Geplättet.
Auto voll gepackt bis unters Dach. Tische und Stühle für Mutters Party. Die ganze Familie sitzt, angeschnallt, los geht es. Rumpelrumpelrumpel. Was ist das?!? Nein, nicht das auch noch! Reifen platt. Vorne rechts. Und zu allem Überfluss beginnt es zu regnen. Mein Liebster tut, was er sonst nie macht: Er hält die Klappe und holt kommentarlos den hydraulischen Wagenheber aus der Garage. Es hätte mir zu denken geben sollen. Er wechselt ohne zu maulen den Reifen, packt Werkzeug und Wagenheber wieder weg. So können wir doch noch losfahren. Zwar mit einem Nichtwinterreifen vorne rechts. Aber immerhin mit vier luftgefüllten Pneus.
Unterwegs doziert er klug wie immer über kaputte Reifen. Was alles dazu führen kann, dass so fürchterliche Brüche im Gummi auftreten. “Der Reifen hat ein Gedächtnis”, verkündet er. Er verzeihe nie einen Fahrfehler, der über eine hohe Kante oder einen fetten Stein führe. Auch nach Monaten noch könne dann ein Schaden auftreten. Aha. Ein Gedächtnis? Mein rechter Vorderreifen? Ne, ist klar. Ich hatte immer schon den Eindruck, dass er etwas ganz Besonderes ist, mein Reifen.
Irgendwie überkommt mich der Verdacht, dass der Reifen sich vor allem an seine letzte Fahrt am Abend zuvor erinnert. Und wer saß da wohl am Steuer? Richtig. Der Dozent. Höchstpersönlich.
Dienstag, 29 Januar 2008 at 10:43
Das ist ja wie bei uns
Dienstag, 29 Januar 2008 at 14:53
LG
suessesiex
Dienstag, 29 Januar 2008 at 18:29
Ach ja, und ich dachte, ich wäre allein mit so einem klugen Exemplar ausgestattet.
LG Gilly