23.02.10

Kollern für große Mädchen…

geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Zyklus um 10:04 am von Rabies

Ich sollte es doch eigentlich besser wissen. Gerade ich. Und was mache ich? Das genaue Gegenteil…

Mein Mann und ich haben uns ja nun für ein zweites Kind entschieden. Es geht mir körperlich und seelisch wieder gut und wir fühlen uns bereit für erneuten Nachwuchs. Nun ist es ja so, dass Kind Nummer eins ein wenig hat auf sich warten lassen. Woran es nun genau gelegen hat, wissen wir immer noch nicht zu 100 Prozent. Einerseits war da die OAT meines Mannes, andererseits spielte sicher auch meine Schilddrüse ein bisschen mit und sicher auch der ganze Zeugungsstress, den man sich irgendwann zwangsläufig macht, wenn es nicht sofort klappen mag. Aber wenn es vier Jahre nicht klappt, wird man ja irgendwann unruhig.

Langer Rede kurzer Sinn: Als wir uns damals im Jahr 2007 dann entschlossen hatten, endlich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und eine Kinderwunschpraxis aufsuchten, wurde ich spontan im Zyklus vor meiner geplanten ersten IUI schwanger. Zack, einfach so. Nach jahrelangem Üben…

Unser Mädchen ist nun fast 2 Jahre alt und wir möchten ein zweites Kind. Das ist die Vorgeschichte.

Nun haben wir diesen Monat Premiere ohne Kondom gefeiert. Dank meiner Frauenärztin wusste ich über meinen Eisprung bestens Bescheid, wir haben uns zeitgenau “zusammengefunden” und ich dummes Huhn bin tatsächlich der festen Meinung, ich sei schwanger. Gerade ich müsste es doch besser wissen. Sicher, dieses Mal bin zumindest ich gesundheitlich vernünftig eingestellt, Stress machen wir uns derzeit auch keinen (obwohl mein Posting gerade das Gegenteil beweist) und auch OAT ist keine lebenslange Diagnose. Aber dass ausgerechnet ich nun denke, es hätte gleich beim ersten Mal eingeschlagen, ist etwas, über das ich selbst am meisten den Kopf schütteln sollte.

Körperliche Symptome kann man sich ganz einfach selbst machen. Ich kann ein Lied davon singen. Übelkeit? Mache ich mir seit Jahren bei kleinstem Stress ohne Probleme selber. Schwindel? Kann ich auch… Dieses Ziepen da im Unterleib? Das wird wohl ein Pups sein…

Rabies, reiß dich zusammen… Du bist ein großes Mädchen. Warte bis zum Ende der Woche. Spätestens dann weißt du Bescheid. Und hör auf, dir ins Hemd zu machen…

15.02.10

Abgehakt: Kolo…

geschrieben in Allgemein, Doctorhopping um 10:22 am von Rabies

Das hätte ich jetzt auch hinter mir. Auch so ein Ding auf der Liste, das man abhaken kann: Darmspiegelung. Da klappern beim Hinhören schon die Nerven. Meine zumindest. Zumal ich ein Mensch bin, der sich schon Tage vor Ereignissen, auf die ich keinen direkten Einfluss habe, ins Hemd macht.

Aber eigentlich war es gar nicht so schlimm. Und wenn ich das sage, stimmt es. Was blöd ist, ist der Tag davor, den man damit verbringt, all das Zeug, das sich noch drinnen befindet, nach draußen zu befördern. Dazu gibt es vom Arzt diverse Medikamente, die man todesmutig hinunterstürzt und dann wartet, ob oder besser wann ewas passiert. Außerdem ist Trinken angesagt. Trinken, trinken, trinken. Den ganzen Tag. Fünf bis sechs Liter müssen rein – Saft, Wasser, Schorle, Brühe… und da sind die Mittel zur Darmreinigung noch gar nicht dazugerechnet. Ich habe normalerweise kein Problem damit, viel zu trinken, aber 5 Liter plus 2 Liter Darmspülung sind dann doch etwas zu viel des Guten. Andererseits verhindert das Saft- und Brühetrinken, dass sowohl der Blutzuckerspiegel als auch der Elektrolythaushalt abfällt. Mir war weder schlecht noch schwummrig und dafür bin ich sehr dankbar. Ich hatte nämlich wirklich Schiss davor, im Bad umzukippen. Noch dazu, wo ich mich ja auch noch um das Kind kümmern musste und dem ist es egal, ob ich am nächsten Tag eine Koloskopie habe oder nicht. Das Kind will spielen!

Nun ja, der Vorbereitungstag ging auch rum, ich fühlte mich einigermaßen, war gegen Abend dann innerlich blitzblank und am nächsten Tag um die Mittagszeit sollte mein Arzttermin sein.

Langer Rede kurzer Sinn: Der Vorbereitungstag ist echt das Schlimmste an der ganzen Prozedur. Am Tag der Kolo bekam ich eine Scheiß-egal-Spritze (für den interessierten Leser: Dormicum) und kann mich an buchstäblich nichts erinnern. Nix! Alles weg! Ich weiß nicht einmal mehr, wie ich nach Hause gekommen bin. Mein Mann hat mich zwar abgeholt, aber das ist mir entfallen. Er erzählte mir später, dass ich wach, ansprechbar und extrem happy gewesen sei, als er mich abholte. Im Auto wollte ich dann plötzlich wissen, ob ich meine Hosen überhaupt wieder angezogen hätte. Und ich wollte zum Bäcker gefahren werden. Dort muss ich eine Menge Zeug verlangt haben, von dem ich die Hälfte anschließend noch im Auto gegessen habe. Zu Hause habe ich dann 4 Stunden geschlafen. Danach war alles wieder gut. Allerdings ist der halbe Tag “weg.” Ich erinnere mich an die Spritze und den Satz des Internisten, dass ich heute keine Verträge mehr unterschreiben sollte und dann erst wieder daran, dass ich mich daheim ins Bett gelegt habe. Als ich aufwachte, war es 17Uhr.

Ach ja: Ich habe übrigens nichts. Alles heile, alles bestens, schön rosa und “o.B.” wie der Mediziner sagt. Warum ich die ganze Prozedur überhaupt über mich habe ergehen lassen? Ein Test zur Darmkrebsvorsorge im Rahmen des jährlichen Gesundheits-Ganzjahres-Checks hatte positiv angeschlagen. Da ist der nächste Weg zwangsläufig der zum Internisten. Gott sei Dank hatte der innerhalb von drei Tagen einen Termin für mich, so dass sich gar nicht erst die Panik aufbauen konnte, die sich beim Wort Darmkrebs ganz natürlich einstellt.

So mache ich jetzt beruhigt mein Häkchen auf der Erlebt-und überlebt-Liste und gehe wieder zum Alltag über.

27.01.10

Ab jetzt nur noch privat…

geschrieben in Allgemein, Doctorhopping um 11:17 am von Rabies

Ich wollte heute zum Gynäkologen. Der Termin war schon länger ausgemacht, zumal ich letztes Jahr geschlampt hatte und wegen des Kleinkindes wenig Zeit für Arztbesuche hatte. Als ich allerdings dort ankam, stellte sich heraus, dass man seit 3 Tagen gar keine Kassenpatienten mehr behandelt. Ach was…

Gibt es in Privatpraxen denn keine Telefone, mit denen man Termine absagen kann? Was nützt es mir, wenn sich eine Arzthelferin wortreich entschuldigt, dass sie es nicht geschafft hätte, meine Nummer zu wählen? Und darf ich es als frech empfinden, dass mir satzgleich angeboten wird, ich könne ja für 25€ da bleiben?

Na ja, ich bin nun bei einem neuen Arzt, drei Dörfer weiter und wir werden sehen, wann auch dort nur noch Privatpatienten genommen werden. Die Wartezeit ist nicht gerade kurz, aber was tut man als Kassensklave nicht alles.

Das ist mir übrigens nicht das erste Mal passiert. Auch die Endokrinologische Praxis, zu der ich wegen meiner Schilddrüse immer wieder wandern musste, ist mittlerweile vom lästigen Geschäft mit Kassenpatienten zurückgetreten. Nun macht halt mein Hausarzt die Schilddrüse. Da ist auch der Weg erheblich kürzer.

Bleibt mir nur, meinem Ex-Arzt zu wünschen, dass sich das neue Patientenmodell lohnen möge.

17.11.09

In Franken sind alle Babys männlich…

geschrieben in Allgemein, Blödsinn, Maria um 11:59 am von Rabies

Ich wohne seit mittlerweile zehn Jahren in Bayern und bin genauso lange Fränkin. Obwohl, ich bin natürlich keine Fränkin. Das Privileg erwirbt man sich nur durch Geburt. Genauso, wie man nur durch Geburt Bayer werden kann. Wer hergezogen ist, bleibt auch nach 10 Jahren noch der “Zug´reiste.”

So lange ich nun schon in Franken lebe – um mal zum Thema zu kommen – so lange verstehe ich die Franken schon nicht. Ich liebe sie, aber kapiert habe ich sie nie so recht.

In Franken sind alle Babys männlich. Da kann ich mein Kind in pinke Spitze hüllen, Schleifchen ins Haar binden und kleine Ballerina-Schuhe anziehen – Maria ist und bleibt ein “der”. Das war schon so, als das Kind noch nicht einmal geboren war. (”Was wird er denn? ” ) und ist auch jetzt noch so, wo Maria mittlerweile eindeutig als Mädchen identifiziert werden kann.
“Der ist aber süß, wie heißt er denn?”
“Maria!”
“Süß, der Kleine.”

Na ja, in Franken heißt es ja auch “der Butter”. Ist eben so.

04.09.09

Auf in die KiTa

geschrieben in Allgemein, Maria um 12:57 pm von Rabies

So schnell geht das: Mein Kind ist im Kindergarten. Die Schnuppertage hatte sie schon recht tough hinter sich gebracht und nun ist sie tatsächlich schon den zweiten Tag ein Kindergartenkind.  Zugegeben, gestern war es etwas schwer und auch heute Morgen hat sich Maria noch etwas geziert. Aber seitdem geht es ihr blendend und sie spielt mit den anderen Kindern, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Die Eingewöhnungsphase scheint sich gut anzugehen.

Damit ich wieder arbeiten gehen kann, bleibt Maria nun unter der Woche für sechs Stunden pro Tag im Kindergarten. Bislang arbeite ich ja noch von daheim, aber es ist nun geplant, dass sich auch wieder ins Büro fahre und wieder am Arbeitsalltag teilnehme.

Ich bin ein bisschen wehmütig, dass meine Kleine nun schon so groß ist. Aber ich bin auch ein wenig froh, dass ich mich nun auch wieder ein bisschen mehr um meine Bedürfnisse kümmern kann.

In 30 Minuten hole ich meine kleine Große vom Kindergarten ab. Dann lasse ich mir “erzählen”, was sie heute alles erlebt hat. Ich bin gespannt.

Übrigens: Mein Mann – oh Wunder – sprach mich neulich darauf an, ob Maria nicht ein Geschwisterchen bekommen sollte. Der Kerl, der eigentlich nie Kinder haben wollte, denkt über ein Zweites nach. Wahnsinn!

22.06.09

Ich darf ausschleichen…

geschrieben in Allgemein, PPD um 9:42 am von Rabies

Ich darf meine Medikamente reduzieren. Endlich ist es soweit, das Cipralex so langsam auszuschleichen. Na ja, über die nächsten sechs Monate werde ich die Medikamente mindestens noch nehmen. So schnell geht es dann doch nicht. Aber die Ärzte sind sich darüber einig, dass wir es jetzt mal versuchen können, die Pillen nach und nach zu verringern.

Mir geht es seit einiger Zeit gut. Ich fühle mich endlich wieder wohl und kann meine Tage genießen. Ich habe weder Angst vor dem Alltag, noch vor meinem Kind. Und ich sitze nicht mehr den ganzen Tag da und bin von Panik oder Heulkrämpfen oder beidem geschüttelt.

Auch Dank meines Mannes kann ich heute sagen: Ich bin übern Berg. Er war es damals, der mich und das Kind schnappte und auf direktem Weg ins Krankenhaus fuhr. Dort saß ich dann eine Stunde flennend in der psychiatrischen Ambulanzsprechstunde und ließ mir von einer Ärztin Taschentücher reichen. Die Diagnose Postpartale Depression war dann eigentlich kein Wunder mehr. Es schloss sich, um es kurz zu machen, eine Verhaltens- und Gesprächstherapie an, begleitend zur medikamentösen Behandlung. Heute geht es mir wieder gut. Und ich hoffe, dass ich auch das Absetzen der Medikamente gut hinter mich bringe.

Was wahrscheinlich bleiben wird, ist das schlechte Gewissen, während der Krankheit u.U. nicht so für das Kind dagewesen zu sein, wie es hätte sein können. Sicher, der Kleinen wars egal. Sie war noch zu klein um zu bemerken, dass da was nicht stimmt mit Mama. Am schlechten Gewissen ändert das freilich nichts.

Wozu ich im Rückblick raten kann ist, nichts mit sich selbst auszumachen, wenn man feststellt, dass etwas nicht stimmt. Gerade Depressionen gehen nicht einfach weg. Gerade bei Depressionen hilft es nichts, sich “nicht so anzustellen”, wie Unwissende gern immer wieder raten. Und wenn man dann noch jemanden hat, um den man sich kümmern muss, sollte man nicht darauf hoffen, dass sich alles wieder einrenkt, wenn man nur lange genug wartet. Ärztliche Hilfe ist nicht ehrenrührig. Schon gar nicht bei psychischen Erkrankungen. Und auch die Angst, ein Arzt könnte einen für bescheuert oder hysterisch halten, ist nicht berechtigt. Wie viele Leute gehen nur deshalb nicht zum Arzt, weil sie denken, nicht zuletzt der Arzt hält sie für schwach oder stempelt sie ab…

09.06.09

Nur keinen Stress…

geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 8:40 am von Rabies

Mein Schwiegervater wird 70. An sich ein schönes Ereignis. Um uns vor dem unnötigen Stress durch das Anreisen zu Feier zu verschonen, wurde das Fest kurzum zu uns verlegt. Was allerdings auch die Tatsache einbezieht, dass die bucklige Verwandtschaft nun bei uns einfällt. Ist das nicht vorausschauend? Da will man uns Stress ersparen und holt den ganzen Spaß einfach zu uns. Ich freue mich…

Ich muss nun schauen, was alles noch zu erledigen ist. Denn es ist nicht damit getan, dass nur Leute bei uns wohnen. Nein, sie wollen auch essen und unterhalten werden. Letzteres kann getrost das Kind übernehmen, denn seit Geburt des Nachwuchses sind wir als Paar eh abgemeldet. Ganz so, als hätten wir unsere Pflicht erfüllt. Mit der Verköstigung muss ich mir tatsächlich noch etwas einfallen lassen.

Damit uns nicht langweilig wird, bleibt der Besuch übrigens gleich vier Tage. Ist das nicht nett? Und so stressfrei. Schließlich müssen wir mit dem Kind nicht in der Gegend herumfahren!

Mein Vater hat übrigens diesen Monat auch Geburtstag. Er wird 60. Um uns und vor allem sich unnötigen Stress zu ersparen, macht er das einzig Richtige: Er fährt mit der Mutter in den Urlaub und sagt keinem, wohin. Das ist die wirklich einzig kluge Entscheidung, die man in so einem Fall treffen kann.

Und ich bereite mich mal mental auf Donnerstag vor: Da geht unser stressfreies langes Wochenende los.

12.05.09

Ich, sie, wir…

geschrieben in Allgemein, Maria, PPD um 8:39 am von Rabies

Jetzt ist unser Mädchen schon ein Jahr alt. Zack… sind 365 Tage um. Und ich musste tatsächlich kurz hinter mich schauen, um mich zu vergewissern, dass der ganze Weg tatsächlich schon hinter uns liegt. Maria wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen loslaufen. Sie steht schon immer wieder völlig frei auf, aber einen Schritt ohne Führung macht sie noch nicht. An Möbeln läuft sie dagegen in Windeseile entlang. Sie plappert den ganzen Tag, nennt mich und ihren Vater Mama, verfolgt die Katzen durch die Wohnung und schläft nachts endlich durch.

Mir geht es gut. Ich nehme nach wie vor Medikamente gegen meine PPD. Die Verhaltens- und Gesprächstherapie habe ich bereits im März mit Erfolg abgeschlossen. Die Medikamente hingegen werde ich wohl noch mindestens bis Jahresende nehmen. Alles in Allem bin ich zufrieden. Es geht mir gut.

Gestern habe ich für Maria die Zusage für einen Kindergartenplatz bekommen. Ab September wird unser Mädchen dann stundenweise in die Krippe gehen. Schön finde ich, dass eine längere Eingewöhnungszeit eingeplant ist, um es dem Kind so einfach wie möglich zu machen. Der Kindergarten ist nagelneu und sehr schön und auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen wird besonders eingegangen. Ich freue mich, dass es mit dem Platz geklappt hat.

In der Arbeit ist übrigens mittlerweile die nächste Kollegin schwanger. Somit sind wir bei Nachwuchs Nummer vier angekommen und es scheint zur Regel zu werden, dass einmal alle 12 Monate eine frohe Nachricht verkündet werden kann.

Danke für die lieben Grüße während meiner Abwesenheit. Ich werde wieder öfter reinschauen.

30.01.09

Spezies Nachbarn…

geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 9:35 am von Rabies

Mit Nachbarn verhält es sich schon komisch. Vielleicht haben aber auch nur wir die eigenartigen Exemplare abbekommen. Manche Sachen kommen ja an bestimmten Orten gehäuft vor. Das verhält sich ähnlich wie mit dem Grippevirus.

Schon mal kleine Männer im Nachthemd gesehen? Bei uns können Sie das! Unser Nachbar genießt jeden Morgen bei Wind und Wetter auf der Terrasse barbeinig sein Lungenbrötchen. Auf diese Weise sind wir über Monate hinweg in den Genuss der kompletten nachbarlichen Nachthemd-Kollektion gekommen. Da sind ein paar ansehnliche Stücke dabei gewesen. Ich fühlte mich manchmal in Historienfilme versetzt, wo Seine Hoheit auch gern im Nachthemd das Bett verließ. Jugendfreie Historienfilme, versteht sich.

Schon mal unter wundersamer Müllvermehrung gelitten? Bei uns passiert sowas! Immer wenn wir unsere Mülltonnen an die Straße rollen, können wir davon ausgehen, dass spätestens nach einer Stunde noch ein oder zwei Tütchen zusätzlich in der Tonne landen. Ich habe so einen Verdacht, welcher Nachbar da zu faul ist, einfach mal um die Ecke zu gehen, um die eigenen Tonnen zu bestücken. Aber ich muss ihn halt noch auf frischer Tat ertappen. Es ist im Zweifel der gleiche Nachbar, der gern unsere Papiertonnen nach brauchbaren Zeitschriften durchsucht. Mittlerweile lege ich die Zeitschriften ordentlich oben auf, was das Suchen erheblich erleichtern sollte. Auch Gelbe Säcke vermehren sich übrigens gern mal an unserem Zaun…

Ach ja… einen habe ich noch. Schon mal am Morgen in den Garten gekommen und den Nachbarn auf dem Rasen kniend vorgefunden? “Sie haben Löwenzahn im Rasen, sehen Sie das? Wenn Sie sich da nicht kümmern, verteilen Sie das in die ganze Nachbarschaft.” Ach was. Nachbarn im Rasen machen mir da erheblich mehr Sorgen. Auf meine Frage, warum er denn sein Unkrauteimerchen nicht mitgebracht hat, hat sich der gute Mann einfach wieder aus dem Staub gemacht. Frechheit sowas.

14.01.09

Ich wieder…

geschrieben in Allgemein, Maria, PPD um 9:55 am von Rabies

Frohes Neues! Darf man noch? Aber wir haben uns dieses Jahr ja auch noch nicht gesehen. Also: Frohes Neues!

Was ist so passiert? Zack ist das alte Jahr rum und man steckt schon wieder mitten im neuen. Der Urlaub ist vorbei, die Verwandten sind abgereist, der Christbaum liegt verschneit auf der Terrasse, die Plätzchen sind – endlich – aufgegessen.

Weihnachten war schön. Silvester war ereignislos. Und jetzt auf ins Neue Jahr.

Maria macht seit drei Wochen eigentlich alles auf einmal. Robben, Krabbeln, Hinsetzen, Aufstehen, Zahnen. Ich habe jeden Tag etwas neues, das ich bestaunen kann. Und seit unsere Tochter stehen kann, will sie eigentlich auch nichts anderes mehr machen. Meist steht sie dann am Laufgitter oder dem nächstbesten Möbelstück und schaut wahlweise nachdenklich oder grinsend in die Gegend. Wer sich sichtlich mit dem Kind über die Erfolge freut, bekommt zum Lohn helles Quietschen zu hören und zwei blitzende Zähnchen zu sehen. Ich könnte das Kind den ganzen Tag knutschen. Mittlerweile setzt sich Maria auch zuverlässig auf die Windel, wenn die Beinchen müde werden. Nachdem sie in den ersten Tagen wie ein gefällter Baum nach hinten gekippt ist, wenn die Beine sie nicht mehr getragen haben, haben wir das Hinsetzen geübt. Jetzt plumpst sie auf den Popo, was sie mindestens genauso stolz macht wie mich.

Mir geht es soweit gut. Meine Therapie läuft noch und ich habe nach wie vor gute und weniger gute Tage. Aber alles in allem kann ich schon sagen, dass ich wieder einigermaßen zu meiner alten Form zurückgefunden habe. Sicherlich auch Dank meiner Psychologin, mit deren Hilfe ich viel über mich selbst lerne.

Das ist es eigentlich von mir für den Moment. Der Garten ist verschneit, draußen sind -15°C und ich habe mir beim letzten Spaziergang trotz warmer Kleidung diverse Erfrierungen geholt. Da wir den ersten Winter seit bestimmt vier Jahren verzeichnen, den man auch Winter nennen darf, habe ich auch ausnahmsweise mit der Vogelfütterung draußen angefangen. Normalerweise mache ich so etwas nicht, weil wir 1. nie wirklich Schnee haben und 2. Katzen auf Freigang unser Eigen nennen. Und besonders letzteres macht sich nicht gut in Kombination mit Meisen und Amseln im Garten. Ich will ja kein Gemetzel provozieren. Aber da es dieses Jahr selbst unseren Katzen zu kalt draußen ist, habe ich mit der Vogelfütterung begonnen.

Tja, das war´ soweit. Frohes Neues nochmal!

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