Davids Welt

18.5.2011 (David 19 Monate alt):
David entdeckt zum ersten Mal seine Kinderbibel.
Während ich im Bad unter der Dusche stehe, bestaunt er interessiert die Bilder (sogar auch das Bild vom kleinen David mit dem großen Goliath *g* ).
Irgendwann kommt er zu der Stelle, als die Israeliten in Babylon zu Gott beten, dass er ein Feuer entzünde. Die Babylonier beten ebenfalls um Feuer, nur zu Baal. Gott entzündet ein Feuer (ist richtig schön mit einem heißen Lichtstrahl und unten brennenden Holzscheiten dargestellt). David ruft daraufhin: “Heiß, heiß, heiß, tatütata”

Und schon konnte ich meinen Brustkorb nicht mehr eincremen, da er so stolzgeschwellt war *love1*

********************************************************

13.6.2011 (20 Monate)
Monsieur singt “Happy Dusday”, auch für völlig fremde Personen eindeutig erkennbar. Nur, woher weiß er, dass er an einem Tuesday/Dienstag zur Welt kam???

********************************************************

20.6.2011 (20 Monate)
Einschlafen ist so eine Sache. Er weint und meckert (meistens) nicht, aber einschlafen will er trotzdem nicht. Also ruft er “Mamaaaa, Mamaaa, Haaalloooo” und wenn ich dann in’s Zimmer gehe, freut er sich wie ein Schneekönig. Meist hängt er mit den Armen über das Fußende des Bettes und wenn er mich sieht, nimmt er den Schnuller aus dem Mund, wirft ihn auf den Boden und sagt: “Mama, Schnuller, hoch”. Na super *g*

********************************************************

25.6.2011 (20 Monate)

An Fronleichnam durfte er mit meiner Mutter an die Prozession gehen und konnte mir danach haarklein “erzählen”, was er so alles erlebt hat:
Trörööö-bummbumm (Musikverein) – Bimmmbammmmbimmmbammm (Kirchenglocken) – dingdingding (kleine Glocken) – Loben Dich (Großer Gott, wir loben Dich).
Die ganze Aktion hat ihn schwer beeindruckt

********************************************************

28.6.2011 (20 Monate)

Abends beim Wickeln darf er mit der Flöte spielen, die mein Vater (=Oppa) ihm am Johannimarkt gekauft hat. Morgens eigentlich besser nicht, die Nachbarn wollen doch auch noch schlafen. Nur heute Morgen hatte ich vergessen, sie weg zu räumen. Er sieht die Flöte, strahlt mich an und sagt: “Flöte Oppa kauft” *love1*

********************************************************

1.8.2011 (21 Monate)

Im Urlaub bei meinen Eltern: “Opa, David NBW (=BMW) fahren will!” Ganz klare Ansage, hat ihm mein Vater gerne erfüllt.
Morgens im Bett bei meiner Mutter: “David Wimmelbuch guggen will.” Auch dieser Wunsch wurde erfüllt.
Und zum Opa: “Gießekanne Wasser rein.” Und das eigentlich ständig *g*, so viel sind die armen Blumen noch nie gegossen worden.

Außerdem erzählt er mir jetzt immer, wo welches Auto kommt oder was für ein Auto da steht. “Mama gugg, da eins BMW (oder Opa Auto), da eins Fiat (Oma Auto), da eins Mama Auto (Peugeot sagt er noch nicht so gerne).

********************************************************

11.8.2011 (22 Monate)
Morgens auf dem Weg zur Kita im Kinderwagen: “Mama, gugg, Auto, großes Auto. David Auto fahrn.” Ich: “Nein, heute fahren wir nicht Auto. Samstag können wir Auto fahren, da gehen wir einkaufen. Heute ist erst Donnerstag.” Er: “Rumpelipumpelipum”
Süß, er hat das Wort Donner aus Donnerstag heraus gehört – ich brauchte eine Weile, bis ich darauf gekommen bin.

********************************************************

12.8.2011 (22 Monate)

Heute Morgen auf dem Wickeltisch fing Monsieur auf einmal an: “Joggeli Giige Bass, singen Mama”
Das Lied habe ich nicht mehr gesungen, seit wir in Frankfurt sind, aber er hat es gekonnt (obwohl, bei Oma und Opa hat er da auch nie mitgesungen, aber heute Morgen war er fleißig mit dabei).

********************************************************

12.8.2011 (22 Monate)

Er kann inzwischen Peugeot (Mama-Auto), Fiat (Oma-Auto) und BMW (Opa-Auto, allerdings sagt er NBW) unterscheiden und sagen. In letzter Zeit hat er aber auch oft “Sonne-Mond-und-auf-mein-Licht) gesagt. Gut, ich weiß, dass das zu “Laterne, Laterne” gehört und wenn wir von der Kita nach Hause gehen kommen wir ja an jeder Menge Straßenlaternen vorbei. Aber es sagt es nur ab und zu.
Jetzt habe ich rausgefunden, dass er damit Mercedes meint (wegen dem Mercedes-Stern und Stern kommt ja eigentlich in “Sonne, Mond und Sterne” auch vor). Herrlich!

********************************************************

12.8.2011 (22 Monate)

Gestern Abend gab es Kartoffelpuffer mit Apfelkompott (Apfelpopo *g*). Ich war müde, habe ihm zuerst einen Kartoffelpuffer klein geschnitten, damit er schon einmal anfangen kann, zu essen. Dann habe ich endlich gegessen. Auf einmal hebt er den Zeigefinger, schaut mich an und sagt: “Mama, nai nai, langsam essen”. Stimmt, ich habe richtig geschlungen – so ein Schatz!

********************************************************

August 2011 (22 Monate)

So ganz allgemein hinterlässt er auch in dem Sprachgebrauch meiner Eltern seine Marke. So ist es ein geflügelter Spruch geworden, dass mein Vater sagt: “Gießekanne Wasser chein”, wenn er die Pflanzen wässern will (= rein, klingt aber sehr holländisch). Oder wenn meine Mutter ihm Salbe in den Rücken massieren soll, ruft er “Oma gugg, Oma komm!”. Es gibt bei uns allerdings auch nur noch Salalad, egal ob Wurst-, Kartoffel- oder Tomatensalalad. Und ganz klassisch wird jede Frage mit einem “Nein-doch” beantwortet

********************************************************

14.8.2011 (22 Monate)

Wir waren mit einer Freundin auf einem Kunsthandwerkermarkt verabredet und haben dort auch etwas gegessen. Zwetschgerich wollte unbedingt von meinem Flammkuchen haben – ok, kein Problem. Hat ihm auch geschmeckt. Allerdings hat er wohl etwas zu viel Zwiebeln erwischt. Nachmittags lag er gerade auf der Wickelkommode, da meinte er: “Mama, David Donner in Bauch” – der Pups kam dann 5 Minuten später *g*