Montag, 16.03.2009
Das war ein sehr langes Wochenende und jetzt habe ich -für´ Erste- wieder einen Mann, der täglich zuhause ist.
Donnerstag hiess es zunächst, dass A. Freitag arbeiten muss. Dazu sollte ich ihn morgens um 5 Uhr, durch die Gegend kutschieren. Klar, ein morgendlicher Familienausflug, wäre es geworden.
Aus diesem Grund musste er extra anrufen, natürlich, um die Pferde scheu zu machen. Als ich L. vom Kindergarten abholte, bereitete ich sie dort schon vor, dass L. eventuell nicht fit sein würde.
Später am Abend war dann wieder alles anders. “Das ist doch zuviel Fahrerei für dich, bleib mal zuhause.” Die Fahrerei hätte ich gehabt, insgesamt 100km.
Statt den erwarteten 100km wurde es ein Halbtagesausflug, der mehr als 3 Mal, soweit war. Wir holten den Wohnwagen ab. Baustellennah gab es auch einen MD`s und A. hatte versprochen, dass wir dort hingehen. L. hat in dieser Beziehung ein gutes Gedächtnis.
Wie sollte er es auch vergessen, wenn wir genau daran vorbeifuhren? A. wollte nicht mehr. Und L. musste auf´ Klo. A. auch. Und wenn ich schon dabei bin, musste ich auch.
A. meckerte, dass er wüsste, was er bei MD soll. “Auf´ Klo geheeeen?” Er meinte, dass er auch auf das Baustellen-Dixie gehen kann. Aha…L. und ich auf keinen Fall!! “Du ziehst ein bekacktes, stinkendes Dixie, einer sauberen MD-Toilette vor?”
Kein Kommentar.
Es ist ziemlich gut, dass bei bestimmten Entscheidungen, nur eine Meinung zählt. Meine, nämlich.
Wer ist der Fahrer?
Wir hielten an…und wer verschwand sofort in Richtung WC? Genau, A.
Ich konnte jedoch kein Happy Meal bestellen. Es gibt zum Frühstück zwar Pommes als Beilage, aber keinen Cheeseburger.
Gesund. Da wurde wohl einiges geändert, denn, bis 10:30 gibt es nur Frühstückskram. “Sie müssen 6 Minuten warten, dann ist der Rest auch fertig.” Spezielles Happy Meal Frühstück gibt es. Naja…wie gesagt, auf Wunsch, mit Pommes.
Wir machten einen Abflug, um zur Baustelle zu fahren, mit einem schreienden L. im Schlepptau. Er beruhigte sich, als ich ihm erklärte, dass wir später nochmal dort hinfahren würden.
Wir fuhren zur Baustelle und anschliessend zu MD. 1 HappyMeal (Pommes, Cheeseburger, Biomilch, LCD-Spidermangame), 1Cheeseburger und für mich 1 Kaffee grande. “Wir haben Kaffee im Auto und du bestellst dir einen!!” Was soll der plötzliche Geiz?
Nachdem L. seinen Kinderkram gegessen hatte, fuhren wir wieder zur Baustelle und mussten nun nur noch darauf warten, dass irgendjemand, den Lkw zur Seite fuhr. Der Wohnwagen war zugeparkt. …Noch so schnell.
Dann traten wir den Rückweg an. Freitag der 13. war es. Und beinahe hätten wir einen richtig fetten Crash gehabt. *ohnmacht* Irgendwo, vorm Kreuz Kaiserberg, staute sich der Verkehr und das Stauende lag hinter einer Kurve. Ich fuhr zwar nicht zu schnell, aber schnell genug, um vom Wohnwagen schön angeschoben zu werden. Das war wirklich sehr, sehr knapp und eigentlich wartete ich nur noch auf einen Knall, von hinten. Aber da hatte wohl jemand sehr gut aufgepasst und viel Abstand gehalten. Gott sei Dank. Meine Hände zitterten. Die Stauung löste sich unmittelbar nach meiner Vollbremsung auf.
Wir waren um 13:30 wieder zuhause und kurz danach, musste A. schon weg. Unsere Stadt gibt kein Geld, für Bushaltestellenhäuschen aus -zumindest nicht in der Bauerschaft- beschafft aber das Material. Also haben sich die Nachbarn zusammengeschlossen, um das Projekt “Bushütte”, in Angriff zu nehmen. L. ging auch mit und ich hatte sturmfreie Bude. Zwischenzeitlich tauchten beide, immer mal wieder auf. Um 8 war Zapfenstreich für L., aber A. musste noch gemütlich zusammensitzen. Bis 23:15.
Schon klar…man(n) verbringt seine Zeit lieber mit den Nachbarn, als mit seiner Frau. Offenbar erst recht, wenn man die ganze Woche von zuhause weg war.
Samstag ging es dann nahtlos weiter. A. musste schon um 8 aus dem Haus und werkelte mit den Nachbarn bis um 17:30. Das Häuschen ist fast fertig, nur das Dach fehlt noch, weil es dafür noch kein Material gab. Die Frauen der anderen Nachbarn schwirrten auch rum, um ihre Männer zu… Was weiss ich, was die dort machten.
“Wo ist denn deine Frau?”
“Zuhause.”
Ich sagte A. dass er beim nächsten Mal sagen soll: “Meine Frau gehört nicht zu den Leuten, die anderen bei der Arbeit zugucken.”
Ausserdem arbeitete ich selber. Mich durch…durch´ Chaos. Ich konnte mich aufraffen, endlich mal wieder ernsthaft was im Haushalt zu tun. Dank Antikal Hygiene, erstrahlen Dusche und Badewanne endlich in richtigem Weiss. Die gelblichen Verfärbungen vom Eisen, also Rost,gehören nun der Vergangenheit an. Sinnloserweise wurde der Boden geputzt -wenn das Kind mit Gummistiefeln, rein- und rausrennt.
Wohnzimmer, Esszimmer und Küche wurden pikobello aufgeräumt und geputzt. Ebenso das Dachgeschoss.
Ich war also richtig fleissig, obwohl die 16° draussen, endlich mal zum Skaten einluden. Sonntag regnete es den ganzen Tag.
Einsatz in 4 Wänden -Das Messiehaus. Kurz vor der Werbung, kam wieder die Scherzfrage.
“Was passt auf jeden Topf?”
a) …ein Deckel
“Mamaaaaaa…ich weiss es!!! AAAAAAAAAAAAAA!!!”
“Ja? Sicher?”
“Auf jeden Topf passt ein Deckel, das weiss ich!”
“In so ein schreckliches Haus sollen wir aber nie einziehen…!”