3. Dezember 2008

“Wir haben grade Gemeindeeigentum angefahren!”

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 18:41

Das ist doch mal eine schöne Begrüßung an den Standesbeamten, wenn man sein Zimmer betritt, oder?

Wie ja schon geschrieben, herrscht bei uns nun Winter. Es hat den ganzen Tag schön weiter geschneit und der Räumdienst war fleißig, aber eben stellenweiße einfach nicht schnell genug wieder da *g*. G. hat mich also um viertel vor zehn abgeholt und begrüßt mich schon mit den Worten “Mach einfach die Augen zu!”, na wundervoll, wo ich das doch so gut kann… uuaaaahhhh! Ich hatte sie offen und das war auch gut so, denn sonst hätte ich gar nicht soviel zu lachen gehabt… Wir sind also über den “Promilleweg” (allein der Name sagt alles!!) hoch zur Gemeinde gefahren (so 5km oder so) und schon als wir oben dann auf die Landstraße einbogen ging uns mächtig der Hintern weg, aber nix passiert und G. strahlt, denn der findet das total toll (wie scheinbar alle Männer). Zja, beim nächsten Abbiegen in den Gemeindeort rein hat er leider dann doch zuviel gespielt und während er noch “Scheiße!” schrie, sind wir mit wildamlenkraddrehenden G. schön grade weiter in so eine Plastikbaustelle gerutscht. Nix passiert, nur das schild weggeschoben, aber ein G. der sich auf einmal ärgert, dass seine Stoßstange ja Kratzer haben könnte und viel geiler noch, einem Auto dass uns vorher entgegenkam (wir Rechts- er Linksabbieger), wir versperren einen Großteil der einfahrt und der muss sich tatsächlich noch hinten um unser Heck rum quälen… Es gibt echt Leute die es eilig haben! Ich sah ihn schon in unserem Kofferraum… Jedenfalls mussten wir dann doch noch ziemlich lachen… Bin froh, dass es nur so ein Baustellenschild aus Plastik war, eine feste Verkehrsinsel (die soll dahinter nämlich enstehen) hätte wirklich Schaden angerichtet. Ja und so kamen wir eben 5 Minuten später mit o.g. Satz zu unserem Eheschließungsantragsding. G. meinte nachher ich hätte doch einfach nix sagen können, aber 1. wurde er schließlich beobachtet und 2. war so gleich mal die Stimmung gelockert.
Die Revanche kam später: Wer uns beide kennt, weiß das G. deutlich pingeliger ist als ich und ich echt kein Heimchen bin. Bei uns putzt meistens er und ich finde das auch nicht so schlimm *g*. G. hatte gestern schonmal mit Herrn J. gesprochen und dieser hatte schon einiges vorbereitet, so kam es dazu, dass er schon unsere Daten hatte und sie mir vorlas und da kam dann “Frau Nadja R., geboren…, Eltern…, wohnhaft… HAUSFRAU”. Da ich ja wußte, die beiden hatten schon miteinander gesprochen konnte ich mir ein Grinsen kaum verkneifen und gucke rüber zu G., der wiederum fast geplatzt wäre, weil er sein Lachen versuchte im Zaum zu halten. Wir also beide losgelacht, was in Herrn J. großes Erstaunen auslöste und er meinte sich rechtvertigen zu müssen, dass Hausfrau doch ein sehr angesehener Beruf sei mittlerweile und er also größten Respekt davor habe, was seine Frau neben ihrem Job noch so leiste…. Da er sich wahrscheinlich langsam vorkam, als würden wir ihn auslachen, habe ich ihm gesagt, er soll doch bitte bei G. Hausmann und bei mir Angestellte schreiben. Da wußte er dann auch worum es ging. Da vermutlich G.s Familie es gar nicht lustig fänd, meine um so mehr, wenn ich bei der Hochzeit als Hausfrau gefragt würde, haben wir uns nun dann auf Angestellte geeinigt.
Ja, ein netter Standesbeamter war das, waren wir doch gleich 1,5 Stunden bei ihm….
Grade kommt G. mit lecker Futter heim. Und begrüßt mich mit “Langsam hasse ich diese Jahreszeit!”, er mußte wohl zum Essen holen durch`n Kofferraum ins Auto steigen, die Türen gingen nicht auf…. Vielversprechend… ich brauche morgen das Auto… Hm… Nun aber lecker mampfen! So long!

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 06:59

Heute wird es ernst! Wir haben endlich die Unterlagen zusammen und stellen heute um 10Uhr den “Antrag auf Eheschließung” :-) . Als ich gestern mit Schrecken feststellte, dass es nur noch drei Wochen sind und zu G. sagte “jetzt in drei Wochen liegen wir als Herr und Frau M. kuschelnd im Bett, sollen wir uns das nochmal überlegen?” erntete ich ein “vergiss es, jetzt wird es durchgezogen!”. COOL! Darauf habe ich fast 12 Jahre gewartet *g*.
Bis auf einen bösen Hexenschuss, der mich nun schon drei Tage quält und wegen dem ich mich gestern mal spontan krank gemeldet hatte, geht es mir ein wenig besser. Ich hätte vorgestern wohl auch mit einer Wand statt mit meinem Chef das Gespräch suchen können, die hätte mir zumindest nicht noch doofe Sprüche gedrückt, aber immerhin war es dafür gut, dass ich erkannt habe, dass meine Zeit dort einfach abgelaufen ist. Ich habe keine Lust mehr drauf…. also suche ich mir jetzt was neues! Würde ja am liebsten gleich kündigen, aber so einfach findet man hier eben auch nix anderes, also muss ich das wohl noch aussitzen…
Heute Nacht ist der totale Winter über uns hereingebrochen! Hier liegt richtig dick Schnee (also für unsere Verhältnisse in den letztn Jahren zumindest, Leute aus den angrenzenden Skigebieten würden über mich lachen…). Sieht langsam wirklich aus wie Weihnachten und ruft mir ins Gedächnis, dass wir dafür noch gar nichts geplant haben geschweige denn Geschenke gekauft. Da ich aber mit den Hochzeitsplanungen langsam gut vorwärts komme (habe gestern endlich jemanden gefunden, der mir diese riesigen Tischdecken besorgen kann), könnten wir auch langsam an Weihnachten mitdenken… Wobei ich ja schätze, nachdem ich meinen Unmut kund getan habe, wird mein Chef mich schön mit den Arschlochschichten beglücken…. egal, das geht auch rum…
Zumindest sehe ich nicht mehr alles ganz schwarz und G. ist z.Z. das süßeste, was ich mich anlachen konnte… *love* also schaff ich den Rest auch wieder besser… Und wehe Murphy kommt um die Ecke. Der kann was erleben!
Ich hoffe inständig, mein Gefühlshoch kommt nicht von Novalgin und Tetrazepam, was ich mir zum Abendessen und Frühstück gegönnt habe! *lol*

1. Dezember 2008

Stimmungs- und wetterbedingter LA-Wechsel….

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 08:27

… das düstere und kalte blau passt irgendwie grade besser. Auch wenn es auch gute Nachrichten gibt…
Die Schwiegermama ist letzten Donnerstag wieder nach Hause gekommen. Der Befund zeigt, dass es sehr gut war, die Brust ganz abzunehmen, denn man hat auch im entnommenen Gewebe noch veränderte Zellen gefunden. Es ist aber genug Sicherheitsabstand zum äußeren Rand gewesen, ergo sieht es jetzt doch ganz gut aus. Donnerstag muss sie nochmal zum Arztgespräch und dann wird ihr auch gesagt ob und wie nun weiter behandelt wird.
Gerd war Freitag zur Blutentnahme, um den Testosteronspiegel vier Wochen nach der ersten Depotspritze zu bestimmen und hat sich dann auch gleich Samstag von einer Bekannten die nächste geben lassen (weil er das Zeug vergessen hat, mit zum Doc zu nehmen…Schlunzer!), weil wir schon Montag das Gefühl hatten, das es nachlässt.
Z.Z. herrscht an der Arbeit grausamme Stimmung und es wird immer anstrengender. Die Kunden sind oft ungeduldig und äußerst unfreundlich. Möchte gar nicht wiedergeben, was ich mir am Wochenende nachts wieder alles habe an den Kopf schmeißen lassen dürfen. Mir geht die Puste aus, noch nett zu bleiben. Vor allem, weil mein Chef noch so tut, als hätten wir alle nicht genug zu tun. So hängt nun ein “Putzplan” in der Zentrale, demnach wir schön hinter den Fahrern her sauber machen dürfen, natürlich während wir ans Telefon gehen und am PC sitzen und funken… Manch ein Fahrer hat auch schön gleich gerafft, dass es nun unsere Pflicht ist und sich auch keine Gedanken mehr gemacht, ihre Tassen abzuwaschen oder den Tabak überall zu verteilen. Mir ist klar, dass jemand sauber machen muss, aber ich sehe eben nicht ein, hinter 50jährigen Riesenbabys her zu putzen, weil mein Chef immernoch der Meinung ist, dass die viel mehr Stress haben, als wir oben in der Zentrale. Ich rege mich jetzt schon vier Tage lang so darüber auf, dass ich ständig von der Arbeit träume und mich grausam fühle… Habe beschlossen, heute mit meinem Chef zu reden, denn ich glaube, er weiß schon seit Jahren nicht mehr, wie anstrengend dieser Job geworden ist, auch wenn er da sehr sicher ist, er macht ihn eben nicht mehr selbst, als er das noch tat, war er auch viel simpler! Auch als ich vor 4 oder 5 Jahren dort anfing hatte ich noch immer schön ein Buch mit, weil ich ja Zeit genug zum lesen hatte… Nun nimmer… Leider gehe ich eben mit allem, was ich ihm sage (und wenn ich es noch so nett ausdrücke) das Risiko ein, dass er mir sagt, ich könne ja daheim bleiben. Aber dann muss er das halt tun. Er ist ohne mich genauso aufgeschmissen wie andersrum! Und mein Herz dankt es mir grade gar nicht, mich soviel darüber aufzuregen. Die Welt ändert sich eben nur, wenn ich sie ändere… und deshalb muss es raus…
Hm, dass gehört bestimmt alles gar nicht wirklich hier her und nur 2-3 die vielleicht mal hier reinschauen halten mich jetzt nicht für total behämmert, mich über ein paar Tassen aufzuregen, da sie verstehen, was ich meine, bzw. selbst dort arbeiten… Aber es muss halt mal raus. Vielleicht kann ich dann ja wenigstens wieder schlafen….
Die Hochzeitsvorbereitungen stocken ein wenig, weil ich keine groß genugen Tischdecken finde und wir für nichts Zeit haben. Immerhin soll Mittwoch mein Kleid fertig sein und ich kann es mitnehmen, wenn nicht doch noch eine Kleinigkeit geändert werden muss und gestern Abend haben wir uns den “Rohbau” unserer Ringe angeschaut. Gut, dass wir sie nochmal an hatten, bevor sie fertig gemacht werden, denn sie müssen beide noch eine halbe Größe kleiner gemacht werden *g* ansonsten werden sie bestimmt toll! Ende der Woche sollen sie soweit sein und wir müssen nur noch sagen, was wir eingraviert haben wollen! Ich freu mich!!
Nun hat dann auch mal jemand nach der Telefonliste für meinen Jungesellinnenabschied gefragt (und ich dachte schon, ich wäre raus aus der Nummer… hm…) und ich treffe mich heute mit B. um ihr die Liste zu geben. Bin ein wenig gespannt und hoffe sehr, dass die Mädels nicht doch noch auf doofe Ideen kommen!!! N., wenn du das hier liest: ich hätte gerne einen SCHÖNEN Abend! :-P
Habe G. einen Adventskalender geschenkt, an dem ich ein bißl rumgemalt habe. Er hat schon gestern mit 30.11. angefangen und endet mit einem Türchen auf dem zwei Ringe sind und “Ja?!” steht am 23. *g*.

20. November 2008

Ich hätte so gerne wieder eine schöne Welt…

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 06:55

… wie damals als ich zwei war! Oder noch kurz danach….
Dienstagnachmittag 17:00Uhr kamen wir beim Vater unseres Trauzeugens an, der uns in seinem arschkalten(!!) Wintergarten empfing. Haben mit ihm gesprochen, was er an Ringen machen kann usw. und waren uns ja sowieso vorher schon so gut wie einig, dass die Individualität wohl schon 70% davon ausmacht, dass er uns die Ringe schmieden soll. Wenn er uns also keine Coladosendeckelringe andrehe, wollten wir auf jeden Fall die von ihm nehmen. Er kann zwar nicht alles machen, aber wir sind uns recht schnell einig geworden, wie wir sie nehmen würden UND bei ihm kosten uns die Ringe nochmal 200€ weniger als die günstigeren beim Juwelier, die wir genommen hätten. WOW! Er macht jetzt mal grob welche und die können wir nochmal anschauen, dann kann er noch `was ändern oder sie eben so fertigen. Wirklich toll das alles und wir kamen aus`m grinsen kaum raus. Anschl. noch fix einkaufen und dann ins Krankenhaus zur Schwiegermama. Das Bild, das uns dort empfing war furchtbar! Sie saß schluchzend und völlig tränenüberströmt auf der Bank, ihr Mann an der einen, ihre Schwestern auf der anderen Seite und keiner sprach ein Wort. Der Schwiegervater rückte dann mit der Sprache raus, dass sie eben das Arztgespräch hatten und sie ihr die ganze Brust abnehmen wollten. Da die Ärztin noch in ihrem Büro war und Gerds Eltern auch nicht wirklich wiedergeben konnten, was diese gesagt hatte, sind wir zu ihr und baten darum, uns alles nochmal zu erklären. Sie haben in der OP drei Tumorherde entfernt, alle sehr klein (4,6 und 8 mm) und auch den Wächterknoten entnommen, der kerngesund ist, was bedeutet, dass der Krebs nicht gestreut hat. Das Problem allerdings ist, dass der Pathologe im ganzen Gewebe, das sie entnommen haben (und sie haben wirklich großflächig weggeschnitten) noch veränderte Zellen gefunden hat. Kein “sauberer” Rand in Sicht. Diese veränderten Zellen werden wohl früher oder später zu Krebs werden. Da diese Zellen nur in Milchgängen wächst, rät man, sämtliches Brustgewebe zu entnehmen, womit eben auch keine Milchdrüsen und -gänge mehr da wären, die sich noch zu dieser Form Krebs entwickeln könnten (bzw. so gut wie kein Gewebe, denn ganz am Rand könnte bei wenigen Fällen ein Rest bleiben, wovon man aber bei ihr keinesfalls ausgeht). Sie könnte in der einen OP auch gleich die Brust wieder aufbauen lassen, entweder durch Silikon oder durch eigenes Muskelgewebe aus Bauch oder Rücken, was aber wohl bei ihrer Brust nicht ausreichen würde, um die gleiche Größe zu bekommen, weshalb man die rechte Brust dann verkleinen würde, um sie anzupassen. Das alles haben wir den Schwiegereltern nachdem sie Beruhigungsmittel bekamen noch einmal in Ruhe erklärt und nach 24 Stunden weinen hat sie gestern beschlossen, dass die Brust so schnell wie möglich abgenommen und nicht wieder aufgebaut werden soll. Sie weiß, was sie erwartet, dass sie bei ihrer Schwägerin und ihrer Schwiegermutter schon sehen mußte, wie es eben aussehen wird. Ihre größte Angst ist eine weitere OP und sie hat ein grausam schlechtes Gewissen allen anderen gegenüber, die sich um sie sorgen, vor allem ihrem Mann gegenüber. Die Psychologen muss wohl sehr nett gewesen sein, aber meine Schwiegereltern haben leider nicht wirklich mit ihr gesprochen. Ich hoffe sie können diese Form der “Hilfe” doch irgendwann noch annehmen, nur damit sie eben mal miteinander drüber reden, denn das tun sich nicht. Er spricht mit Gerd, sie mit mir, aber eben beide nur, wenn der Partner nicht dabei ist… Sie wird wohl heute Mittag im OP-Plan dazwischen geschoben und ich bin sicher, es ist gut, dass sie sie nicht erst heim geschickt haben. Ihr Mann kann weiterhin bei ihr im Krankenhaus bleiben, auch das ist ziemlich gut!
Wir beide fühlen uns ein wenig neben uns stehend, Gerd hat gestern abend Baldrian genommen, damit aber immerhin gut schlafen können. Er wird versuchen, heute Mittag von der Arbeit weg zu kommen (muss dann eben Samstag arbeiten) und ich bin bis 21Uhr heute Abend Babysitten, was mir gewiss sehr gut tut. (Das Baby ist ein 10jähriger lustiger Frauenversteher *g*).

18. November 2008

kleines Update zwischen Bett und Dusche

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 08:30

Wir waren Montag bis Donnerstag weg und das war gut so, denn wir haben wirklich ganz viel für die Hochzeit geschafft. Zwar hatte ich so nicht so viel von meinem Geburtstag, aber auch mit dem Zukünftigen beim Juwelier sitzen, kann ja ein Geschenk sein! *g*
Das Ergebnis der Woche: Die Einladungen waren Sonntag fertig und die ersten sind bereits verteilt (echt mühsam, denn hier legt man Wert drauf, dass die Einladungen, die man quasi per Hand austragen kann, auch einzeln abgegeben werden und man noch ein Pläuschchen hält, was zum Ergebnis hat, dass das Verteilen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die ganze Feier dauern wird…). Der Probertermin und der am Hochzeitstag beim Friseur stehen. Mein Kleid wird grade geändert, Gerds Anzug auch. Brauchen nur für ihn noch Hemd und ggf. Krawatte sowie beide Schuhe (also insgesammt vier Schuhe *g*. Wir haben uns beide in einen Ring verliebt, allerding liegen die Juweliergeschäfte der beiden Ringe ca. 30km auseinander *lol*, haben dann aber von seinem Trauzeugen erzählt bekommen, dass dessen Vater Goldschmied ist und haben nun heute Abend mit dem Papa einen Termin, in der Hoffnung, dass wir ganz individuelle eigene Ringe geschmiedet bekommen *schmacht*, damit gebe ich seit Tagen an ;-) . Das Menu steht auch, leider bin ich von dem Wirt nun doch sehr gefrustet, aber ist nun auch egal. Um Tischdecken, Stuhlhussen und Blumen darf ich mich schön selbst kümmern, denn Service ist anders! Aber dann hab ich es wenigstens vorher angeguckt, wer weiß, was der sonst anschleppen würde!
Der Schwiegermama geht es soweit gut. Sie kam Mittwoch ins Krankenhaus, ist Freitag operiert worden und Gerd war an beiden Tagen dort. Habe ihm Freitag eine Karte für sie mitgegeben, auf der stand, dass ich an sie denke und an ihre Kraft glaube usw. und sie hat tatsächlich zum erstenmal vor Gerd überlegt, ob sie vielleicht was falsch machen könne und ich deshalb nicht ständig zu ihnen komme. Da sie grade aus der Narkose erwacht war, hat Gerd sich wohl zurück gehalten, er hätte gerne mal gesagt, was sie falsch machen. Seitdem allerdings begrüßt zumindest sie mich mit weit geöffneten Armen und ganz herzlich! Mal schauen wie lange… genieße es erstmal! Die OP ist gut gelaufen, der Wächterknoten, den sie mitentnommen haben, ist gesund, wirklich gute Prognosen, morgen kommen die Histobefunde. Sie wird wohl anschl. bestrahlt werden und eine Antikörpertherapie bekommen, rein profilaktisch, aber genaueres erfahren wir frühestens morgen. Erstmal sind wir aber alle sehr beruhigt.

Alles in allem also eine recht erfolgreiche Woche und wir sind wieder optimistischer.

Nur um Tante und T. sorge ich mich etwas, wenn ihr das hier lest, vielleicht habt ihr ja Lust euch zu melden, aber ich verstehe schon auch euren Rückzug, soll also kein Vorwurf sein, sondern ist wirklich nur Sorge und an euch denken! Alles Liebe aus “dem arschkalten Süden”!

10. November 2008

Urlaub, morgens halb acht

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 07:01

und ich sitze am Laptop. Kann die ganze Nacht nicht wirklich schlafen. Entweder halten mich Husten und Kopfschmerzen wach, oder ich habe so ätzende Träume, dass ich sofort wieder wach werde. PLÖD! Schlaflos in Hesse`!
ABER: Ich bin gestern über meinen Schatten gesprungen und habe bei meinen Schwiegereltern angerufen! Und ich glaube, es war gut so. Für mich war es sowieso wichtig, um mir selbst treu zu bleiben und mich nicht weiter so zu zermartern und auch sie haben ganz erfreut reagiert und mir nochmal alles erzählt… Ich war nachher schon ein bißl stolz auf mich, dass ich es gemacht habe und selbst Gerd hat das gestern abend gesagt! Huiuiui *rotwerd*
Nachdem hier daheim ja gestern Morgen schonmal böse die Fetzen flogen, weil er nicht mit mir sprach und wir uns dann an Winzigkeiten hochgeschaukelt haben, haben wir gestern entschieden, von heute abend bis zumindest Mittwoch nicht daheim zu sein. Werden in der Wohnung meines Vaters versuchen ein wenig auszuspannen (Gerd in der Sauna und ich beim Einladungen basteln vorm Kamin *g*). Dienstag abend gehen wir lecker essen und Hochzeitsmenu besprechen und die Schwiegereltern wissen, wo sie uns erreichen und bis zum Klinikum ist es sogar noch kürzer als von daheim.

VIELEN DANK LIEBE AUTOMATISCHE ZWISCHENSPEICHERUNG!! DAS WÄRE DANK MEINER GROBMOTORIK ALLES WEG!!!!

Gestern abend haben auch Gerd und ich endlich mal über diese ganze Situation reden können. Wir haben uns versprochen, dass wir die Hochzeit auch noch einen Tag vorher absagen würden, wenn es der Schwiegermutter wider Erwarten nicht gut gehen sollte, jetzt aber erstmal nicht alles abzublasen! Letzten Endes kann immer vor einem solchen Fest etwas passieren (ich habe z.B. auch eine 86jährige Oma…), wenn man das ausschließen wollte, dürfte man nie heiraten. Aber es fällt mir nicht leicht! Wir haben allerdings beide die Schwiegereltern (unabhängig voneinander) gefragt und mir haben sie auch nochmal bestätigt, dass wir heiraten sollen und Sie da lange wieder fit sein wird! Und daran glaube ich jetzt auch, habe ich beschlossen! Punktum! Und die Prognosen sind wirklich super, besser geht eigentlich nur gesund.

Alles wird gut!

8. November 2008

Die Welt dreht sich immer weiter und bei mir dreht sich`s auch ein bißl

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 06:38

Gerd brachte ein paar Antworten mit nach Hause. Seine Mama weint quasi durchgängig, sein Vater äußert seine Gefühle kaum. Aber so funktionieren die beiden schon immer. Sie geht nächste Woche ins Krankenhaus und der Knoten sowie der naheliegenste Lymphknoten werden entnommen. Sie gehen noch nicht von einer Streuung aus, der Tumor ist erst 3*4*5 mm groß. Anschließend wird profilaktisch 27mal bestrahlt. Gerd hat seiner Mama gesagt, dass er das geschafft habe, dann würde sie das jawohl erst recht schaffen. Er ist die Ruhe selbst und ich glaube auch wirklich optimistisch. Wie mein Schwiegervater sich fühlt, kann ich nur erahnen. Zwei seiner Schwestern haben Brustkrebs bzw. hatten. Die eine ist daran nach Jahren gestorben, die andere “macht seid 26 Jahren damit rum” und sein Sohn hat ja auch schon zweimal Krebs gehabt. Ich glaube, ich weiß ein wenig, was in ihm vorgeht, habe ich es doch auch bei Gerd und meinem Bruder (abgesehen von den ganzen anderen) schon dreimal so nah miterleben müssen. Er tut mir unsagbar leid und trotzdem fällt es mir schwer, auf ihn zuzugehen. Wenn ich wieder gesund bin, werde ich mal schauen, ob ich mich nicht überwinden kann, denn mir liegt schon viel an den beiden, auch wenn sie mir gegenüber nicht immer fair sind.
Gerd hat gefragt, ob wir die Hochzeit am 23.12. abblasen sollen, aber sein Vater hat beschlossen, dass seine Frau bis dahin wieder fit ist und es keinen Grund geben wird, nicht zu heiraten. Ich muss zugeben, dass hat mich überrascht, ich war mir fast sicher, dass sie erwarten werden, dass wir erstmal abwarten. Aber es ist ja eh nur im kleinsten Rahmen und läßt sich im schlimmsten Fall (schnell dreimal *aufholzklopf*) recht einfach absagen.
Mein Fieber ist runter, dafür tut mir langsam der Hals nicht nur von innen sondern auch gleich noch der Nacken und der ganze Kopf weh. Fahre heute vormittag doch mal zum Arzt, scheint eine gute Entzündung zu sein und auch nicht einfach wieder weg zu gehen. Will ja auch nicht den ganzen Urlaub über flach liegen.
Ich bin verwirrt und weiß nicht recht, was ich denken soll und wie ich fühle…. aber die Welt dreht sich weiter und ich drehe mit….

7. November 2008

Jetzt war doch Urlaub und Hochzeitsplanung angesagt!

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 17:24

Vorgestern Mittag war ich grade im Begriff, dass Haus zu verlassen, um babysitten zu fahren, als Gerd daheim anrief. Ob ich schon weg sein? Hä, wie kann ich, wenn ich noch daheim ans Telefon gehe?!? Ja, nein, aber wenn ich grade los wolle, würde er mir “das” erst später erzählen. Ok, so kommt er ja eh nicht davon, also, was ist los? Seine Mutter hat einen Knoten in der Brust, den man zwar wohl schon als Verkalkung kannte, der aber jetzt auffällig geworden wäre und sie war schon zur Biopsie, er wisse es schon `nen Tag länger, wollte mich aber nicht aufregen (sowas kann ich vielleicht leiden, da reg ich mich dann ja erst recht auf). Heute hat sie das Ergebnis bekommen: bösartig! Schon wieder Krebs in der Familie! Ich kann das nicht mehr! WARUM??? Das gibt`s doch gar nicht! Er ist grade runter zu seinen Eltern, weil sie am Telfon nicht viel gesagt haben, sondern er doch mal vorbei kommen solle!
Ich hab pünktlich gestern Nachmittag zum Urlaubsbeginn Fieber und einen zugeschwollenen Hals bekommen, weshalb ich jetzt nicht mit runter zu seinen Eltern bin. Aber ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, wenn ich wieder fit bin. Meine Natur wäre, ihnen zu sagen, dass ich für sie da bin, dass sie jederzeit hier anrufen können, dass ich auch zum Arzt mitgehe etc. pp.. Nur haben sie mir grade in all dem Hochzeitskram so sehr gezeigt, wie toll sie mich finden und wie begeistert sie von mir in ihrer Familie sind, dass ich überhaupt nicht mehr weiß, wie ich mich verhalten soll (und will).
Ich weiß auch nicht, ob wir nun Montag das Aufgebot (das jetzt eigentlich “Antrag zur Eheschließung” heißt) bestellen sollen oder nicht, ob wir Einladungen basteln sollen…. Ich hoffe, Gerd bringt Antworten mit.
Ich geh wieder schlafen. Bin dem Fieber fast ein bißchen dankbar, schlafen ist gut und man denkt nicht ständig nach!

Für einen Atemzug dachte ich mal, die Welt würde doch wieder gut…. ein schöner Gedanke…

4. November 2008

yabadabadooo!

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 14:50

Heute morgen Anruf bei dem Verein, der zuständig ist, für die Location, in der wir Pfingsten feiern wollen. YES, Termin steht! Boah, viele Steine, die geblumst sind! Nun kann die Planung nächste Woche im Urlaub gleich voll los gehen!
Ich freu mich! Alles wird gut! Singe und tanze nun die ganze Zeit durch die Bude! hihi

31. Oktober 2008

Ach du Sch…., dat geht aber nu` doch fix!

Abgelegt unter: 1 — Nad77 um 07:14

Wir sind nun elfeinhalb Jahre zusammen, über zwei Jahre verlobt und planen dann doch endlich mal unsere Hochzeit. Nachdem im August G.s Cousine geheiratet hat, wußten wir zumindest schonmal, wie wir unsere Hochzeit NICHT haben möchten. Obwohl wir eigentlich immer dachten, dass unsere jeweiligen Wünsche, wie wir uns diesen Tag vorstellen, irgendwie gar nicht kompatibel sind, haben wir doch relativ schnell, nachdem beschlossen war, dass wir es nun planen, eine Vorstellung gehabt, wie wir einigermaßen alle Wünsche unter einen Hut kriegen. G. wünschte sich immer einen großen Polterabend, zu dem alle Freunde und Arbeitskollegen kommen können, die wollen, ohne feste Einladung und so (und ich rechne da mal locker mit 200-250 Leuten!!). Ein Polterabend findet bei uns hier gewöhnlich nach der standesamtlichen Trauung statt. Ich allerdings habe immer gesagt, dass ich mir kein mega Brautkleid kaufe, damit ich dann nach der Kirche nur mit unseren Eltern essen gehe, sondern das ich im Brautkleid die größere Feier haben will (wann schließlich nimmt frau sich schonmal soviel Zeit und gibt soviel Geld aus, um toll auszusehen?). Um beides unter einen Hut zu bekommen, hatten wir beschlossen, auch beides an einem Tag zu machen. Der dafür passende Tag sollte Pfingstsamstag sein, denn wir werden (hoffentlich) viele Gäste von weiter weg haben und fanden es ganz nett, wenn Montag noch Feiertag ist, damit niemand nach einer alkoholisierten und durchgefeierten Nacht wieder 5 Stunden im Auto sitzen muss, sondern eben noch einen Tag mehr Zeit hätte.
Der Plan war also:
10:30 Uhr Standesamt in meiner “Geburtsstadt”
anschl. im engsten Familienkreis Essen gehen in einem nahe gelegenen Schlösschen mit traumhaftem Schlosspark und dort auch die Fotos machen
16:00 Uhr Kirche hier in seinem Heimatdorf
anschl. große Polterhochzeit
Klar, dass es für uns ein langer Tag würde, aber eben auch so, dass wir alles hätten.
Dann fing das Chaos an. Das Schloss hat keinen Platz mehr für uns. Also habe ich zwei Wochen damit verbracht, eine angemessene Alternative zu finden, denn wir wollten so gerne Mittags wirklich chic feiern (da wir uns das abends mit so vielen Gästen nicht leisten könnten und es da eher rustikal und nur mit Grill und mitgebrachten Salaten finanzierbar ist).
Das Restaurant der 2. Wahl ist aber schön, wir haben das Kaminzimmer für uns alleine, mit Tür zur Terasse, so das die Kinder nicht in den Hof, sondern in den Garten zum spielen gehen können und es steht sogar ein Flügel dort, so dass einer unseren musikalischen Freunde auch noch zum Essen spielen könnte. Gefällt uns auch sehr gut. Machen wir es eben so.
Zja, und dann fing aber der Krampf erst an. Das Standesamt will uns nicht. Also nicht an dem Tag. Haben es über zwei verschiedene “Vitamin-B-Beziehungen” versucht, nix zu machen! Dachten erstmal daran, alles zu verschieben. Da ich aber letzte Woche erzählt bekam, dass die Location, in der wir abends feiern wollen, nächsten Sommer schon recht ausgebucht ist und wir keine andere hier in der Nähe wissen, in der wir überhaupt so viele Menschen unterkriegen, war uns das auch zu unsicher, denn mit dem großen Raum steht und fällt die ganze Feier (und wir haben nocht nicht einmal die sichere Zusage! *zitter*). Also haben wir nach heißen Diskussionen und unter Einbezug des Familienrates (in Form meiner Mama :-) ) beschlossen, Standesamt und Kirche eben doch an verschiedenen Tagen zu machen und trotzdem so wie wir es wollten. Eben ohne Poltern aber mit der großen Feier nach der Kirche. Wir sind sowieso anders als der Rest seiner Familie und dieses Dorfes hier, wieso sollten wir uns also an deren Regeln halten?! Naja, und was soll ich sagen? 10 Minuten später standen wir im Terminkalender des Standesamtes. Und zwar für den 23. Dezember DIESEN JAHRES! Ach du Kacke, dass geht aber nun doch schnell. Während G. ja derjenig war, der immer noch so langsam und so gemacht hat, war der plötzlich sehr zufrieden und mir ging der A…. auf Grundeis! *lol* Da grade mein Bruder terminlich immer schwer mit einzuplanen ist und wir ja quasi auch die paar Kröten mehr, die G. nun von der Lohnsteuer bekommt gut für die Fete brauchen können, war der 23.12. das passenste Datum. VERRÜCKT! Keine zwei Monate mehr und ich soll Frau M. sein? Huiuiui…. G. mußte mich mehrfach kneifen und auch jetzt ist es noch so ein bißl, als hätte ich grade einfach `n Knall (aber hab ich den nicht immer? hihi)
Leider, leider ist seine Familie immer noch so gar nicht begeistert und sein Vater setzt ihn sehr unter Druck. Die schlimmste Diskussion gab es jetzt, weil G. gerne einen ganz lieben Freund als Trauzeugen hätte und sein Vater aber der Meinung ist, er MUSS seinen Bruder nehmen. Monatelang hatte G. Angst vor dem Gespräch mit seinem Bruder, vor allem nachdem sein Vater ihm letzte Woche quasi gesagt hat, dass er damit die Familie “zerstört” (er hat es nicht genauso ausgedrückt, aber im Endeffekt war es das). Sein Vater war auch sicher, dass ich dahinter stecke, was ja bedeutet, dass er seinem Sohn gar keine eigene Meinung zutraut. Naja, gestern Abend hat er also seinen Bruder angerufen und ich bin sehr erleichtert, dass er es hinter sich gebracht hat. Die Reaktion war viel, viel besser als befürchtet und endlich haben die beiden sich mal gesagt, dass sie als Brüder füreinander da sind und das einfach gar nix mit irgendeiner Unterschrift zu tun hat. Und G. hat die Bestätigung bekommen, dass ein Vater sich einfach sehr verändert hat und das auch bei allen anderen und er es nicht zu persönlich nehmen soll! Dieses Telefonat gestern war einfach dringend nötig, denke ich! Auch wenn G. noch nicht ganz entschieden ist, bzgl. der Trauzeugenwahl, so war die ganze Sache mit Sicherheit gut dafür, dass die beiden sich mal wieder näher kommen und das freut mich! Das was Gerd alles durchmachen muss, weil er “die falsche Frau” heiratet tut mir unsagbar leid! Seine Eltern können nicht einmal sowas sagen wie “Sohn, du weißt, wie wir dazu stehen, aber das Wichtigste ist, dass du glücklich bist!”. Ist das denn so viel erwartet?!
Meine ganze Familie freut sich und will teilhaben und alle lieben Gerd und meinen nur, dass es auch endlich Zeit wird und ich denke dabei noch, wie schlimm es für ihn sein muss, zu sehen, wie andere reagieren und die Reaktion seiner Eltern zu spüren und hören. Aber er sagt mir, dass es total wichtig und toll für ihn ist, das meine Familie wenigstens so toll reagiert. Und ich bin sowieso sehr glücklich darüber!

Da ich weiß, dass zumindest eine meiner Schwestern den Weg hierher kennt, nun ganz persönlich an dich Lästerschwein: DANKE!!!! Danke, dass ihr euch so bedingungslos mit uns freut und hinter uns steht! Ich hab dich schrecklich lieb!

So, für`s erste reicht das mal mit Hochzeitsplänen. Bin ganz kirre im Kopp! Aber langsam kommt es an und ich freue mich drauf! Die Schwiegereltern werden ihre offizielle Einladung bekommen und sie werden wie immer Haltung wahren, lächeln, mich drücken und “alles ist toll” spielen und dieses eine Mal ist es mir scheißegal! Das ist unser Tag und hauptsache mein Bräutigam (wie cool sich das anhört! *g*) und ich sind glücklich! Punkt!

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