13.07.10
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind um 11:03 am von Rabies
Irgendwas muss passiert sein in der letzten Zeit. Als dieses Mal wieder die Periode anstand, war ich ein wenig erleichtert. Sogar im letzten Zyklus nahm ich es gar nicht so übel, als die Periode anfing… Vielleicht hat die letzte Enttäuschung, als ich fünf Tage überfällig war, doch so etwas wie einen Hebel umgelegt.
Derzeit merke ich, dass alle meine Zyklen, seit wir wieder zu Üben begonnen haben, ziemlich durcheinander sind. Dazu muss man wissen, dass man seit mehr als 20 Jahren die Uhr nach mir stellen kann. Und nun – alles anders. Entweder zu lang oder zu kurz, aber nie 28 Tage. Der kürzeste Zyklus dauerte bislang 21 Tage, der längste 33. Dazwischen ist momentan alles vertreten.
Das könnte jetzt alles sein – sogar ein fernes Winken der Wechseljahre kann man nicht ausschließen. Darüber durfte ich mich kürzlich von meiner Ärztin aufklären lassen. Bei manchen Frauen geht es früher los, bei anderen später… Na ja.
Nichtsdestotrotz stelle ich merkwürdige Zeugungsruhe an mir fest. Ich war froh über meine letzte Periode. Wir versuchen es weiter, aber derzeit habe ich kein Problem damit, wenn es nicht klappt. Was irgendwie komisch ist, weil mir immer noch das Pipi in die Augen steigt, wenn ich Babys sehe. Weil ich immer noch dieses Sehnen nach einem zweiten Kind habe und jedesmal schwer schlucken muss, wenn ich einen Kinderwagen sehe. Aber irgendwie ist es doch anders. Ich verstehe mich gerade nicht. Vielleicht komme ich noch dahinter…
12.07.10
geschrieben in Allgemein um 11:51 am von Rabies
Sommer… da wäre er nun.
Während die Temperatur draußen derzeit bei 34°C liegt, können wir hier drinnen bei 31°C auch nicht unbedingt klagen. Ich für meinen Teil brauche einen derart heißen Sommer nicht. Während draußen heute bereits der achte Krankenwagen vorbeijagt (die Klinik ist nur einen Steinwurf entfernt), male ich mir lebhaft aus, wie viele Menschen wohl unter der Hitze schon kollabiert sind.
Mir persönlich ist derzeit nur übel und ein bisschen schwindlig, aber das kenne ich schon. Hitze und ich sind kein gutes Team. Alles, was über 28°C geht, zwingt meinen Kreislauf in die Knie.
Der nächste Krankenwagen eilt mit hektischem Lalü an unserem Fenster vorbei. Heute haben die Großkampftag. Ohne Zweifel.
Da kommt mir unwillkürlich die gestrige Nachricht wieder ins Gedächtnis. Die Nachricht über die ausgefallenen Klima-Anlagen in ICEs der Deutschen Bahn. Die Nachricht von 50°C im Inneren von völlig überfüllten Zügen, von kollabierenden Fahrgästen und panischen Reisenden, die versuchen, Scheiben einzuschlagen. Die Bahn denkt über Entschädigungen nach. Na sowas…
Sommer kann doof sein.
Er kann auch schick sein, sicher. Wenn ich mir Kleider kaufe, zum Beispiel. Oder wenn wir abends bei einem gemütlichen Bier auf der Terrasse sitzen. Sommer kann schön sein, wenn es nicht gerade 34°C im Schatten sind…
Ich stand am Freitag übrigens bei Gluthitze ausgerechnet im Stau. Da hilft dann auch keine Klimaanlage mehr. Wenn die Sonne durch alle vorhandenen Fenster reinballert, schafft auch die Klima keinen Frühlingshauch. Da kann man dann nur hoffen, dass man genügend Getränke im Auto hat. Und wenn man dann auch noch zum KiGa muss, um die Tochter abzuholen, steigt der Stress schon. Es hätte mich dann schlussendlich im KiGa nach einer Stunde Backofen im Auto auch fast auf die Matte gelegt. Man zwang mich, zwei Gläser Wasser zu exen, danach ging es mir ein wenig besser. Aber so etwas brauche ich nicht mehr.
Ne… Sommer und ich… wir sind wirklich kein gutes Team…
08.07.10
geschrieben in Allgemein um 9:33 am von Rabies
Da bin ich wieder. Im Büro. Fast zweieinhalb Jahre weggewesen und irgendwie ist immer noch alles gleich. Da ist mein Stuhl. Da ist mein Schreibtisch. Alle Kollegen sind noch da. Nur zwei Jahre älter. Da sollte mein Telefon stehen. Tut es aber nicht. Ich bekomme erst irgendwann nächste Woche wieder einen Anschluss. Da steht mein Rechner, da mein Monitor, meine Tastatur, die Maus. Alles wie gehabt.
Ein bisschen ist es jetzt schon, als wäre ich nie weggewesen – oder hätte allenfalls einen längeren Urlaub gemacht. Es ist schon eigenartig, wie schnell sich der Geist in sein Schicksal fügt.
Da steht meine Kaffeetasse. Zwei Jahre stand sie im Schrank, jetzt steht sie wieder auf meinem Schreibtisch.
Ich habe wieder mein eigenes Klo (einzige Frau im Büro). Der Seifenspender ist eingetrocknet. Da kommt nix mehr raus. Da muss zwei Jahre alter Seifenrest drin sein…
Dreckiger ist es hier geworden. Zwar haben wir einen Putzdienst, der einmal die Woche kommt, aber irgendwie versprüht das Büro den Charme einer Männer-WG. Ein bisschen schmuddelig alles, ein bisschen schlecht aufgeräumt. Das Geschirr türmt sich in der Spüle, leere Kartons stehen herum. Ich habe heute früh den Kaffeetisch abgewischt.
Die Pflanzen sind alle weg.
Ach, ich weiß nicht. Ich bin froh, wieder hier zu sein. Aber die Wehmut packt mich trotzdem immer mal wieder und schüttelt mich leise…
… ein leises “Bing” deutet auf Post im virtuellen Briefkasten. Jetzt aber los! Muss arbeiten…
29.06.10
geschrieben in Allgemein um 11:41 am von Rabies
Ab Donnerstag hat es mich endgültig wieder, das Berufsleben. Pünktlich zum Beginn des neuen Monats werde ich wieder ins Büro gehen und Platz nehmen an einem nagelneuen und extra für mich bestellten Schreibtisch. Über zwei Jahre war ich nun zuhause. Ja, ich habe während dieser Zeit im neudeutschen “Homeoffice” gearbeitet und stand also immer irgendwie mit den Kollegen in Verbindung. Aber daheim ist eben daheim und somit doch irgendwie anders.
Ab Juli bin ich nun wieder richtig dabei. Maria geht eine Stunde länger in den Kindergarten und ich muss erst einmal schauen, ob das dann auch alles so wird, wie ich es mir vorstelle. Reicht die Zeit aus, um a) meine vertraglichen 6 Stunden zu arbeiten und b) das Kind pünktlich um 15Uhr vom Kindergarten abzuholen? Wie kommt es bei den Überstunden sammelnden Kollegen an, wenn ich um 14:30 den Stift fallen lasse? Ich bin derzeit im Büro die Einzige mit Kind, weswegen ich nicht sicher sagen kann, wie sich mein Halbtagsjob generell auf den Büroalltag auswirken wird. Zudem ich auch die einzige Frau bin… in unserem Zweigbüro gibt es immer noch nur Männer.
Und dann natürlich noch die Frage: Freue ich mich eigentlich, dass ich wieder raus komme oder ist mir eher schlecht? Im Moment ist es eine Mischung aus beidem. Wenn man mehr als zwei Jahre ausschließlich daheim war (wenn auch arbeitend), dann ist die Rückkehr ins Büro schon etwas sehr Spannendes. Und ich für meinen Teil bin ohnehin etwas komisch, wenn es darum geht, eingefahrene Gewohnheiten gehen neue einzutauschen. Wahrscheinlich werde ich mein Weilchen brauchen, bis ich mich wieder wohl fühle unter den Kollegen.
Mal sehen…
26.05.10
geschrieben in Allgemein, Blödsinn um 9:37 am von Rabies
Gleich vorneweg: Ich habe meine Linktipps aufgeräumt. Die Möglichkeit, dass ich lesenswerte Tagebücher übersehen habe, muss ich eingestehen. Ich stöbere dennoch regelmäßig und erweitere bei Bedarf natürlich die Liste meiner Gerne-les-Blogs. Zwei Bloggerinnen in der Liste schreiben leider nicht mehr, aber ich finde die Tagebücher trotzdem lesenwert. Darunter natürlich unsere Drillings-Mama Lonly Lovegood und Lectorix. Vielleicht liest man von Euch Mädels mal wieder!
Tja, was sonst? Ich habe festgestellt, dass ich nach meinem einigermaßen stressigen Zyklus diesen Monat entspannt angehen kann. Mein Mann wird zur kritischen Zeit von seinem Arbeitgeber verschickt. Und wenn er mir kein Tässchen Sperma dalässt, wird es diesen Monat nichts. Ist ja vielleicht auch mal ganz gut. Nachdem ich mich ja, seit wir für Kind Nr. 2 üben, nicht gerade von meiner entspannten Seite präsentiere, dürfte mir ein Monat Auszeit vielleicht ganz gut tun.
Zur “Feier” meiner Periode hat mir mein Gatte übrigens Blumen mitgebracht. Einen dicken Strauß Gerbera, von denen er weiß, dass sie meine Lieblingsblumen sind. Ich war zu dem Zeitpunkt noch im Scheiße-kein-Kind-nur-Periode-Dilemma und nicht besonders gut drauf. Aber so ein bisschen Gestrüpp vom Liebsten macht da schon wieder ein bisschen was gut. Lediglich den Satz: Dann wird es halt nächsten Monat was. hätte er sich sparen können.
Heute kommen meine Eltern zu Besuch. An sich finde ich Besuch toll. Mein Problem ist allerdings, dass ich immer in Putzwahn verfalle, wenn Besuch ansteht. Es könnte ja sein, dass Muttern erst hinter den Schrank und dann missbilligend auf mich schaut. Man kann ja nie wissen. Außerdem kaufe ich grundsätzlich zu viel Essen ein. Manchmal frage ich mich, von wem ich das habe. Von der eigenen Familie vielleicht? Eher nicht. Meine Eltern sind von der eher entspannten Sommer-der-Liebe-Fraktion (und das ist absolut als Kompliment gemeint) und scheren sich um sowas eher wenig. Und die Schwiegereltern gehören generell einer anderen Spezies an (was jetzt nicht unbedingt als Beleidigung aufgefasst werden darf). Na ja, ich für meinen Teil muss also heute zumindest noch die Betten beziehen. Und zumindest im Gästezimmer noch mal Staubwischen. Die Eltern wollen bis Samstag bleiben. Muss mal sehen, ob wir uns schon früher auf die Nerven gehen. Mein Mann lässt sich ab morgen vom Arbeitgeber nochmal verschicken (er ist ziemlich gefragt, diesen Monat) und hat mit der ganzen Familiensache demnach nicht viel zu tun. Na ja, ich lasse mich überraschen.
24.05.10
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Zyklus um 11:45 am von Rabies
Tja, was soll ich sagen…
Mit fünf Tagen Verspätung weiß ich nun, dass ich nicht schwanger bin. Mit dreiunddreißig Tagen war das der längste Zyklus meines Lebens. Meine Ärztin meint, ich soll das jetzt wie einen ganz normalen Zyklus behandeln und mir keine Gedanken machen – und bringt mich damit erst recht ins Grübeln. Ich habe keinen Test gemacht und bin einigermaßen froh darüber. Wer weiß…
Und bei mir gehts erstmal weiter wie gehabt…
19.05.10
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind, Zyklus um 12:00 pm von Rabies
Ich bin überfällig. Zwar erst zwei Tage, aber das reicht mir vollkommen, um derzeit einigermaßen am Rad zu drehen. Spaßenshalber habe ich meinen Mann eingeweiht und ihn gefragt, wann er denkt, dass ich mal testen könnte. Er guckt mich an und sagt: Na irgendwann nächste Woche.
Was?
Nächste Woche?
Nun wissen wir alle, dass mein Mann recht hat. Der früheste Termin für einen einigermaßen sinnvollen Schwangerschaftstest ist nun mal nächste Woche. Als hätte mein Mann die Allgemeinen Richtlinien zum vernünftigen Verhalten im Falle einer möglichen Schwangerschaft tatsächlich gelesen und verinnerlicht. Nichtsdestotrotz finde ich den Vorschlag blöd. Nächste Woche. Bis dahin haben mich meine Nerven sicher schon stranguliert. Nächste Woche… Frechheit…
Ich für meinen Teil habe derzeit alle möglichen Zipperlein und bin eigentlich nur noch damit beschäftigt, in mich hineinzuhorchen. Für irgend etwas Sinnvolles bin ich nicht zu gebrauchen. Noch dazu habe wir Urlaub und ich habe wirklich eine Menge Zeit zum Horchen.
Und wenn ich mir morgen einfach einen Test kaufe? Merkt der Mann doch gar nicht…
Überhaupt, wie kann er so ruhig bleiben? Männer…
Echt jetzt…
12.05.10
geschrieben in Allgemein, Blödsinn, Maria um 12:06 pm von Rabies
Unsere Tochter…
Sie (zeigt auf einen Hund): “Wauwau!”
Ich (ganz pädagogisch): “Und wie sagt man zum Wauwau noch?”
Sie: “Hallo, Wauwau!”
05.05.10
geschrieben in Allgemein, Der Weg zum Kind um 9:32 am von Rabies
Der Doc hat´s schon geschrieben – die WHO-Richtlinien für Spermiogramme wurden aktualisiert. So schnell kann aus einem eingeschränkt zeugungsfähigen Mann also ein zur Zucht zugelassenes Exemplar werden. Während mein Gatte nun also dank WHO nur noch hinsichtlich der Beweglichkeit unter dem Schnitt liegt (da aber immer noch ordentlich), bin ich gespannt, ob das Auswirkungen auf uns hat. Das nervöse Zwinkern kann ich mir dabei nicht so recht verkneifen, denn wer einmal vier Jahre auf Nachwuchs gewartet hat, wie wir, den lässt auch ein neues Papier von der WHO nicht glücklicher aus der Wäsche gucken.
Ja, es hat schlussendlich auf normalem Weg geklappt bei uns. Nachdem mein Mann in vielerlei Hinsicht geschubst wurde, die Möglichkeiten, die ihm persönlich zur Verbesserung seines Spermiogramms zur Verfügung stehen, auszunutzen, wurde ich ja genau im Zyklus vor unserer geplanten IUI schwanger. Mein Mann hatte sich die Monate davor wirklich ins Zeug gelegt. Sport gemacht, Gewicht verloren, mehr getrunken (Stichwort: Viskosität), wichtige Mangelerscheinungen (u.a. Zink) ausgeglichen und nicht zuletzt vom Off-Label-Gebrauch eines eigentlich zur Verbesserung der Durchblutung zugelassenen Medikaments profitiert. Dieses Medikament kann nämlich ganz nebenbei die Beweglichkeit der Spermien ankurbeln. Und auch ich habe natürlich dafür gesorgt, dass bei mir alles zum Besten steht. U.a. habe ich mit ärztlicher Hilfe endlich die Schilddrüsenunterfunktion beseitigt.
Derzeit proben wir ja an Kind Nummer zwei und hoffen, dass es auch diesmal auf normalem Wege klappt und vor allen Dingen, dass es nicht wieder vier Jahre dauert. Da wir aber (und da ist es, das aber) erst seit Anfang des Jahres wieder im Rennen sind und mein Mann die Sache trotz erneuten Kinderwunschs recht entspannt sieht, gibt es derzeit keine Chance, dass er sich gesundheitstechnisch wieder etwas ins Zeug legt. Mir würde es derzeit reichen, wenn er es schaffen würde, neben Kaffee auch andere Getränke zu konsumieren. Aber den Wunsch kann ich momentan gepflegt ins Kleingeldfach legen. “Jetzt lass es uns doch erstmal ein bisschen probieren”, ist der Tenor meines Gatten. Ja, er ist einer von der gemütlichen Sorte. Dabei will ich gar nicht, dass er sich wieder beim Andrologen vorstellt, wie vor drei Jahren. Und ich möchte ihn auch nicht sofort wieder auf Pillen setzen, obwohl ich der festen Meinung bin, dass uns das Off-Label-Präparat zum Wunschkind verholfen hat. Ich möchte derzeit nur, dass er ein bisschen auf sich achtet. Dass wir beide nicht jünger werden, versuche ich mal zu ignorieren. Mitte dreißig bzw. Mitte vierzig ist ja nix, gelle. Da gibt es ganz andere Fälle.
Ich mache mir derzeit Sorgen, ob ich das Ganze nicht wieder einmal zu eng sehe.
28.04.10
geschrieben in Allgemein, Maria um 9:58 am von Rabies
So schnell geht das. Jetzt ist unser Kind schon 2 Jahre alt. Kaum bringt man die Scheißerchen auf die Welt, sind sie auch schon groß.
Der Geburtstag war schön. Zwar haben wir auf einen Haufen anderer Kinder verzichtet, denn das erscheint mir persönlich derzeit noch nicht erstrebenswert, aber auch in der Familie lässt sich ein wunderbarer Zwergengeburtstag feiern.
Morgens um sechs: Das Kind ist wach und schreit “Maia uach! Maia Ah-Ah! Meech alle alle! Meine Mammmmma!!” Also alles auf einmal: Wach, Häufchen, Milch alle, Mutter komm! Während ich die Windeln wechsle, was mein Kind immer mit “Oh ja, Ah-Ah!” kommentiert, summe ich leise “Weil heute dein Geburtstag ist…” und warte darauf, dass Papa eine kleine Kerze auf dem gestern gebackenen Muffin anzündet. Kerzen pustet Maria gern aus. Wir müssen die Kerze mindestens zehnmal wieder anzünden, damit das Kind etwas zum Pusten hat. Bei der Gelegenheit werden auch gleich Geburtstagsbeweisbilder für Omas und Opas geschossen.
Dann werden die Geschenke begutachtet. Ein Laufrad – das kennt Maria noch aus dem Laden, wo wir es erstanden haben und schwingt sich sofort drauf. So richtig klappt es mit dem Radeln noch nicht, aber das muss es ja noch nicht. Dafür klappt das Hopsen auf dem Trampolin schon bestens. Letzteres haben Oma und Opa springen lassen (wie passend, ein Wortwitz). Den Sandkasten, den Oma und Oma Nummer zwei besorgt haben, haben wir noch nicht aufgebaut, weil uns noch der Sand fehlt. Die Nachbarn bringen ein Buch, das sich Maria gleich dreimal hintereinander vorlesen lässt und eifrig alles Gesehene und Gehörte kommentiert. Dann sind auch schon zwei Muffins aufgegessen.
Mama packt die Taschen für den Ausflug in den Zoo, denn wir wollen nicht zu spät losfahren, um vor dem ersten Ansturm da zu sein. Währenddessen fährt Maria ihr Laufrad zweimal gegen die Wand und einmal an die Tür und will dann nichts mehr mit dem Ding zu tun haben. Dann puhlt sie alle Schokoperlen von den restlichen Muffins und wirft sie der Katze hin. Wobei bemerkt werden muss, dass der Kater ALLES frisst. Auch Schokoperlen. Also schnell das Haustier vor dem Schokoladentod retten und den Kuchen in Sicherheit bringen!
Dann ab in den Zoo - an Wochenenden eher eine blöde Idee, weil die ganze Stadt am Sams- und Sonntag ihre Brut ausführt. Aber trotzdem hat es Spaß gemacht. Papa hat Maria auf den Schultern getragen, damit das Kind über die Köpfe der zahllosen anderen Menschen hinweg Affen und Bären gucken und nachmachen konnte. Mama hat den Wagen geschoben und für Saft- und Bananennachschub gesorgt. Und am Ende konnte unser Kind dann noch Ziegen und Schafe durchs Streichelgehege jagen.
Fünf Stunden war unser Mädchen nonstop auf den Beinen. Da musste auf der Heimfahrt dann erstmal gründlich ausgeschlafen werden. Und Mama und Papa hätten gleich mitschlafen können. Nachmittags wurde dann der restliche Kuchen verputzt, gehüpft, geradelt, gelesen, gesungen und kurz vor der regulären Bettchenzeit war unser Mädchen dann so müde, dass sie sich mit Schnulli und Teddy aufs Trampolin gelegt hat. “Maia Heia!” Na gut.
Schöner Geburtstag! Und so schnell vorbei…
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