Nasal.

Menschen haben seltsame Hobbys. Und Menschen wie ich lieben es, diese skurrilen Gestalten im Netz aufzustöbern. Heute habe ich ein Kleinod der besonderen Art aufgetan. Nichts Popeliges, sondern Kultur pur. Obwohl…

Da gibt es ein skurriles Orchester: “Der Grindchor” nennt sich das “Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester”. Die Instrumente sind, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Eine Nasenflöte legt man auf Nase und Mund auf, pustet die Luft aus der Nase in das Instrument. Der Mund wird als Resonanzboden genutzt. Klingt kompliziert. Ob man da auch nur einen einzigen vernünftigen Ton herausbekommt?

Die Herren - offenbar Alt-Punks aus Berlin - jedenfalls entlocken den Nasenflöten mit jeder Menge Anstrengung entzückende, piepsende Töne. Das Produkt ihrer Bemühungen ist gleich der nächste Brüller: Der Grindchor hat zwei CDs produziert. Die erste erschien 1998 und heißt “Kuschelrotz”. Die zweite Scheibe wurde 2002 auf den Markt geblasen und heißt “Stille Tage in Rüsselsheim”. Die Kritiker überschlagen sich im Netz: Schlagzeilen wie “Rotz’n'Roll” (Spex online) oder “Rotz never sleeps” (taz) oder “Im Hörsturzrandgebiet” (Frankfurter Rundschau) machen Appetit auf mehr. Nachmachen kann man’s auch - Nasenflöten gibt es für wenig Geld im Spielzeugladen.

Guckstu hier: www.nasenfloeten.de

Eins will mir nicht aus dem Kopf gehen: Wie mögen wohl die Proben aussehen, wenn die Musiker Schnupfen haben? Lecker, lecker.


Ein Kommentar zu “Nasal.”

  1. suessesiex schreibt:

    Igitt!

    Na toll jetzt kann ich bestimmt nicht gut schlafen. ;-)

    LG
    suessesiex

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