Archiv für Januar, 2007

Nasal.

Mittwoch, 31 Januar 2007

Menschen haben seltsame Hobbys. Und Menschen wie ich lieben es, diese skurrilen Gestalten im Netz aufzustöbern. Heute habe ich ein Kleinod der besonderen Art aufgetan. Nichts Popeliges, sondern Kultur pur. Obwohl…

Da gibt es ein skurriles Orchester: “Der Grindchor” nennt sich das “Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester”. Die Instrumente sind, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Eine Nasenflöte legt man auf Nase und Mund auf, pustet die Luft aus der Nase in das Instrument. Der Mund wird als Resonanzboden genutzt. Klingt kompliziert. Ob man da auch nur einen einzigen vernünftigen Ton herausbekommt?

Die Herren - offenbar Alt-Punks aus Berlin - jedenfalls entlocken den Nasenflöten mit jeder Menge Anstrengung entzückende, piepsende Töne. Das Produkt ihrer Bemühungen ist gleich der nächste Brüller: Der Grindchor hat zwei CDs produziert. Die erste erschien 1998 und heißt “Kuschelrotz”. Die zweite Scheibe wurde 2002 auf den Markt geblasen und heißt “Stille Tage in Rüsselsheim”. Die Kritiker überschlagen sich im Netz: Schlagzeilen wie “Rotz’n'Roll” (Spex online) oder “Rotz never sleeps” (taz) oder “Im Hörsturzrandgebiet” (Frankfurter Rundschau) machen Appetit auf mehr. Nachmachen kann man’s auch - Nasenflöten gibt es für wenig Geld im Spielzeugladen.

Guckstu hier: www.nasenfloeten.de

Eins will mir nicht aus dem Kopf gehen: Wie mögen wohl die Proben aussehen, wenn die Musiker Schnupfen haben? Lecker, lecker.

Fehlstart.

Montag, 29 Januar 2007

Der Montag fängt gut an. Um 3.50 Uhr ein Schrei neben mir. Völlig verstört reiße ich die Augen auf. Das hätte ich nicht tun sollen. Fatal. Schmerz. Im Auge ist eine uralte Verletzung - ich habe mir vor vielen Jahren beim Weihnachtsbaumschlagen einen Ast ins Auge gedonnert -, wo die Haut nicht richtig verheilt ist, sondern nur in Schichten übereinander liegt, wieder aufgerissen. Tränen und ein dickes Auge. Und das mitten in der Nacht.

Zurück zum Schrei. Und dem Schreienden. Wie von der Tarantel gestochen schießt mein Mann aus dem Bett, reißt sich den Schlafanzug vom Leib und rast ins Bad. Unterwegs schimpft er noch: “Wer hat den Wecker so leise gestellt?” Ich habe da so eine Vermutung.

Um 0.30 Uhr hätte er aufstehen müssen. Eigentlich. Und seit 0.30 Uhr dudelt der Wecker vor sich hin. Leider aber unhörbar. Die Lautstärke ist ganz runtergedreht. Um 2 Uhr hätte R. an seinem Arbeitsplatz aufschlagen müssen. Vorgezogene Montagsfrühschicht. Eigentlich. So ist er gegen 5 Uhr dort. Unschön, wenn man die Produktion um 2 Uhr anlaufen lassen sollte.

Unschön auch für mich. Vor lauter Aufregung kann ich nicht wieder einschlafen. Um 5.15 Uhr fällt mein Blick nochmal auf die Uhr. Danach erst wieder um 7.30 Uhr, als mein Wecker laut und vernehmlich dudelt. Ich fühle mich wie vom Bus überfahren. Dazu noch das Matschauge. Und dann ab heute wieder vier Tage arbeiten. Hochmotiviert, aber todmüde. Ein klassischer Fehlstart.

Wenigstens war der Rest des Tages ganz erträglich.

Modern I.

Samstag, 27 Januar 2007

Der Titel hätte mich stutzig machen sollen. “Die moderne Hausfrau” - hurz, da sträuben sich mir als ehemaliger Emma-Abonnentin die Nackenhaare. Ein kleiner, handlicher Katalog voller Überraschungen. “Frische Ideen für den gut organisierten Haushalt, Schönes zum Wohnen und natürlich wie immer besondere Geschenke für liebe Menschen” verspricht mir eine Dame vom Kunden-Service. Ein kleiner Würgereflex wird rasch verdrängt. Man muss sowas aushalten können.

Ein apartes Holzblütengesteck mit Kunststoffbeiwerk für 1,95 Euro gefällig? Oder ein winziges Handtäschchen mit noch winzigerer Geldbörse für 8,95 Euro? Wobei ich mich frage, was in diese Miniportionen wohl reinpassen könnte. Der Inhalt meines Rucksacks jedenfalls nicht. Ich gehöre eindeutig zu den Chaotinnen, die in ihrer völlig überfüllten Tasche minutenlang zwischen Schreibblock, Lippenstift, Einkaufszettel, Tampons, Kopfschmerztabletten und zerbrochenen Kugelschreibern nach dem Handy wühlen müssen. Nichts von alledem wurde in 25 x 6,5 x17 Zentimetern Platz finden. Oder zumindest kaum etwas. Aber auf Seite 68 haben sie mich erwischt: eine Handy-Halskette mit hübschem, mit Strasssteinen verziertem Anhänger. O-Ton: “Überlassen Sie das Suchen und Kramen den anderen - legen Sie Ihr Handy an die Handy-Halskette!”

Geniale Texter waren da am Werk. “Dieser Anblick öffnet die Herzen” steht beim Pflanztopf Katze für 12,80 Euro. “Die Herzen” scheint mir ein wenig pauschal zu klingen. Mein Herz und auch mein Geldbeutel jedenfalls bleiben zu. Auf Seite 44 finde ich Waldi: “Wie schön, wenn Ihnen wenigstens Waldi Gesellschaft leistet!” Hallo? Ich bin nicht einsam. Kein bisschen. Und was soll ich mit einem Köter aus Kunststein? Immerhin: “Waldi gefällt es drinnen und draußen gleich gut!” Und das für nur 13,95 Euro. Schön für Waldi. Denn bei uns muss er leider draußen bleiben.

Noch eins aus der Abteilung Lebenshilfe: “Mit den großen Freuden will es nicht so recht klappen? Dann konzentrieren Sie sich doch einfach auf die kleinen Dinge!” Genau. Das hat mir schon immer gefehlt. Wenn es mir so richtig dreckig geht, lenke ich meinen Blick auf das “Porzellan-Ei Rosen”. Wenn ich das mit einer wertvollen Bemalung und Echtgold-Verzierung versehene, zehn Zentimeter hohe Prunkstück öffne, reckt sich mir ein Plastik-Rosenstrauß entgegen. Das tröstet ungemein. Hilft vielleicht auch bei Migräne, wenn sich der Würgereflex, der gelegentlich Erleichterung bringt, nicht sofort einstellen möchte. Ein Blick aufs Ei - und zack, klappt’s auch mit dem Würgen. Da kann man bei 12,50 Euro nicht meckern.

Genug gestöbert für heute. Mehr ertrage ich in meiner derzeitigen Verfassung nicht.

Abgeräumt.

Donnerstag, 25 Januar 2007

Endlich Schnee! Zwar nicht viel. Aber es reicht, um Junior zu verzücken. Voller Freude tobt er mit seinen Freunden auf der Straße herum. Seine orangefarbene Schneeschaufel schiebt er vor sich her wie ein König. Die Jungs schuften, versuchen, noch das letzte Flöckchen von der Straße zu kratzen.

Ein Dialog.

Junior: “Mama, wir haben schon eifrig Schnee geschaufelt, damit wir die Goldmedaille vom Bürgermeister bekommen.”

Ich: “Goldmedaille? Vom Bürgermeister?”

Junior: “Ja! Hab ich im Fernsehen gesehen. Wenn man was für den Ort tut, bekommt man eine Goldmedaille.”

Ich: “Fürs Schneeschippen in unserer Straße? Das wird wohl nicht reichen.”

Junior: “Meinst Du nicht? Hm. Dafür müssen wir wohl die ganze Stadt blankputzen, was?”

Ich: “Schon eher.”

Junior überlegt eine Weile, dann grinst er breit: “Ach was.”

Junior nach einer weiteren Bedenkzeit: “Egal, an welchem Tag uns der Bürgermeister die Goldmedaille geben will, ich  hab Zeit. Ich freu mich schon drauf.”

Könnte sein, dass die Vorfreude sich ein Weilchen hinziehen muss. Denn dass unser Bürgermeister überhaupt über Goldmedaillen verfügt, halte ich für äußerst fraglich. Schon die kupfernen Münzen sind im Stadtsäckel äußerst knapp. Da wollen wir an Gold lieber erst gar nicht denken.

Warum?

Mittwoch, 24 Januar 2007

Heute ist Papas Geburtstag. Wie könnte ich den vergessen. Vor fast 17 Jahren starb er. Von einem auf den anderen Moment. Ohne jede Vorwarnung. Mitten aus dem Leben. 59 Jahre alt. Er war mein Ein und Alles. Mein Papa. Mein Vorbild. Er brachte mich zum Lachen, wenn mir zum Davonlaufen war. Er rückte mir den Kopf zurecht, wenn meine Ideen zu wild ins Kraut schossen. Er fing mich auf, wenn ich in Tränen aufgelöst aufgeben wollte. Wir haben zusammen Fußball gespielt und Schneemänner gebaut. Keiner konnte beim Menschärgeredichnicht so elegant schummeln wie er.

Die ersten Wochen nach seinem Tod waren völlig grau. Mein Kopf war wie mit Watte vollgestopft. So dumpf und taub fühlte sich alles an. Der Schmerz überdeckte alles. Nichts hatte mehr einen Wert. Ohne Papa. Der Schmerz hat sich nach und nach verändert. Langsam. Vergangen ist er nie. Die Trauer wurde ein Teil meines Lebens. Es gibt gute Tage, da denke ich an ihn, freue mich über Erinnerungen. Und es gibt auch heute noch, nach 17 Jahren, Tage, an denen ich weine um meinen Papa.

Seinen Enkel durfte er nie kennenlernen. Er hätte sicher gern mit ihm Fußball gespielt. Davon hat er immer geträumt. Dass er dann viel Zeit hätte, mit meinen Kindern die Welt zu erkunden. Er hatte keine Zeit mehr. Junior fragt oft nach seinem Opa, der bei uns immer noch eine große Rolle spielt. Opa lebt im Himmel, haben wir ihm gesagt. Von da aus passt er auf Junior auf. Als wir unsere erste Flugreise mit Junior machten, schaute er angestrengt aus dem Fenster: “Das hier ist doch der Himmel. Und wo ist nun der Opa? Ich hatte mich so gefreut, ihn endlich mal kennenzulernen.” Wenn es so einfach wäre.

Sein Geburtstag ist so ein schwerer Tag. Ach Papa. Warum nur?

Hölzern.

Dienstag, 23 Januar 2007

Egal, wo ich bin, ich verbinde Orte auch immer mit Gerüchen und vor allem Geräuschen. Vielleicht sollte ich mit der Nummer mal bei “Wetten dass” auftreten. Spielt mir ein Geräusch vor, und ich sage Euch, welcher Ort mir dazu einfällt. Funktioniert ähnlich wie die typische Handbewegung einst bei “Was bin ich?”.

Fragte mich gerade jetzt jemand nach dem typischen Geräusch für unsere Gegend, fiele mir nur ein “iiiiiieeeeeeeeiiiiiiiiiiiii” ein. Wobei Junior anmerkt, dass das gar nicht so klingt. Sondern mehr so: “Hööööööööönhööööööööön”. Nein, ganz falsch. Kein Rennwagen, der vorbeirast. Nein, ein Fichtenmoped. Wohin man auch fährt, beim Aussteigen hört man sofort das charakteristische Knattern der Motorsägen, gefolgt von diesem kreischenden Geräusch beim Bäumezersägen. Kyrill hat ganze Arbeit geleistet. Man rechnet mit einer halben Milliarde Euro (nein, ich habe mich nicht vertippt, es geht um 500 000 000 Euro) Schäden allein in unserer Region. Entsprechend werden die Verkäufer und Werkstätten für Motorsägen das Geschäft ihres Lebens machen. Die Problembaumfäller (ja, solche Firmen gibt es hier wirklich) werden einen unerwarteten Aufschwung erleben. Für die Landschaftsbauer werden auch noch ein paar Brosamen abfallen.

Mein Mann wollte auch gern helfen. Er hat ja die besten Voraussetzungen derzeit: Er hat Urlaub, und er liebt sein Fichtenmoped. Er hat sogar vor einigen Jahren extra einen Kurs beim Forstamt belegt. “Sicherer Umgang mit der Motorsäge” - mit Diplom, da hat man was fürs Leben. Seitdem wartet er darauf, dass er mit der Maschine groß raus kommt. Das mit dem Leseschein für den Stadtforst hat nicht geklappt, da war er zu spät dran. Und ohne Leseschein darf man nicht durch die stadteigenen Wälder stromern und Brennholz erbeuten. Gestern rief er ganz aufgeregt beim Förster an, wollte seine Hilfe bei den Aufräumarbeiten anbieten. Die Hilfe wollten sie gern annehmen - nur Brennholz sollte er dafür nicht bekommen. Da war dann seine Begeisterung relativ schnell abgekühlt.

Nun müssen wir unseren Specksteinofen - den nun wieder ich sehr liebe - weiterhin mit Holz aus Mamas Garten befüllen. Das reicht auch noch für ein paar Jahre…

Anders.

Montag, 22 Januar 2007

Wir haben nach Südosten einen begnadeten Blick über die Kleinstadt ins Grüne. Wälder, einige Felder und noch mehr Wälder. Ein vertrauter Anblick, der ein Stück Zuhause bedeutet. Doch seit Donnerstag hat die Landschaft ein anderes Gesicht. Die hier so beliebten Fichten sind reihenweise umgekracht. Kyrill hat sie abgeknickt wie die sprichwörtlichen Streichhölzer.

Nichts ist mehr, wie es war. Die Bergkuppen - und davon gibt es hier angeblich tausend - sind fast kahlrasiert. Einzelne abgebrochene Stämme ragen gespenstisch in den Himmel. Erinnert ein wenig an Korsika damals, im Jahr nach dem schlimmen Waldbrand. Auf der Fahrt in mein Heimatdorf quer durch die Region sehen wir hinter jeder Kurve neue Schäden. Die Waldbauern - und davon gibt es hier sehr viele hauptberufliche - müssen völlig ruiniert sein. Die Arbeit von Jahren - an einem Tag vernichtet. Niedergemäht. Unfassbar. Ein Anblick, an den ich mich gewöhnen muss.

Der Wald 200 Meter von hier, in den Junior mit seiner Waldgruppe aus dem Kindergarten dienstags immer zum Spielen ging, exisitiert nicht mehr. Platt. Alles umgenietet. Die Kinder sind völlig entsetzt. Ihre Hütte aus Ästen und gefundenen Latten ist zerstört. Ihre Baumrutsche ist begraben von umgeknickten Bäumen. Keine Ahnung, wo sie künftig ihre Waldtage verbringen können.

Wir hatten Glück. Zum zweiten Mal. Das letzte große Unwetter war im September. Sturzbachartiger Regen flutete Straßen und Keller. Bei uns ging’s gerade noch mal gut. Nachbarn hatten da erheblich mehr Pech. Ängstlich wie ich bin, habe ich sofort ein Angebot für eine Elementarversicherung angefordert. 100 Euro im Jahr würde die Versicherung mehr kosten als bisher. Wir werden nochmal drüber nachdenken.

Grau.

Sonntag, 21 Januar 2007

Besuch im Krankenhaus. Ich bin schwungvoll wie immer unterwegs. Auf dem Flur rassele ich mit einem älteren Herrn zusammen. Grauer Anzug. Grauer Mantel. Graue Hautfarbe. Keine grauen Haare. Kaum noch Haare. Farbe unerfindlich. Graue Augen. Die Augen kenne ich doch. Lange ist’s her. Ansgar. So hieß er. So heißt er auch heute noch. Einer meiner ersten Versuche zarter Bande. Übers Küssen sind wir damals nicht hinausgekommen. Zumindest geschah nichts, was einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätte.

Nach den ersten freundlichen Worten weiß ich auch wieder, warum es nicht gut ging mit uns. Er ist Lehrer, erzählt er mit seiner leisen, salbungsvollen Stimme, die mich damals schon vertrieben hat. Seinem Händedruck bin ich diesmal geschickt ausgewichen. Bestimmt würde er mir wie früher so einen toten Fisch hinhalten. Ein kaltes, feuchtes Patschhändchen ohne jeden Druck. Da ist mir jemand wie Friedrich Merz lieber, den wir heimlich “den Quetscher” nennen. Nach einem freundlichen Handschlag von ihm zähle ich immer meine Finger nach und suche die Hand nach blutenden Verletzungen ab. Bei Ansgar musste man sich da schon früher keine Sorgen machen. Ungefähr so durchdringend war auch sein Stimmchen. Und dann erst das salbungsvolle Gesabbel. Daran hat sich leider nichts geändert.

Es ist mir ein Rätsel, was ich an dem mal gefunden habe. Manchmal meint es das Leben richtig gut mit mir. Welch ein Glück, dass ich nicht mit so einer Trockenpflaume alt werden muss. Da bin ich doch mit R. richtig gut bedient. Hier ist wenigstens Leben in der Bude.

Überlebt.

Samstag, 20 Januar 2007

Was für ein Tag! Den Kennern reicht ein Wort: Kindergeburtstag! Und hier die Langfassung.

5.50 Uhr: Ein Ruf reißt mich aus einem wunderschönen Traum. “Mama!” Ich baue den Ruf tapfer in meinen Traum ein. “Maamaa!” Ein unwilliges Grunzen neben mir sagt mir, dass da jemand denselben Traum träumt wie ich. Das ist ungewöhnlich. “Maaamaaa!” Das Rufen wird deutlich lauter. Alles Sträuben ist vergeblich. Junior ist wach. Und zwar hellwach. Er hat Geburtstag. Und er weiß das. Müde schleiche ich in sein Zimmer, schnappe mir die Stillschlange, ohne die er niemals schläft, schleife sie rüber in unser Schlafzimmer, Junior tapert hinterher. Quietschvergnügt. Immerhin: Er legt sich nochmal mit in unser Bett. Leider ist das schon alles an Kompromissen. Er hopst herum, schüttelt abwechselnd R. und mich, schaltet das Licht an und aus.

6.30 Uhr: Es hat keinen Sinn, sich weiter vorzumachen, er würde wieder einschlafen. Oder wenigstens Ruhe geben. Also: Waschen, Anziehen - und ab in die Küche. Junior will nämlich auf seinen Geburtstagsfotos nicht im Schlafanzug zu sehen sein. Da ist er eigen. Ich auch. Zumindest was mich im Schlafanzug auf Fotos angeht.

6.45 Uhr: Alle sind geschniegelt und gestriegelt. Ich haste in die Küche, zünde die Kerzen auf dem Geburtstagszug an, zücke die Kamera - und dann kann’s losgehen. Lied singen, Kerzen auspusten, Geschenke auspacken. Wobei auspacken eine recht vornehme Umschreibung und der Realität recht fern ist. Junior schwingt sich von einem Ohr zum anderen strahlend gleich aufs neue Fahrrad. Alu. Mit drei Gängen. Und Rücktritt. Blau und silberfarben. Er radelt durch die Küche. Nein, so riesig ist die nun auch nicht. Er radelt ein paar Meter vor zum Kühlschrank, steigt ab, dreht das Rad um und radelt wieder zurück zum Fenster. Das reicht nicht für Langstrecke. Aber zum Testen ist es optimal.

7.30 Uhr: Alle Geschenke sind vom Papier befreit. Ein Kosmos-Experimentierkasten Technik, ein Weltall-Buch, eine Bibi-Blocksberg-Kassette, ein Wilde-Kerle-Becher, Wilde-Kerle-Tattoos, eine Lego-Fahrzeugkiste. Der Postbote hat schon ein Paket von Biene gebracht - darin ist ein wunderschöner Wilde-Kerle-Spiegel, selbst bemalt. Und die Tagesmutter hat einen spektakulären Anspitzer und ein Schmetterlingsbuch für ihn eingepackt. Junior ist selig. Hunger hat er keinen, Frühstücken will er nicht. Mit viel Mühe lässt er sich zum Verzehr eines Schoko-Puddings überreden. Danach spitzt er alles an, was seine Malkiste hergibt. inzwischen hat er die Geburtstagsanzeige in der Zeitung entdeckt. Jedes Jahr bekommt er die - warum soll ich mit meinem jährlichen Freianzeigen-Budget nicht mein Kind glücklich machen. Darum hat die Anzeige eine bemerkenswerte Größe und ein Foto. Er schneidet sie - auch wie jedes Jahr - aus.

8.30 Uhr: Abmarsch zum Kindergarten. Am Eingang wird Junior stürmisch begrüßt. Offenbar hat er in den letzten Tagen allen erzählt, dass er Geburtstag hat. Und alle anderen haben’s in der Zeitung gesehen.

10.30 Uhr: 28 Pizzabrötchen, noch nicht gebacken, dick gefüllt mit einer Mischung aus Paprika, Putensalami (wegen der muslimischen Kinder), Mais, lactosefreier Sahne und Zwiebeln, schleppen wir zum Kindergarten. Die Regenbogengruppe freut sich schon drauf. Im Mittagskreis wird Juniors Geburtstag gefeiert. Die Kinder singen ein Lied, er darf das tägliche Kreisspiel aussuchen, Kerzen auspusten, in eine Geschenkekiste greifen. Danach futtern die Zwerge die Pizzabrötchen. Ratzeputz weg sind die köstlichen Leckerchen. Prima Rezept. Chefkoch.de sei Dank.

11.30 Uhr: Der Kindergarten ruft an. Keines der Kinder darf heute allein nach Hause gehen. Wegen des Sturms Kyrill müssen alle abgeholt werden.

12 Uhr: Es stürmt bereits so heftig, dass ich lieber ohne Schirm gehe. Im Kindergarten kommen gleich zwei Erzieherinnen herbei und wollen das Rezept haben. Sehr schmeichelhaft. Wo ich sonst nicht so die Küchenkönigin bin.

12.30 Uhr: Mittagessen fällt heute aus. Wir hatten auf Reste der Pizzabrötchen spekuliert. So kann man sich irren. Also gibt’s Brote. Junior hat sowieso keinen Hunger.

13.30 Uhr: Der Tisch ist gedeckt, die Dekoration fertig. Das Zubehör für die diversen Spiele steht in einer Klappkiste bereit. Warten. Für einen Sechsjährigen eine leichte Übung. Kein Thema. Alle drei Minuten fragt er: “Wann kommen endlich die Gäste?” Ich ziehe mich um fürs Ritterfest. “Kleiden Sie sich bunt. Dann achten die Kinder mehr auf Sie als Spielleiter”, stand in dem Kindergeburtstagsbuch. Kann ja nicht schaden, so ein Griff in die psychologische Trickkiste.

14.30 Uhr: Die Drachenblutbowle sieht gruselig aus. Und riecht lecker. Leider schmeckt sie sauer. Selbst mit zwei nicht geplanten Löffeln Zucker. Junior fragt alle 40 Sekunden: “Wann kommen endlich die Gäste?”

14.45 Uhr: Der erste Gast ist da. Julian. Dann kommt Hannah. Sie hat die Jacke noch nicht ausgezogen, da klingeln Vladi und Viktor. Lukas ist der Nächste. Das Würfelspiel zum Geschenkeauspacken fällt aus. Ich komme zu spät. Junior hat die bisher eingetroffenen Geschenke bereits aufgerissen.

15 Uhr: Maxi ist auch endlich da. Er ist mindestens so aufgeregt wie Junior. Schnell bei der Platzverteilung aufkommenden Streit schlichten. Die Wunderkerze in Form eines J wird angezündet, das Geburtstagslied gesungen. Jeder will das Riesenritterburgkuchenstück mit dem Turm drauf haben. Doch Junior ist das Kekskind, der bekommt den Turm. Der Kuchen reicht trotzdem locker für alle. Gefräßige Stille breitet sich aus. Die Drachenblutbowle finden alle cool. Und sauer. Also doch lieber Fanta, Sprite und Milch.

15.20 Uhr: Die Krümelmonster sind satt. Die Ritterprüfung kann beginnen. Das Turnen klappt problemlos. Die Steckenpferde werden jubelnd in Empfang genommen. Alle wollen ein weißes Pferd. Das ist ungünstig, wenn es nur zwei weiße Pferde gibt. Wir einigen uns dann doch noch. Beim Steckenpferdreiten über den Parcours klemmt sich Lukas den dicken Zeh unter der Wippe ein. Humpelnd beendet er seine Runde. Maxi reißt beim Ringestechen gleich die ganze Schnur von der Decke. Er schämt sich. Bekommt aber einen Extrapunkt. Fortan wollen alle die Schnur abreißen.

16 Uhr: Alle Kinder sind feierlich zum Ritter geschlagen worden. Sie sind mächtig stolz. Erste Runde geschafft. R. rast mit dem Gruppenfoto auf CD zum Fotoschnelldienst. Ich räume den Tisch ab. Die Kinder spielen Ritterkampf mit Luftballonschwertern im Wohnzimmer.

16.20 Uhr: Die Schatzsuche beginnt. Erstes Spiel: Bogenschießen. Drei Kinder haben das noch nie gemacht. Maxi stellt sich ausgesprochen ungeschickt an. “Wie lange dauert das denn noch?”, maulen die anderen. Mit Hilfe trifft er dann wenigstens die Tür und bekommt einen Punkt. Vladi ist schon in der zweiten Klasse und liest den Hinweis vor. Ratzfatz ist das Rätsel gelöst und der Ballon mit dem nächsten Hinweis gefunden.

16.40 Uhr: R. ist wieder da. Die Fotos sind klasse geworden.

16.50 Uhr: Juwelenrollen und Drachenfüttern klappen prima. Maxi beißt Viktor in den Finger. Junior regelt das allein: “Entschuldige dich oder ich lade dich nie wieder zu meinem Geburtstag ein.” Maxi ist verlegen, entschuldigt sich aber. Bei der Reise zur Ritterburg knallt Julian in jeder Runde mit dem Steckenpferd-Stiel gegen unseren schönen, alten Küchenschrank. Im Eifer des Gefechts sind Ermahnungen sinnlos. Ein bisschen Schwund ist immer. Hannah gewinnt und piekst ganz selig in den Ballon mit dem Hinweis.

17.30 Uhr: Kegeln ist der Hit. Wir müssen mehrere Runden spielen, weil alle unbedingt nochmal drankommen wollen. Beim Dosenwerfen bricht Junior gnadenlos ein. Kein Treffer. Dabei hat er so lange geübt. Dafür räumt Viktor, der Grobmotoriker, ganz groß ab. Maxi hat Lukas getreten und muss sich nochmal entschuldigen. Wenigstens schämt er sich dabei.

17.50 Uhr: Der Schatz ist gefunden. Unter großem Hallo wird die Kiste aus dem Bad in die Küche geschleppt. Schnell noch unter Aufbietung meiner gesamten Autorität ein Foto der erfolgreichen Schatzsucher. Dann ist kein Halten mehr. Die Mitgebsel kommen groß raus. Der Knaller: In jedem Beutel steckt eine Konfettikanone. Ich lerne: Nur ein Dussel kauft so etwas. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass die Kinder die Mitgebsel mit heim nehmen. Deswegen heißen sie ja Mitgebsel und nicht Sofortausprobiersel. Da deckten sich unsere Vorstellungen nicht ganz. Die Kröten zünden ihre Kanonen sofort in der Küche. Eine Riesensauerei. Müssen wir nicht nochmal haben. Hätte man wissen können.

18 Uhr: Fütterung der Raubtiere. Beim zünftigen Rittermahl dürften die Kinder Pommes und Nuggets eigentlich mit den Fingern essen. Wollen sie aber nicht. Ich verteile rasch Gabeln. Wohlerzogener Nachwuchs. Doch die Gabeln sind rasch uninteressant. Der erste Junge entdeckt die Spieße in Schwertform, die mit Cocktailwürstchen, Weintrauben, Paprika und Käse bestückt sind. Und schon ist ein neues Essbesteck für Pommes und Nuggets gefunden. Ist ja auch nicht das Schlechteste, so isst wenigstens jedes Kind ein Stück Alibi-Gemüse, um in den Besitz eines Schwerts zu kommen.

18.30 Uhr: Fütterung beendet. Fanta auf dem Fußboden. Letztes Jahr war’s schlimmer, da hatten wir den Teppich in der Küche liegen gelassen. Der Apfelsaft ist nie wieder raus gegangen. Den neuen Teppich haben wir zusammengerollt und an der Kellertreppe deponiert. Weise Entscheidung.

18.40 Uhr: Ein letztes Spektakel. Die Punkte habe ich notdürftig zusammen gerechnet. Hannah hat gewonnen. Sie darf als Erste in den undurchsichtigen Preise-Beutel greifen. Es folgen Maxi, Junior, Vladi, Viktor, Lukas und Julian. Mehrmals geht es reihum, Preise und Süßigkeiten.

18.55 Uhr: Die erste Mutter klingelt. R. und ich schauen uns an, als wären wir gerade aus einem Traum erwacht. Schon vorbei? Die Zwerge raffen ihre Ritterausrüstung und die Mitgebsel zusammen. Schuhe anziehen, Jacke anziehen, Mütze auf - und raus in den Sturm. R. bringt die Kinder aus der Nachbarschaft heim. Maxi findet seinen Helm nicht. Heulend rennt er herum. Wir versprechen ihm, ihm den Ritterhelm zu bringen, sobald wir ihn finden. Lukas’ Mama will noch schwatzen. Wir nicht. Sie macht sich lustig über das Chaos in der Küche. Wir würden lieber aufräumen.

19.20 Uhr: Alle sind weg. Es ist still. Aber nur drinnen. Draußen tobt der schlimmste Sturm seit vielen, vielen Jahren. Kyrill lässt das Licht flackern. Am Sandkasten ist das Dach hochgeflogen. Das kleine blaue Eimerchen, das die Bodenhülse der Wäschespinne abdeckt, ist davongeweht worden.

19.30 Uhr: Unser Nachbar muss noch rasch das obligatorische Foto vorm Specksteinofen von uns machen. Jedes Jahr lassen wir uns zu dritt dort fotografieren. Die Bilder hängen alle nebeneinander. Sieht lustig aus, wenn man sieht, wie man sich Jahr für Jahr verändert. Den Flecken auf meinem T-Shirt habe ich erst hinterher entdeckt. Der Nachbar bleibt  noch ein wenig, freut sich über das heillose Durcheinander in der Küche.

20 Uhr. Ich liebe unser Haus. Vor allem unsere große Wohnküche. Dank der vielen Spiele gab es keine Zeit für Freispiel. So konnten die Kröten sich nur in der Küche und ein wenig im Wohnzimmer ausbreiten. Ohne Programm hätten sie zu siebt das ganze Haus verwüstet.

22.20 Uhr. Meine Männer liegen schnarchend im Bett. Junior darf angesichts des immer bedrohlicheren Orkans bei uns nächtigen.  Die Küche ist aufgeräumt. Morgen kommt die Putzfee und erledigt den Rest. Mir ist nicht nach Schlafen. Ich genieße das Gefühl, es für heute geschafft zu haben. Für heute und für die nächsten 364 Tage. Wir haben überlebt. Draußen tobt unverändert heftig der Sturm. Der Wirbelsturm drinnen ist überstanden. Kyrill werden wir auch noch schaffen.

Tendenz: steigend.

Mittwoch, 17 Januar 2007

Noch zweimal schlafen. Das Konzept ist fertig. Die Bastelarbeiten sind erledigt. Morgen noch der Großeinkauf für die hungrige Meute, Geschenk (cooles Fahrrad mit 3-Gang-Schaltung) im Laden abholen, Ritterburgkuchen fertig machen, Küche ausräumen und dekorieren. Das schaffen wir zu zweit.

Falls es jemanden interessieren sollte, hier kommt das Konzept. Und wehe, es lacht einer. Ein Kindergeburtstag ist eine ernste Sache. Der will generalstabsmäßig organisiert sein.

Ritterfest zu J.s 6. Geburtstag am 18.1.2007Zeitrahmen: 15 bis 19 Uhr

6 Gäste, 5-8 Jahre alt

  • Ritternamen – stehen schon auf der Einladung (als Burg mit Zugbrücke).

Ablauf:

  • Geschenkeauspacken mit Würfel – alle sitzen im Kreis, J. würfelt, bei einer 1 oder 6 darf er ein Geschenk auspacken, alle schauen es gemeinsam an.
  • Kuchenschlacht mit Ritterburgkuchen (entsprechend verzierter, quadratischer Biskuit oder Marmorkuchen) und Drachenblut-Bowle (250 g TK-Erdbeeren, 0.7 l Ananassaft, 0.7 l Mineralwasser, 8 EL Waldmeister-Grundstoff; Ananassaft, Mineralwasser und den Waldmeister-Grundstoff vermengen, in einen Krug füllen, zuletzt die gefrorenen Erdbeeren zufügen, die dann wie gruselige Drachenaugen in der grünen Flüssigkeit schwimmen).

Erspielen der Ritterausrüstung

  • Ritter-Turn-Turnier Jedes Kind darf einmal an der Scheibe (aus dem Geburtstagsspielepaket von Noris) drehen und muss die Aktion ausführen, auf die der Zeiger zeigt. Zur Belohnung bekommt jedes Kind ein Steckenpferd.
  • Wilder Ritter-Ritt. Jedes Kind reitet mit seinem Steckenpferd über einen Parcours aus Plastikkegeln, Pylonen und kleinen Hindernissen. Zur Belohnung bekommt jedes Kind einen Schwert-Luftballon.
  • Ringestechen mit Schwert und Steckenpferd Jedes Kind versucht – in der einen Hand das Steckenpferd, in der anderen das Holz-Schwert – im Galopp einen Ring (im Wohnzimmer an der Decke an einem Seil mit Tesafilm locker befestigt) zu treffen und abzureißen. Zur Belohnung bekommt jedes Kind einen Ritterhelm/einen Burgfräuleinhut.
  • Ritterschlag Wer seine Ausrüstung komplett hat, wird zum Ritter geschlagen und bekommt eine Urkunde.
  • Gruppenfoto (wird fürs Mitgebsel 7x im Schnelldienst bei Kleinsorge abgezogen und in vorbereitete Papp-Rahmen geklebt)

Schatzsuche

7 Hinweise in Luftballons im ganzen Haus versteckt, jeweils ein Spiel, bevor der Luftballon zerpiekst werden darf – Gewinner darf pieksen.

  • Bogenschießen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt; eventuell mehrere Runden- Hinweis: “Den nächsten Hinweis findet ihr, wenn ihr die Treppe nach oben geht. Der Hinweis ist nicht in einem Zimmer. Er liegt weich gepolstert zwischen vielen Kissen.” (auf der Holztruhe)
  • Proviantbalancieren. Wie Eierlaufen mit Zeitstoppen – Hinweis: “An dem Ort, den ihr nun finden müsst, wird es heute noch ein köstliches Rittermahl geben. Ihr müsst euch auf den Boden legen, um ihn zu entdecken.” (unterm Küchentisch festgeklebt)
  • Juwelenrollen, jeweils 3 Murmeln auf dem Küchentisch in einen Karton mit 5 Toren rollen, Punkte zählen – Hinweis: “Der nächste Hinweis liegt an einem Ort, an dem es manchmal von oben regnet, doch es ist nicht draußen. Der Ort hat eine Glastür.” (Dusche im Kinderbad)
  • Drachenfüttern. Alle dürfen drei Mal einen Softball in ein Drachenmaul (bemalter Pappkarton) werfen. Wer die meisten Treffer landet, hat gewonnen; eventuell mehrere Runden. – Hinweis: “Der nächste Hinweis liegt in einem kleinen Haus in unserem Haus. Es hat ein rotes Dach und steht im Erdgeschoss.” (im Papp-Haus im Wohnzimmer)
  • Reise zur Ritterburg. wie Reise nach Jerusalem mit Teppichfliesen statt Stühlen als Ritterburgen, Reiten mit Steckenpferden und kompletter Ausrüstung – Hinweis: “Der nächste Hinweis ist unter einem Fußball versteckt. Man kann auf diesem Behälter auch sitzen.” (im Papierkorb im Kinderzimmer)
  • Kegeln jeder hat 3 Wurf – Hinweis: “Der Hinweis, den ihr jetzt finden müsst, befindet sich eine Etage tiefer. Er steckt hinter einem großen Stapel. ” (hinter Teppichfliesen im Keller),
  • Dosenwerfen jeder hat 3 Wurf – Hinweis: “Der Schatz liegt an einem Ort, an dem man im Wasser liegen, aber nicht schwimmen kann.” (Badewanne im Elternbad)

In der Schatzkiste liegt für jedes Kind ein Leinenbeutel (bemalt mit Namen und Wappen) mit Konfettikanone, Ritter-Lesezeichen und Tattoo, außerdem eine Riesenwunderkerze – die werden sofort gemeinsam draußen auf der Terrasse angezündet.

Abendessen: Pommes, Nuggets, Würstchen-Käse-Paprika-Schwerter-Spieße

Mitgebselverteilung: als kleine Verlosung (Süßigkeiten und diverser Kleinkram); Steckenpferd, Schwert-Ballon, Kopfbedeckung und Urkunde dürfen mitgenommen werden; Ritterfoto gibt’s dazu.

Und wenn wir das alles überstanden haben, werden wir wie tot ins Bett fallen - voller Vorfreude darauf, dass am Freitag die Putzfee kommt und die Trümmer beseitigt.