Jahrestag.
Heute ist mal wieder einer dieser Jahrestage. Heute ist Achgibschonher-Tag. Bei anderen Paaren nennt sich das schlicht Verlobung. Verbunden ist es mit einem romantischen, anrührenden Heiratsantrag. Nicht so bei uns. Mein Liebster zeichnete sich schon immer durch ausgesprochenes Gespür für Romantik aus.
Es war 1994. Am 23. April. Ein sonniger, warmer Tag. So wie heute. Wir waren in Berlin. R. studierte dort, ich hatte ein paar Tage frei und besuchte ihn. Immerhin: Er hatte für den besonderen Moment einen besonderen Platz ausgesucht. Wir sind auf den Kreuzberg geklettert. Die Ringe hatten wir schon Wochen vorher bestellt. In meinem Rucksack lagen sie in einem kitschigen Herz-Döschen. Das hat der Juwelier dazu gepackt.
Wir setzten uns auf eine Treppenstufe im grellen Sonnenlicht. R. rutschte verlegen auf seinem Platz herum. Nach einer Weile brummelte er: “Ich weiß nicht, was man in so einem Moment sagt.” Und nach einer Weile: “Ach, gib schon her!” Er meinte die Ringe. Zackzack, waren die güldenen Fangeisen verteilt. Fertig.
So isser, der R. Aber ich wusste es vorher.
Dienstag, 24 April 2007 at 08:53
Jedenfalls: Dir herzlichen Glückwunsch zum Jahrestag!!
LG
Martina
Dienstag, 24 April 2007 at 11:08
oh ja.. der gibschonhertag.. ich weiss gar nicht, wann der bei uns war.. also im oktober letzten jahres.. und ich habe ihn gefragt (er hat mir meine träume geraubt !!!
) eit wochen schon redete er immer drum rum.. hat sich nicht getraut.. und irgendwann hatte ich die schnauze voll und hab gemeint “willst du mir sagen, dass du mich heiraten willst?”..
ringe haben wir im november zusammen ausgesucht. lalalalala
Donnerstag, 26 April 2007 at 16:48
Apropos romantische Verlobung: Meine Mutter erzählte mir irgendwann, wie ihre Verlobung war (meine erzähl ich hier nicht, die lief vergleichsweise glatt, war aber wunderschön *offtopic*). Sie waren sich wohl einig, dass sie heiraten wollten und mein Vater erzählte davon meiner Oma. Die regte sich furchtbar auf und sagte, das wäre nicht möglich, weil die Weihnachtspost (oder war es die Osterpost???) schon raus war, sie müssten noch warten. Daraufhin schien mein Vater fuchsteufelswild geworden zu sein, fuhr zu einem Juwelier, kaufte ‘nen Verlobungsring, fuhr anschließend zu meiner Mama, war wohl noch immer auf 180 und knallte ihr den Ring auf ihren Schreibtisch, sah sie irr an und sagte ihr: Geheiratet wird am 15.4.
Nun, sie haben jetzt 35. Hochzeitstag gefeiert, so schlecht kann’s nicht gewesen sein, die Methode 