Archiv für Oktober, 2009

Danke schön, …

Freitag, 23 Oktober 2009

… danke schön und noch einmal danke schön für die vielen lieben Glückwünsche von Euch allen, wir sind alle sehr gerührt (Mr. X, David, meine Familie und ich).

Ich weiß nicht, ob ich ohne Euch weltbesten Mädels vom Forum jetzt hier stünde mit einem wunderbaren Menschlein auf dem Arm, danke *verneig*.

Besonderen Dank auch an die liebe Catblue, die es trotz Forumsausfall geschafft hat, die Nachricht von der Geburt zu verbreiten, das hast Du super gemacht, meine Liebe – dickes *bussi* und auch danke für den Besuch in der Klinik, es war sehr schön *knuddel*.

Auch an iri einen besonderen Dank für das schöne Mey-Lied, es hat mich zu Tränen gerührt und Mr. X auch. Und einfach an alle, ich möchte Euch alle ganz fest umarmen *drueck*.

Die letzten Tage waren sehr schön und auch aufregend, dabei aber schon irgendwie selbstverständlich. Meine Mutter war hier und hat mich etwas unterstützt, einen erbitterten Kampf mit meiner Waschmaschine ausgefochten (Endstand: Unentschieden), dafür hat sie erstaunlicherweise Freundschaft mit meinem Trockner geschlossen.

Der erste Ausgang mit dem Kinderwagen fand schon statt, ebenso wie das erste Mal mit dem Tragetuch unterwegs sein, die erste Autofahrt habe ich noch nicht in Angriff genommen, aber dafür den Kleinen meinen Kollegen im Büro schon vorgestellt. Die Hebamme war auch jeden Tag da, Fäden sind gezogen worden und alles verheilt bestens.

Jetzt wartet noch der doofe Papierkram, aber den nehme ich jetzt am Wochenende in Angriff und hoffe auf moralische Unterstützung von Mr. X.

Unsere Tage sind also schön ausgefüllt, aber nicht hektisch. Nur ab und zu merke ich abends, dass ich etwas zu viel gemacht habe und dann nehme ich mir jeden Abend vor, am nächsten Tag es langsamer angehen zu lassen. Mal schauen, ob ich es heute schaffe *g*.

Ich schicke Euch auf alle Fälle eine dicke, fette Portion Sonne in’s Herz an diesem trüben Herbsttag *sonne*

David Benno – das Zwetschgenkind ist da

Montag, 19 Oktober 2009

So, nachdem ich Montag Nachmittag noch einmal kurz zwischengepiept hatte (ich war ja vormittags in der Klinik und alles war unverändert), hat sich ja das Forum verabschiedet – also habe ich nicht viel verpasst, gelle *g* ?

Der Montag Abend war ein sehr schöner Abend, Mr. X kam mal wieder vorbei und ich habe mich genüsslich in eine Badewanne verkrümelt (traute ich mich nicht, wenn ich alleine war), während er gekocht hat. Feine Verwöhnsache *ja*. Für den nächsten Tag hatte ich auch noch einiges auf dem Programm und Wolle zum Stricken für die elendige Wartezeit hatte ich mir am Vormittag auch noch gekauft.

In der Frühe gegen 05:00 war ich mal wieder wegen des ekligen Sodbrennens wach und merkte plötzlich ein zartes “Zschplobb” in der linken unteren Leistengegend. Kurze Zeit später lag ich im Wasser – ok, das war also ein Blasensprung. Muss man auch mal mitnehmen in seinem Leben. Da das Kleine immer noch nicht tief im Becken saß, habe ich Licht gemacht, Mr. X sanft an der Schulter gerüttelt und ihn um das Telefon gebeten. “Hmmmpfwsnlooooos?” “Blasensprung, mein Hase, ich will einen Krankenwagen rufen.” “Ahhhh.” … warten … “Häääääääääääh?” So schnell habe ich noch nie einen Mann aus meinem Bett hüpfen sehen *lol*. Ok, der Krankenwagen wurde gerufen, mehrfach das mit dem Liegendtransport erklärt und die Info empfangen, dass sie in 15 Minuten bei mir seien. Waren sie auch, wirklich pünktlich die Herren während ich noch schön gemütlich und inzwischen auch mit Socken versorgt in meinem (leider angefeuchteten) Bett verbracht habe.

Die Männer kamen in die Wohnung rein, mit Scheinwerfern in der Hand (wieso eigentlich?) und stellten fest, dass sie mich mit der Trage nicht durch’s Treppenhaus brächten. Um mich zu transportieren bräuchten sie einen ganzen Zug der Feuerwehr. Neeeeeee, also wirklich! Peinlicher geht’s ja wohl wirklich nicht. Nach einigem hin und her haben wir uns auf einen Versuch mit dem Tragesack geeinigt, Mr. X musste mit ran. Und so wurde ich wie ein Wal (mein Bauch schaute ja raus) in so einer Plastikplane durch das Treppenhaus gehievt und draußen in den Krankenwagen verladen. Da er mit voller Festbeleuchtung da stand, haben die Nachbarn interessiert das Geschehen betrachtet *rotwerd*. Aber das störte mich schon nicht mehr wirklich, die Wehen hatten nämlich eingesetzt.

Auf der Fahrt in die Klinik wurden sie immer stärker und die Abstände wurden auch immer kürzer, von 10 auf 8 auf 7 und 6 Minuten und das innerhalb einer halben Stunde. Wehend wurde ich in den Kreißsaal geliefert und gleich an’s CTG angeschlossen und da waren schon wirklich heftige Wehen dabei, der Muttermund allerdings noch nicht stark betroffen. Inzwischen war es 06:00 und ich bekam eine frisch ausgeruhte, wirklich supernette Hebamme zugewiesen, die mit mir dann die Wehen veratmete und mir einiges erklärte. Außerdem telefonierte sie mehrfach mit Mr. X (er wollte ja nicht bei der Geburt dabei sein) und mit den verschiedenen Ärzten. Fazit: Beide Ärzte, die BEL-Spontangeburten beherrschen waren auf einem Kongress und in der Kürze der Zeit nicht zurückzubeordern. Um 08:00 fiel dann in der gemeinschaftlichen Besprechung die Entscheidung, dass eben doch ein Kaiserschnitt gemacht werden müsse. Ok, ich hatte mir die Geburt ganz bewusst nicht vorgestellt, damit ich später nicht enttäuscht wäre und das war auch gut so.

Daraufhin hat meine Hebamme noch einmal mit Mr. X telefoniert und ihn über den Kaiserschnitt informiert. Und auch, dass er verschiedene Optionen hätte, ob er doch nicht kommen wolle. Und, oh Wunder, er kam. Die Möglichkeit, am Wärmebettchen des Kindes zu warten hat er gerne für sich angenommen und ich habe mich (wenn auch nur zwischen den Wehen) sehr darüber gefreut. Den Vorschlag, einen Wehenhemmer zu bekommen habe ich mit Freuden angenommen. Leider hatte ich trotzdem noch Wehen, nur nicht ganz so häufig. Ein bißchen mussten wir noch warten, da noch ein Notkaiserschnitt dazwischenkam und dann wurde mir zur Vorbereitung der Wehenhemmer abgenommen. Sch…. nein, die Wehen kamen zurück, schon alle 2 Minuten mit einer Heftigkeit, die mir sämtliche Sinne ausgeschaltet haben. Aber Mr. X links von mir und die Hebamme rechts an meinem schweißnassen Händchen habe alle mit mir durchgestanden.

Dann ging es in den OP (in der Zwischenzeit hatte ich auch mit dem Anästhesisten gesprochen und mit zittriger Hand meine Unterschrift drunter gesetzt) und wurde vorbereitet. Was ich noch in Erinnerung habe ist, dass alle so lustig, fröhlich und nett waren. Jeder hat sich mit Namen vorgestellt, erklärt was er macht und bei Bedarf (ich konnte mir nix mehr merken) das gleiche noch einmal erklärt. Und die Stimmung war so positiv, dass Mr. X auf meine Aufforderung, er müsse jetzt gehen, es ginge gleich los nur gemeint hat “Ich bleibe da”.

Und dann ging alles sehr schnell, die Spinalanästhesie wurde gesetzt (ein Pieks, ansonsten wirklich nicht schlimm), ich durfte mich entspannt auf den Tisch zurücklegen und habe die ziemlich schnelle Schmerzlosigkeit genossen. Dann wurde das Tuch aufgespannt, der Doc meinte, er würde anfangen und er hatte kaum fertig gesprochen …

… dass mein kleiner David Benno schon im Mutterleib geschrieen habe, ist ein Gerücht, aber kaum war der Kopf um Milisekunden draußen, drangen schon die schönsten Laute meines Lebens an mein Ohr und während er geholt wurde, hat er mein Herz mitgenommen und hält es jetzt auf immer in seinen Händen.

Der Augenblick ist unbeschreiblich.

Er wurde uns gleich gezeigt und ich durfte ihn anfassen und berühren, bis er dann zum Kinderarzt kam. Relativ schnell bekam ich Bescheid, dass er wunderbar in Ordnung sei, 10 von 10 Punkten beim Apgar-Test habe und sie ihn mir so schnell wie möglich wieder bringen würden. Die Zeit des Zunähens ging bei mir mit Heulen rum und ziemlich schnell war ich wieder im Kreißsaal, als Mr. X mit nackichtem Oberkörper und unserem Sohn an der Brust zu uns kam und ihn mir an die Brust legte. Wir konnten ausführlich miteinander schmusen und kuscheln, während die Hebamme mich versorgte, bevor wir nach einigen Stunden dann auf Station gebracht wurden. Das Anlegen klappte auch sofort und auch sämtliche Untersuchungen zeigen das Bild eines völlig normalen, gesunden Kindes.

Hier die Daten: 51 cm groß, 3330 g schwer, KU 37 cm (der Dickschädel) und am 13.10. um 10:25 zur Welt gekommen.

Es wurde am dritten Tag auch noch eine Hüftsonographie gemacht, da BEL-Kinder wohl häufiger mit Hüftdysplasie zu tun haben, aber auch hier sind die Hüften voll ausgereift und so, wie sie sein sollen. Der kleine Mann hat einfach alles perfekt gemacht.

Achja, der Grund, warum er zwei Tage über Termin gegangen ist, ist auch schon gefunden: Dienstag, den 13.10. fing die Buchmesse an und was ein Buch werden will … *lol*

Empörend finde ich nur, dass er mit seiner Frisur eindeutig auf das fortgeschrittene Alter seiner Mutter hinweist. Ich sach nur: Vokuhila *rofl*

So, das wäre jetzt erst einmal alles, was mir so einfällt, es folgen aber sicherlich noch tausende von Details. Wer es bis hierhin geschafft hat: Alle Achtung *verneig* und hier noch ein Foto von vor 5 Minuten.

David-Benno-klein

Kurzer Piep …

Montag, 12 Oktober 2009

… alles in Ordnung, gehe jetzt nur gleich einen Kaffee trinken und melde mich morgen ausführlicher.

Sonntag Morgen

Sonntag, 11 Oktober 2009

Es ist Sonntag Morgen, der errechnete ET und es tut sich nichts. Heute Nacht hatte ich eine (EINE, wirklich nur EINE) Wehe und dann wieder … nichts.

Dabei bin ich gestern noch mit einer Freundin in ein Einkaufscenter gefahren, um zu shoppen – haha, wir beide und shoppen, das passt eigentlich gar nicht! Und so kam es, wie es immer kommt: Wir sind mit jeder Menge Bücher nach Hause gegangen *lol*

Also kann sich das Zwetschgenkind noch Zeit lassen, bis ich alle Bücher ausgelesen habe *ja*, da meine Eltern auch schon ein paar Bücher für’s Wochenbett gebunkert haben, die sie mir dann mitbringen werden.

Heute scheint ja das Wetter wieder besser zu sein, da steht dann ein Spaziergang in der freien Wildbahn an. Irgendwann muss diese Lauferei doch mal was bringen? Aber jetzt frühstücke ich erst einmal in aller Ausführlichkeit, nur so für den Fall der Fälle, dass es wirklich irgendwann losgehen sollte, dann brauche ich doch alle Kalorien der Welt (und das praktiziere ich schon seit Tagen *g* ).

Naja, und allzu lange darf ich mich ja nicht von meinem Telefon entfernen, sonst werden die Leute nervös, wenn ich nicht drangehe *rofl*

Nachklapp MRT

Samstag, 10 Oktober 2009

So, diesmal gibt es ein Bauchbild der anderen Art. Endlich habe ich es geschafft, das MRT-Bildchen einzuscannen (ist leider arg dunkel, aber trotzdem interessant).

Also: Links oben sieht man ganz dunkel den Kopf des Kindes, dann die Armansätze (ist ja quasi durchgeschnitten), dann den Bauch und unten auch die Beinansätze. Diese Aufnahme ist liegend gemacht, deshalb sind mein Rücken und Popo so platt, aber die “knickerige Wirbelsäule ist sehr hübsch zu sehen.

So, und da soll es nun raus. Bald mal. Es gibt nämlich keinerlei Veränderungen seit gestern, alles ruhig – seufz.

Annette-MRT_klein

Gestern …

Freitag, 9 Oktober 2009

… war ich bei meiner Hebamme zur wöchentlichen Akupunktur und – da meine FÄ nicht da ist – zum CTG. Und oh Wunder, ich hatte sogar Wehen zu verzeichnen. Allerdings habe ich die nicht so registriert, ich dachte immer, dass sich das Zwetschgenkind streckt. Aber nö, das sind Wehen. Aha. Aber sie hat mir noch freudig strahlend versichert, dass man dann die richtigen Wehen schon noch richtig spüren würde *g*.

Naja, sie sieht jetzt keinen Grund, warum es nicht bald kommen sollte, aber ebenso keinen Grund, warum es jetzt bald kommen sollte. Es ist einfach alles in Ordnung und das ist die Hauptsache.

Dann werde ich heute mit einer Freundin mal einen ausführlichen Spaziergang planen, gestern habe ich nochmal gewaschen und vielleicht gehe ich heute Abend in’s Kino. Dann sehen wir weiter.

Pfffffft, ich bin so langsam wirklich kribbelig, wahrscheinlich lässt es mich deshalb extra warten *ja*

Nix neues …

Donnerstag, 8 Oktober 2009

… gibt es von mir zu berichten.
Heute geht’s wieder zur Akupunktur bei meiner Hebamme und da meine FÄ in Urlaub ist, macht sie gleich auch noch CTG. Hm, hoffentlich tut sich bald mal was. Mir geht es zwar noch gut (bis auf die eine Nacht, in der mal wieder der Magen zum Hals rausgestülpt wurde), aber so langsam werde ich neugierig und kribbelig. Schön wäre natürlich, wenn es morgen losginge, da bin ich nämlich nicht alleine und müsste kein Taxi rufen, sondern könnte mich schön in die Klinik chauffieren lassen. Klingt luxuriös.

Also, liebes Zwetschgenkind, dieser Freitag ist ein guter Tag, um sich auf den Weg zu machen, ok? Ich will Dich doch bald einmal kennen lernen und meine Familie und Freunde sitzen auch schon wie auf glühenden Kohlen *g*

Phantasie?

Samstag, 3 Oktober 2009

Mir ist ja schon seit einigen Jährchen bekannt, dass ich eine blühende Phantasie habe. Und dazu immer gleich auch noch Kino im Kopf, das ist unvermeidbar.

Und so kam es, dass Anfang dieser Woche ich mal wieder mit der wunderbaren Aufgabe, meine Kompressionsstrümpfe über meine Beinchen zu ziehen beschäftigt war. Ist ja immer eine arge Quälerei und so langsam kommt mir auch der Bauch in die Quere. Da merke ich, wie der Bauch nicht nur hart wird (wie sonst auch), sondern sich schiebt, bewegt, von rechts nach links und durcheinander. Hm, habe mich entspannt zurückgelehnt und gewartet, was noch so passiert. Das war ein Ächzen, Seufzen und Stöhnen und ich konnte beobachten, wie sich das Köpfchen von der üblichen Stelle rechts oberhalb des Bauchnabels ziemlich weit nach links schiebt und der Hintern hinterherzieht. Wow, habe ich gedacht, vielleicht dreht’s sich grade?

Und dann, ich schwör’s, habe ich ganz deutlich die Worte gehört: “Sssseisse, deht nich!” und Po und Kopf fluppten wieder an den alten Platz.

Heute Nacht habe ich dafür geträumt, dass sich endlich der Bauch senkt, auch das war eine elendige Rumpelei und ich bin freudig gespannt aus meinem Bettchen gehüpft und vor den Spiegel gespurtet, um das Ergebnis dieses Theaters zu begutachten. Richtig eckig hing mein Bauch über die Schlafanzughose und ich habe nur zu mir gesagt: “Ah, es werden Bücher.” und bin befriedigt wieder in mein Bett gekrabbelt. Und ebendort kopfschüttelnd aufgewacht.

Manchmal zweifle ich wirklich an meinem Verstand – mein armes Kind *g*