Archiv für September, 2009

Hatschi – wird der Bauch dann weggeniest???

Mittwoch, 30 September 2009

So, meine erste Erkältung in der Schwangerschaft. Doof. Ganz arg doof. Außer Meerwasser-Nasenspray gebe ich mir nichts. Naja, doch, habe mir Hühnersuppe gekocht, jetzt wird noch ein Obstsalat reingepfiffen und dann hoffe ich, dass es bei der Nase und dem Matschekopf bleibt. Und dass Zwetschge noch bleibt, wo es ist, bis die Erkältung rum ist. Mag nicht niesend durch den Kreißsaal tigern.

Aber ich wurde gefragt, ob ich Bauchbilder hätte. Habbisch. Hänge ich hier mal an (aber nicht alle, keine Sorge):

12+6

12+6


18+0

18+0


25+0

25+0


32+2

32+2


36+0

36+0


38+0 und hier bei 99 cm - die 100 cm schaffe ich auch noch!

38+0 und hier bei 99 cm - die 100 cm schaffe ich auch noch!

MRT und sonstiges

Dienstag, 22 September 2009

Gestern war ich zum MRT in der Klinik.

Zuerst wurde geschaut, ob es sich nicht doch noch gedreht hat, aber das war natürlich nicht der Fall.
Dann wurde ich noch gefragt, ob ich mich für die Feinjustierung eines neuen US-Gerätes zur Verfügung stellen würde und so kam ich in den Genuss eines ausführlichen weiteren Ultraschalls. Es sieht wohl alles zeit- und normgerecht aus, das freut mich.

Dann ging’s zum MRT und ich musste mich nackig machen und durfte so ein schickes Flügelhemd überwerfen. Nur die Kompressionsstrümpfe musste ich zum Glück nicht ausziehen. Das wird nämlich so langsam etwas mühsam und der Bauch nach der morgendlichen Anwürgerei immer hart – aua.

Dann wurde ich aufgeklärt, durfte den Wisch unterschreiben und wurde gefragt, ob ich irgendwo Metall im Körper hätte. Habe ich. Im Finger. Noch aus meinen Goldschmiedezeiten, als ich einmal flüssiges Gold zu sehr erhitzt habe und es mir spratzend um die Ohren flog. Zwei kleine Kügelchen bahnten sich ihren Weg tief in meinen Ringfinger und sind dort schön eingewachsen. Aber der Arzt hat recht cool reagiert und nur gemein: “Ach, Sie sind Goldschmiedin?” Habbisch doof geguggt und er gegrinst. Seine Mutter wohl auch *g*.

Dann kam ich auf den Schiebewagen vor der Röhre und wurde mit Ohrenschutz und Notfallknopf versorgt und los ging’s. Naja, schön ist was anderes, aber es war ok. Allerdings will ich nicht wissen, wie laut das Ding ohne Kopfhörer ist, es war ein Heidenlärm und Zwetschge hat es gar nicht gefallen. Da war dann ein wahnsinniges Geguckel in meinem Bauch.

Danach haben wir dann noch versucht, im Vierfüßlerstand eine Aufnahme zu machen (die machen dort wohl eine Studie zur besseren Darstellbarkeit) und mit viel hängen und würgen ging das geraaaaaaade mal so. Wirklich nur noch Milimeterchen Luft hatten wir, obwohl ich mit dem Bauch am Boden war und mit dem Popo auf meinen Fersen hockte. Und diese vier Minuten sich ruhig zu halten waren extrem anstrengend. Puh, war ich froh, als ich aus der Röhre rausgefahren wurde.

Aber die Bilder sind wohl gut geworden und mit 13 cm ist mein Becken auch groß genug, um eine Spontangeburt versuchen zu können. Allerdings ist mir jetzt klar, warum ich so extreme Steißschmerzen hatte. Normalerweise ist die Wirbelsäule ja sanft geschwungen, aber bei mir geht es bei den Lendenwirbeln dann fast rechtwinklig nach hinten raus. Egal, hauptsache, es ist Platz genug.

Heute werde ich auf alle Fälle den schönen Altweibersommer genießen und nicht viel erledigen. Offensichtlich ist Zwetschge wieder hochgerutscht und ich habe noch Zeit genug *freu*

Kinderzimmer fast fertig

Sonntag, 20 September 2009

Jetzt stelle ich mal ein paar Bilder ein. Eigentlich ist es fertig, es fehlt nur noch etwas Deko, aber das ist jetzt für mich nicht das Wichtigste:

Kizi-7-klein

Kizi-8-klein

Kizi-9-klein

Kizi-10-klein

Warum denn ausgerechnet “Zwetschge”?

Freitag, 18 September 2009

Hm, diese Frage wurde mir witzigerweise in den letzten beiden Wochen häufiger gestellt – vorher fast gar nicht.

Also hier die Auflösung des Rätsels:
Während der Lehrzeit haben wir bei Fleißarbeiten immer gesagt: “Eine Zwetschge, und noch eine Zwetschge und noch eine ….” bis endlich alles erledigt war.

Am Anfgang meiner Schwangerschaft habe ich mich von Termin zu Termin gehangelt und dachte da auch soooo oft “Eine Zwetschge und noch eine …” und so ist es halt zu dem Namen gekommen für das Zwetschgenkind. Und so eine Fruchthöhle im US hat ja auch manchmal Zwetschgenform.

Jetzt werde ich nachher noch einmal einen Zwetschgenkuchen backen, damit das Kind auch entsprechend ernährt wird und hoffentlich noch einige Zeit bei mir bleibt – hab noch sooooo viel vor *ja*

Mein liebes Zwetschgenkind

Dienstag, 15 September 2009

Jetzt möchte ich mich bei Dir bedanken. Dafür, dass Du da in mir bist, dass Du Dich überhaupt zu mir durchgekämpft hast, einfach für die letzten 36 (naja, eher 32) Wochen.

Jetzt wird es so langsam wieder dunkel, der Herbst kommt mit aller Macht und ich werde morgens im Bad an die Situation erinnert, als ich im letzten Winter den SS-Test mehr aus Jux und Dollerei gemacht habe.

Seit diesem Tag hast Du schon mein Leben auf den Kopf gestellt, mir Gefühle beschert, die ich so nicht kannte. Glück, Panik, Angst, Freude – alles in einem wilden Durcheinander in meinem Herz und Kopf. Ich möchte keine einzige Sekunde missen.

Die vielen Fragen “Freust Du Dich?”. Ja, natürlich freue ich mich, aber trotzdem war die Freude die ganze Zeit überdeckt von Vorsicht, Trauer, Unsicherheit … darauf hätte ich gerne verzichtet. Aber auch diese Gefühle gehören zu meinem Leben. Nur so langsam bricht sich das tiefe Glück Bahn und ich genieße die Tage und Stunden mit Dir in meinem Bauch. Eigentlich will ich noch gar nicht, dass Du schon zur Welt kommst, hatten wir doch so wenig Zeit füreinander. Erst seit ich zu Hause bin und nicht mehr äußeren Terminen gerecht werden muss, habe ich Zeit und Muße, mit Dir zu spielen, Dich von außen zu entdecken und Dich in mir drin ganz und gar zu spüren. Da gehe ich sogar manchmal nicht an’s Telefon, so schön ist das mit Dir. Vielleicht hast Du Dich deshalb auch noch nicht gedreht? Weil wir zwei jetzt gerade eine so richtig schöne Gemeinschaft haben?

Ach, ich weiß es nicht. Vielleicht will ich auch nur nicht, dass ich merke, falsche Entscheidungen für Dich getroffen zu haben – es gab und gibt so viele Entscheidungen und Fragen, die zu beantworten sind und ich bin in vielen Dingen sehr unsicher. Vor allem, was Deinen Vater betrifft.

Ich hoffe von ganzem Herzen, dass er und ich Dir gute Eltern sein werden, auch wenn wir nicht im klassischen Sinne zusammen sind. Wir beide wollen auf alle Fälle nur das allerbeste für Dich – nicht ein Deut weniger. Weniger als das Allerbeste hast Du nämlich nicht verdient.

Aber egal was sein wird, eines ist ganz gewiss: Ich habe nur mit der allergrößten Lieben zu Dir gehandelt, drunter ging es nicht.

In Liebe, Deine Mama