richtig sommerlich aus. Keine Wolke in Sicht. Hoffentlich bleibt es so.


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