Himmlisch.
Es hat geregnet. Es war lausig kalt. Aber für einen kleinen Mann wurde heute ein Traum wahr. Ungefähr so stellt er sich vermutlich den Himmel vor. Den blau-weißen Fußballhimmel. Wir waren morgens im Bochumer Bergbaumuseum. Sehr interessant. Aber nach dem Mittagessen war uns nach mehr. Wo wir doch grad so nahe an Gelsenkirchen waren…
Wir düsten also rüber zur Schalke-Arena. Ursprünglich wollten wir nur mal die Arena anschauen und ins Schalke-Museum gehen. Die Arena auf Schalke ist schon optisch ein Knaller. Aber das Größte beim ersten Anblick für Junior: “Guck mal Mama, bei denen hängt die gleiche Fahne wie bei uns im Garten!” Kein Wunder, ist ja eine Schalke-Fahne.
Auf dem Weg zum Museum (Treppenhaus 12) stolperten wir über den Rasenanblick. Denn der war draußen. Also der Rasen. Der wurde gerade wieder reingefahren. Pardon, er fährt oder rollt nicht, sondern er gleitet, erfuhren wir von einem Gästeführer, der gerade eine Rentnerschar durch die heiligen Hallen geleitete. Wir staunten gebührend. Wann sieht man schon mal den heiligen Rasen so vorbeigleiten.
Das Museum war für mich äußerst interessant. Die 10 Euro Eintritt für die ganze Familie hätten wir uns allerdings sparen können. Mann und Sohn waren ratzfatz fertig damit. Während Muttern noch in Erinnerungen schwelgte, zog Junior der Dame an der Kasse die Nachricht des Tages aus der Nase: Um 16 Uhr begann das Training der Schalker. Kostenlos. Kein Eintritt.
Um 15.30 Uhr standen wir auf dem Trainingsplatz. Weit und breit noch kein Spieler zu sehen, dafür aber schon eine Horde Fans. Da wir nicht damit gerechnet hatten, der Elf so nahe kommen zu können, fielen wir durch das gänzliche Fehlen jeglicher Fanutensilien auf. Ein guter Grund, den S04-Shop direkt am Trainingsgelände ein wenig zu plündern. Ich habe mich allerdings mächtig am Riemen gerissen und nur 28 Kröten verprasst. Ein Fleece-Stirnband (kann man im Winter immer brauchen), eine runtergesetzte Schalke-Kappe und eine Schalke-Kids-CD, die nun seit unserer Rückkehr unbarmherzig abgespielt wird.
Am Trainingsplatz ergatterten wir einen strategisch günstigen Platz - direkt dort, wo die Spieler zum Platz gingen. Und sie waren so nah, dass wir es gar nicht fassen konnten. Junior hat fast der ganzen Mannschaft die Hand gegeben. Auf dem Heimweg verkündete er ganz selig: “Ich werde nie vergessen, wie sich Kuranyi angefühlt hat. Ganz weich.”
Und: “Die rechte Hand ist jetzt meine Schalke-Hand. Die wasche ich nie mehr.” Das Training fand er hochinteressant, zumal er auch von einer G-Jugend-Mannschaft einige Elemente wieder erkannte. Also in Ansätzen jedenfalls. Nach dem Training gaben die Knappen eifrig und bereitwillig Autogramme. Junior krähte auf Papas Schultern so laut, dass ihn kaum einer der Spieler übersah.
Junior wird heute erst spät einschlafen. Da bin ich sicher. Er strahlt immer noch von einem Ohr bis zum anderen. Seine Augen leuchten. Auch wenn sich zwischen das “Blau-und-weiß”-Singen immer mehr herzhafte Gähnattacken mischen…
Donnerstag, 27 September 2007 at 21:33
Oh, das muss ein total schöner Tag gewesen sein!!!
Hatten wir auch…obder besser gesagt ich.
Ich habe heute einen Schuhladen und ein Internetshop geplündert.
Schöne Ferien weiterhin!!!
LG
Schweden
Freitag, 28 September 2007 at 17:48
cooooooooooooooooool, kurany persönlich? wow….das ist schon was…
Freitag, 28 September 2007 at 23:34
Wahnsinn, wie leicht manchmal Träume wahr werden …
LG Gilly