Archiv für August 31st, 2009

August

Montag, 03.08.2009

Gott sei Dank ist wieder ein Wochenende vorbei, wenn auch ein recht arbeitsames. *g* Und Gott sei Dank, funktionieren die animierten Smileys wieder. Das sah ja wirklich doof aus, als man nur Sternchen und Fragezeichen sehen konnte. *g*

Mein Samstag begann langsam, ich war total müde. Die frühe Aufsteherei bleibt also doch nicht in den Knochen hängen, wenn man dazu noch abends lange aufbleibt. Da ausser gefrorenen Kirschen kaum etwas im Haus war, musste ich Brötchen holen, denn L. hatte Hunger wie ein Wolf. *g* Ich beschloss, den Sauber-Köter mitzunehmen und mit dem Rad zu fahren. Hin und zurück sind das schlappe 7 km. Ich werde auf meine alten Tage noch richtig sportlich. *?* Mir fiel auf, wie bequem es doch mit dem Auto ist und stellte fest, dass es Höhenunterschiede gibt, die man gar nicht bemerkt, wenn man mit dem Auto fährt. *ohnmacht* Allerdings brauchten wir ziemlich lange, weil das kleine Riesenbaby *g* nicht so schnell konnte.

Um 11:30 rief meine Schwester C. an. “Herzlichen Glückwunsch, du bist wieder Tante. S. hat ihr Baby -ein Mädchen!” “Jaaa…toll.” *?* S. hatte schon vor Jahren, meinem Bruder, ihrem Arbeitskollegen, gesagt, dass er NICHT Onkel werden würde! Ich habe sie seit Jahren nicht gesehen und auch die Kinder kenne ich nicht. Es interessiert mich auch nicht. Naja…mich würde schon interessieren, ob es Ähnlichkeiten gibt. *g*

Nachmittags suchte ich dann in meinen Unterlagen rum. Die, die ich nicht brauche, liegen noch immer in einem Umzugskarton. Ich hoffte, dass A.´s Gesellenbrief sich dort finden würde, denn ansonsten müsste ich einen neuen organisieren. *beten* Ich wollte endlich Bewerbungen für ihn schreiben. Vor allem, weil ich auf meine 6 immer noch keine Antwort bekommen habe.

Ich schrieb 4 Stück, was ein hartes Stück Arbeit war, wenn man einen Gatten, hat, der nicht genau definieren kann, was er macht. Und nicht von sich zu überzeugen weiss. *?* Das habe ich dann übernommen, was ziemlich schwierig war. Wie soll ich andere von jemandem überzeugen, der nicht mal mich überzeugt? *g* Bereits gestern hatte ich dann die erste Antwort in meinem Email-Eingang. Ich habe sie von meinem Account aus gemailt, weil ich öfter am Pc bin, als A. *lol* Es war eine Mischung aus Absage und Zusage. *g* Ich hatte gehofft, dass ich mit der Bewerbung auch überzeugen könnte, obwohl er keinen Führerschein hat, der aber gewünscht war. “Sie können sich gerne wieder bewerben, wenn Sie einen Führerschein haben. P.S. Wir haben auch Firmenwohnungen.” :) Na das wäre ja was gewesen. Meiner Meinung nach, waren sie auf jeden Fall interessiert, ansonsten hätten sie sich den Nachsatz sparen können.

Es bleibt also weiterhin das Führerschein-Problem. Was nutzt es, wenn er sämtliche Fahrzeuge, wie Bagger, Radlader, Walzen, Lkw und Pkw bedienen kann, (und das kann er wirklich gut) offiziell aber nicht darf. Zumindest nicht im Strassenverkehr. Wenn es keine theoretische Prüfung gäbe, hätte er schon längst einen Führerschein. Tja…dumm!! Und so lange ich nicht arbeite, können wir es uns nicht leisten, dass er wieder von vorne anfängt. :(

Auch geht mir die Rumkutschiererei ziemlich auf den Piss. Seit heute muss ich ihn nicht mehr “nur” 15 km bringen, sondern 20, weil er mit einem anderen Kollegen mitfährt. Das sind 80 km am Tag. Als hätten wir nicht genug Probleme, haben wir nun auch noch die Spritkosten an der Backe. Früher haben wir einmal im Monat vollgetankt, mittlerweile passiert das fast wöchentlich. Wie sollen wir so finanziell klar kommen? Und noch zusätzlich einen Führerschein finanzieren? *?*

Und A. äussert noch zusätzliche Bedenken. Heute Morgen, als L. und ich ihn wegbrachten…mal wieder ein Familienausflug. :roll: Wir redeten über die Bewerbungen und über die Zu-Absage. ;) “Ich hab da ja doch Bedenken…hier weg…” Ich versuchte, seine Zweifel zu zerstreuen und ihm die Vorteile aufzuzeigen. Der Hauptvorteil ist, dass P. so Nahe wäre, wie nie zuvor. Das konnte ich natürlich nicht sagen. *g* Auch wenn es sich noch so vorteilhaft auf meinen Gemütszustand niederschlagen würde. Fast noch, neee ganz sicher, wichtiger wäre es, dass es dort bessere Jobmöglichkeiten für mich gibt. Es gibt dort keine Altenpflegeausbildung, wie ich gelesen habe. Immer werden nur Pflege- oder Heimhelfer gesucht. Um das in Österreich anerkannt zu bekommen, benötigt man 800 Stunden Theorie und 800 Stunden Praxis. Die hatte ich schon im ersten Ausbildungsjahr. :) Kostet natürlich auch wieder Geld, knapp 200 €, aber man hat ein Jahr Zeit, seine Ausbildung in Österreich anerkennen (nostrifizieren) zu lassen.

Am Liebsten wäre es mir, wenn wir dort so schnell, wie möglich, starten könnten, am Besten noch vor dem 18.08. Hochgegriffen, ich weiss, aber so hätte L. keinen Schulwechsel. *?*

Die ganzen Probleme sind alleine meine Schuld, auch wenn man es als Jugendsünde sehen kann. Wenn ich damals nicht so doof gewesen wäre und geglaubt hätte, ich würde das alles ohne Hilfe schaffen, wäre ich jetzt staatlich anerkannte Altenpflegerin. In meinem Anerkennungsjahr (1995-1996) lief alles hervorragend. Ich ging gerne arbeiten und war nach 3 Monaten die einzige Fachkraft auf meinem Bereich. Ich war die Bereichsleitung dort, obwohl ich selbst, quasi noch in der Ausbildung war und das mit gerade 20 Jahren. Damit meine Kolleginnen ihre Wochenenden geniessen konnten, kam es schon mal vor, dass ich (freiwillig, schliesslich schrieb ich den Dienstplan) 6 Wochen am Stück durcharbeitete. Alles war perfekt und ich verdiente damals schon fast doppelt soviel, wie die Kollegen, die mit mir die Ausbildung gemacht hatten.

Es war wirklich perfekt dort. Dann kam der Hammer. 3 Monate vor Ende meines Anerkennungsjahres, führten wir ein Gespräch über meine Übernahme. Alles war geritzt, bis auf die weiteren Modalitäten. Sprich, ich wusste nicht, ob ich nun mehr verdienen würde, oder nicht. Obwohl das eigentlich keine Rolle gespielt hätte, schliesslich verdiente ich genug. Ich bestand jedoch auf meinen Vertrag, immer wieder sprach ich bei dem Verwaltungs-Chef vor und drängte auf meinen Vertrag und immer wieder vertröstete er mich. Ein paar Tage, bevor mein Jahr auslaufen sollte, schickte ich einen Brief an die Heimleitung, mit der erneuten Bitte um einen Vertrag, da ich ansonsten das Arbeitsverhältnis als beendet betrachten würde.

Wir einigten uns auf einen Gesprächstermin. Diesen konnte ich nicht wahrnehmen, da ich dummerweise in der Badewanne ausrutschte und ins Krankenhaus musste, weil ich eine Gehirnerschütterung hatte. Ich wurde von meinem Ex bewusstlos im Bad aufgefunden und dementsprechend konnte ich den Termin auch nicht absagen. Trotz Krankmeldung, sah mein Arbeitgeber dies wohl als mangelndes Interesse und mein Vertrag war an dem Tag gerade ausgelaufen. Er wurde nicht verlängert und ich bekam sogleich Haus- und Hofverbot, wie sie es mit allen, ehemaligen Mitarbeitern gemacht haben. Aus welchem Grund auch immer. *?*

Ein Zeugnis, welches ich für die staatliche Anerkennung benötigte, wollten sie auch nicht schreiben. Ich zahlte schliesslich Gewerkschaftsbeiträge und schaltete Verdi (damals noch ÖTV) ein. Diese schickten einen Brief an meinen Arbeitgeber und bekamen recht schnell eine Antwort. In diesem Brief war plötzlich von Diebstahl die Rede. *?* Tolle Sache und der Herr von der ÖTV meinte, dass ich das besser auf sich beruhen lassen sollte.

Wie naiv ich war! Und wie wenig Ahnung der ÖTV-Fritze hatte! Aus Angst vor einem schlechten Zeugnis, liess ich alles auf mir sitzen und kümmerte mich nicht mehr darum. Schlau wäre es gewesen, wenn ich mich zumindest an meine Fachschule gewandt hätte. Sicher hätten die was tun können und wenn ich das Jahr hätte wiederholen müssen. Wie leicht ich zu beeinflussen war. Ich hätte es drauf ankommen lassen sollen, schliesslich haben sie bis heute keine Anzeige gegen mich vorgebracht. Und wenn? Im Zweifel immer für den Angeklagten, sagt man doch.

Irgendwann musste ich dann noch mal dort aufschlagen, weil ich eine Unterschrift für eine Arbeitslosenmeldung benötigte. Ich fragte nach meinem Zeugnis. Der Verwaltungs-Chef meinte: “Was wollen Sie denn damit, es wird dementsprechend schlecht ausfallen.” “So schlecht kann ich gar nicht gewesen sein, schliesslich wollten Sie mich doch übernehmen.”

Tja, so war das damals. Kurz darauf fand ich eine neue Stelle und arbeitete im Nachtdienst. Dort verdiente ich trotz Nachtschichtzulagen wesentlich weniger als vorher. Damals lief die ÖTV-Geschichte noch und ich vertröstete meinen Arbeitgeber damit, dass ich noch kein Zeugnis hätte. Es wurde nicht erneut nachgefragt und die ganze Sache wurde vergessen. Nie mehr wurde nach einem Zeugnis oder der staatlichen Anerkennung gefragt. In der Schwangerschaft arbeitete ich dann im Tagdienst und nach dem Erziehungsurlaub auch wieder stundenweise. Und nie wurde bei einer Absage auf meine vielen Bewerbungen angefügt, dass meine Anerkennung vermisst wurde. NIE! Bis vor wenigen Wochen, ansonsten wäre ich wohl noch immer ratlos, weshalb ich nur Absagen bekomme. *?*

Dienstag, 04.08.2009

Heute bin ich ein wenig melancholisch. Mein Baby kommt heute in 2 Wochen in die Schule. Und wieder ist ein Lebensabschnitt geschafft. *?* Wie wahnsinnig schnell das geht. Bald teilt er mir mit, dass ich Oma werde. *?* Es war doch erst vorgestern, als ich in einem kalten, nassen Bett wach wurde. *?*

Donnerstag, 06.08.2009

Pleite. Restlos. Der letzte Monat war sehr teuer. Steuern und Versicherung für´s Auto und nicht zu vergessen, die Fahrerei, die mit 300 € Spritkosten zu Buche schlug. Gestern war der Tank wieder leer und wir waren nicht mal zuhause. Ich musste meine letzten 10 € (damit hätten wir zur Not noch bis zum Lohneingang spätestens Montag auskommen können, irgendwie) für neuen Sprit ausgeben. 7,42 Liter gab es dafür und einen quengelnden L., gab es gratis. *g*

Ich rief meine Schwester an, um sie zu fragen, ob sie mir Geld leihen kann, schliesslich haben wir ihr so oft aus der Patsche geholfen, von geschenkten Zigarettenschachteln ganz zu schweigen. Immer hatte sie erzählt, dass sie zum 1. ihren Lohn bekommt, es aber oft schon am 26. auf dem Konto ist, sogar letzte Woche noch. *?* Gestern war es, seltsamerweise, anders. “Tut mir leid, aber ich krieg erst am 15. Geld und musste mir auch schon was leihen.” *?* Ich bin sicher, dass sie mir nur nichts leihen wollte. Warum weiss ich nicht. Alles, was wir ihr immer geliehen hatten, war am Ende geschenkt und wir haben nie was zurückbekommen.

Nach dem Tanken war ich mit meinen Nerven völlig runter. Was nun? A. schien nicht sehr besorgt. *?* Scheinbar hat er sich daran gewöhnt, dass ich immer wieder Geld aus dem Hut zaubere. Und nie fragt er, wo ich plötzlich Geld herbekommen habe. Ob er denkt, dass ich Geld kacken kann? *?*

Mir blieb keine Wahl, irgendjemanden musste ich anschnorren, ansonsten würde ich A. heute nicht mal abholen können (und wie soll er so Freitag zur Arbeit kommen?) und wer weiss, ob morgen (Freitag) wirklich schon Lohn da ist. Zitternd beschloss ich Freundin S. zu fragen. Mir war das sehr unangenehm, aber sie nahm mir sofort den Wind aus den Segeln. Da wir gestern Vormittag schon ein Treffen verabredet hatten, meinte sie, dass sie mir das Geld dann gibt. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Auch wenn mir die Sache noch immer unangenehm ist.

Vor Jahren hätte ich nie nach 100 Mark gefragt, wenn ich in der Klemme gewesen wäre. 50 €, reichen kaum, um über´s Wochenende zu kommen, wenn man auch noch tanken muss. *?* Ein Wahnsinn, wie teuer alles geworden ist.

Und dann noch ein Streit mit A. Er versteht einfach nichts und deshalb sind wir gestern derbe aneinandergeraten. Ich habe mich an eine Jobvermittlung gewandt, die Kontakte nach Österreich hat und nur vermittelt, nicht verleiht. Die Kosten trägt der Arbeitgeber und ich halte das für eine gute Sache. Oder nicht?

Naja, jedenfalls habe ich A. dort angemeldet und seine Bewerbungsunterlagen gemailt. Man hätte sich dort nicht registrieren müssen und irgendwie hatte sich die Registrierung mit dem Einreichen der Bewerbungsunterlagen überschnitten.

Er hat ja Maurer gelernt, aber nach der Lehre nie wieder als solcher gearbeitet. Hat aber natürlich einen Gesellenbrief und diesen habe ich auch eingeschickt. Da ich der Meinung war, dass die das gemeinsam bearbeiten, habe ich keine weiteren Angaben gemacht. Online steht nun, dass er einen Job als Tiefbauer oder Maschinist sucht. Das Feedback auf die Bewerbungsunterlagen lautete jedoch auf Maurer.

A. machte eine Welle, als er was unterschreiben sollte, die Nutzungsbedingungen. Durch die Nutzung hat man wirklich keinerlei Schaden. Nur wenn man sich nicht an bestimmte Regeln hält. Zum Beispiel ein fest zugesagtes Stellenangebot nicht annimmt. Die Arbeitgeber melden sich bei dem Bewerber und man bekommt von diesem, auch einen Vertrag, wenn man sich geeinigt hat. Eigentlich perfekt, denn Kontakte haben wir in Österreich ja nicht.

A. las jedoch nur “Maurer” und sah rot! Alles, was ich ihm versuchte zu erklären, prallte ungehört ab. *?* Ich verstehe sein Problem auch gar nicht. Er ist bei seiner jetzigen Firma auch als Maurer eingestellt, arbeitet aber als Tiefbauer. Ein Kollege ist Bäckermeister, arbeitet aber dennoch im Tiefbau. Wo ist also das Problem? Man hat doch die freie Auswahl, welches Stellenangebot man annimmt. Und wenn sich ein Krankenhaus meldet, dass ihn als Arzt will, kann er auch das machen. Ok, ok, das ist jetzt übertrieben. Aber Aufgrund der Angaben, die ich gemacht habe, ist schon ersichtlich, als was er arbeiten will und kann.

Und jetzt plötzlich ist alles anders. Er will nicht mehr im Tiefbau arbeiten! *?* Zumindest nicht schippen! Ich kann es ja verstehen, dass er sich nicht verschlechtern will, aber muss er deshalb ausrasten? Er muss ja keinen Job annehmen, wo er den ganzen Tag die Schaufel schwingen muss, das erfährt man doch vorher. *?*

“Ich will als Maschinist arbeiten!” “Du hast aber keinen Führerschein und viele Firmen legen Wert darauf, dass man einen hat!” Verständlich, auch wenn man auf Baustellengelände keinen braucht. Aber ganz so einfach ist das nicht. Mein Mann hat in der Baubranche gelernt, arbeitet seit 11 Jahren bei derselben Firma, der Bäckerkollege hat ein völlig fremdes Handwerk erlernt, arbeitet ungefähr gleich lange dort und verdient trotzdem über 200 € mehr, pro Monat versteht sich. Und angeblich nur, weil er einen Führerschein hat und A. nicht. Verstehe ich nicht so ganz, aber ok, es ist nun mal so.

A: steigerte sich in seinen Ärger rein und auch ich wurde ärgerlich. Ich sagte: “Wenn du nicht so doof gewesen wärst”, weiter kam ich nicht. Er sprang auf und rannte aus dem Wohnzimmer, dabei schrie er: “BIN ICH ABGEHAUEN ODER DU? DAS KANNSTE DIR JETZT ABSCHMINKEN, DU KANNST DIR HIER EINEN JOB SUCHEN!”

*?* Warum ist es plötzlich meine schuld, wenn er 3 Mal durch die theoretische Prüfung rasselt und das auch noch 2 Jahre bevor ich mich von ihm getrennt habe? *?* Ich weiss jetzt auch gar nicht, was richtig und falsch ist. Werde aber, wenn ich die Chance auf eine Stelle habe, gehen, egal, was er sagt.

Ich hab die Schnauze voll, von unserer Armut, obwohl er gut verdient. Mit Hartz IV ging es mir finanziell besser, als jetzt. *?* Wenn man mal von den letzten Wochen absieht. Immer muss ich sehen, wie wir mit dem Geld auskommen…immer kommen neue Rechnungen, Mahnungen und ich weiss nicht, wie ich es bezahlen soll, oder was wir am Anfang des Monats essen sollen. *?* Gestern gab es für mich nichts, damit meine Männer wenigstens satt werden. Meiner Figur macht das nichts aus, aber es wird so getan, als wäre ich egoistisch. *heul*

Freitag, 07.08.2009

Und da heisst es immer: “Frauen wissen nicht, was sie wollen!” Ts ts ts…nun soll es doch wieder Österreich sein. A. weiss wirklich nicht, was er will. Nun ja, das sind finanzielle Aspekte. Schweinegrippe hin, Schweinegrippe her, da die Impfungen wohl wieder von den Arbeitnehmern gezahlt werden “dürfen”, werden die Löhne geringer, da entweder Steuergelder verwendet werden oder die Krankenversicherungsbeiträge mal wieder erhöht werden. Sie sind jetzt schon bei 15,5%. Dass sie in Österreich nur bei 7,5% stehen (werden wohl auch angehoben werden…irgendwann), hat A. scheinbar nicht vergessen. *g*

Mir soll es recht sein. Über das Internet habe ich vorhin erfahren, dass hier in der Nähe, Bagger-und Radladerscheine gemacht werden können. Die Schulung dauert 2 Tage und kostet 300 €. Ich habe A. schon darüber informiert und werde später mal dort anrufen und fragen, wann die nächste Schulung stattfindet. Dafür schnalle ich auch gerne den Gürtel enger. Wenn ich das im Vorfeld weiss, gebe ich weniger Geld aus.

Und dann? Dann steht einem Job in Österreich nichts mehr im Wege. Heute Morgen bin ich auch endlich dazu gekommen, A. die Jobvermittlungsgeschichte plausibel zu machen. Ich habe auch die Story mit dem Krankenhaus und dem Arzt erwähnt. *g* Aber sofort gesagt, dass das übertrieben ist. Ich hatte keine Lust auf seinen Standartspruch: “Ich muss draussen, an der frischen Luft arbeiten!” *g*
***************
Vor wenigen Minuten kam eine Mail. Ich hatte heute Morgen 2 Stellenangebote (eines für A. und eines für mich) von P. (er scheint wirklich nichts dagegen zu haben, wenn ich in seiner Nähe bin :) ) geschickt bekommen. Ich habe die Bewerbungsunterlagen um 6:48 weggeschickt und gerade kam die Antwort:

Sehr geehrter Herr Geschafft!

Vielen Dank für Ihre Online-Bewerbung.

Unsere Vorstellungstermine sind für Montag den 10.Aug.2009 zwischen 10.00 und 12.00 Uhr.

Bitte geben Sie mir bescheid, um welche Uhrzeit Sie vorbeikommen.

Wer sagt´s denn? *g*

Es gibt eine weitere gute Neuigkeit. Ich habe mit der zuständigen Stelle telefoniert, um doch noch irgendwie an meine Anerkennung zu kommen. Und? Es ist eine Einzelfallentscheidung, da ich jedoch die Ausbildung komplett gemacht habe, stehen meine Chancen gut, dass ich doch noch die Berufsbezeichnung “staatlich anerkannte Altenpflegerin” führen darf. :) Nun muss ich einen Antrag stellen. Falls sich dort doch anders entschieden wird, kann ich dagegen gerichtlich vorgehen, oder auch auf die “kleine” Ausbildung zurückgreifen. :) Somit war doch nicht alles umsonst und ich habe dann wenigstens was in der Tasche. :)

Dafür brauche ich dann natürlich Daumen. ;) A. wäre fast aus seiner Walze gefallen, als ich ihn angerufen habe und ihm die Einladung vorgelesen habe. *lol*

Montag, 10.08.2009

Und wieder ein Wochenende und wieder weniger Tage bis zu L.´s Einschulung. Die Zeit rast und mit jedem Tag, der vergeht, wächst meine Sehnsucht.

Gestern wäre ich beinahe den Hungertod gestorben. *g* A. hat morgens 12 Brötchen aufgebacken, die kleinen vom Aldi. L. ass 4, A. haute sich 6 rein und ich “durfte” 2 essen. Da ich eh selten frühstücke, war das nicht so schlimm. Tagsüber gab es dann nichts zwischen die Zähne und abends kochte A., inclusive Küchen-Chaos. *?* Es gab Bratkartoffeln mit Spiegelei. Viel zu wenig und ich hatte noch immer Schmacht. Um 23:30 lag ich wach und mein Magen knurrte verzweifelt und mir war vor lauter Hunger schlecht. Ich schmiss 6 Brötchen in den Backofen und ass 2. :) Das war schon besser. *g*

Schade, dass A. nicht zum Vorstellungsgespräch konnte. Aber für ein Einziges, ohne zu wissen, ob überhaupt eine Chance besteht, lohnte es sich wohl nicht. Ganz zu schweigen von den Kosten. 4 Tankfüllungen oder mehr…Maut in Österreich. Ein günstiger Flug war auch nicht mehr zu finden. Der günstigste lag bei knapp 400 € und dann hätte A. da am Flughafen gestanden, sicher wäre auch noch eine Übernachtung notwendig gewesen.

Ich habe den Brief geschrieben, damit ich meine staatliche Anerkennung erteilt bekomme. Hoffentlich wird das auch was. *beten* Ich darf nicht drüber nachdenken, was dann passieren könnte. *finger* Dann beleg ich nen Jodelkurs. *lol* Naja…so ähnlich, gell? ;)

Mittwoch, 12.08.2009

Ich hab noch mal über die gestrige Meldung nachgedacht und mich auch noch ein bisschen informiert. Diese Änderung ist eigentlich gar nicht so schlecht. Die Ausbildung zum/zur Diplomsozialbetreuers/in mit dem Schwerpunkt Altenarbeit, beinhaltet auch die Ausbildung Pflegehelfer/In. Es ist also noch nicht ausgeträumt. ;)
Hmm…Diplomsozialbetreuer hört sich doch ziemlich qualifiziert an und nicht so wie der deutsche Beruf “Altenpfleger”. Der klingt für andere immer nach arschabputzen, als hätte mir das je was ausgemacht (es sei denn, es werden Tennisbälle daraus geformt und das Personal damit abgeworfen :( ). *g*

Der Antrag auf Erteilung der Anerkennung müsste mittlerweile bei der Bezirksregierung eingegangen sein und wird hoffentlich rasch bearbeitet. Immerhin hat mir mein Gesprächspartner in Aussicht gestellt, dass ich, wenn das nicht klappen sollte, ganz sicher die Altenpflegehilfe anerkannt bekomme. Ich gebe mich auch mit kleinen Brötchen zufrieden. “Versuchen Sie immer den ganzen Kuchen zu bekommen -so geht man mit Behörden um”, das waren die Worte des Sachbearbeiters. :)

Schlimme Tage liegen hinter mir. Der sehnlich erwartete Lohn, war weder am Montag, noch gestern auf A.´s Konto. Montagabend haben wir noch rasch von den letzten 7 € getankt. *rotwerd* Damit sind wir dann bis nach Hause gekommen. Gestern Morgen als ich A. gerade rausgelassen hatte, fing das Lämpchen schon wieder an zu leuchten. :( Ich hoffe, dass heute endlich der Lohn da ist. Ich will schliesslich auch S. ihr Geld zurückgeben.

Jeden Abend fahre ich eine Runde mit dem Sauber-Köter (nicht ganz so sauber- letzte Woche kam er Heim und sah aus, als hätte er Urlaub in Afrika gemacht *g* ) und inzwischen pariert er auch ohne Leine und rennt wesentlich schneller neben mir her, als mit der Leine. *?*

Gerade eben habe ich mich auf die Waage gestellt und obwohl ich seit einer Woche kaum etwas gegessen habe, habe ich zugenommen. *?* *megasauer*

Mittwoch, 19.08.2009

Jetzt ist mein Baby weg. :( Mit seinem Tornister, der auch ohne Bücher, schon fast zu schwer für ihn ist.

Gestern war alles ziemlich aufregend, für L., aber auch für mich. Wie A. empfand, weiss ich nicht. Morgens versahen wir (also A. *g* ) noch schnell alle Stifte und anderes, mit L.´s Initialen. So war das von der Lehrerin gewünscht. Sie sammeln den ganzen Tag, alles, was so rumfliegt, um es später dann den einzelnen Kindern zuzuordnen. *laester* Das ist mit Initialen natürlich einfacher.

Um halb neun wollten wir uns auf den Weg machen, damit wir früh genug in der Kirche sind. Um 7:45 wollte ich noch mal die Liste durchgehen, um zu checken, ob wir auch wirklich nichts vergessen haben. Hatten wir nicht, dafür stellte ich fest, dass der Gottesdienst schon um acht Uhr dreissig beginnen sollte, eine halbe Stunde eher, als geplant. *ohnmacht* Da war es vorbei mit dem guten Timing. Obwohl ich noch meine Haare waschen musste, kamen wir pünktlich und bekamen sogar einen Platz recht weit vorne.

Der evangelische Pastor hatte sich was schönes ausgedacht. Er hatte die aktuelle Tageszeitung besorgt und wollte (!!!) Kinder, für die ein Einschulungsinserat drin stand, aufrufen. Witzigerweise “erwischte” er nur Anzeigen, von Kindern, die in andere Schulen kamen. *lol* Nach einigen Versuchen, wurde die Angelegenheit irgendwie schon peinlich. *g* Dennoch konnte ein Mädchen zugeordnet werden.

L.´s Inserat wurde ebenfalls nicht aufgerufen, den Grund erfuhr ich später, als wir die Zeitung besorgt hatten. *megasauer* Warum klappt bei mir nie was? Vom Kindergarten hatte L. einen Gutschein für ein kostenloses Inserat bekommen, welches man bis zum 08.08. abgeben konnte. Ich habe es 2 Tage vorher abgegeben. Und es ist nicht erschienen. *?* *heul* So hatten wir keine Einschulungsannonce, dafür aber ne Zeitung, die wir nun gar nicht brauchten. :(

Nach dem Gottesdienst, liefen wir zum Auto, um von dort aus zur Schule zu fahren. Die Schultüte öffnete sich. :( Schlauer wäre es gewesen, wenn ich mir, vor dem Basteln (!!) noch mal ne genaue Erklärung besorgt hätte. Die Tüte an sich, war schon fertig und man brauchte sie nur noch ineinander stecken. Das hatte ich auch getan, vermute aber, dass ich die Teile, sicherheitshalber, noch hätte kleben sollen. *?* Das Volumen hatte ich vorher auch nicht berechnet und so war sie, nachdem ich sie montagabend gefüllt hatte, gar nicht richtig voll. *?* Wer berechnet schon vorher, wieviel da reinpasst? Zur optischen Täuschung, stopfte ich 2 Plastiktüten rein. *g* Die würde ja niemand, ausser L. sehen. ;)

Meine Intimfeindin, die Schulleiterin, hielt eine Rede, die sehr schön war. Es ging um den Ernst des Lebens. Ein Mädchen rief dazwischen: “Das hat mein Papa auch gesagt.” L. rief: “Meine Mama hat auch gesagt, dass heute der Ernst des Lebens beginnt.” *g* Der Ernst in dieser Geschichte, war jedoch ein Junge, also keineswegs so schlimm, wie Kinder sich das vorstellen. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob die Kinder den Sinn wirklich verstanden haben. Die Schulleitung fügte noch an: “Ich bin hier die Chefin, damit ihr versteht, was eine Schulleitung ist.” *lol* Na klar, dennoch gehört L. jetzt dazu, obwohl sie ihn gerne abgeschoben hätte. *g*

Anschliessend wurden die Kinder klassenweise aufgerufen und gingen samt Lehrern und Eltern, in die Klassenräume. Dort durften dann noch Fotos gemacht werden und die Briefumschläge überreicht werden. *?* Schon wieder was, dass mir abhanden gekommen war. An den Inhalt der Umschläge hatte ich gedacht: Ein Passfoto von L. und das Bücher- und Materialiengeld, 30 € also. Klar, die Klassenlehrerin hatte das erwähnt, als wir in der Schule waren. (Wenn man gerade sehr glücklich ist, weil der Liebste in der Nähe ist, sollte man vielleicht doch nicht, an solchen Veranstaltungen teilnehmen. *?* ) Der Umschlag war mir also völlig durchgegangen.

Dann sollten die Eltern die Klasse verlassen -draussen wartete schon das Buffet, welches vom Schul-Förderverein vorbereitet worden war. Hmm…manche Leute sind Macher, ich gehöre eindeutig nicht dazu. *g* Nachbarin A. beteiligt sich NATÜRLICH auch daran…klar, aber darüber stöhnen, was sie alles an der Backe hat. *g* Ich schreie oft genug “HIER!”, wenn es, im Leben, irgendwas gibt, was man nicht braucht, da muss ich mir nicht noch mehr aufladen, finde ich. Was sich vorher nach “Gratis-Buffet” angehört hatte, war natürlich nicht umsonst…man sollte eine “Spende” für den Förderverein zahlen. *lol* Sponsor bin ich gerne, aber kein Macher! ;)

Wir hatten eine dreiviertel Stunde Zeit und sollten dann die Kinder vor den Klassenräumen erwarten. Nach einer Stunde, waren die Kinder und Eltern der Klassen 1a, 1c und 1d schon weg. Wir warteten noch immer. *?* Ob die Kinder schon lesen und schreiben können, wenn sie rauskommen? *rofl* Dann, nach einer Stunde und fünfzehn Minuten, verliessen die ersten Kinder, ihren Klassenraum. L. war nicht dabei. *?* Mir schwante Böses und ich beschloss, dass wir reingehen. Wie befürchtet, war L.´s Schultüte komplett aufgeplatzt. :( Und die Tüten lagen auch rum. *rotwerd* Eine, der beiden, Klassenlehrerinnen, half L. gerade. A. übernahm alles weitere und ich unterhielt mich mit der jungen Frau. Ich sagte ihr, dass L. doch bitte nur (!!!) L. genannt werden sollte und nicht mit seinem Zweitnamen. Diesen hatten wir eh nur genommen, weil verlangt wurde, dass man aus dem Vornamen, das Geschlecht erkennen kann. Ich sprach auch gleich die Umschlaggeschichte an. Ich konnte ihr das Geld und das Foto auch so geben, sie notierte das sofort.

Um den Tag für L. abzurunden, fuhren wir noch zu McDonalds. Anschliessend dann nach Hause. Während ich auf dem Klo war, übernahm A. die Regie. *?* L. hatte schon seine erste Hausaufgabe zu erledigen. Er sollte eine Schultüte, genauso ausmalen, wie seine eigene. Und schon kam es zum ersten Unlustanfall. :( Wenn die beiden gewartet hätten, hätte ich das Blatt zuerst kopiert, nur für den Fall, dass was nicht klappt. A. wusste es nicht besser und liess L., gewähren. Er kritzelte lustlos rum und ich versuchte ihn zu motivieren. Ich hatte das Gefühl, dass er sich unterfordert fühlte. “Ich will nicht ausmalen!!” Bitterliche Tränen folgten.

Er hatte einige Zettel bekommen, unter anderem einen für die erste Sitzung, nächste Woche. Und seine Busfahrkarte. Auch da war wieder alles falsch gelaufen. Die Karte (Scheckkartenformat) ist immer mitzuführen und unaufgefordert vorzuzeigen. Ausserdem ein Busfahrplan. Von der falschen Route. *?* Wir haben die Bushaltestelle fast vor der Haustür, aber L. soll mit einem anderen Bus fahren und die Bushaltestelle ist viel weiter, ausserdem genau an der Hauptstrasse. *?* Mir war es egal, welche Linie angegeben war, heute Morgen stieg er in den Bus, der hier hält. *g* Sollen die sich doch rumärgern oder eine neue Karte organisieren.

Nachdem L. seine Hausaufgabe erledigt hatte, durfte er ein wenig fernsehen, A. setzte sich an den Pc. Mir war langweilig und ich hoffte, dass es schnell 2 Uhr werden würde, weil L. sich mit M. verabredet hatte und ich mich irgendwie beschäftigen wollte, sei es mit TV schauen. L. hatte plötzlich keine Lust mehr, mit M. zu spielen und wollte nicht hinfahren. *?* Um 14:50 wollte er sich dann doch fertigmachen. Ich schaute auf die Uhr.

Ahhhhhhh *ohnmacht* um drei habe ich doch den Termin beim Steuerberater. *still* Nur gut, dass ich nicht vor der Flimmerkiste gesessen hatte, ansonsten hätte ich den Termin sicher vergessen. *?* Eilig musste ich auch noch die Unterlagen zusammensuchen -das wollte ich eigentlich am Abend vorher erledigen, wurde aber von meiner Migräne ausgeknockt- und meine Schuhe anziehen. Ich kam nur wenige Minuten zu spät. Seit 2006 war ich nicht mehr dort gewesen. “Sie haben sich ja überhaupt nicht verändert!” :) Das ging runter wie Öl. *g* Die Erstattung wird leider nicht so üppig, wie erhofft. Klar, zusammen mit dem Steuerberater habe ich überlegt, wie A.´s Kollege auf so eine hohe Erstattung kommen konnte. Er und seine Frau werden wohl beide Steuerklasse IV haben, ansonsten ist das nicht möglich.

Nächste Woche habe ich einen weiteren Termin bei ihm, diesmal für 2008. A. meckerte, weil ich nicht beides sofort gemacht hatte. Bisher war es immer so gewesen, dass ich beide Lohnsteuerkarten vorlegen musste -auch im Erziehungsurlaub. Da ich 2008 nicht gearbeitet hatte, ist das nicht notwendig. Woher sollte ich das wissen? *?* Ich wollte erstmal den einen Termin über die Bühne bringen, dann eine Ersatzlohnsteuerkarte für 1,50 €, in Bayern anfordern (bisher brauchte ich die ja nicht) und dann den nächsten Termin machen. Das ist nun ja nicht mehr notwendig.

Donnerstag, 20.08.2009

Gestern Morgen habe ich noch so locker davon geschrieben, dass ich L. in einen anderen, als auf seiner Fahrkarte angegebenen, Bus gesetzt habe. Gegen Mittag bekam ich zunehmend Panik. 11:30, jetzt hat er Schulschluss, dachte ich. Die erste Zeit, werden die Kinder von den Lehrern vom Bus abgeholt und später zum Bus begleitet. *help* Was ist, wenn sie L. nun in den falschen (laut Karte richtigen) Bus setzen? *?*Muss ich das Kind dann aus dem Nachbarort abholen? Ich war ziemlich aufgebracht und wusste auch nicht, was ich tun sollte. Ich wollte die Pferde auch nicht vorher scheu machen und rief nicht in der Schule an, um zu erfahren, in welchem Bus er sitzt.

Ich sehe die Nachbarkinder immer, wenn sie zur Haltestelle laufen und oft auch, wenn sie zurückkommen. Gegen 12 Uhr hält der Bus. Ich stand schon seit 11:40 in unserer Einfahrt…setzte mich vor die Haustür…lief zur Strasse, ich war sehr nervös und gespannt darauf, was das Leben nun wieder für mich vorgesehen hatte. *?* Der Bus kam nicht und ich wurde zunehmend panisch. Ich ging zur Bushaltestelle, setzte mich in das Häuschen, stand auf. Und endlich kam der Bus. Puhhhhh, war ich erleichtert als ich L. sah. :)

Das war ziemlich knapp gewesen, denn er sollte ich den falschen Bus gesetzt werden. Glücklicherweise hatte Freund M. gestern auch nur 4 Stunden. “Hey…L. muss mit mir fahren!!” *g* Das Erste, was ich L. beibrachte, war, dass er mit der Linie 4 fahren muss, den Namen der Haltestelle wusste er schon. Auf der Busfahrkarte steht die 8er-Linie. *?* Da werde ich mir aber noch was einfallen lassen müssen. Ob ich nun zuerst bei dem Busunternehmen anrufe oder bei der Schule, weiss ich noch nicht.

Hausaufgaben…damit übertragen die Lehrer ihre täglich erlebten Ärgernisse auf die Eltern. Ich kann mich gut erinnern, dass das schon früher bei mir, der pure Terror war und meine Geschwister waren ebenso. Warum sollte ich es also besser haben? Jetzt werde ich für meine eigene Terrorherrschaft bestraft. *g* Hausaufgaben sind scheisse. So hat L. es zwar nicht gesagt, aber es hörte sich genauso an. Ich hatte vorher alles so schöööön geplant. Er kommt nach Hause und isst eine Kleinigkeit (”Ich hab noch gar keinen Hunger!”) und dann werden Hausaufgaben gemacht. In meinem schönen Plan, habe ich jedoch nicht berücksichtigt, dass L. kaputt sein könnte und erst mal eine Auszeit braucht. Die besten Pläne nützen also nichts. *g* Es wird sich schon noch einspielen. HOFFENTLICH SEHR SEHR BALD!!! *g*

L. wollte keine Hausaufgaben machen. Diesmal war es auch schon mehr. Mathe, dort musste er zahlen erkennen und ausmalen. Deutsch…oder Sprache, wie es bei uns früher hiess (ich weiss gar nicht, wie es jetzt heisst *?* ), er sollte mehrere Reihen L schreiben. Das kann er, schliesslich beginnt sein Name mit L und den schreibt er schon seit 2 Jahren. “WÄÄÄÄÄÄÄHHHH…HEUUUUUUUL…ICH KANN DAS NICHT!!!” Alle Versuche, ihn zu motivieren schlugen fehl und ich merkte, wie langsam der Siedepunkt nahte. *?* Unlustig kritzelte er ddie Buchstaben auf den Zettel und ich radierte…radierte…radierte. “Mama? Machst du den Fernseher an?” “Nicht eher, bis deine Hausaufgaben fertig sind, man kann sich sonst nicht konzentrieren.” “Ich kann das!!!!” Na klar…

Als er -nach gefühlten 5 Stunden- endlich den Grossteil der Aufgaben fertig hatte, erlaubte ich ihm, eine Pause zu machen. Ich brauchte dringend eine. *lol* “Ich trinke einen Becher Kaffee und gehe eine rauchen und dann geht es weiter.” Kurz darauf kam M. um L. abzuholen. Und jetzt? Man weiss oder kann sich denken, was passiert, wenn Kinder erst abends ihre Aufgaben erledigen sollen -sie haben überhaupt keine Lust mehr. Ich wollte es dennoch versuchen. “Spätestens um halb sechs bist du wieder hier und dann werden sofort die Hausaufgaben gemacht!” “Jaaa, Mama!” Und weg war er. *g*

Erneut wurde ein guter Plan über den Haufen geworfen. Ich hatte doch geplant, dass L. seine HA fertig haben würde, wenn wir A. abholen mussten. Dieser rief bereits um kurz nach 4 an und wollte abgeholt werden. Wenigstens hatte ich schon den Salat geschnibbelt. *g*

Um halb sechs hörten wir L., er wollte einfach mit zu M. (er wird seit Neuestem mittags von anderen Nachbarn betreut) fahren und noch dort bleiben. A. rannte raus und holte L. rein. Lautstarker Protest! Natürlich. *?* Er wollte seine Aufgaben noch immer nicht erledigen, behauptete, nun kaputt vom Spielen zu sein. *lol* Um Antworten ist er nicht verlegen. ;) Und plötzlich ging es. Er schrieb wunderschöne L´s! Wirklich sehr ordentlich und rasch, ich musste nichts mehr ausradieren. :)

Da es so gut geklappt hatte, spielte ich mit dem Gedanken, dass er immer erst abends…nein, ich verwarf den Gedanken sofort. Nun habe ich einen neuen Plan. Da er täglich 4 Stunden hat und dann gegen 12 zuhause ist, darf er eine Stunde Auszeit nehmen, um ein Uhr geht es dann mit den HA los. Bin schon sehr gespannt, wie dieser Plan funkt. *lol*

Zu allem Überfluss, “darf” ich A. jetzt schon morgens um 4 durch die Gegend kutschieren. :( GÄÄÄÄHN!!!!

Freitag, 21.08.2009

Bis jetzt hatte ich keine Chance, den neuen Hausaufgaben-Plan umzu setzen. Weder gestern, noch heute, hatte L. welche zu erledigen. Gott sei Dank! *g*

Ansonsten gibt es hier auch nichts neues. Gestern habe ich A. für einen Kurs angemeldet. Dort erwirbt er dann den Baumaschinenführerschein. :)

Montag, 24.08.2009

Oje, gerade eben fällt es mir ein: Freundin S. hat am Donnerstag Geburtstag. Fast hätte ich ihn vergessen. *rotwerd*

Samstagnacht, bzw. Sonntagmorgen bin ich in Hundescheisse getreten. :( Barfuss natürlich. Zunächst konnte ich gar nicht zuordnen, wo ich da, im Dunkeln, reingetreten war. Licht schuf Abhilfe, die ich dann wohl doch nicht wollte. *?* Farbe und Konsistenz war zunächst nicht zu definieren. Es hätte auch Kotze sein können.

Ich humpelte dann ins Bad, um mir den Fuss zu waschen. Noch immer wusste ich nicht, was es war, da Sauber-Köter gegen Abend schon mal erbrochen hatte. Ich schnappte mir eine Rolle Toilettenpapier, einen Gummihandschuh und eine Mülltüte. Beim Wegputzen roch ich es dann…und musste würgen. Wirklich abartig!! :( Anschliessend merkte ich, dass der “Duft” überall war, vielleicht bildete ich mir das auch nur ein. *?* Nach dem Einsatz des Desinfektions-Sprays kam auch noch das gute *lol* Bad-Deo zum Einsatz. Anschliessend stank noch immer alles. *?*

Mein Wochenende war so, wie immer. *?* Einigermassen langweilig, dafür aber sonnig. :) Der Sauber-Köter bereitet mir im Moment grosse Sorgen. Er verhält sich zwar ziemlich normal, aber irgendwas fehlt ihm. *?* Am Wochenende konnte man hier keinen Tierarzt auftreiben. Von 5, hatten 3 nicht mal einen AB. :( Einer hatte einen AB -Notfall? Oh ja…wenden Sie sich an eine Tieklinik…im Ruhrgebiet. *?*

Einen, den ich antraf und die Symptome schilderte, meinte, dass wir bis Montag warten können, solange er keine Atembeschwerden hat. Es war ein Tierarzt für Grosstiere. *g* Entweder hat Sauber-Köter eine Allergie oder er ist gestochen worden. *?* Dauernd schwillt seine Schnauze an…und wieder ab. *?* Komische Knubbel bilden sich. Ich habe keine Ahnung, was das sein kann. Teilweise ist auch ein Auge zugeschwollen. Ich glaube nicht mal, dass es ein Insektenstich ist, denn dann wäre die Schwellung doch nicht so schnell wieder abgeklungen, bzw. immer wieder aufgetreten? *?*

Nicht mal an einem Montagvormittag kann man einen Veterinär auftreiben. Klar, jetzt…wenn L. gleich aus der Schule kommt. :(

Freitag war ein Eintrag in L.´s Merkheft: “LL braucht im Unterricht dicke Buntstifte. MM”
Meine Antwort: “Bitte nur L.” *g*
Die Stifte habe ich natürlich trotzdem besorgt. 6 € für 12 Stifte von Stabilo. Es kam noch besser, denn eigentlich wollte ich welche von Staedtler kaufen, weil er diese in seinem Etui hatte. Die kamen dann jedoch nicht in meinen Korb. 17 €!!!!! *ohnmacht* Toll, wenn man trotz 20.000 Einwohnern, nur einen Schreibwarenladen zur Verfügung hat. :(

Ich werde mich jetzt schon mal warmlaufen…für die Hausaufgaben. *lol*

Montag, 31.08.2009

Und wieder dieses Gefühl. *heul* Ich bin nichts wert, immer und für alle, nur die 2. Wahl -wenn überhaupt. :( Ich will einmal im Leben mal jemandem, wirklich wichtig sein. Ach Mensch…ich mag das alles nicht mehr. *heul* Als Kind hatte ich auch so Phasen…

KEINER HAT MICH LIEB!!! *heul*

Eingeordnet in:Alltag |am 31. August 2009 |1 Ein Kommentar »