Faltenfrei.

Manche Wörter sind ein Traum. Ein besonderes Exemplar meiner persönlichen Sammlung der Lieblingswörter ist “Eigenfettunterfütterung”. Zugegeben, ein wenig sperrig ist es ja. Man muss sich erst daran gewöhnen. Aber dann zergeht es förmlich auf der Zunge wie ein hauchdünnes Täfelchen Zartbitterschokolade. Ist auch gut für die Mund-Motorik. Eigenfettunterfütterung.

Kennt Ihr nicht? Solltet Ihr aber, wenn Ihr über 40 und, sagen wir mal, ein wenig moppelig seid. Denn: Dank Eigenfettunterfütterung hat man erheblich weniger Falten. Kostet nichts extra. Macht keinen Aufwand. Schmerzt nicht. Wird weder gespritzt, noch geschmiert, noch sonstwie verabreicht. Und bedeutet schlicht, dass der Speck die Haut sozusagen von innen heraus glättet.

Ungeschickt ist nur, dass die Eigenfettunterfütterung nicht immer und ausschließlich an den strategisch wichtigen Stellen erscheint. Am Mund, unter den Augen, auf der Stirn ist Eigenfett nahezu perfekt platziert. Aber wer braucht schon ein zweites Kinn - selbst wenn es noch so faltenfrei ist?


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