Getrübt.
Was für ein grauer Tag. Es wird gar nicht richtig hell heute. Der Himmel ist grau. Nebel wabert überm Wald. Es ist unerfreulich kalt. Stellenweise gibt’s sogar Glatteis. Wir gammeln ein wenig vor uns hin. Und ich verbringe Stunden mit Telefonaten mit meiner Mutter, die zu nichts führen außer zu weiterer Konfusion.
Meine Mama zermartert sich ihr Hirn, wie sie ihren 75. Geburtstag im Februar feiern soll. An Rosenmontag! Da wird sie kein Lokal finden, in dem sich keine Jecken herumtreiben. Meinen Vorschlag, von Samstag bis Montag zu ihrer Schwester zu fahren, hat sie weit von sich gewiesen. Empört geradezu. Ein großes Fest will sie aber auch nicht feiern. Eher so einen ganztägigen Krampf nach dem Motto “Wer kommt, der kommt” - wobei sie dazu ein paar schwierige Verwandte natürlich einladen würde, weil die sonst beleidigt wären. Dann wären aber doch wieder die anderen Leute beleidigt, die nicht eingeladen wurden. Örx.
Also doch ein großes Fest mit Einladungen? Nein, das will sie auch nicht. Mehr so einen Topf Suppe, Frikadellen, Salate & Co bestellen - und dann kommt halt, wer kommt. Bis auf…. Irgendwie drehen wir uns im Kreis. Und nur zum Kaffeeklatsch einzuladen, nein, das ist dann doch zu kleinlich. Abendessen müsste dann schon auch noch sein.
Also doch ein großes Fest mit Einladungen? Nein, das ist ihr zuviel Aufwand. Dann schon lieber - wer kommt, der kommt. Bis auf…. Ich werde bekloppt bis Rosenmontag.