Freitag, 26.02.2010
Boah ey…was musste ich mich gestern Abend ärgern. Nachdem ich gestern eh den ganzen Tag, stinksauer war, trafen wir beim Einkaufen auch noch, meine Schwiegermutter.
Sie, die Friseuse, tratschte sofort alle Neuigkeiten aus. Ich war nur anwesend und hatte offene Ohren. Obwohl ich ihr nie was angetan habe, ist unser Verhältnis zerstört. “Weisst du, wer im Sterben liegt? F.!” Sogleich hatte sie Tränen in den Augen. Wenn wir abkratzen würden, würde sie das nicht mal mitkriegen.
F. ist eine gute Bekannte von ihr und hat am gleichen Tag Geburtstag, wie ich. Glaubt nicht, dass sie jemals F.´s Geburtstag vergessen hätte, meinen jedoch immer, auch als wir noch ein gutes Verhältnis hatten. Ein Familienmensch ist sie nicht, aber das habe ich ja schon öfter geschrieben.
“Morgen muss ich auf Fortbildung…das wäre auch noch ein Job für dich…kein Interesse?” Offenbar arbeitet sie jetzt im Krankenhaus. Eigentlich wollte ich gar nichts von meiner Stelle (jep…ich bezeichne sie so, auch wenn noch nichts geregelt ist.
) erzählen, eigentlich wollte ich nicht mal ein Wort mit ihr reden. Ich schüttelte den Kopf, als Zeichen, dass ich kein Interesse hätte. “Ich habe schon ne Stelle.”
Auf dem Rückweg, durfte A. sich mein Gemeckere anhören und zuhause ging es weiter.
“Was bildet deine Mutter sich eigentlich ein?” “Was wäre denn, wenn ich mich da bewerben würde? Wahrscheinlich würden die mich nehmen, weil ich Erfahrung habe…und sie dann kündigen? Solche Fortbildungen, wie sie, brauche ich nicht…ein Kostenfaktor für jeden Arbeitgeber.” “Als ob ich mir von ihr einen Job besorgen lasse…sie erzählt dann später rum, dass sie meinen Lohn zahlt!”
Ich war wirklich ärgerlich und bin es irgendwie noch immer. Wenn ich vor 3 Jahren schon geahnt hätte, dass ich, wenn ich mich als Hilfskraft bewerbe, gute Chancen auf einen Job habe, wäre alles anders gelaufen.
Unglücklicherweise, beneide ich sie nun auch noch.
Meinen ursprünglichen Berufswunsch “Krankenschwester” musste ich damals nämlich knicken, weil ich lern-technisch nicht ehrgeizig war. Oh ja…ich war total faul und zum Lernen hatte ich absolut keine Lust, auch wenn die Noten dementsprechend schlecht wurden. Ich begriff den Ernst der Lage erst, als ich, nach 15 Monaten, ein Gespräch mit dem Schulleiter und dem Verwaltungschef hatte und mir nahegelegt wurde, die Ausbildung abzubrechen.
So beschloss ich dann, Altenpflegerin zu werden und die, am Rande aufgeschnappten, Lerninhalte der Krankenpflege, reichten locker, um als Altenpflegeschülerin, in den Fächern, Anatomie und Krankheitslehre, zu brillieren.
So konnte ich mich ohne Anstrengung, durch eine weitere Schulzeit mogeln.
BOAH…die bescheuerte Kuh!! Was muss sie mit 55 Jahren noch mal neu durchstarten.
*megasauer*
Not macht erfinderisch und ich habe eine, nahezu geniale Idee, wie ich unser Kinderbetreuungsproblem doch noch in den Griff bekomme.
Dazu gibt es dann Einzelheiten, wenn ich Nähreres weiss.