Fehlstart.
Der Montag fängt gut an. Um 3.50 Uhr ein Schrei neben mir. Völlig verstört reiße ich die Augen auf. Das hätte ich nicht tun sollen. Fatal. Schmerz. Im Auge ist eine uralte Verletzung - ich habe mir vor vielen Jahren beim Weihnachtsbaumschlagen einen Ast ins Auge gedonnert -, wo die Haut nicht richtig verheilt ist, sondern nur in Schichten übereinander liegt, wieder aufgerissen. Tränen und ein dickes Auge. Und das mitten in der Nacht.
Zurück zum Schrei. Und dem Schreienden. Wie von der Tarantel gestochen schießt mein Mann aus dem Bett, reißt sich den Schlafanzug vom Leib und rast ins Bad. Unterwegs schimpft er noch: “Wer hat den Wecker so leise gestellt?” Ich habe da so eine Vermutung.
Um 0.30 Uhr hätte er aufstehen müssen. Eigentlich. Und seit 0.30 Uhr dudelt der Wecker vor sich hin. Leider aber unhörbar. Die Lautstärke ist ganz runtergedreht. Um 2 Uhr hätte R. an seinem Arbeitsplatz aufschlagen müssen. Vorgezogene Montagsfrühschicht. Eigentlich. So ist er gegen 5 Uhr dort. Unschön, wenn man die Produktion um 2 Uhr anlaufen lassen sollte.
Unschön auch für mich. Vor lauter Aufregung kann ich nicht wieder einschlafen. Um 5.15 Uhr fällt mein Blick nochmal auf die Uhr. Danach erst wieder um 7.30 Uhr, als mein Wecker laut und vernehmlich dudelt. Ich fühle mich wie vom Bus überfahren. Dazu noch das Matschauge. Und dann ab heute wieder vier Tage arbeiten. Hochmotiviert, aber todmüde. Ein klassischer Fehlstart.
Wenigstens war der Rest des Tages ganz erträglich.
Montag, 29 Januar 2007 at 20:14
Ja, das hört sich ja nun wircklich nach einem Fehlstart an. Hoffentlich war der restliche Tag dann wenigstens einigermaßen “normal “.
LG Schnick