Letzte Woche Dienstag war ich mit L. beim Friseur und machte sofort einen Termin für mich. Donnerstag war es dann soweit -ich wollte einen neuen Kopf.
Fragen über Fragen.
Kurz? Ganz kurz? Mittelkurz? Nur die Spitzen? Mittlerweile waren meine Haare ziemlich lang. Aber einigermassen pflegeleicht. Waschen, bürsten, hochstecken, fertig. Ein Kurzhaarschnitt wäre da (zumindest mit meinen widerspenstigen Locken) deutlich zeitintensiver. Also doch nur die Spitzen.
“So viiel muss da aber schon ab,” sprach´ und zeigte dabei mit ihren Händen, dass ziemlich viel ab muss. Mit 10 cm hatte ich eh gerechnet, nun waren es fast 20. Schulterlang nun, wenn sie sich zusammengezogen haben, die ollen Locken, etwas kürzer. Die Seiten wurden fransig geschnitten.
Anschliessend liess ich mir meine Wimpern färben und die AU(A)genbrauen zupfen. Diese waren noch fast jungfräulich. Ich hätte mir denken können, dass sie es wohl nicht schmerzloser macht, als ich, in meinem ersten und einzigen Selbstversuch.
Gepierct und tätowiert, keine Miene verzogen, aber beim Augenbrauenzupfen Tränen in den Augen.
Nach der knappen Stylingstunde, fühlte ich mich wie neugeboren. Schick und fesch.
Irgendwann später bekam ich dann einen Anruf von A., der mir von seinem Geburtstagsessen, mit seinem Kollegen erzählte. 72€ haben sie auf den Kopf gehauen. A. hat gezahlt. Getrunken haben sie Weizen, 3,60 pro Stück. Alleine die Getränke beliefen sich schon auf 52€.
Er soll ruhig machen, ist ja auch nicht so, als wenn ich ihm das nicht gönnen würde, wenn er schon an seinem Geburtstag nicht zuhause ist. Aber es gibt so viele Baustellen…und mich hat er noch nie zum Essen eingeladen, in der Zeit, in der wir ein Paar sind. Juli 99 war´. Natürlich gab es MD, BK und die Frittenschmiede umme Ecke, aber sonst? Njet. Nada. Nix.
Ich holte dann L. vom Kiga ab und erfuhr, dass er wieder Hüsterchen hat. Freitag sollte er nicht in den Kiga.
Wir fuhren sofort weiter, um A. abzuholen. Ich nervte A. Immerwieder.
Solange bis wir noch am selben Abend essen gingen.
Gut hat´ geschmeckt, L. hatte keinen richtigen Appetit und futterte nur ein paar Pommes. A. wurde nicht satt, durfte sich aber noch L.´ Essen einverleiben. Anschliessend starrte er immer wieder auf meinen Teller, wohl in der Hoffnung, dass ich nicht alles vertilgte.
Ich haute mir alles rein, obwohl ich satt war.
Samstag war dann der Umzug von A.´ Schwester A. und ihrem Mann A.
Alles klar? Es war geplant, dass wir ihre Tochter und ihren Exmann M. (”Hast du abgenommen?” Eigentlich hatte ich ja in der Zeit nach unserem letzten Treffen zugenommen.) abholen und dann gemeinsam aufschlagen. Er wollte sich dort um die Elektrik kümmern und wir wollten unseren alten E-Herd und die Spülmaschine abladen. Als wir 5 dort angekommen waren, war niemand da…warten. M. meinte noch zu mir: “Angeblich bringen sie nur das Schlafzimmer, alles andere ist schon hier und fertig.” Angeblich…immerhin kennt er seine Ex. Nach wenigen Minuten kam dann der Lkw. Es war kein 7,5 Tonner.
Und es kam noch besser.
3 weitere Autos hielten an…mit weiteren Umzugshelfern. Ich sagte zu M.: “Ziemlich viele Leute für NUR ein Schlafzimmer!” Die Klappe öffnete sich langsam und ich sah das Elend schon. Der Lkw war voll bis obenhin. Sofort wurden alle eingespannt, bis auf die insgesamt 6 Kinder.
Chaotisch war es. Eigentlich nicht anders, als bei meinem Umzug und ich hatte nicht viele helfende Hände. Schlau wäre es gewesen, wenn meine Schwägerin sich draussen oder in den Flur gestellt hätte und Anweisungen gegeben hätte. Nö…sie schleppte auch Klamotten und so wurde alles irgendwie und irgendwo abgeladen. Wenn ich schon soviele Helfer habe, dann hätte ich auch gleich alles richtig machen lassen. A. (männlich) fragte mich, während wir ins Haus gehen wollten: “Wie geht´ dir?” “Gut.” “Ja, das sieht man…du siehst klasse aus!” Währenddessen lief er vor mir her und drehte sich zu mir um und lief anstelle durch die geöffnete Tür, vor die Hauswand. *lol* Sehr schnell war alles ausgeräumt und dann sassen wir, also 3 Frauen rum. Langweilig war´, ich hätte mich lieber betätigt. Immerhin sah ich am Besten und Jüngsten aus.
Obwohl ich die Älteste von uns 3 war. Die Männer machten irgendwas. 2 bauten die Küche auf, einer lief hin und her, M. kümmerte sich um Licht (nur im Erdgeschoss und auch dort nur Flur und Wohnzimmer), A. (m.) war überall und Schwägerin A. laberte überall dämlich rum, A. justierte die Schüssel. Tztztz.
L. entdeckte draussen einen Trimmer, den er sofort in Beschlag nahm.
Später bekamen wir diesen dann geschenkt. Komisch…ich hatte mir auch mal einen zugelegt, der 169€ gekostet hatte und ich habe ihn nie benutzt. Eine der beiden Rumsitzerinnen meinte: “Typisch Frauen…alles haben…haben.” Stimmt irgendwie.
Mein Trimmer war wirklich ein Scheiss. Wenn man ihn auf “leicht” stellte, ging er schwer…und wenn man ihn auf “schwer” stellte, ging er noch schwerer. Zu schwer für mich…keine Kondition.
Mit dem neuen Gerät verhält es sich anders, es hat eine gute Einstellung. Sonntagabend habe ich beschlossen, täglich 20 km zu machen. Ich hielt sie sogar durch. Gestern fing ich dann schon mittags an. L. hat Darm, also war nix mit nem Karnevalsumzug. 35 km trampelte ich locker ab und abends dann noch mal 25. 60 km…ich werde auf meine alten Tage noch sportlich.
Bin schon gespannt, wie es in den nächsten Tagen dann weitergeht.
Das alte Gerät trampelte ich maximal 5 km.
Im Laufe des Tages stellt sich dann raus, ob A. weiterhin auswärts übernachtet. Sie wollen mit dem Chef sprechen, dass sie dort bleiben möchten, weil es nur 4 km näher ist, als nach Domplattenstadt.