Gepackt II.

Geschrieben am Freitag 4 Juli 2008 von shusl

So. Alles eingepackt. Fix und fertig. Ich bin dann mal weg. Seid lieb, schreibt keine fiesen Kommentare in mein Blog und passt auf Euch auf.

lg

shusl (absolut urlaubsreif!)

Gepackt.

Geschrieben am Freitag 4 Juli 2008 von shusl

Ich bin Optimistin. Ich habe ganz viele Sommersachen eingepackt. Auch wenn die Vorhersage nicht so der Kracher ist für die kommende Woche - irgendwie ist das Wetter auf Fehmarn doch immer besser als versprochen. Okay, letztes Jahr war die Fehmarnsundbrücke einen Tag lang gesperrt für Gespanne, weil es tierisch stürmte. Aber die restlichen Tage waren immerhin durchwachsen bis schön. Und das, wo letztes Jahr der Sommer an einem Wochenende im April stattfand.

Also bin ich zuversichtlich - das wird was mit unserem Strandurlaub. Junior freut sich wie ein Schneekönig. Und ich kann es kaum erwarten, den Rechner runterzufahren und die restlichen Kleinigkeiten zusammen zu raffen. Die Kollegen hassen mich heute ein wenig, weil ich schon ungefähr 724 Mal erwähnt habe, dass ich morgen in Urlaub fahre!

Wir fahren am Samstagnachmittag - in der Hoffnung, dass dann der große Ansturm schon vorbei ist. Ich kann’s einfach nicht abwarten…

Geplant.

Geschrieben am Donnerstag 3 Juli 2008 von shusl

Ich bin hin- und hergerissen. Fahre ich am Samstag gleich früh morgens? Fahre ich am Samstag Nachmittag? Fahre ich am Sonntag ganz früh morgens? Ich brauche mal Eure Entscheidungshilfe!

Junior und ich reisen mit meiner Mama nach Fehmarn. Bis Freitagabend muss ich arbeiten. Danach noch packen.

Möglichkeit 1: Wollten wir Samstag morgens fahren, müssten wir am Freitag noch zu meiner Mutter düsen (90 Minuten Fahrt mindestens). Das wird mir eindeutig zu stressig. Außerdem ist für Samstag der Mega-Stau angesagt wegen der vielen Urlauber.

Möglichkeit 2: Wir packen am Samstag vormittags in Ruhe, fahren mittags zu meiner Mutter, packen deren Zeug dazu und starten gegen 15 Uhr gen Norden. Es könnte sein, dass wir Glück haben und alle Touristen schon weg sind. Es könnte aber auch sein, dass sich alle schon in einem Super-Stau getroffen haben und wir dann ewig rumstehen.

Möglichkeit 3: Wir fahren am Samstag am späten Nachmittag zu meiner Mutter, übernachten dort und fahren am Sonntag um 5 Uhr morgens los. Nachteil: Der Sonntag wäre als Urlaubstag verloren. Und wir bleiben nur bis zum nächsten Samstag.

Ach, was mach ich nur? Immer her mit Vorschlägen, Ratschlägen, Anregungen und Ideen. Wie würdet Ihr entscheiden?

Geschwitzt.

Geschrieben am Mittwoch 2 Juli 2008 von shusl

Puh. Was für eine Affenhitze. Das Thermometer an meinem Schreibtisch zeigt 31 Grad. Gibt’s eigentlich hitzefrei für Berufstätige? Da würde mein Chef aber gucken, wenn ich jetzt mein Zeug packen und davoneilen würde.

Der Ventilator quirlt auch nur die heiße Luft. Ohnehin habe ich den unter dem Schreibtisch stehen. Denn 1. würden mir hier die Zettel nur so um die Ohren fliegen, und 2. bekomme ich gleich Zahnweh, wenn die gequirlte Luft auf meinen empfindlichen Kiefer prallt. Immerhin habe ich halbwegs angenehme Temperaturen unterm Schreibtisch. Meine Füße profitieren ein wenig davon. Aber sonst? Alle Fenster sind auf, alle Rollos runter - trotzdem sind wir hier wie gegrillt. Zur Hitze von draußen kommt noch die Wärme, die die zahlreichen Rechner verbreiten. Und dabei soll man noch klar denken können, womöglich sogar Kreativität versprühen?

Sollte jemand Tipps haben, wie man die Hitze im Büro erträglicher machen kann - immer her damit. Ich bin für alles dankbar. Ach ja: Mit Wasser pämpeln dürfen wir hier mit Blick auf die elektronischen Geräte leider nicht. Also müsste es um andere Lösungsvorschläge gehen…

Nachtrag: 32 Grad. Ich gehe ein. Ich glaube, ich husche mal rüber zu Hertie. Da ist es schön kühl. Nur fünf Minuten abkühlen und wieder zurück in die Gluthitze.

Nachtrag: Bei Hertie war’s herrlich kühl. Ich hab mir die dollsten Sachen angeschaut - und tapfer nichts gekauft. Nur abgekühlt. Ich glaub, ich gehe jetzt im 30-Minuten-Takt mal rüber…

Gelangweilt.

Geschrieben am Dienstag 1 Juli 2008 von shusl

Das Forum ist kaputt. Sehr unerfreulich. Falls also jemand dringend etwas los werden möchte - nur zu. Ich lade hiermit jeden dazu ein, seinen Senf in diesem Beitrag loszuwerden. Da ich nicht so der Technikfreak bin, tun wir’s am besten über die Kommentare. Ob Fragen, Freude, Sorgen oder was auch immer - ganz egal. Nur Mut.  :-)

Geparkt.

Geschrieben am Montag 30 Juni 2008 von shusl

Ich kann’s selbst nicht glauben. Ich habe es tatsächlich geschafft. Unser 7,50 Meter langer und 2,35 Meter breiter Wohnwagen steht unbeschadet in der Einfahrt. Ich habe ihn neben der Scheune des Bauern, in der er seinen Winterschlaf gehalten hat, an mein geliebtes Auto angehängt. Dann sind mein Auto und ich mit dem Wohnungetüm am Haken nach Hause gedüst. Die enge Straße vom Bauernhof zur Durchgangsstraße war eine Herausforderung. Ein Kreisverkehr ist auch nicht ohne, wenn da etwas hinter dem Auto herfährt, dass eeeewig lang ist. Auch die vielen parkenden Autos in unserer Straße waren kein Spaß.

Aber die größte Panik hatte ich vor unserer Einfahrt. Da musste das  Monstrum nämlich rückwärts hinein. Ich war nass geschwitzt, als ich um die Ecke bog. Mit ein wenig Funkhilfe von meinem auf Krücken hin- und herhastenden Mann, der Juniors Funkgeräte zu diesem Behufe herbeigeholt hatte, klappte es auf Anhieb. Rückwärts mit dem Riesenwohnwagen in die Einfahrt! Ich! Ich platze beinahe vor Stolz. Sogar mein Mann und unsere männlichen Nachbarn waren sehr beeindruckt. Und sie gaben zu, dass sie allesamt auch mächtig Respekt vor so großen Anhängern haben. Gut, dass sie mir das nicht vorher gesagt haben…

Gekündigt.

Geschrieben am Montag 30 Juni 2008 von shusl

Sie dachte: Schlimmer geht’s nimmer. Doch es kam schlimmer. Gestern rief unsere Putzfee an. Nachdem sie nach einigen Wochen Krankheit wieder genesen ist, war sie letzte Woche da und hat Grundreinigung gemacht. Es war ihr letzter Einsatz. Sie hat nämlich gekündigt. Grund: Sie hat eine Halbtagsstelle bekommen. Deshalb gibt sie den Putzjob auf. Ich kann’s ja verstehen. Wirklich.

Aber für uns kommt’s gerade etwas überraschend. Zumal sie schon am 1.7. ihre neue Stelle antritt. Also morgen. Ich war gestern nach ihrem Anruf der Ohnmacht nahe. Sie sollte nämlich diese Woche einen Extratermin zum Bügeln absolvieren. Also habe ich gestern bis Mitternacht gebügelt und bin immer noch  nicht fertig. Ans Putzen mag ich gar nicht denken. Ich muss nämlich arbeiten, mein Mann sitzt mit defektem Bein aufm Sofa. Wenigstens geht der Junge mit Freude in die Ganztagsbetreuung. Die hat nämlich ein Superprogramm im Angebot.

Gestern habe ich den restlichen Tag damit verbracht, unser Leben umzuorganisieren. Mein Mann hatte nämlich einiges vor in den nächsten Wochen. Der Wohnwagen muss beim Bauern aus der Scheune geholt (mache ich heute) und zum TÜV gefahren (macht Opa morgen) und zur Gasprüfung gebracht werden (macht der Nachbar als Fachmann für uns), der Rasen muss gemäht werden (macht Opa), größere Einkäufe müssen getätigt werden (mache ich morgens vor der Arbeit). Ich muss für Junior und mich packen - schließlich geht’s am Samstag für eine Woche nach Fehmarn. Wobei unklar ist, ob wir meinen Mann überhaupt allein lassen können.

Ich sehe grad kein Land. Aber ich strampele mich Schritt für Schritt durchs Chaos. Nur an den großen Berg vor mir darf ich nicht denken…

Nachtrag: Ein Lichtblick. Eine neue Putzhilfe stellt sich heute um 15 Uhr vor. Ich habe meinem Mann eingeschärft, sie auf jeden Fall einzustellen, wenn sie nicht gerade auf den Boden spuckt oder nach Schweiß stinkt.

Nachtrag: Am Mittwoch fängt sie an. Puh. Eine Sorge weniger.

Geschwächt.

Geschrieben am Samstag 28 Juni 2008 von shusl

Nennt mich Schwester Shusl. Mein mir angetrauter Ehemann hat sich heute zum krönenden Abschluss der Nachtschichtwoche einen Muskelfaserriss in der rechten Wade eingefangen. So ein Mist. Sohn und ich waren gerade bei meiner Mutter - oder vielmehr mit ihr auf Power-Shopping-Tour. Drum habe ich nicht mal den Hilferuf auf meinem Handy gehört. Als ich gegen 15 Uhr mal zurückrief, schlief der Patient in seinem Bette. Er schilderte kurz die Lage. Wir brachten im Gallopp meine Mutter heim, packten unseren Plunder zusammen (wir waren 2 Tage dort, sind ja schon Sommerferien) und rasten heimwärts. Unterwegs haben wir noch hurtig was fürs Wochenende eingekauft, dazu war mein Liebster gar nicht mehr gekommen. Von der Arbeit war er noch selbst heimgefahren, obwohl das Bein lausig weh tat. Zum Krankenhaus brachte ihn dann sein Vater.

Inzwischen ist er - gedopt natürlich - ganz guter Dinge. Vorerst ist er für eine Woche krank geschrieben. Blöd ist, dass Junior und ich eigentlich am Samstag nächster Woche für eine Woche mit meiner Mutter nach Fehmarn reisen wollen. Und gestern in 3 Wochen wollen wir nach Schweden fahren - Campingurlaub. Und ich kann definitiv nicht das Auto mit dem riesigen Wohnwagen hinten dran fahren. Geradeaus ist das kein Problem, aber sobald eine Autobahnbaustelle oder eine enge Kurve kommen sollte, bin ich hysterisch.

Also verwöhnen und pflegen wir ihn nach Kräften. Junior wurde zum Pflegedienstleiter ernannt. Er nimmt den Job sehr ernst und bemüht sich rührend um seinen Papa.

Nächste Woche muss ich arbeiten. Mein Mann hätte eigentlich Spätschicht. Somit geht der Knirps in die Ganztagsbetreuung, die in den ersten drei Ferienwochen ein supertolles, spannendes, aufregendes Programm anbietet. Geplant war, dass er wie üblich in jeder 6. Woche um 16 Uhr zu Fuß zur Tagesmutter gehen sollte. Müssen wir mal sehen, wie das in der kommenden Woche laufen wird. Vielleicht geht der Kleine nur am Montag und Dienstag zur Tagesmutter und kommt den Rest der Woche um 16 Uhr nach Hause. Wir werden es spontan entscheiden, je nach Gesundheitszustand des Patienten.

Ich hoffe inständig, dass unsere Urlaubspläne nicht über den Haufen geworfen werden müssen. Und ich hoffe natürlich noch mehr, dass mein Mann bald wieder gesund und munter ist. Dass ich dank eines Fersensporns im linken Fuß trotz spezieller Einlagen kaum laufen kann, juckt ohnehin keinen mehr.

Gestolpert.

Geschrieben am Dienstag 24 Juni 2008 von shusl

Auweia. Der Tag fängt gut an. Erst kommen wir ein wenig spät aus dem Bett, Junior und ich. Heute ist nochmal normal Schule, also müssten wir eigentlich um 6.30 Uhr aus den Federn. Nun ja. Es war 7.09 Uhr, als ich ins Bad schlich. Wir waren dann trotzdem fix gewaschen und angezogen. Beim Frühstückmachen ging dann allerdings einiges daneben. Ich habe ein Halbliterglas (aus der Pfalz imporiert, damit ich genug Wasser trinke) in die Küche geschubst. Genau genommen bin ich in einer schwungvollen Drehung mit der Hand dagegen geraten. Klirr. Tausend große und kleinste Scherben in der Küche. Wenigstens keine Macke in den Fliesen. Auf dem Weg zu Handfeger und Kehrblech ein stechender Schmerz im linken dicken Zeh. Eine Scherbe war vorne in meinem linken Schlappen geflogen- und natürlich bin ich mit dem Zeh reingelatscht. Blut ohne Ende. Nagelneue Schlappen versaut. Pflaster klebt nicht mehr richtig. Muss ich wohl mal ein neues Päckchen kaufen.

Tapfer habe ich trotzdem die Scherben zusammengefegt. Meinem notorischen Barfußläufer habe ich Schuhtragegebot auferlegt und gleich die Sandalen in die Hand gedrückt. Denn diese blöden kleinen Scherben fliegen ja meterweit durch die Gegend. Schnell weitergemacht. Mein Tee war schon fertig. Milch fehlte noch. Also Kühlschrank auf, Milch gepackt, rein ins Glas damit. Ins Glas? Mein Tee ist in einer Tasse! Klar. Die Milch habe ich in meinem Elan in den Orangensaft gepackt. Das gibt eine leckere Mischung. Auch optisch. So flockig irgendwie. Igitt. Also O-Saft weggekippt. Milch in den Tee geschüttet, neuen O-Saft aus dem Kühlschrank geholt. Flasche fast leer. Gut, gibt’s heute nur einen Schluck Orangensaft.

Auf dem Weg zum Esstisch plötzlich eine unangenehme Wärme an meinem rechten Fuß. Genau genommen war es lausig heiß. Richtig. Der Tee ist übergeschwappt und ergoss sich teilweise auf meinen Fuß, leider auch auf den schönen, blauen Teppich.

Der Tag fängt gut an. Und dabei habe ich soviel vor heute.

Geschwatzt.

Geschrieben am Montag 23 Juni 2008 von shusl

Dialog unter Freunden. Junior und sein ebenfalls siebenjähriger Freund spielten in unserem Garten. Original-Ton:

Junior: “Wer ist denn in eurem Haus der Älteste?”

Freund: “Mein Papa. Der ist 31. Und bei euch?”

Junior: “Meine Mama. Die ist 43. Mein Papa wird bald 40. Der ist jünger als meine Mama.”

Freund: “Meine Mama ist 28. Die  ist noch voll jung.”

Junior: “Waaaaaaas? Die ist erst 28 und hat schon 7 Kinder? Wo soll das nur hinführen?”

Freund: “Ich glaube, jetzt ist erst mal Pause. Ich habe doch gerade erst einen neuen Bruder bekommen.”

Ich schwöre bei allem, was mir  heilig ist, dass ich so einen Spruch niemals von mir gegeben habe. Ich wollte immer fünf Kinder haben. Es hat nicht sollen sein, es ist nur eins geworden. Aber trotzdem blicke ich voller Bewunderung auf kinderreiche Familien. Juniors Freund kommt aus einer Baptistenfamilie, die haben hier alle etwa 7 bis 11 Kinder. Aber als ich Juniors Spruch hörte, bin ich vor Lachen fast ins Erdbeerbeet gepurzelt.