Beiträge der Kategorie 'Schwangerschaft'

Alles mögliche

Dienstag, 4 August 2009

Zur Zeit passiert nicht viel, aber es sind eine Menge Kleinigkeiten zu erledigen oder Verabredungen stehen an.

Gestern war der letzte Abend des GVKs und es waren sehr schöne sieben Wochen, eine nette Gruppe mit netten Hebammen. Eine davon ist dann auch meine Nachsorgehebamme und ich fühle mich einfach gut aufgehoben, das wird schön. Angst vor der Geburt hatte ich eh nicht, so weit habe ich ganz selten gedacht, aber jetzt nach dem Kurs ist sowieso kein Platz mehr für Ängste.

Diese Woche bin ich dafür jeden Abend verabredet. Ich habe zufällig eine Frau in meinem Alter kennen gelernt, die ein paar hundert Meter die Straße weiter wohnt, bei der gleichen Firma gearbeitet hat und auch ihr erstes Kind erwartet. Wir waren schon einmal frühstücken und Eis essen, mal schauen, was wir heute so anstellen. Morgen treffe ich mich mit einer guten Freundin auf ein Eis und Donnerstag mit einer anderen Freundin zum Abendessen. Freitag haben wir noch ein Seminar, an dem auch mein Nachfolger teilnehmen wird und danach wollen wir ebenfalls was futtern gehen. Wer sich also noch wundert, warum ich so viel zunehme: Anderen beim Essen zuschauen, das geht ja schon einmal gar nicht *g*.

15 kg sind es inzwischen, aber von der Optik her ist es noch ok. Nur meine armen Füße merken die Mehrbelastung. Also ich wäre nicht unglücklich, wenn ich das meiste (nicht alles, war vorher wirklich zu dünn) wieder verlieren würde, meine Haxn würden es mir danken *ja*.

Samstag ist die Geburtstagsparty von einer Freundin und Sonntag … öhm, hab ja noch gar nix vor. Ok, dann lege ich mal die Füße hoch.

Apropos Füße, vielleicht versuche ich es diese Woche mal sogar ohne die Schiene. Die Krücken habe ich schon letzte Woche weggelassen und obwohl der erste Tag schon arg unangenehm war, so hat es sich sehr schnell gebessert und ich laufe inzwischen ohne zu humpeln und auch wieder recht aufrecht.

Doof sind nur die Kompressionsstrümpfe. An die morgendliche Anzieherei habe ich mich fast schon gewöhnt, auch dass ich pro Bein 5 Minuten einplanen muss. Aber dass ich meine schönen Sandalen nicht anziehen kann, da ich da ja dann rumrutsche wie auf Glatteis, das nervt. Und mit der Schiene kann ich die Sandalen mit Riemchen nicht anziehen. Also ein Grund mehr, die Schiene so schnell wie möglich los zu werden.

Das Kinderzimmer ist inzwischen auch fast leer (das Klavier bleibt drinnen) und jetzt können die Möbel kommen. Und der Kinderwagen. Was dann noch fehlt, ist so ein bißchen Deko-Schnickschnack, aber das mache ich erst, wenn die Möbel stehen und ich ein Gesamtbild habe.

Ach ja, und hier noch ein Schmankerl, bei dem ich Tränen gelacht habe

http://www.youtube.com/watch?v=2-oMw3W5BZo

Gedanken und Gefühle – arges Durcheinander, sorry!

Mittwoch, 29 Juli 2009

Ok, etwas mehr habe ich mich inzwischen schon an meine Schwangerschaft gewöhnt – auch wenn ich sie oftmals vergesse, was ich mir im Kinderwuschzustand nie hätte vorstellen können. Aber der Bauch wächst so langsam und man gewöhnt sich schon Stück für Stück daran. Und manchmal wache ich morgens auf und erschrecke, wenn ich die Hände auf meinen Bauch lege und dann erinnere ich mich erst wieder.

Aber es ist ein großer Unterschied zu der ersten Schwangerschaft, obwohl sie ja jetzt auch für meine Umwelt deutlich zu sehen ist. Aber damals habe ich mich so unbedarft gefreut. Zwar mit jeder Menge Nervenzittern und Aufregung, aber gefreut. Und jetzt? Ich glaube schon, dass ich mich freue, durchaus. Aber ich kann trotzdem noch nicht glauben, dass wirklich ich so viel Glück haben sollte und am Ende ein gesundes Kind zur Welt bringe. Das kann doch nicht mir passieren? Das kann doch nur ein Irrtum sein. Soll ich das Kind zur Adoption freigeben? Es hat ja die besten Eltern verdient und nicht nur so eine alte, dickköpfige, nicht mehr ganz optimistische Mutter. Was ist, wenn mir was passieren sollte? Kann ich denn für das Kind ordentlich (vor-)sorgen?
Dass ich nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten gehen muss, passt mir ja gar nicht, aber sonst bekomme ich unser Leben nicht finanziert. Aber dass mein Kind vielleicht seine ersten Schritte nicht auf mich, sondern auf eine Erzieherin zu macht, allein bei dem Gedanken bricht mir das Herz.

Ach, ich will einfach das nächste Jahr genießen, rundum genießen und mir keine Gedanken um die Zukunft machen. Und genau das ist wiederum verantwortungslos, das darf ich nicht. Nicht, wenn es um (m)ein Kind geht. Oh, was ist das für ein Durcheinander!
Und wenn ich dann da sitze und endlich einmal zur Ruhe komme, dann kann ich meinen Bauch beobachten. Mein Kind gibt keinen Mucks von sich, wenn ich unterwegs bin, aber wenn ich dann Muße habe, dann spielt es mit mir. Oh, warum habe ich nicht mehr Zeit dafür? Jetzt sind schon fast 30 Wochen rum.
Ok, ich habe mal wieder Schiss vor morgen, vor der VU. Das wird es sein.

Alles wieder im Lot

Montag, 13 Juli 2009

Seit gestern bin ich wieder zu Hause – also hier zu Hause und nicht bei meinen Eltern zu Hause *g*

Mr. X hat sich dem einzigartigen Service der Deutschen Bahn anvertraut und ist mir zu Hilfe geeilt, um mich und mein Autolein von meinen Eltern abzuholen. Das war dann wenigstens auch eine passende Gelegenheit, dass sie sich alle kennen lernen. Das hatten wir zwar sowieso für demnächst einmal geplant, also war’s zwar etwas hektisch, aber nicht wirklich unvorhergesehen.

Man muss ja schon dazu sagen, dass meine Eltern damals M. in ihr Heim und Herz gelassen haben und sie sind auch sehr verletzt gewesen. Und so offen werden sie sicherlich nicht mit Mr. X umgehen, das ist klar. Es tut mir sehr leid für ihn, aber ich kann auch meine Eltern verstehen. Nichtsdestotrotz war es ein sehr harmonischer Samstag Abend und am Sonntag hat sich Mr. X dann hinter das Steuer meines Hustengutzis geklemmt und hat mich mitsamt meinem Gepäck wieder heile hierher gefahren.

Aber dem Fuß geht es jetzt auch schon wieder vieeeeeeeeeeel besser. Mittwoch, Donnerstag und Freitag waren eher bescheiden und ich hatte höllische Schmerzen. Aber seit Samstag geht es wieder recht gut und meine Phantasie, dass ich auf Krücken durch den Kreißsaal eiere um die Wehen zu veratmen, hat sich zum Glück schon wieder aufgelöst *ja*

Heute durfte ich auch mal wieder zu meinem vier-wöchentlichen Gyn-Termin und es ist alles in Butter.

Eisen bei 11,8 (wie habe ich denn das geschafft???), GMH bei über 5 cm, CTG und Herztöne bestens und Zwetschge kommt ganz nach der Mama – beim US immer die Hände vor dem Gesicht *rofl* (sagte ich schon einmal, dass ich es hasse, fotografiert zu werden?).

Jetzt will sie mich allerdings wieder in knappen drei Wochen sehen, irgendwie traut sie mir wohl nicht ganz (das letzte Mal war ich ja kurz vor der VU im Krankenhaus, jetzt mein Klumpfuß … ), aber mir soll’s recht sein. Dann bin ich ja auch schon in der 30. Woche und es gibt die dritte große VU. Wuahhh, wie die Zeit rennt. Aber dank dieses unsäglichen, französischen Asphalt-Lochs muss das Kinderzimmer halt noch etwas warten.

Auch im Zwetschgenland scheint nicht immer die Sonne

Mittwoch, 1 Juli 2009

Jaaaa, sooo rosig, wie Ihr Euch das alle vorstellt ist das hier auch nicht, in Zwetschgenhausen.
Naja gut, rosig schon, ich kann ja inzwischen die Augen aufmachen und sehe durchaus, dass um mich herum manchmal alles rosig ist – und manchmal so dunkel wie früher. Aber egal, hätte ja auch lila oder türkis sein können, aber Mama hat sich für rosig entschieden. Warum behauptet sie dann immer wieder, dass sie Rosa nicht mag??? Manchmal ist sie wirklich nicht ganz logisch.

Und so ganz auf der Höhe scheint sie mir im Moment auch nicht zu sein. Da geht sie doch her und erzählt jedem, dass ich Samba-Tänzer/in werde. Pfffft, wie kommt sie denn darauf? Obwohl, die Musik ist schon fetzig, aber ich und tanzen? Nie und Nimmer, bin doch ganz das Kind meiner Mama, die tanzt auch nur, wenn keiner zusieht *ja*.

Aber es ist doch eindeutig, dass ich hier in Zwetschgenhausen nicht tanze. Ich ARBEITE! Und zwar hart. Jeder möchte sich doch mal verändern, das weiß ich ganz genau. Und ich dachte mir, dass ich jetzt mal eine Zeit lang nicht im Quer- sondern im Hochformat leben will. Das hieß Umbaumaßnahmen. Hab ich alles ganz alleine gemacht – Innenarchitekt und Handwerker in einem bin ich. Und ich sage Euch, das war kein Zuckerschlecken, ich war schnitzelfertig. Aber dafür ist meine Hütte toll geworden, also dass ich nicht früher auf die Idee mit der Vertikalen gekommen bin.

Ich kann mich jetzt richtig von oben nach unten strecken und wenn ich mal so ein bißchen auf-und-nieder spiele, muss die Mama immer ganz schnell rennen. Das ist witzig. Mache ich manchmal ein paar mal hintereinander *g*. Aber es ist voll klasse, da es direkt unter mir so ein bißchen gluckert und super elastisch ist. Nur die Mama schimpft dann immer und sagt, dass sie nicht mehr so viel trinken will. Aber wenn sie nicht genug trinkt, kann ich nicht so toll mit ihr spielen, da muss sie schon durch.

Aber das heißt eben noch lange nicht, dass ich ihr in meinem Berufswunsch entgegen komme. Sambatänzer – tststs – ist doch eine brotlose Kunst, dass sie das nicht weiß? Aber ich lasse mir nicht dreinreden – ich werde nicht nur Innenarchitekt, ich bin es schon, ätsch.

Ein Termin ist schon geschafft

Montag, 15 Juni 2009

Sodele, heute war ich zum all-vier-wöchentlichen Gyn-Termin und es war – bis auf die Tatsache, dass ich das erste Mal am CTG hing – total normal und so richtig hübsch langweilig.

Aber zuallererst musste ich ja nüchtern antanzen, was mir schon extrem schwer fiel, und bekam als erstes in den Finger gestupft (Nüchternwert bei 83%). Und dann, ich Ärmste aller armen Wesen (bitte um eine Runde Mitleid), musste ich diese 300 ml von diesem super-ekligen Sirup-Zeug runterwürgen. Bääääääääääääääähhhhhh, war das fies.

Danach hieß es eine Stunde warten und währenddessen kam ich das erste Mal in meinem Leben an das CTG. War aber auch völlig unspektakulär, keinerlei Ausschläge. Achja, Eisenwert wurde auch gemessen, der sinkt langsam aber stetig und ist jetzt bei 11,6. Naja, vielleicht bekomme ich den auch noch in den Griff. Aber Blutdruck und Herz waren ok, also betrachte ich die Geschichte von Pfingsten als einmaligen Ausrutscher.

Nach einer Stunde wurde noch einmal in den Finger gepiekst (irgendwie ist das viel unangenehmer als Blutabnehmen – komisch) und dieser Wert lag bei 140. Wohl im grünen Bereich. Dann gings zur Untersuchung und GMH ist auch noch optimal, Brust wurde noch einmal abgetastet und beim Krebsabstrich letzten Monat war auch alles ok.

Dann hatte ich ja letzte Woche bei meiner Hausärztin noch einmal Blut abenehmen lassen, um Kalium und Schilddrüse zu kontrollieren, aber hier auch alles ok (TSH bei 1,91, FT3 bei 2,4 und FT4 bei 1,25). Juhu, es kommen keine neuen Termine dazu, fein das.

Und zum Abschluss habe ich von einer Freundin noch das Schmankerl des Tages serviert bekommen *lol*

Ein junges Paar erschien im Krankenhaus, da die Geburt des ersten Kindes
unmittelbar bevorstand.

Der Gynäkologe hatte einige Zeit als Arzt in Afrika verbracht und dort von
einem Medizinmann eine Beschwörungstechnik erlernt, bei welcher ein Teil der
Wehenschmerzen auf den Vater übertragen werden konnte. Das Paar war
einverstanden, es auszuprobieren. Daraufhin übertrug der Arzt etwa 20
Prozent der Schmerzen auf den Vater. Der Ehemann ertrug es ohne Probleme.
Der Arzt prüfte den Blutdruck des Mannes und war erstaunt, wie gut es ihm
ging.

Daraufhin beschlossen sie, auf 50 Prozent zu gehen.
Der Ehemann fühlte sich immer noch recht gut.
Da es seiner Frau beträchtlich zu helfen schien, ermutigte er den Arzt, alle
Schmerzen auf ihn zu übertragen.

Die Frau brachte ein gesundes Baby ohne Schmerzen zur Welt.
Sie und ihr Mann waren begeistert.

Als sie nach Hause kamen, lag der Briefträger tot auf der Veranda…

Fehlbildungsultraschall …

Freitag, 5 Juni 2009

… ist eine aufregende und langwierige Sache. Aber schööööööööööööööööööööööööööööööön!

Also vorneweg: Es ist alles in Ordnung, ein völlig normales, unauffälliges Kind. Gut so. Brauche nix anderes. Es ist ja eh ein Wunder, dass es überhaupt existiert, das reicht an Besonderheit.

Aber jetzt von vorne: Wir sind rechtzeitig in der Klinik aufgeschlagen, habe sogar auf Anhieb den richtigen Eingang und die richtige Anmeldung gefunden (ist alles etwas groß dort) und die Zeit reichte noch, noch einmal auf’s WC zu verschwinden (zum einen trinke ich ja schon immer recht viel, zum anderen wird halt jetzt auch der Platz enger rund um die Blase).

Dann kam ein Junior-Doc und hat ausführlich 40 Minuten lang geschallt. Er war echt süß, manchmal hat er daran gedacht zu sagen, was er gerade anschaut, manchmal hat er’s vergessen, aber ich habe halt immer blöd gefragt. Meine Mutter hat fasziniert auf den großen Bildschirm in der Ecke gestarrt und manchmal stand auch der Mund offen *g*

Wie gesagt, es ist alles dran, alle Finger konnte er zählen, alle Zehen, Knochen sind da, die Wirbelsäule, alle Messungen und Größen sind ok, ca. 466 g wiegt das Wutzerle schon, Gehirn, Herzkammern … einfach alles ok, ich kann gar nicht mehr aufzählen, was er alle geschaut hat.

Dann durften wir wieder in’s Wartezimmer und danach hat die Oberärztin (auch sehr nett) noch einmal speziell nach dem Herzen etc. geschaut und dem jungen Doc noch ein paar Wissensfragen gestellt. Also alle waren sehr zufrieden und ich erst recht.

Süß war, dass ich manchmal einen Stupser von innen gefühlt habe und er dann aber erst eine halbe Sekunde später auf dem Bildschirm zu sehen war *love1*. Einfach herzallerliebst.

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Nachtrag:

Es ist eine sehr verschämte Zwetschge, wollte sich einfach nicht zwischen die Beinchen schauen lassen *rofl*. Aber wir haben schon einen schönen Jungennamen und einen ebenso schönen Mädchennamen, das passt *ja*

Ich freu mich …

Mittwoch, 3 Juni 2009

… meine Mama kommt und darf am Freitag sogar mit zum großen Ultraschall in der Klinik. Hach, dat wird schön. Mr. X kann nämlich leider nicht mit, was wiederum doof ist.

Außerdem haben wir gestern den Kinderwagen bestellt. In Rot. Punkt. Aus. Kein farbiger Firlefanz. Und er passt sogar in den Kofferraum von meinem Auto. Aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass so ein Kofferraum dann richtig voll ist. Da passt nix mehr dazwischen, aber egal, habe ja noch die Rückbank zum Transportieren der notwendigen Kleinigkeiten für mich und des großen Gepäcks für Zwetschge *g*.

Hoffentlich regnet es jetzt nicht die Tage, das wäre schade. Und gegen das kühlere Wetter kann man sich ja warm anziehen. Obwohl das auch doof ist, da meine Cheffeuse gestern meinte, ich solle meinen (noch kaum vorhandenen) Bauch nicht kaschieren, sondern betonen, dann würden die Kunden vielleicht etwas höflicher mit mir umgehen. Daraufhin meinte ich “Wovon träumst Du Nachts???”. Unsere Kunden würden es wahrscheinlich nicht einmal bemerken, wenn ich vor ihnen in den Wehen läge und eine Hebamme um mich rumturnen würde. Sie würden sich höchstens beschweren, dass sie bei so einem Krach nicht in Ruhe telefonieren könnten *lol*

Was war das denn???

Sonntag, 31 Mai 2009

Gestern sollte eigentlich der Auftagkt zu einem gemütlichen und erholsamen langen Wochenende werden. Ich hatte mir ein paar Kleinigkeiten vorgenommen, ein schönes Buch liegt schon bereit für’s Extrem-Couching, auch ein Eisbecher, ein Feuerwerk und das Anhören des großen Stadtgeläutes (findet nur vier mal im Jahr statt und ich war ausgerechnet immer an den Terminen nicht im Lande) standen auf dem Programm.

Sollte eigentlich.

Aber erst einmal fing der Samstag gut an, mit Ausschlafen, gemütlich fertig machen und frühzeitigem Aufbruch in’s Städtchen – wollte nämlich wieder zu Hause sein, wenn es dann voll wird. Also erst einmal auf den Markt und Spargel, Erdbeeren, Aprikosen etc. gekauft. Dann in Richtung H&M, wollte eine Umstandshose kaufen in schwarz.

Und ganz plötzlich überfällt mich ein Herzrasen, das war nicht mehr feierlich. Nagut, warte ich fünf Minuten, das wird wieder, woher soll sowas denn auch kommen? Neee, wurde nicht wieder. Nach weiteren 5 Minuten bin ich in eine Apotheke und habe mir Blutdruck messen lassen. Der war – wie immer – niedrig ok, aber der Puls lag bei 180 (Jetzt weiß ich, woher der Ausdruck “War auf 180″ kommt *ja* ).

Die Apothekerin war super lieb, hat mir Wasser und Traubenzucker gebracht und nach weiteren 10 Minuten nochmal gemessen. Puls auf 182, Blutdruck immer noch bei 100:60. Doof. Ich saß aber auch auf dem Stühlchen und es hat mich geschüttelt wie ein Auto mit einem schlecht eingestellten Motor – da war eine richtige Unwucht in mir drin und so langsam habe ich auch etwas Angst bekommen. Da hatte ich das nämlich schon fast 30 Minuten. Aber die schlaue Apothekerfrau hat sich meinen Mutterpass geschnappt und versucht, meine Ärztin und meine Hebamme anzurufen. Die konnten aber auch auf die Entfernung nix sagen und so hat sie den Notarzt angerufen.

Der kam auch innerhalb von weiteren 10 Minuten (ich saß da auf meinem Stühlchen mitten in der riesigen, inzwischen auch sehr vollen Apotheke, die Stadt hatte sich auch inzwischen extrem gefüllt) und wurde dort neugierig beäugt und vom Notarzt – ein wirklich schnuckeliges Kerlchen mit einem super leiben Sanitäter-Fahrer – untersucht. Entscheidung: Ab in’s Krankenhaus.

Also durfte ich mitten in der vollbesetzten Fußgängerzone durch die Gaffer laufen und in den Krankenwagen einsteigen, ein Ordnungshüter kam und hat geholfen die Menge zu teilen, damit der Krankenwagen wenigstens wenden konnte und dann ging’s los. Aber zum Glück nicht mit Blaulicht und Martinshorn. War mir eh schon peinlich genug.

Puls raste weiter munter vor sich hin, der Rest blieb normal. Im Krankenhaus ging dann auch alles sehr schnell mit EKG, Zugang legen, Blut abnehmen, Untersuchung vom Doc. Naja, außer festzustellen, dass der Puls raste und ich mich mitsamt Zwetschge (wat war ich froh!!!) in einem ausgezeichneten Allgemeinzustand mit völlig unauffälligen sonstigen Funktionen (ein riesenlanger Arztbrief) befinde, war da nix. Nur etwas niedriger Kaliumspiegel, deshalb wurde ich an einen Tropf gehängt. Das Pulsrasen hörte dann inzwischen auf und es war schlicht und einfach langweilig, der Kalium-Lösung beim Tropfen zuzuschauen.

Am späten Nachmittag durfte ich dann aber zum Glück wieder heim und außer einem blauen Fleck am Arm vom Zugang und etwas Schmerzen in der Brust (ein bissl wie Muskelkater, kein Wunder bei der Herzanstrengung) gehts mir wieder gut.

Aber ich denke, das war die Quittung für den Stress der letzten Tage und Wochen, ich werde jetzt wirklich kürzer treten. Auf so eine Aktion habe ich keinen Bock mehr.

Bussi-Gesellschaft

Freitag, 29 Mai 2009

Was ist das denn???

Ihhhhhhhhhhhhr, eben. Ihr seid nämlich eine ganze Gesellschaft von lieben Menschen und bekommt von mir dafür ein *bussi*, wenn ich Euch nicht hätte *ja*

Heute geht’s mir schon wieder viel besser, die Sonne hat heute glitzernd den Fluss belichtet, die Bäume haben mit ihren Blättern zum Himmel gewunken und ich habe mich einfach am Ausblick gefreut. Im Nachhinein muss ich ja sagen, dass es ein Segen war, dass ich letztes Jahr diese 3-Zimmer-Wohnung genommen habe und nicht eine 2-Zimmer-Wohnung, so habe ich jetzt ein richtig schönes Kinderzimmer. Ok, dafür keine Werkstatt mehr, aber zum arbeiten kann ich auch immer zu einer Freundin gehen und zu zweit oder mehreren macht es eh mehr Spaß.

Ach, ich freue mich auf das Wochenende, da wird wieder der Drahtesel aus dem Keller geholt und raus damit. Ein bissl einkaufen muss ich auch noch. Habe inzwischen festgestellt, dass sogar ich – ich wiederhole: Ich, die Frau mit den zwei verschämten Mückenstichen auf dem Brustkorb – inzwischen einen BH brauche *rofl*. Hach, wat herrlich, aber wo soll das denn noch hinführen???

Egal, die Hauptsache ist, dass jetzt erst einmal drei freie Tage sind und dann dauert es nicht mehr lange bis zu meinem Termin in der Uni-Klinik. Eine Freundin hat schon gesagt, ich solle mal eine CD und DVD mitnehmen, manche lassen nämlich die Untersuchung mitlaufen und man könne sich die ganze Geschichte dann brennen lassen. Das wäre was, das könnte ich dann sogar zu meinen Eltern nach Hause schicken.

Apropos Eltern: Meine Mutter ist von ihrem Handy hellauf begeistert und SMSt wie ein Weltmeister. Macht vielleicht sogar schon Angela Merkel Konkurrenz *g*. Noch vor einem Jahr ist sie mit einem brummenden oder piepend-fiependen Handy am weit ausgestreckten Arm zu demjenigen gelaufen, dem das Teil gehörte um es aus-/ab-/umstellen zu lassen. Hätte ihr ja in der Hand explodieren können. Und nun? Genau das Gegenteil, sie hat einen Riesenspaß – und wir auch.
Mein Papa hat auch Spaß, jetzt kann er endlich wieder draußen schwimmen gehen. Er muss nur jedesmal eine Erfolgsmeldung geben, wenn er zurückkommt, nachdem er ja letztes Jahr um diese Zeit vor lauter Schwimmfreude die Treppe runtergefallen war.

20+0, zwei Viertel, Halbzeit …

Montag, 25 Mai 2009

… oder auch: Die Hälfte ist geschafft.

Anfang Februar habe ich mir nur gewünscht, dass man mir auf den Kopf hauen möge, ich hatte so eine abartige Angst vor den kritischen zwölf Wochen.

Und von Untersuchung zu Untersuchung wurde es besser. Klar, kurz vor dem nächsten Termin drehe ich immer mal mehr oder weniger dezent am Rad, aber jetzt werde ich mich trauen und das Babyzimmer und den Kinderwagen bestellen. Bis jetzt hatte ich davor noch etwas Scheu.

So, das wären dann erst einmal die großen Dinge, die Kleinigkeiten (Badewanne oder Eimer, Spucktücher etc), das kommt dann nach und nach, das ist ja keine Riesenaktion mehr.

Samstag hatte ich auch einen richtig guten “Lauuf”. Ich habe tatsächlich Umstandsklamotten gefunden, die nicht mit Blümchen übersät waren und nicht ihre Volants im Wind flattern ließen sondern schlicht und einfach gut aussehen, so traue ich mich unter die Leute *ja* – bin nicht wirklich ein Blumenkind.

Jetzt werden noch ein/zwei unangenehme Wochen kommen, die alten Hosen passen fast nicht mehr, die Umstandshosen sind noch zu groß. Mal schauen, aber ich werde es irgendwie schaffen, nicht nackig zur Arbeit gehen zu müssen *lol*.

Dafür fangen jetzt die Schwangerschaftszipperlein an – der Ischias muckt. Also mache ich jetzt Gymnastik und war gestern ausführlich (bei dem schönen Wetter) Fahrradfahren. Jetzt macht der Ischias nicht mehr weh sondern mein Allerwertester und Muskelkater habe ich auch *rotwerd* – war halt schon viel zu lange faul.