30.05.07
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Doctorhopping um 10:00 am von Rabies
Wir haben eine Diagnose: OAT 1.
Die Ärztin verschrieb meinem Mann Zink und Pentoxifyllin. Letzteres wird der besseren Durchblutung halber verschrieben, hat aber als “Nebenwirkung” eine Verbesserung der Spermienbeweglichkeit zufolge. In drei Monaten wissen wir mehr. Bis dahin nimmt mein Mann nun morgens und abends seine Pillchen. Außerdem soll er mehr trinken (ich bin froh, dass ihm das die Ärztin gesagt hat, mir glaubt er nämlich in diesen Sachen nie). Der trockene Scherz: “Meine Frau hat es nicht gern, wenn ich besoffen bin.” verpuffte leider etwas ob der leicht angespannten Situation.
Im Großen und Ganzen – und vor allem mit Blick auf das Ergebnis des ersten Spermiogrammes – sind wir nun einigermaßen beruhigt. Sogar mein Mann guckt mich wieder entspannt an. Vorhin hat er sich Obst gekauft. Er will jetzt gesünder essen.
Hinsichtlich einer Spontanschwangerschaft macht man uns immer noch nicht viel Hoffnung. Die Ärztin riet uns, es erst einmal mit Insemination zu versuchen. Wir sollen uns nun in der Kinderwunschpraxis unseres Vertrauens vorstellen, was wir auch im nächsten Schritt tun werden. Vorher warte ich allerdings noch das Ergebnis meines MCP-Tests ab. Einen ausführlichen Bericht will uns die Andrologin auch noch zusenden.
Na dann, es geht weiter.
29.05.07
geschrieben in Allgemein, Doctorhopping um 10:16 am von Rabies
Das war eine komische halbe Woche…
Zunächst Donnerstag: Wir waren zum Termin mit der Andologin meines Mannes verabredet. Das zweite Spermiogramm sollte ausgewertet werden, außerdem ging es darum, wie wir nun weiter verfahren mit unserem Kinderwunsch. Aber bereits um vier Uhr früh zeigte sich, dass aus dem Termin wohl – zumindest von meiner Seite – nichts werden würde. Ich bekam die Kotzerei und musste bis zehn Uhr in unmittelbarer Nähe der Kloschüssel verweilen. Der Arzttermin war gestorben, denn allein wollte mein Mann da nicht hingehen. Also Termin auf Mittwoch verschoben.
Am Freitag ging es mir dann endlich etwas besser – ich konnte zum Hausarzt gehen und mir meine Krankschreibung für meine zwei Tage Übelkeit und Durchfall abholen. Den Rest des Wochenendes habe ich dann eigentlich verschlafen, bis auf ein paar Stunden am Samstag, die ich im Garten verbrachte.
Der Sonntag war dann mehr als verregnet. Man konnte nicht einmal vor die Tür gehen, weil es abwechselnd hagelte und in Strömen goss. Also Tee kochen und mit der Kuscheldecke vor den Fernseher. Dort natürlich eingeschlafen, denn irgendwie war ich immer noch nicht so ganz gesund und mein Körper entschied sich, 20 von 24 Stunden im Tiefschlaf zu verbringen. Fazit dieses Wochenendes: 3 Kilo leichter und endlich seit Jahren einmal keine Augenringe.
Den Montag verbrachte ich dann zwar relativ fit, dafür aber ohne Stimme. Ich wachte morgens auf und war stumm. Nicht einmal mehr heiser – nein, komplett stumm. Mein Mann freute sich tatsächlich tierisch und mir blieb nur übrig, ihn zornig anzuflüstern.
Soviel zu meiner komischen halben Woche… heute hatte ich einen Termin bei meinem Gynäkologen. Da der Bluttest, den wir beim letzten Mal gemacht hatten, ans Tageslicht gebracht hatte, dass mein Prolaktinwert zu hoch war, stand heute früh ein MCP-Test an. Dazu gibt man Blut ab, lässt sich dann etwas spritzen, wartet 30 Minuten und lässt sich dann nochmal Blut abnehmen.
Wer meinen letzten Bericht vom Besuch bei meinem Späthippie gelesen hat, der weiß, dass der Arzt kein unbedingter Held ist, was das Abzapfen von Blut anbelangt. Nun komme ich zwar dieses Mal wahrscheinlich ohne gelähmten Arm aus der Geschichte heraus, dafür habe ich aber… tja… fleißig auf den Boden geblutet, weil der Doc die Kanüle zwar gesetzt hat, hinten aber keinen Stöpsel drangemacht hat, um den Blutfluss zu stoppen. So schoss mein kostbares Venenblut dann erstmal in hohem Bogen auf den Praxisboden. Das gleiche wiederholte sich, als ich mich nach Injektion des Mittels nach 30 Minuten wieder zum Blutabzapfen niederließ. Die eine Pfütze war kaum aufgewischt, da hatte ich eine neue produziert. Super…
Tja… was noch? ich sitze wieder in der Arbeit, möchte lieber zu Hause sein, werde schon wieder heiser und bin mit ein bisschen Pech bis heute Abend wieder stumm.
Morgen haben wir dann endgültig den Besprechungstermin bei der Andologin. Dann werden wir weitersehen. Vielleicht gibt es dann wieder etwas zu berichten.
18.05.07
geschrieben in Allgemein um 1:23 pm von Rabies
Jetzt wäre es mir doch glatt beinahe passiert. Fast wäre ich mit dem Kopf auf die Tischplatte geknallt. Schuld ist das üppige Mittag hier im Büro verbunden mit dem Schlafmangel heute Nacht. Und jetzt sitze ich hier, ein bisschen peinlich berührt, weil ich schon wieder gähne und blinzle aus kleinen Äuglein auf meinen Bildschirm.
Erst konnte ich gestern nicht einschlafen. Zwar gingen mir keine Gedanken durch den Kopf, wie es bei mir oft symptomatisch für lange Wachphasen ist, aber ich war trotzdem hellwach. Dann tauchte der Kater im Bett auf und verlangte schmusend unter die Decke gelassen zu werden. Wenn der Kater einen erst mal so weit hat, ist an Schlaf ohnehin nicht mehr zu denken. Erst muss er sich nämlich bequem hinlegen. Das allein dauert schon eine Weile. Meist stört die Anwesenheit des Frauchens bei der Ausbreitung und Findung der optimalen Schlafposition. Ist der Kater dann endlich ruhig, sind seine kleinen Pfötchen meist so kalt, dass das Wärmen der vier Eiswürfelchen noch einmal ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Zu guter Letzt hindert mich meine Angst, der Kater könne unter der Decke womöglich ersticken, an einer friedlichen Nachtruhe. Mittlerweile habe ich mir im Halbschlaf schon einen Näschen-Kontroll-Griff angewöhnt, um zu prüfen, ob sich a) der Kopf der Katze über der Decke befindet und b) das Tierchen noch fleißig schnauft.
Faktor Nummer 2 in meiner Schlaflosigkeits-Skala: Der Ehemann. Mein Exemplar verfügt über einen gesegneten Nachtschlaf. Leider beginnt er zu schnarchen, sobald er die Augen zumacht. Im Halbschlaf reicht meist eine kurze Berührung oder die Nennung seines Namens und der Gemahl ist für einige Momente still. Wenn er allerdings tief schläft, hilft nur noch rohe Gewalt. Manchmal schaffe ich es sogar, dass ich meinen Mann knuffe und er sich – ohne auch nur aufzuwachen – auf die Seite wälzt und friedlich und schnarchlos weiterschläft. Meist wird er aber wach. Und sauer. Und geschnarcht haben will er auch nie.
Weil diese Faktoren natürlich noch nicht ausreichen, wurde ich heute früh – nach gefühlten dreißig Minuten Schlaf – durch unsere Nachbarn geweckt, die offensichtlich auch keinen Brückentag hatten und sich lautstark auf den Weg zur Arbeit machten. Wenigstens die Sonne war schon aufgegangen…
Heute gehe ich aber früher ins Bett…
Es sei denn… es kommt was im Fernsehen…
16.05.07
geschrieben in Allgemein, Projekt Nickel um 2:35 pm von Rabies
Jetzt aber raus da! Das liest sich ja furchtbar, was mir in den letzten Tagen durch den Kopf gegangen ist. Ich frage mich ernsthaft, wo ICH in der ganzen Zeit geblieben bin.
Wir sind gerade erst dabei, unsere Diagnosen zusammenzutragen und irgendwie liest sich jetzt schon alles wie ein riesengroßes Jammertal. Und mittendrin ich. Heulend… oder doch zumindest angeschlagen. Auch um meiner selbst willen kann das jetzt nicht so weitergehen. Da muss wieder positives rein. Und zuallererst muss das Kind einen Namen bekommen.
Projekt Nickel – so. Unser Weg zum Kind.
Warum Nickel? Neue Frage bitte. Ich weiß es nicht. Ich würde gern mit einer schicken Geschichte aufwarten, warum der Nickel ausgerechnet Nickel heißt. Im Zweifel passt noch die Version am besten, dass ich als Kind immer Milch gekauft habe und das Wechselgeld – den Nickel – behalten durfte. Zu Nickeln habe ich quasi eine besondere Beziehung. Aber da jetzt den Bogen zum Baby zu schlagen wäre schon sehr weit hergeholt. Nickelchen ist einfach ein Kosename für mich. Hat nichts mit dem Metall zu tun, schon gar nichts mit der weit verbreiteten Allergie. Einfach nur ein Kosename. Etwas anderweitig romantisches habe ich leider nicht anzubieten.
Hm… liest sich ein bisschen blöd. Hört sich nicht mal schöner an als es sich liest. Ach was solls. Projekt benannt. Weiter gehts…
15.05.07
geschrieben in Allgemein um 2:17 pm von Rabies
Wenn man nur lang genug über ein Thema nachgrübelt – und in meinem Fall beschäftigt mich der Wunsch nach einem Kind schon sehr lange – kommt man wohl unweigerlich irgendwann auf die Schicksalsschiene.
Auch anderen geht es so… man fragt sich zwangsläufig: Steckt ein Plan dahinter? Gibt es so etwas wie einen großes kosmisches Drehbuch, in dem die Protagonistin Rabies durch allerlei Täler gehen muss, bis sie endlich einmal am Ziel und Ende ist? Und wie wird dieses Ziel dann aussehen? Ein Roman über mein Leben? Drei Kinder? Oder doch eine Katzenzucht?
Schon als mein Mann mir damals eröffnete, er wolle keinen Nachwuchs, konnte ich das nicht so recht glauben. Ich hatte mich immer mit Kindern gesehen. Und auch – oder gerade – jetzt, wenn ich einen meiner Blicke in die Zukunft tue, sehe ich dort meine Kinder. Ich sehe sie ganz deutlich vor mir. Und irgendwie sehe ich sie auch wieder nicht.
Mit jedem Jahr, das vergeht, das ich älter werde, mit jeder neuen Diagnose bricht ein kleines Stückchen Zukunft ab. Schon lange bin ich keine junge Mutter mehr. Schon lange ist die Leichtigkeit dahin, mit der ich das Thema Familie anpacken wollte. Ja, “anpacken” ist mittlerweile ein passendes Wort geworden, wenn ich an meinen Kinderwunsch denke. Ich bin – wir sind – plötzlich gezwungen, der Natur einen Schubs zu geben. Einen Tritt, wenn es sein muss. Das habe ich nie so gewollt. Das kam in meinem Zukunftsbild nie vor…
Ich sitze manchmal da, mit dem Blick in der Zukunft und irgendwie habe ich das Gefühl, die Kinder, die ich da auf der Wiese spielen sehe, sind vielleicht nicht meine eigenen… und manchmal sitze ich da und sehe gar keine Kinder…
14.05.07
geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 1:35 pm von Rabies
Jetzt mal was ganz anderes. Echt… was ganz ganz anderes.
Kollegen.
Können einem manchmal unheimlich auf den Nerven herumtrampeln. Besonders Kollegen mit einem großen Mitteilungsbedüfnis und dem sogenannten haptischen Sehen.
Wir haben so einen Kollegen. Er sitzt einige Zimmer entfernt in einem kleinen Raum – ganz allein. Eigentlich zu recht, aber er mag es nicht, allein zu sein. Regelmäßig schleicht er mit seiner Kaffeetasse durch´ Büro, beschwatzt arbeitende Kollegen, fässt alles an, was nicht gerade festgewachsen ist, zeigt gern Einkäufe her, möchte auch gelegentlich in gesundheitlichen Fragen beraten werden (Zeckenbiss oder Pickel… ) und ist auch sonst – trotz seines mit Bedacht gewählten Exilbüros am Ende des Ganges – sehr präsent.
Dieser Kollege hat eben das frisch von mir beim Bäcker erstandene Brötchen aus der Tüte geklaubt und nachgesehen, ob Butter unter dem Wurst-Käse-Gurkengemisch ist. Nebenher hat er über die Fermentationsprozesse bei der Herstellung von Käse philosophiert. Dann hat er die Petersilie runtergegessen und das Brötchen wieder zugeklappt. Ganz ehrlich: Diese Aktion befindet sich bei mir ungefähr auf dem gleichen Level, wie mit dem Finger fremden Yoghurt umzurühren!
Die Kollegin kichert leise vor sich hin. Am liebsten würde ich sie mit meinem Mittag bewerfen, so sauer bin ich. Das hat man nun davon, dass man nicht schnell genug seine Lebensmittel an sich rafft, wenn die Tür aufgeht.
Ich fürchte ja, ich bin eine Sagrotanziege… oh je…
10.05.07
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Doctorhopping um 8:49 am von Rabies
Das Spermiogramm ist da.
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Mein Mann schweigt, er hat mir den Befund der Andrologin hingelegt, etwas gemurmelt von wegen nicht endgültig und zweiter Test und jetzt sitzt er wieder da und arbeitet stumm vor sich hin.
Das Spermiogramm wurde nach WHO-Standards erstellt. Von den wenigen Spermien, die überhaupt vorhanden sind, zucken fast 80% auf der Stelle. Es finden sich keine vorwärtsbeweglichen Spermien. Außerdem wurden Leukozyten gefunden, was auf eine Entzündung im Körper hindeutet.
Ja, ich weiß, da kommt noch ein zweiter Test und dieses eine Spermiogramm muss gar nichts heißen. Aber ich bin trotzdem… irgendwie… ich weiß nicht…
Die Andrologin lässt sich erst nach der Besprechung des zweiten Tests zu einer Aussage nötigen. Vorher, hieß es, würde sie keine Aussage treffen. Nicht mal eine vernünftige Auswertung der Ergebnisse hat es vor Ort mit meinem Mann gegeben.
Dafür haben allerdings wir beide – mein Mann und ich – einen erneuten Termin zur Nachbesprechung. Wir werden sehen, was auf uns zukommt.
09.05.07
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Doctorhopping um 8:18 am von Rabies
Gestern war ich endlich bei meinem Termin zur Besprechung der nächsten Schritte unseres Kinderwunsches. Mein Späthippie nahm sich extra Zeit, nachdem die Praxis eigentlich schon geschlossen hatte und nur noch ein paar Sprechstundenmädels durch die Räume huschten.
Was mein Doc gar nicht kann – und dieser Bericht der Dramatik halber gleich zu Beginn: Blutabnehmen. Mein Arm gleicht einem Schlachtfeld. Nicht nur, dass der Doc die Vene anscheinend durchstochen hat, er schrammte mir auch zusätzlich die Kanüle über den Arm, als er die Nadel wieder herauszog. Jetzt habe ich eine doppelt perforierte Vene, einen kapitalen Kratzer am Arm und einen Bluterguss so groß wie Bayern. Noch dazu tut der ganze Arm weh und die angestochene Vene ist bis zum Handgelenk schön blau unterlegt. Die Schwester hat laut mit dem Doc geschimpft, ich habe verdattert geguckt und versucht, die immer größer werdende Beule an meinem Arm wegzudrücken. Und der Späthippie stand da, recht verwirrt und geknickt und entschuldigte sich wortreich. Merke: Blutabnehmen das nächste Mal bei der netten Schwester. Die weiß wenigstens, was sie tut.
Nun zurück zum eigentlichen Grund meines Besuches: Nachwuchs.
Nachdem wir meine Befindlichkeiten besprochen hatten, die Befunde der letzten Jahre beguckten, über meine Mens, meine Eisprünge, meinen Mittelschmerz geredet hatten, über Chlamydien, das Wetter und die Vorteile einer staatlichen Altersvorsorge, deutete mein Doc Interesse an meinen Temperaturkurven und dem Spermiogramm meines Mannes an. Erstere hatte ich nicht dabei, letzteres bekommen wir erst morgen. Aber der gestrige Termin war ohnehin nur der Sondierung gewidmet. Ernst wird es in ein paar Tagen wieder, wenn wir uns meinen Hormonspiegel anschauen. Dazu muss ich wieder Blut abgeben, aber ich habe mir versichern lassen, dass das dieses Mal wirklich die Schwester übernimmt.
Was mir noch bevorsteht, ist ein oberflächlicher Check via Ultraschall, auf dem man aber – laut Aussage des Arztes – sowieso nur sehen kann, ob überhaupt alles da ist. Danach könnte eine Bauchspiegelung anstehen. Letztere aber zunächst nur, wenn das Spermiogramm meines Mannes ok ist. Wenn “da alles tot ist” bräuchte man mich auch nicht anzupiecken…
Na ja… soviel zu meinem ersten Termin. Der Text lässt schon ahnen: Ich bin noch etwas durcheinander von der Fülle der Informationen, aber zumindest geht´ jetzt los.
Auf auf…
04.05.07
geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 8:29 am von Rabies
Im Leben einer jeden Frau kommt der Tag, an dem sie eines Morgens im Bad verwundert ihr Gegenüber betrachtet und erst nach langer Zeit feststellt, dass sie es selbst ist, die sich im Spiegel anschaut.
Im Leben einer jeden Frau kommt eines Tages der Schreck, in dem sie feststellt, dass sie Tränensäcke und Falten hat. Nicht nur Krähenfüßchen, nein, richtige Falten!
Im Leben einer jeden Frau kommt der Tag, an dem ihr Mann ihr sagt: “Schatz, du siehst heute aber zerknittert aus.” Und das, obwohl man schon fast zwei Stunden auf den Beinen ist.
Ich bin deprimiert.
Nur der Kater fand mich heute attraktiv und knallte mir schnurrend seinen Schädel aufs Auge. Das ist ein Zeichen absoluter Zuneigung. Meist nimmt der Kater dafür Anlauf, damit es richtig scheppert. Und wenn wir dann beide bedüselt voreinander sitzen und warten, dass Schmerz und Schwindel nachlassen, wissen wir, dass wir uns lieb haben.
Jetzt muss ich nur einen Weg finden, mein Gesicht wieder zu rekonstruieren. Ich versuch´ mal mit Klebestreifen – so kriegt man die Falten bestimmt raus.
Ach ja, ich hatte einen Zahnarzttermin heute früh. Der Doc kam ins Behandlungszimmer, die rechte Hand zum Gruß ausgestreckt, die linke griff nach der Betäubungsspritze. Ich lasse mich nie spritzen, auch heute nicht. Dafür ernte ich immer ungläubige Blicke. Keine Spritze? Da kann doch was nicht stimmen mit der Frau. Da mein Zahnarzt aber ein sanfter Mann ist, zumindest behandlungstechnisch – darüber hinaus sind wir uns noch nicht begegnet – weiß ich normalerweise, dass er meine Kauleiste nicht betäuben muss. Auch dieses Mal ging alles glatt und ich kann nun wieder kraftvoll zubeißen!
Einen schönen, hoffentlich knitterfreien, Freitag wünsche ich!
02.05.07
geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 1:47 pm von Rabies
Mir ist schwindlig. Und schlecht. Ich sammle schon wieder Symptome. Da muss ich doch glatt ein Häkchen auf meiner Liste machen. Morgenübelkeit. Soso… Ich weiß ja, das ich bescheuert bin. Die Predigerin der Nicht-Vorzeichen-Vorzeichen ist mit Liste führen beschäftigt: “Dinge, die garantiert ungarantiert vielleicht mit eventueller Schwangerschaft zu tun haben. Oder mit PMS. Oder Irrsinn.” Mein Arbeitstitel.
Schmeckt mein Kaffee? So lala.. Häkchen machen.
Bauchzwicken…. hm… Häkchen.
Ist der Storch heute eigentlich schon vorbeigeflogen an meinem Fenster? Da ist er, ganz pünktlich. Häkchen machen.
Geruchssinn testen… es riecht heute irgendwie anders als sonst… Häkchen.
Bin ich heute launisch? …hm… immer eigentlich. Zur Sicherheit ein Häkchen machen.
Wenn ich so weitermache, ist die Liste in einer Stunde voll. Aber davon wollte ich ja gar nicht anfangen. Weswegen habe ich noch schnell meinen Blog aufgesucht? Hm… vergessen…
Vergesslichkeit? Hah! Häkchen!