Beiträge der Kategorie 'Kinder, Kinder'

Sodele, da isser!

Mittwoch, 30 April 2008

Sternenkindanhänger

Hm, außerdem wird es das letzte Mal gewesen sein, dass ich in der Kategorie “Kinder, Kinder” geschrieben habe. Ein Schlusspunkt.

Bin total aufgekratzt!

Dienstag, 29 April 2008

Gerade eben kam mein Anhänger und er ist sooooooooo schön geworden, ich freue mich riesig!

Aber jetzt von vorne:
Ich hatte ja schon einmal (lang, lang ist’s her) geschrieben, dass meine Therapeutin mich angeregt hat, eine Skulptur für mein Sternenkind zu machen - ich wäre ja so kreativ. Hm, Skulptur war nicht so mein Ding, aber ein Schmuckstück sprang mir direkt vor mein inneres Auge. Ein Eiskristall sollte es sein, das symbolisiert mein Sternenkind am besten und so oft und wie lange ich auch darüber nachgedacht habe und Skizzen gemacht habe, von meiner ersten spontanen Idee bin ich nicht weg gekommen. Dann musste es wohl das Richtige sein.

Also habe ich in meinem Urlaub bei meiner Freundin K. an diesen Anhänger gewagt und er war schon eine Herausforderung - bin ja auch etwas aus der Übung. Der “Roh-”Anhänger ist ganz schön geworden, aber die Fasserarbeit habe ich mir definitiv nicht zugetraut. Das ist was für echte Fasser.

Also Fasser kontaktiert, angeschrieben, telefoniert, hin und her überlegt (ob schwarze, braune, graue oder weiße Diamanten etc.) und gestern rief mich der Fasser an und meinte, er sei fertig und würde mir den Anhänger zuschicken. Er meinte noch, er wäre schön geworden und seine Frau meine das auch. Habe nur gehofft, dass unsere Geschmäcker überein stimmen.

Tja, und gerade hat in der Kurierdienst gebracht und ich war zittrig wie vor einem ersten Date *g* Und ja, er ist schön geworden, ich bin so glücklich und zufrieden und habe ein sattes Grinsen im Gesicht und könnte die ganze Zeit rumhüpfen.

Also, zur Zeit läuft alles Bestens!!

Freitag war ich ja noch im Brustzentrum und habe zwar mit Wasser in den Augen in der Mammo-Maschine gehangen (das tat weh, heieieiei) aber Dok meinte, dass alles in Ordnung ist. Zysten punktiert (1 1/2 Spritzen voll - wird auch noch eingeschickt, aber er glaubt nicht, dass da was ist, sah nach typischen Zysten aus) und mit Delle in der Brust die Praxis verlassen. Meinte der Witzknochen noch, ich solle die nächsten Tage einen BH tragen. Haha, gibt es doch nicht in meiner Größe!!! Und ein BH mit viel Luft zwischen Brust und Stoff bringt auch nix, da kann ich gleich ohne gehen. Aber Samstag Morgen war dann das Zwicken in der Brust schon wieder weg und ich konnte aus vollen Zügen mein Wochenende genießen, Internet installieren, neue Roll-Liege kaufen und aufbauen (kurze Röcke sind zur Zeit nicht drin, meine Beine sind ein einziger blauer Fleck!!!) und einfach schön in der Gegend rumkruschteln.

Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der den Anhänger fotografiert, dann stelle ich ihn noch hier in’s Tagebuch.

Hach, ich bin so richtig uffjereschd!

Bin irgendwie etwas panisch

Freitag, 11 April 2008

In meinem Kopf streiten sich gerade zwei gegensätzliche Meinungen.

Soll ich jetzt gleich einen FA-Termin machen (muss mir ja auch einen neuen FA suchen), oder soll ich noch das Wochenende abwarten - vielleicht ist es Montag ja von alleine wieder weg.

Aber jetzt von Anfang an. Ich taste immer mal wieder (gut, jetzt nicht wirklich regelmäßig, aber alle zwei bis drei Monate sind es schon) meine Brust ab. Habe ich auch Anfang dieses Zyklus getan und mir ist nichts besonderes aufgefallen. Allerdings bin ich mir bei der ganzen Tasterei auch immer sehr unsicher, da man da ja schon viele Knubbelchen und Hügelchen ertastet. Aber bei meinen bisherigen Vorsorge-Untersuchungen war auch immer alles in Ordnung.

Heute Morgen habe ich beim eincremen einen eindeutigen, dicken Knubbel in der rechten Brust ertastet. Er macht nicht weh, aber er ist da und hart ist er auch.

Was soll ich denn jetzt machen? Wo finde ich einen guten FA hier in Frankfurt und wo bekomme ich als Neu-Patientin relativ schnell einen Termin? Und wenn ich heute noch die Pferde scheu mache und vielleicht sogar für nächste Woche einen Termin erbettele und dann ist der Knoten verschwunden, weil er eine Zyste war, was dann? Das wäre ja super peinlich.

Allerdings müsste ich, um einen Termin machen zu können, mal hier von meinem Platz verschwinden. Soooooo prickelnd ist das Thema ja nicht, dass alle Kollegen und auch die Banker die Beschaffenheit meiner Brust mitgeteilt bekommen müssten. Aber ich bin heute alleine, voraussichtlich bis heute mittag/nachmittag, da kann ich nicht von meinem Platz weg. Gerade eben habe ich es mal bei einer Praxis versucht, als um mich herum die Leute gerade im Druckraum oder in die Raucherpause verschwunden waren - besetzt. Super.

So ein Mist!

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Nachtrag: Kollegin kam rechtzeitig vor 12:00 Uhr und konnte mir ihren Arzt empfehlen - dort hatte jemand Montag abgesagt und ich habe jetzt den Termin. Is trotzdem alles sch…

Heute vor einem Jahr

Dienstag, 8 Januar 2008

Heute vor einem Jahr waren wir in Kiel zur Immunisierung. Kiel im Januar ist ja nun wirklich nicht der Brüller. Es war trüb, grau, bissig kalt aber ich empfand die ganze Reise als ziemlich lustig.

Sonntag sind wir mit dem Zug hoch gefahren und haben uns dann von einem Taxi in unser Hotel bringen lassen. Wäre auch viel zu weit zum Laufen gewesen, da das Hotel direkt am Wasser an der Kieler Förde lag. Danach haben wir erst einmal einen langen Spaziergang gemacht, um uns ordentlich die Beine vertreten zu können und den Kopf und Körper etwas durchlüften zu lassen. Die frische Luft hat uns sehr gut getan (6 Stunden Zugfahrt sind halt doch nicht ohne). Und irgendwie hat mich Kiel beeindruckt. Klar, die Innenstadt ist nicht schön, war sie doch im Krieg ziemlich zerstört. Aber die Gegend, die wir damals erkundet haben, die hat es mir angetan. So viele Villen und Gründerzeithäuser, dazu die graue, kalte Dämmerung und von innen erleuchtete Fenster - das sah soooo schön aus.

Wenn man von außen reinschaute, konnte man manchmal förmlich das schöne alte Parkett knarren hören. Manche hatten noch weihnachtliche Beleuchtung, Tannengrün in den Fenstern und irgendwie hatte man ein heimeliges Gefühl und wusste auch, dass die Kinder vielleicht jetzt in der Badewanne sitzen, das Essen köchelt vor sich hin und das Spielzeug von Weihnachten wurde auch schon ordentlich bespielt.

Ich musste oft an den Tag in Kiel zurückdenken, obwohl die Reise schon recht stressig war. Aber ich habe nur positive Gefühle daran.

Bis zur Rückfahrt meines Zuges hatte ich dann noch etwas Zeit und bin in Bahnhofsnähe bummeln gegangen (uaaaahh, ich und einkaufen! Ich muss es wirklich ausnutzen, wenn mich der Rappel überkommt *g* ) und habe tatsächlich ein hübsches Kostüm gefunden. Die Jacke habe ich oftmals an, aber den Rock noch nie. Bin nicht wirklich ein Rock-Typ. Aber heute, zur Feier des Tages habe ich ihn angezogen. Gefällt mir immer noch.

So habe ich wenigstens eine greifbare Erinnerung an diese Aktion, die Pünktchen auf meinem Arm sind nämlich längst verblasst.

Und schon wieder ein Jahr herum

Samstag, 22 Dezember 2007

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich eine kleine Bilanz gezogen.
http://www.wunschkinder.net/forum/read/1/2787778/2787778/rpage=#msg-2787778

Und nun ist es an der Zeit, neu Bilanz zu ziehen.

Tja, die drei Eisbärchen wollten nicht und auch meine kleinen Piraten im Sommer konnten nicht dazu überredet werden, bei mir zu bleiben.

Es kam noch einiges an Spritzen dazu, dafür ist mir mein Mann abhanden gekommen. Die Waagschale hat sich also ziemlich einseitig nach unten bewegt. Dafür musste ich mit Freuden feststellen, dass (vorher vielleicht etwas übersehen) in der anderen Waagschale Freunde sitzen. Freunde, die ich vorher nicht soooo wahrgenommen habe, da ich zu sehr mit dem Kinderwunsch und meinem Mann beschäftigt war. Aber diese Freunde sind mir unendlich kostbar und haben schon die Waagschalen wieder in einen ausgeglichenen Zustand gebracht.

Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, womit ich dieses Glück verdient habe. Ich bin nicht abgestürzt, sie waren und sind mein Netz und doppelter Boden. Es ist immer jemand da, der mich auffängt - oftmals ohne, dass ich darum bitten muss. Und ich nehme es dankend an, falsche Bescheidenheit ist hier fehl am Platz.

Ich stelle fest, dass es mir gut geht und ich mit einiger Zuversicht in das neue Jahr schaue. Ich habe einen Wunsch aufgeben müssen und es wird noch einige Zeit dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe nie ein Kind zu bekommen.

Und ich habe einen Kampf verloren, den Kampf mit meinem Mann. Ich habe zwar nie die letzten Jahre mit ihm bewusst als Kampf wahrgenommen, mein Körper aber schon (dass sich meine Haut schlagartig geheilt hat ist schon verrückt, aber meine Psychologin sagte: “Vielleicht fühlen Sie sich jetzt wieder wohl in Ihrer Haut.” )

Jetzt ist dafür wieder Platz für Träume. Ich habe wieder Lust darauf, Pläne zu schmieden und meiner Phantasie freien Lauf zu lassen - und die Zeit dafür habe ich auch. Ich freue mich auf mein Leben. 

Eine kurzweilige Woche

Samstag, 15 Dezember 2007

Tja, von meinen diversen Wohnungserlebnissen hatte ich ja schon geschrieben. Aber eigentlich fing der Sonntag ganz anders an.

Sonntag bin ich - weil Sternenkindergedenktag war - wieder auf den Friedhof, um meinem Sternchen eine Kerze zu bringen. Außerdem hatte meine Mutter einen Porzellanengel in mein Adventspäckchen gelegt mit einem kleinen Briefchen in dem stand, dass ich den kleinen Engel doch auf den Stern stellen solle in liebem Gedenken. Damals habe ich natürlich erst einmal eine Runde geheult. Ich hatte mich gefreut, war gerührt und unendlich traurig, alles zusammen.

Also bin ich Sonntag zu dem Grabmal gegangen, den Engel und die Kerze in der Tasche und biege um die Ecke … und es hat mich fast umgehauen. Wahrscheinlich die Friedhofsverwaltung oder wer auch immer hat auf jeden Stern ein Grablicht gestellt. Außerdem wiegten sich einige Luftballons im Wind, Windspiele waren dort und es hatten noch wohl mehr Eltern die Idee mit einem Engel. Auch Schokoladenweihnachtsmänner, Nikolaussocken und vieles mehr war dort. Aber dieses Lichtermeer an diesem trüben Dezembersonntag war wunderschön. Und traurig. Es waren zu viele Kerzen und hinter allen stehen Kinder, die nicht hier sein dürfen und deren Eltern, die sie vermissen.

Ansonsten hielt die Woche viel Arbeit, viele kranke Kollegen, daher noch mehr Arbeit, Abendsitzung (uaaaahh, was war ich müde nach nur 3 1/2 Stunden Schlaf am Donnerstag morgen), Weihnachtsmarktbesuch, Essenseinladung gestern, Verabredung mit Freunden heute Abend etc. 

Morgen hätte ich mir noch eine Wohnung anschauen können, aber als ich dort war um die Umgebung schon einmal in Augenschein zu nehmen, habe ich dankend abgewunken. Knappe drei Meter vom Schlafzimmer entfernt (Erdgeschoss) fährt die U-Bahn. Überirdisch. Im 5-Minutentakt. Also alle 2 1/2 Minuten! Also, den Termin kann ich mir sparen.

Dann habe ich noch Montag einen Termin für eine weitere Wohnung ausgemacht, mal schauen, was es dort für einen Haken gibt (irgendwie eine normale Wohnung ohne gravierende Macken scheint es nicht zu geben). Abends gehen wir dann von unserer Abteilung gemeinsam essen, eher privat, nicht von der Firma organisiert und das passt dann ganz gut mit der Wohnungsbesichtigung. Das liegt beides in der gleichen Ecke von Frankfurt.

Und, oh Wunder, ich habe schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Ich bin richtig stolz auf mich. Früher, während meiner Goldschmiedezeit habe ich immer schon alles im Oktober zusammen gehabt, da November und Dezember Großkampfmonate sind und man für gar nix mehr Zeit hat. Später, als ich in den Segen von stressfreieren Adventszeiten kam (im Büroleben wird es sogar etwas ruhiger in Richtung Weihnachten) habe ich angefangen zu schlampern und kam gegen Ende manchmal ordentlich in Stress.

Na gut, ich muss ja zugeben, dass ich es dieses Jahr wesentlich einfacher habe. Letztes Jahr noch habe ich ja so gut wie alle Geschenke besorgen und vor allem überlegen müssen. Nicht nur das, was ich anderen schenken will, sondern auch was meine Eltern von M. bekommen sollten, was meine Schwester von M. bekommen sollte, was meine Schwiegis von M. bekommen sollten, was ich von meinen Eltern bekommen sollte, was meine Eltern M. schenken sollten, was meine Schwester M. schenken sollte, was meine Schwiegis M. schenken sollten, was ich von meinen Eltern … und … und … und. Letztes Jahr war ich ordentlich platt.

Letztes Jahr habe ich jede Menge Plätzchen gebacken. Das habe ich mir geschenkt, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe mir richtig gute in einer Konditorei gekauft. Die waren saugut. Naja, wenn ich nicht auf Wohnungssuche wäre, hätte ich trotzdem gebacken, einfach weil ich den Duft usw. so gerne mag. Aber das mache ich nächstes Jahr wieder. Arbeitskollegen habe ich genug, die werde ich schon los *g*  (also ich meine die Plätzchen, nicht die Kollegen)

Und hier ein paar Bilder

Donnerstag, 8 November 2007

Erst einmal mein Geburtstagsregenbogen …

 regenbogen_01.JPG

… und das Sternenfeld mit unseren Kerzen …

sternenfeld_02.JPG

… und dann noch das Kindergrabmal

 kindergrabmal.JPG

Danke an Euch

Donnerstag, 11 Oktober 2007

Ach, Ihr Lieben,

ich muss mich jetzt einfach mal bedanken. Was mir hier an Zuspruch, Trost und Telefonnummern entgegengekommen ist, das ist Wahnsinn *ohnmacht*

Ich will versuchen, Euch allen zu schreiben, aber das kann seine Zeit dauern.

Ich fühle mich im Moment so sehr getragen, von Euch und von guten Freunden. Auch meine Familie hilft mir und seine Eltern haben super reagiert - ich bin nicht alleine. Das weiß ich und das spüre ich.

Ich drück Euch ganz dolle und werde mich sicher noch einige Zeit hier rumtreiben (so schnell werde Ihr mich nicht los *g* ).

Liebe Grüße, Annette

Ruhe vor dem Sturm?

Freitag, 5 Oktober 2007

Ich bin zur Zeit ganz ruhig. Das ist vielleicht die Ruhe vor dem Sturm. Aufstehen, Kaffee trinken, zur Arbeit fahren, arbeiten, Heimweg, einkaufen, etwas essen, … grübeln, irgendwann ins Bett gehen. Und am nächsten Tag das gleiche.

Ich überlege die ganze Zeit, ob ich morgen arbeiten gehen soll. Müsste ich zwar nicht, weil ich diese Woche schon Montag arbeiten war, aber so ein paar Überstunden und dann natürlich die Ablenkung bzw. der Zwang, sich zusammenzureißen, das ist schon sehr verlockend.

Für nächsten Montag habe ich einen Termin bei einer Psychologin ergattert und das war gar nicht so einfach. Aber ihre Stimme klang mir - als sie mich zurück rief - sympathisch. Hoffentlich verstehen wir uns und sie kann mir helfen. Ich merke ja schon, dass irgend etwas falsch ist - fühle nur noch Watte um mich herum.

Ob ich wegfahre oder nicht - ich weiß es immer noch nicht. Kann mich einfach nicht entscheiden.

Ich merke gerade, dass ich nur von mir spreche. Aber mehr geht auch nicht, ich höre ja nichts von ihm. Und alle Überlegungen was sein könnte, laufen ins Leere. Ich habe mir schon alle möglichen Horrorszenarien überlegt - schlimmer geht’s nicht. Aber damit komme ich nicht weiter, es fehlt einfach sein Teil, das was er mit sich herumträgt. Das, womit er kämpft.

Am schlimmsten sind die Anrufe von Freunden oder Bekannten, die irgendwas wissen wollen, eine Frage haben oder ob wir am Wochenende schon was vorhaben. Meine Eltern rufe ich fast jeden Abend an. Einfach um zu verhindern, dass sie mich anrufen und mich in einem Scheißmoment erwischen. Ich will ihnen nichts erzählen. Mein Vater ist schon sehr alt und gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe und wenn es einer seiner Töchter schlecht geht, verfällt er ins Grübeln - besonders jetzt im Herbst. Und meine Mutter war gerade für ein paar Tage in Rom - etwas, das sie sich schon ein Leben lang gewünscht hat und es war wohl eine wunderbare Reise. Sie sagt: Das Schönste, was sie je in ihrem Leben erlebt hat - das will ich ihr nicht verderben. Außerdem wohnen sie zu weit weg, um einfach mal bei mir vorbei kommen zu können.

Hier sehe ich es ganz deutlich: Über meine Eltern kann ich schreiben, sie sprechen ja auch mit mir.

Über meinen Mann kann ich auch viel schreiben aber eben nicht, was ihn aktuell bewegt. Er hat nicht mehr mit mir gesprochen und das tut weh.

Angst und Wut

Donnerstag, 4 Oktober 2007

Ich bin jetzt völlig durch den Wind. Seit Montag Abend, seit seiner letzten SMS hat er geschlagene 48 Stunden gebraucht, um sich wieder zu melden. Ich hatte eine Scheißangst um ihn. Als dann endlich der Briefumschlag auf dem Handy zu sehen war und ich von ihm gelesen habe, habe ich erst einmal geheult vor Erleichterung, dass er noch lebt. Und dann bin ich sauer geworden und bin es noch - und Angst habe ich auch noch. Er schreibt, er braucht noch Zeit und ist noch auf der “suche”. Aber ich kenne nicht einmal das Thema, das er in sich wälzt. Das heißt, wahrscheinlich kenne ich es schon, aber ich weiß nicht genau welches es ist. Aber ich habe für das Verhalten so langsam kein Verständnis mehr. So kann er nicht mit mir umgehen!

Wenn er sagt, dass er mit mir seinen besten Freund geheiratet hat, dann kann er auch mit mir als bestem Freund reden und das weiß er.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich am Wochenende (leider muss ich Samstag nicht arbeiten) wegfahren soll oder hier auf ihn warten soll, falls er sich doch herbequemt um zu reden bzw. um mir vielleicht irgendeine Entscheidung um die Ohren zu hauen. Weglaufen will ich nicht und ich schaue lieber allen Schrecken ins Auge als so in der Luft zu hängen. Aber wenn er nicht kommt, dann sitze ich hier nur rum und warte und denke und bin immer noch nicht schlauer als vorher.

Montag muss er sowieso verreisen. D.h., wenn er diesen Termin überhaupt wahrnimmt. Aber es könnte ja sein wie immer: Die berufliche Verpflichtung geht immer vor!