Es war ein schöner Nachmittag und der kleine Ben eine süsse Zuckerschnute.
L. war ganz begeistert. Ach…die Anwesenheit von Babies tut mir nicht gut. Ich will dann auch wieder! Wohlwissend, dass ich schon mit einem Kind alleinerziehend +Mann bin. Und Hund.
 Ich möchte schon irgendwann mal ein zweites Kind. Nicht mit A., soviel steht fest. Ausserdem müssten wir dazu schon regelmässig
haben…was ja nicht der Fall ist. Seit unserem Urlaub habe ich genau 2 Mal im heimischen Schlafzimmer genächtigt. Wenn A. morgens runterkommt, liegen seine Frau und sein Sohn im Wohnzimmer auf der Couch. Als wir auf der Hinfahrt bei BK vorbeikamen, wollte L. sofort anhalten. Na klar… Kinder wollen alles wissen. L. nervte mich mit seinem Wissensdurst.
Er quetschte mich über Palisander aus. Wollte wissen, ob sie arbeitet. Als ich ihm versuchte zu erklären, dass sie wegen dem Baby im Moment nicht arbeitet, war er verdutzt. Sie hat einen Mann. “Dann arbeitet er für sie???” Hmm…nun ja…so wie bei uns.
Lehrerin? “Ahhh…dann lernt sie.”
Als wir ankamen, warteten Palisander und Ben schon. Dank umgeschnallen Baby, hätte ich sie auch ohne ihr winken, erkannt.
Ein Händeschütteln wollte sie nicht gelten lassen. “Komm her!
Und wir umarmten uns. Hoffentlich wurde Ben nicht zu sehr gequetscht. *?* Man kennt sich, beschreibt die Situation wohl gut. Vielleicht auch, weil ich mittlerweile richtig geübt bin, was Blind Dates betrifft. Als das Essen für Palisander und L. kam, bot ich an, Ben zu nehmen. Zunächst, als er in Sicherheit war, lachte er mich an. Wow…das klappt, dachte ich. Als ich ihn auf dem Arm hatte, brach er sofort in Tränen aus. Empört und verzweifelt.
So ging das leider nicht. L. hatte eine kluge Bemerkung parat: “Ben mag dich nicht! Nur seine Mama und MICH!”
Er betonte auch, dass er ein Geschwisterchen möchte. Aber eine Schwester! Das Bob der Baumeister Domino, war eine gute Idee von Palisander. Obwohl ich es nun schon etliche Male, spielen musste.
Es war ein wirklich schöner Mittag.
Der Rückweg gestaltete sich leider ein bisschen kompliziert.
Ich beschloss,  die komplette Strecke über die Schnellstrasse zu fahren und nicht über die Hälfte ”über Land”. Ich konnte genau eine Ausfahrt weiter fahren, als sonst! Gesperrt -wegen Bauarbeiten.ÂÂ
Der Rest der Strecke, war somit wesentlich länger.
Als ich wieder zuhause war, rief ich sofort A. an, damit er wusste, dass seine Kollegen ihn nicht bringen brauchen. Ich durfte sofort wieder losfahren.
A versuchte zwar sich nichts anmerken zu lassen, aber er war sauer.
Weil ich mal einen schönen Mittag hatte? Er fragte nicht mal, wie es war. 